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Kollaboration im Tourismus nicht erwünscht?

Zusammenarbeit und Kollaborationen sind in vielen Wirtschaftsbereichen inzwischen ein wahrer „Synergie-Turbo“ für unterschiedliche Unternehmen. Ein gutes Beispiel ist die sehr gelungene Kooperation der Uhrenhersteller Omega und Swatch, die damit einen weltweiten Verkaufshype auslösten. Im heimischen Tourismus denkt man hingegen noch an Abgrenzung und vor allem an die jeweiligen Destinationsgrenzen. Der Föderalismus hat in der Bewerbung eines Landes nichts verloren. Die Marketingausgaben der ÖW (Österreich Werbung), LTOs (Landestourismusorganisationen) und DMOs (Tourismusverbände und Destinationen) betragen jährlich rund 510 Millionen Euro. Diese Beträge werden von allen Leistungsträgern (den Betrieben und Pflichtmitgliedschaften) finanziert. Die Werbeeinsätze aus diesen Mitteln finden ohne tiefgreifende Koordinierung statt. Die Bundesländer und Destinationen stehen im Wettbewerb untereinander, obwohl die Gäste die Grenzen nicht erkennen. Dies schreit nach Zusammenarbeit und Verschränkungen.

Kollaboration im TourismusThomas Reisenzahn, akademisch geprüfter Tourismuskaufmann, Betriebsökonom, durchlief in seiner Laufbahn alle Bereiche des Hotelgewerbes. Er war als Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) tätig und ist derzeit Geschäftsführer und Gesellschafter in der Prodinger Beratungsgruppe.

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