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„Veganer sind nicht unsere Zielgruppe“

Die Betreiberfamilie mit einem Teil ihrer Crew. Gute Esser sind im Gasthaus Mehler jedenfalls im Vorteil. Fotos: Mehler


Wer schon zeitig in der Früh Lust auf ein Gulasch und ein Bier hat, der findet etwa im Wiener Gasthaus Mehler eine empfehlenswerte Anlaufstelle.


Lokale wie das Gasthaus Mehler sind definitiv nicht in den Bobo-Bezirken angesiedelt. Wer bei der Familie Mehler am Handelskai in Wien einkehrt, der möchte so essen wie unsere Eltern oder Großeltern. Genau diese Großeltern waren es auch, die einst ein Wirtshaus in der Krieau betrieben haben. Die Eltern Herbert und Gisela sind dann vor gut 30 Jahren an den jetzigen Standort übersiedelt. Und heute werken hier mit Martin und Schwester Andrea Mehler in der Küche sowie Bruder Thomas im Service und im Einkauf bereits die dritte Generation an Mehlers in der Gastronomie – nach wie vor unterstützt von den Senior- Chefs. „Meine Mutter lässt es sich mit über 70 Jahren nach wie vor nicht nehmen, jeden Tag spätestens um sechs Uhr in der Früh in der Küche zu stehen und die ersten Suppen aufzustellen, etc. Sie ist auch noch immer der Kommandant in der Küche “, lacht Martin Mehler. Was auffällt bei den Mehlers sind die unkonventionellen Öffnungszeiten ab 6.45 Uhr – und das ohne explizites Frühstücksangebot. „Wir forcieren das Thema Frühstück nicht, aber nachdem bei uns alles jeden Tag frisch gekocht wird und ab 11 Uhr alles fürs Mittagsservice fertig sein muss, gehen bei uns eben zeitig die Lichter an. Da müssen an guten Tagen schon mal 40 oder 50 Kilo Erdäpfelsalat vorbereitet werden. Und wenn dann jemand zum Frühstück Lust auf Ham and Eggs oder ein kleines Gulasch mit einem Seidl Bier hat, dann ist er eben bei uns an der richtigen Adresse“, erklärt Mehler.

Fleischeslust

Auch die sonstige Speisekarte ist eine Reise in die beste kulinarische Vergangenheit. Diverse Schnitzel- und Kotelett- Varianten, frischer Schweinsbraten, Tafelspitz, aber auch Innereien wie Hirn, Bruckfleisch & Co. – „Für Vegetarier finden wir noch was, aber Veganer sind eher nicht unsere Zielgruppe“, wie es der Junior-Chef formuliert. Die Produkte werden von unterschiedlichen Produzenten bezogen, alleine drei verschiedene Fleischhauer stehen auf der Lieferantenliste. Einer hat das beste Rindfleisch, ein zweiter die beste Blunzn, etc. Bevorzugt wird mit kleinen, regionalen Produzenten gearbeitet. Sogar beim Bier schätzt Martin Mehler Auswahl und Unabhängigkeit. Angeboten werden Biere verschiedenen Brauereien, ein tschechischer Klassiker wird sogar extra selbst importiert. So ist man Herr über sein eigenes Angebot. Eben wie die Eltern und Großeltern auch schon. Sieht aus, als wäre auch ein Blick in die Vergangenheit ein zukunftsträchtiges Konzept.

Info

Gasthaus Mehler

 

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