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Deutliches Umsatzplus für Wedl

Deutliches Umsatzplus für Wedl Freuen sich über das positive Ergebnis: die beiden Wedl-Geschäftsführer Klaus Mantl (l.) und Lorenz Wedl.
Freuen sich über das positive Ergebnis: die beiden Wedl-Geschäftsführer Klaus Mantl (l.) und Lorenz Wedl.

Das Handelshaus Wedl vermeldet in Österreich eine deutliche Umsatzsteigerung von plus 128 % im ersten Halbjahr 2022 im Vergleich zum von der Pandemie geprägtem Vorjahr. Vor allem die zweite Winterhälfte habe sich gut entwickelt, der Tourismus ziehe wieder spürbar an und seit Frühlingsbeginn habe die Nachfrage beim Tiroler Lebensmittelgroßhändler wieder rapide zugenommen. Gesamt wurden im 1. Halbjahr gar die Zahlen aus dem Vorpandemiejahr 2019 übertroffen. Durch Investitionen in Digitalisierung und den Neubau in Saalfelden sowie durch eine strukturelle Veränderung in der Geschäftsführung gehe man gestärkt aus den Pandemiejahren hervor. Kritisch beobachte man allerdings die anhaltend volatile Situation auf den Rohstoffmärkten.


„Zum Jahreswechsel 2021/22 hatte die Tourismusbranche – und so auch wir – noch mit den Folgen der Lockdowns zu kämpfen. Seit März war eine deutliche Entspannung zu beobachten und die Nachfrage im Tourismus zog rapide an. Gerade in den letzten Monaten konnten wir Werte verzeichnen, die deutlich über dem Vorpandemieniveau 2019 liegen. Das bemerken wir als Großhändler unmittelbar in unseren Umsatzentwicklungen, wenn es in der Tourismusbranche wieder bergauf geht", analysiert Lorenz Wedl, Geschäftsführer beim Handelshaus Wedl.

Im Westen am besten

Besonders gut entwickelt hätten sich die Märkte Tirol und Salzburg, sogar mit jeweils zweistelligen Umsatzzuwachsraten (+12,7 % bzw. +11 %) verglichen zum Vorpandemiejahr 2019, kommentiert Wedl. „Wir bemerken nachfrageseits vor allem, dass sich neben dem Tourismus in ländlichen Regionen seit dem Frühsommer auch der Städtetourismus spürbar erholt." Die jüngsten Investitionen des Unternehmens entwickelten sich nach Plan, wie der Neubau des C+C Marktes in Saalfelden zeige. Der im Dezember 2021 eröffnete Markt werde von den Kunden sehr gut angenommen.

Rohstoffsituation bleibt volatil

Für das Handelshaus Wedl bleibt allerdings die Rohstoffsituation weiterhin problematisch: „Die Supply Chain ist angespannt durch Ernteausfälle, Ukraine-Krieg, eine Zero-Covid-Strategie in China und einen globalen Engpass an Verpackungsmaterial. Unsere Fachabteilungen im Einkauf sind aber laufend dabei, die Warenverfügbarkeit sicherzustellen und Preiserhöhungen durch intelligente Bevorratung entgegenzuwirken. Knappe Logistikkapazitäten und enorm steigende Energiepreise – vor allem bei Strom, Gas und Diesel – bereiten uns jedoch zunehmend Sorgen", so der zweite Geschäftsführer Klaus Mantl.

Neue Zweier-Geschäftsführung

Auch innerhalb der Organisation gibt es Neues zu vermelden: Nach dem Ausscheiden des dritten Geschäftsführers Tobias Waidhofer ergibt sich eine gestraffte Ressort-Aufteilung für die nunmehr zweiköpfige Wedl-Geschäftsführung: Lorenz Wedl kümmert sich um Einkauf, Marketing und Vertrieb sowie Personal und Finanzen. Klaus Mantl verantwortet die Bereiche Logistik, IT, Immobilien und Qualitätsmanagement. Gastronomie und Hotellerie bleiben für Wedl jedenfalls auch weiterhin die Hauptzielgruppe.

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