Du bist hier
Home > Covid-19 (Corona Virus) > Wrapstars: „Gemeinsam diskutieren, welche Schritte notwendig sind“

Wrapstars: „Gemeinsam diskutieren, welche Schritte notwendig sind“

Vernetzung in der Gastronomie Corona Virus Krise
Vernetzung ist angesagt: Gastronomen, die den Austausch in Krisenzeiten suchen, können sich gerne mit dem „Wrapstars“-Team in Verbindung setzen.

Keine Frage: Die Gastronomie steht in Zeiten der Coronovirus-Krise vor großen Herausforderungen. Vernetzung und Austausch, innovative Ideen und gegenseitige Unterstützung sind das Gebot der Stunde. Doch woher sollen Gastronomen wissen, was zu tun ist?

Mit vorbildlichem Beispiel geht das Betreiber-Team der Co-Working-Küche „Herd“ in Wien-Favoriten, des „Wrapstars“-Foodtrucks und des gleichnamigen Restaurants, unweit der Mariahilfer Straße gelegen, voran. Das gemeinsame Lösen der anstehenden Probleme ist die Maxime.

„Wir haben einen Slack-Channel (Instant-Messenging-Dienst, Anm.) eröffnet, bei dem bereits 52 Unternehmen dabei sind. Wenn jemand eingeladen werden möchte, dann soll er sich bei uns oder bei Karma Food melden“, erläutert Marko Ertl, Co-Gründer von „Herd“ und „Wrapstars“, die Vorgangsweise der Crew.

„Finanziell ist es eine enorme Belastung, und in unserer Größe hat kaum ein Betrieb mehr Reserven als für ein bis zwei Monate. Das größte Problem ist aber die Ungewissheit. Es gibt so viele Informationen, die sich auch täglich ändern, sodass es unglaublich schwierig ist, jetzt gute Entscheidungen zu treffen. Man fühlt sich im Zugzwang, aber man weiss nicht wohin und was tun – es wird einfach etwas Zeit brauchen, bis die Regierung ihre Hausaufgaben abgeschlossen hat und die Richtlinien klar sind. Dann kann man besser abschätzen, ob es überhaupt eine Chance gibt, weil eine Überbrückungsfinanzierung nur ein Verschieben der Probleme ist, aber keine Lösung“, bringt Ertl die Problematik auf den Punkt.

Vernetzung und Austausch in der Gastronomie

Auf Instagram ist die Crew sehr aktiv, hier bietet sich eine ideale Vernetzugsmöglichkeit an, ebenso über Facebook. Nicht zuletzt durch den Betrieb der Co-Working-Küche ist das „Wrapstars“-Team bestens vernetzt: „Wir selbst waren von Tag eins an mit vielen befreundeten Restaurants und Betrieben im täglichen, ja stündlichen Austausch und konnten so gemeinsam diskutieren, was am ehesten Sinn macht – aber viele haben diesen Luxus nicht. Deswegen wollten wir eine Gruppe gründen, wo all das gesammelte Wissen geteilt werden und man so gemeinsam besser beurteilen kann, welche Schritte gesetzt werden müssen, um das hier durchzustehen“, so Marko Ertl.

Derzeit sind Karma Food, Schachtelwirt, Speedy Potato, Kimbo Dogs, I Eat Vienna, Omnom Burger, Baschly, Biodeli, Bruder, Das Möbel, Rita bringt’s, Die Parfümerie, Knödelmanufaktur und viele mehr mit von der Partie, täglich kommen neue Partner dazu. Eventuell wäre auch eine Crowdfunding-Kampagne mit mehreren Betrieben geplant, aber hier gilt es noch, ein sinnvolles Konzept samt nachhaltigem Effekt zu generieren, so die Crew – daran wird noch gearbeitet.

„Geholfen wäre uns mit direkten Zuschüssen vom Staat, dem Erlass von gewissen Fixkosten und für die Unternehmerinnen und Unternehmer selbst auch eine Art Kurzarbeit, da in unserer Größe kaum jemand gut verdient und hier viele vor allem privat kaum genug Reserven für mehr als zwei bis drei Monate haben“, so Marko Ertl abschließend.

Gute Ideen und Teamgeist sind also gefragt, für ein Miteinander in der Branche. Wer die „Wrapstars“-Crew darüber hinaus unterstützen möchte: Auf der Webseite findet sich ein Bestellformular für Gutscheine, die nach bestandener Krise im Food Truck oder im Restaurant eingelöst werden können.

Weitere Informationen: www.wrapstars.at

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Top