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Der Hotelchef als Wanderführer!


Nebst bester Ausstattung ist es die persönliche Betreuung, die den Unterschied ausmachen und ein Themenhotel zum Erfolg führt!


Was braucht ein Wanderhotel, um sich als solches zu bezeichnen? Eine Frage, die sich übrigens auch bei Bikern und allen anderen Spezifikationen stellt! Reichen Berge in Reichweite aus, um sich Wanderhotel nennen zu dürfen? Nein, natürlich nicht, denn wer ein Wander-oder Bikehotel bucht, der erwartet neben der guten Infrastruktur viele zusätzliche Assets für seine Sportambitionen und vor allem sollte ein Fachmann vor Ort sein.

Thermoskanne für unterwegs

Fast perfektioniert hat diese Ausrichtung das Hotel Hochschober auf der Turracher Höhe. Für Gäste gibt es Leihrucksäcke, Wanderstöcke und Five-Finger- Shoes zum Ausleihen. Auch Kinder- Rückentragen und geländetaugliche Buggies sind vorhanden und müssen nur an der Rezeption erfragt werden. In jedem Zimmer gibt es eine Thermoskanne, die man mit kalten oder warmen Getränken befüllen und mitnehmen kann. Heißes und kaltes Wasser, Sirupe und Tees, stehen im „Basislager“, dem Ausgangspunkt für alle Sportler bereit, ebenso Äpfel. Außerdem gibt es im Basislager Sonnencreme in entsprechenden Wandspendern zur freien Entnahme. Schließlich sollen die Gäste in der Höhenlage von über 1.700 Metern ihren Sportambitionen geschützt nachgehen können. Ein spezielles Wanderfrühstück gibt es unter diesem Namen zwar nicht, aber wer das Hochschober-Frühstücksbuffet kennt, der weiß, dass sich dort eine reiche Auswahl an gesundem Frühstücksangebot findet. Zudem wird auf Wunsch gerne ein Lunchpaket vorbereitet. Begleitete Wanderungen mit Hochschober- Mitarbeitern oder mit dem Almbutler stehen täglich auf dem Hotelprogramm. Und als Almbutler-Partnerbetrieb fahren die Hochschober- Gäste mit den zwei Bergbahnen in Gehweite kostenlos. Auch für die Biker hat man vorgesorgt: Im Basislager gibt es Platz für mitgebrachte Mountainbikes der Gäste. Zudem stehen Leihbikes und Helme gegen einen geringen Betrag zur Verfügung, dafür zahlen die Gäste bei geführten Bike-Touren nichts. www.hochschober.com

Die APP als Guide

Im Salzburger Königsleiten steht das My Alpenwelt Resort direkt mitten im Nationalpark Hohe Tauern. Die Gäste starten unmittelbar vor der Hoteltüre zu ihren Wanderungen und (E)Bike-Touren. Der Bikeverleih liegt gegenüber des Hotels, Wanderrucksäcke und -stöcke gibt es auch hier zum Ausleihen. Die buchbaren Wanderpakete enthalten nebst Wanderkarten noch einige Assets für die Alpinisten, das gleiche gilt für die Bike-Pauschalen. Den kostenlosen Guide gibt’s per iZillertal Arena APP mit Routen samt Höhenprofil, Wetter usw. Mit über 800 Kilometern Bike- und Radwegen im Zillertal haben die Gäste schon einiges zu radeln, eine Gästecard sorgt auch hier für zum Teil kostenlose Bergbahnnutzung. Bei der Bergstation des Hausberges startet mit dem weltweit ersten Jodelwanderweg auch ein originelles Wandererlebnis, wo bei 12 Stationen das Jodeln geübt werden kann. www.alpenwelt.net

Alm-Erlebnis

Dass ein Wanderhotel nicht zwingend in den Alpen liegen muss, zeigt das Naturhotel Bauernhofer im steirischen Naturpark Almenland. Gastgeber Simon Bauernhofer ist staatlich geprüfter Wanderführer und marschiert mit seinen Gästen zu Klammen oder rund um den Teichalmsee. Almenlandkräuter machen im „Wald & Wiesn Spa“ müde Wadeln wieder munter. www.bauernhofer.at

Für Profis

Als Mitglied der Mountain Bike Holidays (MTB Urlaub in Österreich, Italien und Slowenien, www.bike-holidays.com), spricht man im Leoganger Biohotel Rupertus das fortgeschrittene Bike-Klientel an. In der Mountainbike- & E-Bike-Academy starten die Bikeguides die Woche jeden Montag mit einem Techniktraining. Treffpunkt für die geführten Touren ist direkt am Hotel vor dem hoteleigenen Bikeshop, der den Radlern das Herz aufgehen lässt. Und wenn das Bike nach der Tour so richtig schmutzig ist – was in Anbetracht des Bikeparks um die Ecke sehr wahrscheinlich ist - und die ein oder andere Feineinstellung notwendig ist, stehen hier Radldusche, Wäscheservice und eine top ausgerüstete Werkbank parat. Abgestellt werden die hochpreisigen Bikes der Gäste in der videoüberwachten Bikegarage. www.rupertus.at

Nomen est omen

Südtirol ist bekanntlich an Bergen auch nicht arm und so hat sich hier eine lebendige Mountain-Bikeszene entwickelt. Für diese ist unter anderem das neue Bikehotel Cycling Hotel Linder in Wolkenstein im Grödental eine hippe Anlaufstelle. Biker werden hier nicht nur mit einem kompletten Service für ihr Radl verwöhnt, das – Zitat – „bei lässigem Sound in der Linder Bike Box gewaschen wird“, sondern das Radthema findet sich auch in den Zimmern mittels Bildern. Dass geführte Wander- und Biketouren inkludiert sind, versteht sich von selbst. Die Familie sind echte Rad- Freaks, was den Gästen nur Vorteile bringt. www.linder.it

„Wir begleiten die Gäste auf die Sellaronda und die schönsten Trail- Touren in den Dolomiten“

Juniorchef Günther Linder, Bikehotel Cycling Hotel Linder

Full-Service

Es geht also um Service und die persönliche Betreuung der Gäste inklusive Fachwissen. Nicht wenige Hotels betreiben eigene Hütten am Berg, wo sie ihre Gäste dann hinschicken. Sind die Aufstiegshilfen nicht zu Fuß erreichbar, wird oft ein kostenloser Shuttle angeboten, ebenso, wenn die Wanderung nicht zum Ausgangspunkt zurückführt. Ein guter Spabereich mit Sportmassagen und ein Pool zum Relaxen für die müden Muskeln, ist fast ein Muss. Sonderwünsche wie ein persönlich zusammengestelltes Jausenpackerl oder der „Geheimtipp“ des Chefs für die schönste Tour, sorgen für den persönlichen Touch. Full-Service ist also das Geheimnis des Erfolges, im Idealfall mit persönlicher Wander- und/oder Bike Betreuung durch die Gastgeber-Familie.

Aus der GASTRO 09/21
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