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Stabile Jahresbilanz für Handelshaus Wedl

Jahresbilanz für Handelshaus Wedl Das Jahr 2021 verlief für das Tiroler Unternehmen Wedl herausfordernd.
Das Jahr 2021 verlief für das Tiroler Unternehmen Wedl herausfordernd.

Die Auswirkungen der Pandemie sind für das Handelshaus Wedl weiterhin deutlich spürbar. „Der Einbruch des Wintertourismus und die Schwierigkeiten im Bereich der Warenbeschaffung und -verfügbarkeit haben auch unser Geschäft stark beeinflusst. Durch neue Strukturen und Abläufe haben wir flexibel auf die Situation reagiert“, so Lorenz Wedl, Mitglied der Geschäftsführung beim Handelshaus Wedl.


Das Jahr 2021 verlief für das Tiroler Unternehmen ähnlich wie schon 2020: Durch pandemiebedingte Einschränkungen kam es zu Umsatzeinbußen, da die Hauptzielgruppe des Lebensmittel-Großhändlers – Gastronomie und Hotellerie – aufgrund von Lockdowns immer wieder schließen musste. Nach einer Anpassung der Unternehmensstrategie konnte durch intelligente Bevorratung und dem Ausweichen auf Alternativlieferanten den Problemen im Bereich der Warenbeschaffung und -verfügbarkeit entgegengewirkt werden. Der Personalstand stieg 2021 um 5 Prozent auf 1.307 Mitarbeiter.

Auslandsgeschäft wesentlich – positiver Trend bei Kaffee

Trotz der Umsatzsteigerungen im Jahr 2021 konnte das Unternehmen nicht das Vor-Pandemie-Niveau erreichen. 2019 lag der Umsatz der Wedl Gruppe noch bei über 536 Mio. Euro. 2021 waren es 431 Mio. Euro (+10% gegenüber 2020). Die Steigerung des Gesamtumsatzes 2021 ist primär dem Auslandsgeschäft – besonders jenem in Italien – zuzuschreiben, wo es zum Jahresende 2021 keine Lockdowns mehr gab. Die Umsätze im Kerngeschäft Gastro-Großhandel belaufen sich 2021 auf rund 251 Mio. Euro, was einem Zuwachs von rund 6 Prozent im Vergleich zu 2020 entspricht. 2019 wurden im Großhandel noch 352 Mio. Euro umgesetzt.

In der für das Unternehmen wichtigen Sparte Kaffee kam es im Vergleich zu 2020 zu einem Umsatzplus von knapp 22 Prozent auf rund 30 Mio. Euro. Der positive Trend ist deutlich spürbar, wie Kommerzialrat Leopold Wedl. erklärt: „Im Kaffee-Bereich spüren wir seit Mai einen Aufschwung, der sich langsam bei den Zahlen von 2019 einpendelt. Der Export bei unserer Tochterfirma Procaffè erholte sich im Vergleich zum ersten Pandemiejahr mit einem Plus von 38 Prozent sehr gut, während sich die Verkaufszahlen in Italien im wichtigen Kaffee-Bar-Geschäft um 12 Prozent verbesserten.“ Getrieben vom guten Tourismusgeschäft hat sich die Sparte Kaffee in den südlichen Ländern überproportional positiv entwickelt.

C+C-Markt in Saalfelden neu

Wedl investierte außerdem während der Krise knapp 15 Mio. Euro in den Neubau des C+C Marktes in Saalfelden, der am 6. Dezember 2021 eröffnet wurde. „C+C“ – also „Cash and Carry“ – wird hierbei nicht nur als Verkaufsfläche gesehen, sondern auch als Plattform für Austausch, fachkundige Beratung und Einkaufserlebnisse mit einzigartiger Warenpräsentation. Die fünf „Wedl Genusswelten“ – Fisch und Fleisch, Obst und Gemüse, Gourmet, Wein und Kaffee – werden hier auf wesentlich mehr Fläche präsentiert, um die Stärken des Handelshaus Wedl besser unter Beweis stellen zu können. Das Herzstück des Marktes ist eine 400 Quadratmeter große Vinothek mit imposanter Showküche.

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