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Österreichische Tourismustage 2022

Österreichische Tourismustage 2022 v.l.n.r.: Robert Seeber, WKÖ; Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler; Lisa Weddig, GF Österreich Werbung
v.l.n.r.: Robert Seeber, WKÖ; Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler; Lisa Weddig, GF Österreich Werbung

Unter dem Motto „ReDesign Tourism | now“ finden derzeit die ÖTT von 16. – 18.05.2022 in Wien statt. Die Aussichten für den Sommer sind gut, wenn auch mit Unsicherheitsfaktoren wie Inflation und Kriegssituation belastet.


Die größte heimische Branchenveranstaltung steht ganz im Zeichen des kommenden Sommers und zeigt die Relevanz des Tourismusstandortes. Unter dem Motto „ReDesign Tourism | now“ dreht sich auf den ÖTT alles um Konzepte für die Zukunft des Tourismus, der – so der Philosoph, Professor Konrad Paul Liessmann, anders aussehen wird als vor der Pandemie. „Wir müssen uns von alten Tourismuskonzepten, die nach dem 2. Weltkrieg entstanden sind, verabschieden“, so der Philosoph. Die „Holidays“, wie der Urlaub im Englischen heißt, sollen tatsächlich zu Feiertagen werden. Die neue Staatssekretärin für Tourismus, Susanne Kraus-Winkler, nützte die ÖTT für ein starkes Votum für das Gemeinsame „Konstruktives Miteinander hat sich in den letzten zwei Jahren bewährt und wird auch in Zukunft wesentlich sein. Wir befinden uns am Beginn eines Strukturwandels, daher auch das passende Motto der diesjährigen ÖTT – ReDesign Tourism | now.“ Lisa Weddig, Geschäftsführerin der Österreich Werbung: „Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause können wir heute endlich wieder internationale Branchenvertreter hier vor Ort in Wien zu den ÖTT begrüßen. Die ÖTT 2022 verzeichnen mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer als jemals zuvor! Wir senden damit ein starkes Signal für den Standort und die anhaltende Erholung des Tourismus“, so Weddig weiter.

Drei Tage im Zeichen der Zukunft des Tourismus

Die Vorträge und Panels widmen sich jenen Themen, die nach der größten Tourismuskrise seit Jahrzehnten die mehrere Jahre dauernde Erholungsphase und darüber hinaus bestimmen werden: Es geht um zentrale Zukunftsthemen wie Österreichs Perspektiven als Green Destination, die Zukunft der Mobilität, neue Anwendungen durch Datenbündelung, aber auch um Gästetrends, welche Maßnahmen die Erholung des Städtetourismus fördern können oder um Strategien gegen den Arbeitskräftemangel im Tourismus.

„Gerade in fordernden Zeiten sind starke Kooperationen und verlässliche Rahmenbedingungen wichtiger denn je. Um die großen Herausforderungen der Zukunft zu meistern, gilt es jetzt, strategische Weichen zu stellen“, so Robert Seeber, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Der sich im Übrigen von der Politik einen Energiekostenzuschuss für Energie effiziente Betriebe, wie zum Beispiel die Thermen, wünscht. Ebenso auf seiner Wunschliste steht „bitte kein Lockdown mehr“. Robert Seeber sieht auch die Pflege des Beziehungsmanagements als eines der relevantesten Module im Tourismus – Stammgäste haben sind wichtiger denn je.

Nachhaltigste Tourismusdestination Europas

Ulrike Rauch-Keschmann, Sektionschefin für Tourismus im BM, wies auf die Wichtigkeit des grünen Gedankens bei allen Konzepten hin. Bereits 2018 wurde im Tourismus Plan T verankert, dass Österreich zur nachhaltigsten Tourismusdestination Europas werden soll. Pandemie und der gestiegene Fokus auf Umweltthemen haben dieser Entwicklung Vorschub geleistet. Was auch Konrad Paul Liessman so sieht: „Österreich als Green Destination“ zu positionieren ist wesentlich.

Der Mensch zählt!

Ohne Digitalisierung geht nichts mehr im Tourismus, ohne Mensch aber auch nicht. Vielleicht wird künftig tatsächlich ein Teil des Housekeepings von Robotern erledigt, administrative Tätigkeiten finden bereits jetzt, und künftig verstärkt, im digitalen Bereich statt. Ob der 3 D Drucker den Koch ersetzen wird, ist aber fraglich. Digitalisierung wird die Zukunft bestimmen, aber der Mensch bleibt! Darin waren sich alle einig. Womit sich der Kreis schließt zum wichtigsten Thema in diesem Bereich überhaupt, den Mitarbeitern. Um sie wird geworben, wie noch niemals zuvor, und einige Best Practice Beispiele zeigten die unterschiedlichen Zugänge, um – auch künftigen – Mitarbeitern die Branche und den eigenen Betrieb schmackhaft zu machen.

Die Sommeraussichten sind also gut, wie eine Studie des Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) in Kiel im Auftrag der Österreich Werbung ergab. Die Befragten haben allesamt Geld, Zeit und Lust auf Urlaub, die Covid-Situation hat kaum mehr Bedeutung bei deren Plänen. Geld-zurück-Garantie und großzügige Stornobedingungen bleiben dennoch relevante Buchungskriterien. Gute Aussichten, das ist erfreulich, von Overtourism, wie vor der Krise, kann noch keine Rede sein. Von diesem hat man aber etwas gelernt, das mittlerweile in alle touristischen Konzepte einfließt, nämlich: Dass erfolgreicher Tourismus nur mit Einbindung der lokalen Bevölkerung möglich ist! www.tourismustage.at

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