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Der Lockdown ist bald Geschichte – diesmal hoffentlich wirklich

Lockdown ist bald Geschichte Sich mit Freunden endlich wieder auf ein Bier treffen: Am 19. Mai soll es soweit sein.
Sich mit Freunden endlich wieder auf ein Bier treffen: Am 19. Mai soll es soweit sein.

Es dürfte den verantwortlichen Politikern tatsächlich ernst sein: Nach zwei eher halbherzigen Versuchen, die Gastronomie auch diesseits des Arlbergs zu öffnen (einmal im Jänner und einmal vor Ostern), dürfte der 19. Mai nun tatsächlich feststehen – vorausgesetzt die Infektionszahlen schießen nicht wieder durch die Decke oder eine neue – noch ansteckendere – Virusmutation aus Patagonien, Nordkorea oder den Fidschi-Inseln schafft es bis zu uns. Man weiß ja nie…


Ok, ich treibe mit Entsetzen Scherz, bitte um Nachsicht. Tatsache ist aber, dass die Dinge jetzt anders liegen als noch vor wenigen Wochen. Zum einen kommt das Impfprogramm derzeit wirklich in Schwung und bei geimpften Menschen ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie nach einer Coronainfektion ins Spital müssen, extrem gering. Diese Spitalszahlen – und da wieder die Zahl der Intensivpatienten – ist ja die Einheit, um die sich in der Öffnungsdiskussion alles dreht. Zum anderen wissen wir aus dem Vorjahr, dass sich das Virus in der wärmeren Jahreszeit (so der Frühling sich demnächst mal dazu entschließt, seinen Dienst anzutreten) weniger ansteckend ist – schon weil sich im Sommer das Leben eher im Freien abspielt, was die Infektionsgefahr im Vergleich zu geschlossenen Räumen drastisch senkt. Und last but not least steht die Branche derzeit teilweise wirklich mit dem Rücken zur Wand. So hoch können Zuschüsse gar nicht sein (wenn sie denn überhaupt beim Empfänger ankommen), so sehr kann die Kurzarbeit nach über einem halben Jahr Lockdown gar nicht verlängert werden, dass ein weiteres Zusperren nicht schwerwiegende Auswirkungen zur Folge hätte.

Noch einige Fragen offen

Ein Kommentar von Clemens Kriegelstein
Ein Kommentar von Clemens Kriegelstein
Noch sind wir allerdings nicht so weit. Noch ist unklar, wie es mit dem Grünen Pass genau weitergeht, der uns allen unseren alten Bewegungsradius wieder zurückgeben soll, noch ist unklar ob die Öffnung jetzt dauerhaft ist, komme was wolle, oder ob es nicht zumindest kurzfristig jederzeit wieder zu lokalen Lockdowns kommen kann. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig ist etwa dem Vernehmen nach noch unsicher, ob er am 19. Mai auch die Innenbereiche der Gastronomie öffnen will. Und schließlich steht auch noch im Raum, welche Art von Zutrittstests bei Lokalbesuchen oder Hotelaufenthalten künftig gelten sollen. Ausschließlich personalisierte Tests, etwa aus Impfstraßen, Apotheken oder die neuen Gurgeltests samt Videobeweis? Dann schaut es mit Spontanbesuchen in der Gastronomie finster aus. Oder vertraut man den Leuten soweit, dass man hier auf Eigenverantwortung setzt, dass niemand den Test seiner Partnerin hernimmt, um mit dem Ergebnis dann auf ein Bier mit seinen Freunden zu gehen. Das wird man in Einzelfällen vermutlich nicht ausschließen können, es werden aber wohl Einzelfälle bleiben, mit denen wir hoffentlich leben können.

Genauso, wie wir mit dem Virus lernen müssen zu leben. Ja, bis auf Weiteres werden Massenimpfungen die wichtigste Maßnahme bleiben und auch die eine oder andere Verhaltensweise wird die Lockdown-Zeit vielleicht überleben. Soll sein. Wichtig ist jedoch, dass wir endlich wieder unsere Freiheit zurückbekommen, dass man sich auf einen Kaffee oder ein Bier mit Freunden treffen, dass man sich im Haubenrestaurant wieder verwöhnen lassen und vor allem auch, dass man wieder auf Urlaub fahren kann. Die Chancen dafür, dass wir all das am 19. Mai wieder zurückbekommen, sind jedenfalls so hoch, wie schon lange nicht mehr. Lasst uns die Daumen drücken!

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