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Weitere Lockerungen gefordert

Corona Maßnahmen In der Hotellerie beklagt man den 2G-/3G-Wirrwarr, speziell bei Betrieben mit Wellnessbereich.
In der Hotellerie beklagt man den 2G-/3G-Wirrwarr, speziell bei Betrieben mit Wellnessbereich.

Die heimische Tourismus- und Freizeitwirtschaft drängt auf raschest mögliche Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Robert Seeber, WKÖ-Bundesspartenobmann Tourismus- und Freizeitwirtschaft, erläutert: „In den letzten Wochen war glücklicherweise zu beobachten, dass sich die Zahl der Corona-Intensivpatienten auf konstant niedrigem Niveau bewegt. Gleichzeitig nimmt die Zahl der genesenen und geimpften Personen stetig zu. Hinzu kommt, dass wir den Höhepunkt der Infektionswelle überschritten haben. Deshalb müssen jetzt dringend und ehestmöglich weitere Lockerungen folgen. Hierbei zählt wohlgemerkt jeder einzelne Tag. Zu den vordringlichen politischen Forderungen gehört, dass die 3G-Regel spätestens am 19.2. auch in sämtlichen Sport-, Freizeit- und Vergnügungsbetrieben gilt.“


Hotellerie-Obfrau Susanne Kraus-Winkler ergänzt: „Dieser Corona-Regelungs-Irrgarten muss jetzt ein Ende haben. Wie sollen wir unseren Hotelgästen erklären, dass beim Einchecken und in Gasträumen eine 3G-Regel, aber im Wellnessbereich und in Fitnessräumen eine 2G-Regel gilt? Ebenso muss das Wirrwarr bei den Veranstaltungsregeln aufgelöst werden“. Nach zwei Jahren des oftmals spontanen Corona-Managements fordere man außerdem Planungssicherheit und langfristige Perspektiven für die Betriebe.“

Maßnahmen überprüfen

Gastronomie-Obmann Mario Pulker meint schließlich: „Es ist der Zeitpunkt gekommen, die Maßnahmen auf ihre Rechtfertigung zu überprüfen. Dies gilt insbesondere für die Corona-Sperrstunde und die rigorosen Einschränkungen bei Veranstaltungen, die Feiern in der Gastronomie, wie Hochzeiten, Geburtstage etc. derzeit de facto unmöglich machen. Auch die den Gastwirten auferlegte Verpflichtung zur Kontaktdatenerfassung ist zu hinterfragen. Wenn immer mehr Gesundheitsbehörden nicht in der Lage sind, diese Daten auszuwerten, ist dies sinnloser Bürokratismus. Dass dieser Weg jetzt eingeschlagen werden muss, zeigt auch der Blick auf andere, vergleichbare Länder, die rascher und beherzter agieren: Nach Dänemark, Schweden und der Schweiz – wo es mit Ausnahme von 2G de facto keine weiteren Einschränkungen mehr gibt – hat auch unser Nachbarland Bayern bei vergleichbarer Coronasituation mit 9. Februar die Corona-Sperrstunde in der Gastronomie gänzlich aufgehoben.“

„Sind keine Hilfs-Sheriffs“

Die WKÖ-Obleute in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft fordern unisono auch das Ende der Kontrollpflicht für die Betriebe mit Mitte März: „Durch die Kontrolle von 2G- bzw. 3G-Nachweisen haben unsere Betriebe in der Pandemie einen wertvollen Beitrag bei der Bekämpfung des Infektionsgeschehens geleistet. Allerdings war immer klar, dass dies nicht zur Dauerlösung werden darf. Denn unsere Betriebe sind keine Hilfs-Sheriffs“

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