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Dosenwein und warum die inneren Werte zählen

Den ersten Teil dieser Geschichte, lesen sie hier:

Die inneren Werte zählen


Erfrischend

Ein weiteres heikles Thema muss in Betrachtung gezogen werden: Geschmack. Hier gibt es vor allem gute Neuigkeiten, besonders was leichte, dezent süße und ziemlich spritzige Weine angeht, zum Beispiel Mosel Kabinett oder Moscato d’Asti. Es überrascht nicht, dass bei einer kurzen Übersicht der Marktführer folgende Worte häufig fallen: frisch, knackig, klar. Es handelt sich um klassische Terrassenweine, Aperitifs und „Sundowner“. Oder einen aktuellen Jahrgang Feinherb für den Strand, wo Glas einfach unpraktisch ist. Weiß- und Roséweine aus kühlen Klimazonen mit geringem Alkoholgehalt, die erfrischend spritzig sind, machen sich besonders gut.

Herausfordernd

In der Regel bieten Dosen 1–2 Jahre eine stabile Umgebung. Aus technischer Sicht müssen noch Herausforderungen überwunden werden, was die Stabilisierung des Zuckers betrifft und die Sterilisation, die für diese Stabilität nötig ist. Es wird an diesem Problem gearbeitet, nicht nur weil Produkte, die mit chemischen Lebensmittelzusatzstoffen wie Dimethyldicarbonat, alias E 242, behandelt wurden, nicht gern gesehen sind. (Pasteurisierung ist für Produkte wie diese ebenfalls ungeeignet, da sie das Karamellisieren der Zucker auslösen könnte, was wiederum die Aromen beeinträchtigen würde.) Letztendlich bedeutet das: Dosenweine sollen nicht gelagert werden, sondern getrunken. Warum genau das nicht beim Wort nehmen? Besucher des ProWein Forum können am 17 und 18. März (jeweils von 18.00 bis 19.00 Uhr) einige der Dosenweine verkosten und sich selber einen Eindruck verschaffen.

Die inneren Werte zählen

Die anaerobe Atmosphäre in Dosen bedingt, dass sich einige Weine besser darin machen als andere. Rotweine profitieren in der Regel von ein wenig Oxidation, nicht zu vergessen von einem gewissen Alter. Den gereiften Rioja sollte man sich für ein genussvolles Abendessen am Esstisch aufheben, für ein Picknick darf es aber ruhig einmal frischer Weißwein, Rosé oder ein leichter junger Rotwein aus der Dose sein. Die Verpackung sollte außerdem dem Inhalt entsprechen. Das Äußere soll den Charakter des Inhalts betonen und nicht im Widerspruch dazu stehen. Keineswegs sollte man Chateau Lafite Rothschild in Aluminiumdosen abfüllen oder in Sixpacks Montrachet für den Weinkeller investieren. Dies ist und bleibt das Reich der Weinflaschen. Doch statt Dosen zu verteufeln, kann man sich auch auf die inneren Werte konzentrieren. Und Wein aus Dosen ist heutzutage häufig einfach süffig.

Weitere Informationen: www.prowein.com

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