Inflation knabbert am Gastro-Kaffeeabsatz

Der Gastro-Kaffeemarkt in den Ländern, Italien, Deutschland, und Österreich erreichte im vergangenen Jahr einen Absatz von 94.315 Tonnen, was einen Anstieg von 2,9 Prozent gegenüber 2022 markiert. Während Italien und Deutschland eine fortgesetzte mengenmäßige Erholung mit moderatem Wachstum zeigten, verzeichnete Österreich einen leichten Rückgang von 1,7 Prozent. Der aggregierte Marktwert erhöhte sich aufgrund steigender Verkaufspreise um 10,4 Prozent auf 1,55 Milliarden EUR, wie eine aktuelle Studie von Interconnection zeigt.

Höchste Preissteigerung in Österreich

Bemerkenswert ist, dass Österreich die höchste Preiserhöhung unter den drei Ländern verzeichnete, so stieg der Preis für die ganze Bohne zwischen 2023 und 2021 um satte 18,4 Prozent. Deutschland folgte knapp dahinter mit einem Anstieg von 16,8 Prozent, während Italien einen vergleichsweise geringeren Anstieg von 13,3 Prozent verzeichnete. Die ganze Bohne ist besonders relevant, da das Produkt einen aggregierten Marktanteil von 86,1 Prozent (2023) aufweist, jedoch variiert die Dominanz quer durch die Länder. Die Daten der aktuellen Studie zeigen unterschiedliche Marktdynamiken in Italien, Deutschland, und Österreich auf.
Inflation knabbert am Gastro-Kaffeeabsatz - Kaffee/Tee - Presse Chart D A I 3

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Italiens Kaffeekultur ist anders

Bemerkenswerte länderspezifische Unterschiede, zeigen sich im höheren Marktanteil von Mahlkaffee in Deutschland (2023: 19,5%) und Österreich (2023: 15,2%), im Gegensatz zu Italien (2023: 6,3%). Der aggregierte Marktanteil für Mahlkaffee beträgt 13,0 Prozent im Jahr 2023, wird jedoch bis 2027 auf 10,5 Prozent zurückgehen. Zusätzlich spielt das Marktsegment Bäckerei und Konditorei in Deutschland eine bedeutende Rolle und macht 14,8% des Ho.Re.Ca-Marktes aus, während es in Italien nur 5,3% ausmacht. In Italien gehört der Kaffee in einer Bar zum Lebensgefühl wie Pasta und Chianti.

Verzögerter Anstieg der Realeinkommen als Markttreiber

Mittelfristig erwartet Interconnection, dass der verzögerte Anstieg der Realeinkommen die Kaufkraft erhöht und einen Wachstumsimpuls für den Ho.Re.Ca-Kaffeemarkt darstellt. Obgleich ein überdurchschnittliches Wachstum mittelfristig nicht erwartet wird, prognostiziert Interconnection eine jährliche Wachstumsrate von +2,6 Prozent nach Menge für den Zeitraum von 2023 bis 2027. Laszlo Barla, Senior Market Analyst bei Interconnection Consulting, kommentiert die Ergebnisse wie folgt: “Die Erkenntnisse aus unserem Bericht unterstreichen die Widerstandsfähigkeit des Ho.Re.Ca-Kaffeemarktes angesichts wirtschaftlicher Herausforderungen. Das Verständnis der länderspezifischen Dynamiken ist für Unternehmen, die in diesen Märkten tätig sind, entscheidend.“

Was die Marktplayer anbelangt ist Italien unter anderem mit illycaffè, Lavazza, und Segafredo Zanetti fest in italienischer Hand, wobei diese Player auch in Österreich und Deutschland eine Bedeutung haben, obgleich es mit Dallmayr, Darboven, Melitta, Tchibo auch sehr wichtige lokale Player gibt, die allerdings in Italien keine relevante Rolle spielen. Julius Meinl weist in Österreich eine starke Präsenz auf.

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