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Sperrstunde 22 Uhr – auch zu Silvester

Die diesjährigen Silvesterfeiern werden maximal im privaten Rahmen stattfinden. IN der Gastronomie fällt der Rollbalken spätestens um 22 Uhr.
Die diesjährigen Silvesterfeiern werden maximal im privaten Rahmen stattfinden. IN der Gastronomie fällt der Rollbalken spätestens um 22 Uhr.


Vor kurzem noch hat die Regierung für die Silvesternacht eine Ausnahme der derzeitigen gültigen 23-Uhr-Sperrstunde in der Gastronomie verkündet. Doch die Omikron-Variante ändert offensichtlich alles. Bund und Länder haben daher ganz aktuell für die Gastronomie österreichweit eine Sperrstunde von nur noch 22 Uhr beschlossen, gültig ab 27. Dezember – und auch in der Silvesternacht. Generell wird empfohlen, Weihnachten und den Jahreswechsel in möglichst kleinem Rahmen zu feiern.


Zusätzlich soll es ab Weihnachten auch strengere Einreiseregeln aus Ländern wie Großbritannien, Niederlande, Norwegen und Dänemark geben, wo Omikron derzeit besonders stark vertreten ist. Wer aus diesen Ländern einreist muss sich künftig in eine zehntägige Quarantäne begeben. Ausgenommen davon sind nur Personen, die bereits die Boosterimpfung erhalten haben und einen negativen PCR-Test vorweisen können.

 

Stornowelle in der Hotellerie

„Die Verunsicherung ist aktuell riesig. Das ist ein Giftcocktail für die Branche und das schlägt sich 1:1 in Storni nieder. Knapp jede zweite Buchung wird gerade wieder aus den Büchern gestrichen“, fasst ÖHV-Generalsekretär Dr. Markus Gratzer die Ergebnisse einer aktuellen ÖHV-Umfrage unter 450 Betrieben zusammen, die noch vor den aktuellen Sperrstunden- und Einreiseverschärfungen durchgeführt wurde. 46 Prozent der Buchungen in der für die Branche so wichtigen Zeit um Weihnachten bis Anfang Jänner sind bis dato schon weggefallen. Die Auslastung der Häuser liegt bei 50 Prozent, in Wien mit 31 Prozent sogar weit darunter. Für viele ist die aktuelle Lage eine Katastrophe, wie Gratzer zu bedenken gibt: „Normalerweise sind Hotels um die Zeit ausgebucht. Ein-Saison-Betriebe müssen im Winter ihren finanziellen Rücklagen für das ganze Jahr erarbeiten. Mitarbeiter müssen bezahlt, laufende Kosten bedient werden. Von möglichen Investitionen jetzt ganz zu schweigen.“ Der Ausblick auf die Auslastung im Jänner und Februar zeichnet ein ähnlich dramatisches Bild: „Mit 33 Prozent für den gesamten Jänner und 46 Prozent im Februar ist man weit weg von Wirtschaftlichkeit“, gibt der Generalsekretär zu bedenken.

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