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Brauereien fordern Gastro-Öffnung

Gastro-Öffnung Nicht nur Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe, auch die heimischen Brauereien leiden unter dem monatelangen Lockdown.
Nicht nur Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe, auch die heimischen Brauereien leiden unter dem monatelangen Lockdown.

Ein rasches Aufsperren der Gastronomiebetriebe fordert der Verband der Brauereien Österreichs. Vor allem für die klein- und mittelständischen Brauereien, die über einen sehr hohen Gastronomieanteil verfügen, sei dies „eine Überlebensfrage“, betont Josef Sigl, Geschäftsführer und Eigentümer der Trumer Privatbrauerei. Verbandschef Sigi Menz betont, dass „der Gastro-Lockdown die Zulieferer und damit viele Brauereien empfindlich trifft. Rund ein Drittel des in Österreich gebrauten Bieres fließt in normalen Jahren in die Gastronomie. Dieser für die Bierbranche wesentliche Wirtschaftsfaktor ist seit dem Start der Wintersaison geschlossen. Eine zeitnahe Öffnung wäre eine wichtige Unterstützung – auch für die mehr als 315.000 Beschäftigten in der heimischen Gastronomie und Hotellerie.“

Aufsperren der Gastronomie

„Nach dem kontrollierten Öffnen der Geschäfte, Museen und körpernahen Dienstleister hat sich gezeigt, dass sich viel mehr Leute testen lassen. Das vorsichtige Aufsperren der Gastronomie würde die Teststrategie der Bundesregierung stärken“, sagt Sigl, der im Brauereiverband die mittelständischen Brauereien vertritt. Außerdem hätten Untersuchungen der AGES im Herbst 2020 gezeigt, dass sich damals lediglich um die drei Prozent der Cluster einem Ansteckungsgeschehen im Zusammenhang mit Hotellerie und Gastronomie zuordnen ließen. Rund 60 Prozent der Ansteckungen fanden im privaten Umfeld statt.

„Wiener Modell“ als mögliche Variante

Die Gastronomie habe bereits im Vorjahr sehr viel in entsprechende Präventionskonzepte und Maßnahmen – Masken- und Registrierungspflicht, Abstandsregeln, Desinfektionsmöglichkeiten – investiert. Das habe sich voll und ganz bewährt; Beschäftigte und Kunden hätten gelernt, mit der Pandemie umzugehen. „Es spricht also nichts gegen eine ehestmögliche Öffnung der Gastronomie mit strenger Einhaltung aller gesundheitsrelevanten Maßnahmen“, so Menz. Dabei sei auch ein gestaffeltes Vorgehen – wie etwa derzeit in Wien mit bestimmten Öffnungstagen sowie sukzessiver Ausweitung der Sperrstunde angedacht – vorstellbar.

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