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Noma will 2024 schließen

René Redzepi sieht für Luxusrestaurants keine Zukunft und will das Noma daher zu einem Food-Laboratium umwandeln.
René Redzepi sieht für Luxusrestaurants keine Zukunft und will das Noma daher zu einem Food-Laboratium umwandeln.

Das Kopenhagener Restaurant Noma wurde wiederholt als bestes Restaurant der Welt ausgezeichnet und wird auch vom Guide Michelin mit der Höchstnote von drei Sternen ausgezeichnet. Seit Jahren ist Küchenchef René Redzepi für seine „New Nordic Cuisine“ bekannt, die ausschließlich auf regionale Zutaten setzt und seine Menüs nach den einzelnen jahreszeiten anlegt. Doch nun hat Redzepi in einem Interview mit der New York Times angekündigt, sein Restaurant Ende kommenden Jahres schließen zu wollen. Stattdessen soll daraus ein Food-Laboratium werden, das sich an der Entwicklung neuer Produkte und Gerichte versucht. Hier und da soll es Pop-Up-Veranstaltungen geben, schreibt auch die Tageszeitung „Die Presse“ in einem Artikel.

Grund sei vor allem, dass das Geschäftsmodell der gehobenen Gastronomie seinem Ablaufdatum entgegensehe. Schon lange sei die Branche für schwierige Arbeitsbedingungen und ausufernde Arbeitszeiten in Verruf. Das Modell sei „nicht nachhaltig – weder finanziell noch emotional, als Arbeitgeber und als Mensch. Es funktioniert einfach nicht“, wird Redzepi zitiert

Redzepi will sich in den kommenden zwei Jahren bis zur Schließung noch laufenden Noma-Projekten widmen und will eine neue Produktionsstätte für 60 bis 70 Mitarbeiter errichten. „Ich hoffe, wir können der Welt beweisen, dass man in dieser Industrie alt werden kann und kreativ sein kann und Spaß haben kann“, sagt Redzepi gegenüber der „New York Times“.

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