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Die Gastronomie ist reglementiert genug!

Und jährlich grüßt das Murmeltier: So sicher wie das Amen in der Kirche kommt in unschöner Regelmäßigkeit die Forderung nach einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung von Fleisch, Eiern oder Milchprodukten in der Gastronomie von abwechselnden Absendern, aktuell sind es einige politische Parteien, Landwirtschaftsvertreter oder Organisationen wie der WWF. Einhelliger Tenor: Eine solche Herkunftskennzeichnung würde zu mehr Qualität führen und sei außerdem der Wunsch vieler Verbraucher. Als ob es aktuell wegen Corona in der Branche keine anderen Sorgen gäbe, als ob der Verbraucherschutz – Stichwort Allergenkennzeichnung – nicht schon jetzt teils abstruse Ausmaße annehmen würde und also ob der durchschnittliche Gastronom nicht schon mit genügend anderen Bürokratie-Ärgernissen konfrontiert wäre. Ein letztlich nicht näher definierter Konsumentenwunsch wird außerdem zum Anlass für die Forderung nach einer weiteren Vorschrift genommen. Dabei sollte man jedem Gastronomen als Unternehmer

Rassismusvorwurf aus Publicitygründen?

Sagt Ihnen der Name Veronika Bohrn-Mena etwas? Nein? Ist kein Verlust, muss man auch nicht kennen. Einer gewissen Öffentlichkeit ist besagte Frau allerdings im vergangenen Sommer bekannt geworden, als sie sich als unerschrockene Kämpferin gegen Rassismus einen Namen machen wollte. Eine dunkelhäutige Freundin von ihr sei in einem Wiener Traditionsbeisl im 2. Bezirk „nicht bedient weil sie schwarz ist. Ich finde ihr solltet das wissen“, empörte sie sich auf Twitter, jener Social Media-Plattform, auf der die dauerempörten Moralisten sich gegenseitig auf die Schultern klopfen und den Rassismus und Sexismus in der Welt beklagen. Genannt wurde dabei natürlich besagtes Gasthaus – das „Reinthaler“ – mit vollem Namen. Der Vorwurf des Rassismus als Tatsachenmitteilung, ohne der Gegenseite eine Chance zur Stellungnahme zu geben. Ein Gesprächsangebot seitens der Wirtin wurde vorsichtshalber gleich mal

Eine echte Öffnung sieht anders aus

Es war nicht die große Öffnungsoffensive, die die Branche erhofft hatte: Ab 15. März dürfen also jetzt Gast- und Schanigärten in Vorarlberg öffnen, ab 27. März auch die Außengastronomie im Rest Österreichs – so bis dahin die Infektionszahlen nicht wieder dramatisch ansteigen, wie Gesundheitsminister Anschober schon kurz nach dieser Ankündigung ergänzte. Keine Rede indes vom Öffnen der Indoor-Gastronomie oder Beherbergungsbetriebe. Und was auf den ersten Blick nach einem „besser als nichts“ aussieht, hat einige Fußangeln. Denn in dem Moment, wo die Möglichkeit zur Öffnung besteht, wird auch eine bis dato vielleicht ausgesetzte Miete oder Pacht wieder fällig. Wie man aber in einem durchschnittlichen Schanigarten mit vielleicht 10 oder20 Sitzplätzen –Abstände müssen ja eingehalten werden – brauchbar wirtschaften soll, wird eine spannende Frage werden, die zu beantworten einer Quadratur des Kreises gleichkommt. Mehr

Neue Schnapsidee der EU

Auf Zigarettenpackungen kennt man sie schon seit vielen Jahren: die großflächigen Warnhinweise, dass Rauchen Krebs verursacht, impotent macht, Herzinfarkte und Schlaganfälle begünstigt, etc., garniert mit wenig Fotos von Raucherlungen, Raucherbeinen und anderen appetitlichen Motiven. Ähnliches könnte in der EU bald auch auf allen Flaschen von alkoholischen Getränken zu sehen sein, wenn es nach dem Willen von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides geht. Denn im Zuge des Kampfes gegen den Krebs, dem sich die EU verschrieben hat, wolle man auch den Alkohol stärker ins Visier nehmen. Ziel sei es demnach, bis 2025 den Alkoholkonsum in Europa um zehn Prozent zu reduzieren. Neben Warnhinweisen soll die Werbung für Alkohol eingeschränkt werden und auch höhere Steuern für Alkohol sind angeblich im Gespräch. Das macht natürlich alles Sinn: Bei irrelevanten Nebenschauplätzen wie der Einhaltung der Maastricht-Kriterien bei

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