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Etwas Licht, aber viel Schatten!

So bezeichnen Vertreter der ÖHV (Österreichische Hoteliervereinigung) die derzeitige Buchungslange. Mehr als jedes zweite Hotelbett ist noch frei und für die Städte ist der Ausblick geradezu düster. GASTRO Redakteurin Petra Pachler hat sich in den Urlaubs- regionen unseres Landes umgehört und eine differenzierte Lage vorgefunden.

Ausblick Hotellerie Das Salzkammergut, als Inbegriff der Sommerfrische, ist auch heuer gut gebucht
Das Salzkammergut, als Inbegriff der Sommerfrische, ist auch heuer gut gebucht

40% Auslastung im Juli, 37% im August und 30% im September, quer durch alle Bundesländer, quer über alle Segmente: „Es gibt noch viele Zimmer zu buchen in Österreichs Qualitätshotellerie“, fasst Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der ÖHV, den Stand der Dinge zusammen: Wie es derzeit aussieht, wäre eine Auslastung von mehr als 50 Prozent im heurigen Sommer noch ein akzeptabler Erfolg. Normalweise liegt sie in diesem Zeitraum bei 70 Prozent und mehr.

Unsicherer Ausblick

Wie viel das Sonderbudget für die Österreich Werbung in der Höhe von 40 Millionen Euro zu dieser Nachfrageentwicklung schon beigetragen habe, lasse sich noch nicht genau beziffern. Wichtig werde vor allem sein, die Mittel für den Herbst und Winter zielgerichtet einzusetzen. „Österreichs Qualitätshotellerie hat mit kurzfristigen Buchungen und meteorologischen Unwägbarkeiten leben gelernt. Aber Corona stellt das alles in den Schatten“, so Gratzer. Der Handlungsauftrag ist aber ebenso klar: „Es braucht eine gemeinsame Kraftanstrengung von Politik und Wirtschaft. Wir müssen den Qualitätstourismus, diesen unverzichtbaren Motor für Arbeit und Wirtschaft in Österreich, am Laufen halten.“

Stadt-Land Gefälle

„Durchwachsen“ ist der allgemeine Tenor. Während die Ferienhotellerie zufrieden ist und speziell an den (Kärntner) Seen Hochbetrieb herrscht, die Häuser zum Teil ausgebucht sind und freie Zimmer kaum zu haben sind, wurschteln andere Regionen mühsam vor sich hin. Große Hotels mit großzügigen Wellnessbereichen kämpfen mit der Vorsicht der Gäste hinsichtlich der Hygienemaßnahmen und die Stadthotellerie, allem voran Wien und Salzburg, sieht sich mit leeren Betten konfrontiert. Ganz generell gilt: jene Beherbergungsbetriebe und Regionen, die immer schon auf den heimischen Urlauber setzten, profitieren jetzt immens davon. Wir haben einige Stimmen aus den Regionen eingefangen und ganz allgemein gilt: Die Stimmung ist positiv, die Mitarbeiter motiviert und die Gäste in weiten Teilen auch da. Aber bei allen verantwortlichen Entscheidungsträgern schwingt große Sorge um die Situation im Herbst mit und ein wenig Bauchweh, ob die Anstrengungen auch reichen werden. Die Vorjahreszahlen sind in weite Ferne gerückt und heuer gilt es, mit einem blauen Auge davon zu kommen.

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