Gemeinsam stärker: TICT will Tourismus-Kooperation fördern

Titelbild© TICT

Vielschichtig erfolgte die Annäherung zum Thema „kooperativ statt kompetitiv“ während der jüngsten dreistündigen Kick-off-Veranstaltung des Travel Industry Club Tourismus (TICT). Denn aus den beiden Vereinen, Club Tourismus und dem Travel Industry Club Austria, entstand vor dem Jahreswechsel ein gemeinsames Netzwerk, das unter dem neuen Namen TICT noch mehr als schon bisher die Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis stärkt und der Tourismusbranche durch zukunftsweisende Initiativen in unterschiedlichsten Veranstaltungsformaten Know-how vermitteln will. Dieses branchenübergreifende Netzwerk hat sich zur Hauptaufgabe gemacht, aktuelle Themen der Tourismusbranche aufzugreifen und diese auch kritisch zu hinterfragen und auch jüngere Menschen für den Tourismus zu begeistern.

Wie auch Tourismus-Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler im prall gefüllten Saal bestätigte, ist der Club ein Musterbeispiel für den qualitativen Gewinn gemeinsamen Auftretens. Gemeinsames Vorgehen im Tourismus sei gerade angesichts der aktuellen geopolitischen Verwerfungen essenziell. In diesen gewaltbereiten Zeiten sei es schwierig, ein Bild des Tourismus der Zukunft zu zeichnen. „Vieles ist im Wandel, muss neu überdacht werden, aber ich denke, wir stellen uns heute die richtigen Fragen: Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz als aktueller Aspekt der Digitalisierung, Mitarbeiterentwicklung – das sind die Herausforderungen, an deren Bewältigung wir im Tourismus arbeiten“, führt Kraus-Winkler vor den Besuchern der ausgebuchten Veranstaltung im Austria Trend Hotel Savoyen aus.

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Kooperation nur für Leute, die Angst vor Wettbewerb haben?

Politisch launig näherte sich Matthias Matzer, Geschäftsführer der Österreichischen Tourismusbank (OeHT), als Keynote-Speaker dem Thema an: „Kooperation ist nur für Leute, die Angst vor Wettbewerb haben! – Der Satz ist nicht der einzige Unsinn, den Donald Trump während seiner US-Präsidentschaft von sich gegeben hat.“ Er zeichnete die OeHT als ein erfolgreiches Netzwerk und benannte die ESG-Strategie als Beispiel der notwendigen innovativen Zusammenarbeit aller involvierten Kräfte: „Wenn ein KMU heute behauptet, es managt ESG, hat es keine Ahnung. Selbst wir als Bank brauchen dazu ein Netzwerk, um etwa Datenschutz und Cyberspace zu bewältigen. Von den 600-Seiten EU-Taxonomie-Verordnung sind für ein Hotel vielleicht drei Seiten relevant.

Petra Stolba, Kabinettchefin des 1. Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, brachte im Rahmen einer Podiumsdiskussion ihr Credo ein: „Jede Kooperation braucht eine Vision, es muss die Frage nach dem Wozu beantwortet sein.“ Gerade der Tourismus sei ein Bereich, wo sich Zusammenarbeit besonders aufdränge, weil etwa eine Woche Skiurlaub 43 Leistungsträger erfordere. Der Tourismus sei prädestiniert für Kooperationen und darunter wieder besonders die regionalen Tourismusorganisationen. www.club-tourismus.org

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