Zweitbestes Tourismusjahr bringt Wien Rekord bei Nächtigungsumsatz

„Wiens Städtetourismus hat es 2023 geschafft, die Folgen der Pandemie vollständig abzuschütteln und ist auf die Erfolgsspur zurückgekehrt“, zieht der Präsident des WienTourismus, Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke positive Bilanz zu Wiens Tourismusentwicklung im Vorjahr. Die Stadt verzeichnete 2023 7.394.000 Ankünfte, im Vergleich zu 2022 bedeutet dies ein rechnerisches Plus von 32,1 Prozent, sowie 17.261.000 Gästenächtigungen (+30,7%). Stärkere Aussagekraft besitzt der Vergleich zum Vorpandemie-Niveau: „Das Nächtigungs-Aufkommen 2023 liegt nur noch 2 Prozent unter dem bisherigen Bestwert von 2019, aber bereits 4,7 Prozent über jenem aus 2018. Wiens Visitor Economy hat damit ihr zweitbestes Nächtigungsergebnis aller Zeiten geschafft. Viel wichtiger als die Nächtigungen sind allerdings die erwirtschafteten Nächtigungsumsätze der Beherbergungsbetriebe – sie sind im Verlauf des Jahres 2023 etwa um ein Drittel stärker gewachsen als die Nächtigungen. Schon Ende November haben sie ihren bisherigen Bestwert aus dem Gesamtjahr 2019 übertroffen“, unterstreicht Hanke.

Zum zweiten Mal in ihrer Geschichte haben es Wiens Beherbergungsbetriebe geschafft, beim Nächtigungsumsatz die Hürde von einer Milliarde Euro zu überschreiten – und das schon, noch bevor der Dezember abgerechnet ist“, unterstreicht Hanke ein erfolgreiches Jahr. Der Beherbergungsumsatz liegt derzeit für Jänner bis November 2023 vor: 1,08 Milliarden Euro (+42,3% zu 2022) bedeuten ein Plus von 19,5 Prozent zum Vergleichswert Jänner bis November 2019.

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Nächtigungsumsatz auch inflationsbereinigt über Rekordjahr 2019

Um den Einfluss der Inflation auf die starke Umsatzentwicklung besser abschätzen zu können, ist als aussagekräftigster Indikator der Umsatz pro Nächtigung heranzuziehen. 2023 betrug dessen Zuwachs in Wien im Vergleich zum Vorkrisen-Jahr 2019 nominell 23 Prozent auf rund 70 Euro (Jänner-November; exkl. Steuer und Frühstück, nicht zu verwechseln mit dem Zimmerpreis von durchschnittlich 128 Euro). Inflationsbereinigt (Berechnung anhand VPI) ist davon auszugehen, dass der Umsatz pro Nächtigung immer noch etwa 10 Prozent über dem bisherigen Höchstwert 2019 (57 Euro) liegt. „Vor dem Hintergrund der Teuerungen gerade im Energie- und Lebensmittelbereich, die für die Hotellerie eine besondere Herausforderung darstellen, ist dieses stabile Umsatzwachstum umso wichtiger. Das Festhalten am Qualitätstourismus, die Ansprache eines kulturinteressierten und kaufkräftigen Publikums, die Rückkehr der Fernmärkte und globale Positionierung Wiens als Meeting Destination trugen wesentlich zur positiven, deutlich über der Inflation liegenden Umsatzsteigerung bei“, erklärt Tourismusdirektor Norbert Kettner.

Markant dabei die unterschiede zwischen Kongress- und Privatgast: Während letztere im Schnitt 280 Euro/Tag in Wien ausgeben ist es bei Kongressgästen mit 550 Euro fast das Doppelte.

Rund 82 Prozent der Gästenächtigungen 2023 waren Auslandsnächtigungen (2019: 83%). „Wiens Tourismus ist wieder so international wie vor der Pandemie“, erklärt Norbert Kettner. Deutschland hält mit 3.320.000 Nächtigungen 2023 (+27% zu 2022) den stärksten Marktanteil in Wiens Nationenmix, liegt aber noch rund 1 Prozent unter seinem Vorpandemie-Niveau, gefolgt von Österreich mit 3.149.000 Nächtigungen (+15%), das um rund 3 Prozent darüber liegt. Wiens aufkommensstärkster Überseemarkt, die USA, liegt im Nationen-Ranking an dritter Stelle. Die USA übertrafen mit 1.043.000 Nächtigungen (+37%) sogar ihr bisher bestes Ergebnis aus 2019, wo die Millionengrenze erstmals überschritten wurde, um etwa 1 Prozent. „Dank des Sonderbudgets der Stadt Wien konnten wir 2023 marketingseitig einen Schwerpunkt auf die Vereinigten Staaten legen. Sie erwiesen sich einmal mehr als kaufkräftiger, krisenresistenter Herkunftsmarkt“, so Kettner.

Rund ein Drittel aller Wien-Besucher sind übrigens Stammgäste, freut sich der Tourismusdirektor.

Zuspitzung in China: Marketing ausschließlich im Luxussegment

Stand schon vor der Pandemie nur der chinesische Individualreisende abseits der Gruppenreisen im Fokus seiner Marketingaktivitäten, so spricht der WienTourismus künftig ausschließlich chinesische Luxusreisende an. Kettner: „Wir fokussieren auf das Luxussegment, das wir nicht über klassische Kampagnen, sondern B2B-Netzwerke, persönliche Reiseassistenzen oder Concierge Services erreichen. Wir positionieren Wien als Kunst-, Kultur- und Qualitätsdestination, wollen gezielt die Wertschöpfung in der Stadt erhöhen – im Parallelschritt mit Partnern aus Hotellerie, Kultur, Kulinarik und Handel. Wir nutzen die steigende Nachfrage nach exklusiven, hyperindividualisierten Angeboten abseits des Massengeschäfts.“

Hotelmarkt: Qualitäts-Upgrade setzt sich fort

Rund 60 Prozent des Hotelbetten-Angebots sind der 4- und 5-Stern-Kategorie zuzuordnen. Die Bestandsstatistik 2023 weist im Vergleich zum Vorjahr wie auch zu 2019 eine Steigerung der Zimmer- und Bettenkapazität aus: In Summe werden rund 74.400 Betten in 37.700 Zimmern von 410 Hotelbetrieben verzeichnet. Lediglich die Anzahl der Hotels und Pensionen erreicht das Niveau 2019 (422) vorerst noch nicht und wird durch bereits in Planung befindliche Projekte 2025 an den früheren Wert anschließen. 2019 verfügte Wien über 22 Luxushotels, die Bestandsstatistik 2023 weist 25 aus. „Mit der für März 2024 angekündigten Übernahme des Betriebs im Palais Hansen durch die Luxusmarke ‚Anantara‘ und dem ‚Mandarin Oriental‘, das 2025 in der Riemergasse seine Pforten öffnet, darf sich der Standort über neue High-End-Marken sowie ungebrochenes Vertrauen auf Investorenseite freuen“, begrüßt Kettner jüngste Entwicklungen am Hotelmarkt.

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