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Salatmuffel war gestern

Salatmuffel


Nicht jedes Blatt bringt automatisch einen guten Salat. Denn neben Eigengeschmack und knackigem Biss macht erst ein gutes Dressing das Ganze zu einer runden Sache.


Dabei gibt es kaum ein pikantes Gericht, zu dem Salat nicht passt und kaum ein Lebensmittel, das nicht in der Salatschüssel eine gute Figur macht.

Abwechslung gefragt

Joghurt, kaltgepresste Öle, hochwertige Essige und frische Kräuter sind die Basis für ein gutes Dressing. Die Wahl der Zutaten lässt sich beliebig variieren, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Fruchtige Beerenessige, mediterrane Balsamico-Essige, aromatisches Leinöl oder das nussige Kürbiskernöl umschmeicheln gerne manches Salatblatt, wobei das Dressing nie den Geschmack dominieren sollte. Der Eigengeschmack der einzelnen Zutaten steht immer noch im Vordergrund und jedes Blatt darf mit seinen Stärken glänzen. Wer es knackig mild bevorzugt, greift zum Häuptel- oder Eisbergsalat, wer auf bitter steht zu Radicchio und Chicorée, und wer einfach schmackhaften Blattsalat bevorzugt, mischt den Salat aus verschiedenen Pflücksalaten wie etwa Eichblatt, Lollo rosso und Spinat. Salatmuffel geben sich alleine mit „Grünzeug“ auf dem Salatteller nicht zufrieden. Mit Roastbeef, Fleischspießen oder Schinken lässt sich das Gemüse aufpeppen. So verfeinert, eignen sich Salate als Vorspeise oder an heißen Tagen auch als kaltes Hauptgericht. Nudeln im italienischen Nudelsalat, Couscous in arabischen Salaten, Äpfel in pikanten Rindfleischsalaten oder Speck, Erdbeeren oder Ziegenkäse.

Kaltes zum Abkühlen

Gerade, wenn die Temperaturen sommerlich in die Höhe klettern, ist Salat ein beliebter Mittagssnack und da reichen nur grüne Blätter meist nicht. Asiatisch aufgepeppt mit Garnelen und Erdnüssen, vegan mit Kichererbsen oder bunt angerichtet als Salat-Bowl, attraktive Varianten und Zutaten gibt es genug. Das wichtigste neben den frischen und abwechslungsreichen Zutaten ist das Dressing. Es sollte immer frisch zubereitet und an die Zutaten angepasst werden. Ein Joghurtdressing passt zu herben und kräftigen Aromen, auch zu Gegrilltem, ein cremiges Tahini-Dressing dagegen zu Blattsalaten, Fenchel, Kohl oder Hülsenfrüchten. Ein Honig- Senf-Dressing unterstreicht das nussige Aroma eines Feldsalates genauso wie von Pflücksalaten, Lachs, Käse oder Nüssen. Viele Dressings basieren auch auf einer einfachen Essig-Öl-Mischung, einer Vinaigrette. Essig zu Öl im Verhältnis eins zu drei gemischt, mit frischen Kräutern verfeinert, ist die perfekte Vinaigrette zu einfachen Blattsalaten. Mit Senf, Knoblauch oder Pesto lässt sie sich ganz einfach aufpeppen.

Blattsalat – geschnitten oder gezupft

Salat zubereiten ist eine Wissenschaft für sich. Sagen die einen, dass Salat nie geschnitten, sondern nur gezupft werden darf, so vertreten die anderen den Standpunkt, dass Salat in feine Streifen geschnitten werden sollte. Egal, wofür Sie sich entscheiden – eines gilt immer: Salat will vorsichtig behandelt werden. Salat soll gründlich, aber behutsam gewaschen werden. Er darf keinesfalls lange im Waschwasser liegen, sonst laugen Geschmack und Vitamine aus. Anschließend die Blätter abtropfen lassen und auf sauberen Küchentüchern oder in einer Salatschleuder trocknen. Denn das Dressing haftet nur gut an trockenen Blättern, und nicht an solchen, die noch nass vom Waschen sind. Marinieren ist erst kurz vor dem Servieren zu empfehlen.

Drei Klassiker

Häuptelsalat: Er bildet schöne feste Köpfe, die mild bis leicht nussig schmecken und je nach Sorte können sie hellgrün, dunkelgrün oder rötlich sein Der bei uns sehr beliebte „Häuptelsalat“ ist der typische Salatkopf in Österreich, mit zahlreichen Sorten. Er ist der typische Familiensalat, denn ein Kopf reicht für etwa 4 Personen. Daher greifen kleine oder Singlehaushalte inzwischen lieber auf Pflücksalat zurück, der blattweise in Schalen zum Verkauf angeboten wird. In der Gastronomie ist er aber immer noch ein Muss und findet sich ganzjährig im Beilagensalat. Seine Beliebtheit macht ihn aber nicht gesünder als er ist. Er ist eher vitamin- und mineralstoffarm, wobei Kopfsalat aus dem Freiland wertvoller ist, er enthält meist weniger Nitrat und mehr wertvolle Inhaltsstoffe. Eichblatt: Die relativ junge Züchtung stammt aus Amerika und ist auch unter dem Namen „Amerikanischer Pflücksalat“ bekannt. Er ist eine Züchtung aus Kopfsalat und Endivie und bringt mehr Geschmack auf den Teller. Die rötlich länglichen und gezackten Blätter schmecken aromatisch und etwas herber. Sie eignen sich besonders gut zum Mischen mit anderen Blattsalaten und harmonieren mit Walnüssen, Beerenessig, Pilzen oder auch Ziegenkäse. Die Blätter können, wie der Name schon sagt, regelmäßig gepflückt oder der lockere Salatkopf ganz abgeschnitten werden. Lollo-Salate: Lollo rosso und Lollo bionda sind typische Pflücksalate, die durch ihre kraus-gewellten Blätter eine sehr markante Blattform haben. Sie eignen sich perfekt zum Mischen mit anderen Pflücksalaten. Lollo rosso entwickelt dunkelrote Blattränder, die nach innen grün werden. Sie schmecken herb, leicht bitter und etwas nussig. Die helle Variante, der Lollo bianco, ist hellgrün und schmeckt deutlich milder. Aufgrund der kompakten Struktur bleibt er in der Salatschüssel, bereits mit Dressing vermischt, länger knackig und fällt nicht so schnell in sich zusammen.

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