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Wo der echte Bio-Eachtling wohnt


Eachtling heißt der Erdapfel traditionell im Lungau und auf dem Biobauernhof der Familie Löcker hat er sogar einen Ehrenplatz auf der Karte.


Das Hauswappen des Gasthofs Löcker besteht seit 1694 und die Inschrift am Deckenbalken in einer der Stuben lässt darauf schließen, dass in dem Haus bereits damals eine Gastwirtschaft war. Heute betreibt Leonhard Löcker gemeinsam mit seiner Frau und den Eltern hier mitten im Biosphärenpark eine Biolandwirtschaft, ein Restaurant und eine Zimmervermietung. Und sein Kochstil ist sowohl alpin als auch slow. Gekocht wird, was die Umgebung hergibt und so, wie schon immer gekocht wurde. Was beim Löckerwirt zu hundert Prozent stattfindet.

 

Bio-EachtlingBei uns verlässt kein Tier den Hof lebend

Das gilt aber selbstverständlich nur für die Nutztiere: Denn die eigene Biolandwirtschaft mit samt dem EU-konformen Schlachtraum, den der Papa eingerichtet hat, liegt exakt 50 Meter von der Küche entfernt. Die 180 Tiere der Biolandwirtschaft erwartet nach einem glücklichen Leben damit auch ein glückliches Ende. Etwas, das sich in der Fleischqualität deutlich und da unter anderem bei der „Trilogie von Löcker’s Vieh“ jährlich Ende Oktober zeigt. Auch from nose to tail ist hier selbstverständlich. Denn auf die Frage, was denn heute auf die Karte kommt, meint Leonhard Löcker nämlich nach kurzem Überlegen: „Heute hätte ich Gusto auf ein Beuschel“ und bestätigt auf Nachfrage, dass die Entscheidung für das Speisenangebot oft sehr kurzfristig fällt. Es wird geschaut, was da ist und auch, wonach Koch Löcker der Sinn steht. „So wird’s nämlich am besten!“ Die Gestaltung der Speisekarte variiert je nach Schlachtung und kann auch mehrmals wöchentlich wechseln. „Und wenn`s aus ist, ist`s aus!“

Lammeintopf, aber wie früher

Was wird denn im Lungau traditionell gegessen? „Lamm“, meint Leonhard Löcker, und für sein geschmortes Lamm wird das Fleisch aus der eigenen Landwirtschaft frisch zerlegt und alle Teile kommen mit Sellerie, Karotten und den Eachtlingen in einen Topf. Dort darf es dann gut1 ½ Stunden schmoren, was mit „langsam“ ebenfalls der traditionellen Küche entspricht. Und dann wäre da noch der Eachtling: Ihm gehört bei Löckers ein halber Hektar und allein für seine Küche braucht der Chef rund 5.000 Kilogramm im Jahr. Mama Flora als Kräuterfee verarbeitet mit ihrem Wissen als diplomierte TEH Praktikerin die Schätze aus Wald & Wiese zu Genussvollem genauso wie zu Heilkräutern. Die traditionelle Küche der Löckers mit der Biolandwirtschaft überzeugt auch die Appartement-Gäste: Trotz vollständiger Küche wurde dort erst dreimal gekocht: Die Gäste genießen lieber im Löckerwirt!

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