Ein Kontinent voller Reis und Nudeln

Das Land, wo Milch und Honig fließen, steht landläufig für die große Verfügbarkeit des entsprechenden Produkts. Im asiatischen Raum sind das Reis und Nudeln, die als Grundlage dieser Küche in vielfältiger Form vertreten sind.

Beide sind wohl auch das Erste, das im Zusammenhang mit der asiatischen Küche einfällt: Chinesische Nudeln in vielfältigen Varianten und Reis, der von besonderer Qualität ist. Insbesondere das Gemüse aus dem Wok hat sich auch hierzulande einen fixen Platz erobert.

Reis ist nicht gleich Reis

Reis als eines der Hauptnahrungsmittel kommt im asiatischen Raum in zwei Varianten vor, die sich hauptsächlich durch das Aroma unterscheiden: Der Basmatireis mit einem erdigen, nussigen Geschmack, während der Jasminreis oder auch Duftreis, wie sein Name schon vermuten lässt, durch ein blumiges Aroma hervorsticht. Der eher lockerere Basmatireis wird ausschließlich in Indien und Pakistan angebaut. Der Jasminreis kommt aus Thailand und da meist aus dem Nordosten und aus Kambodscha. Dieser Langkornreis hat ein ziemlich weiches, klebriges Korn. Trotzdem kochen die Asiaten beide Formen eher so, dass sie eine klebrige Konsistenz bekommen und das hat ausschließlich etwas mit deren Esskultur zu tun: Denn klebriger Reis lässt sich mit Stäbchen deutlich leichter handhaben!

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Nudel-Kuddelmuddel

Bei uns werden Nudeln aus unterschiedlichen Getreidesorten hergestellt, asiatische Nudeln hingegen haben eine äußerst vielfältige Grundlage. Sie bestehen entweder, wie auch bei uns, aus Weizenmehl, die aus Asien bekannten, klassischen Glasnudeln werden aus Mungbohnen, Algen oder Süßkartoffeln gemacht. Und dann wären da noch die Soba Nudeln, die aus Buchweizen hergestellt werden und nicht zu vergessen die Reisnudeln, die – Überraschung – aus Reis(mehl) bestehen. Sie sind zwischen 1mm und 10 mm breit und werden meist nur mit heißem Wasser übergossen und für ein paar Minuten eingeweicht.

In Asien wird der Nudelteig auch nicht geformt, sondern gezogen, wodurch asiatische Nudeln elastischer sind – Stichwort Stäbchen essen. Reisnudeln enthalten oftmals Maisstärke und sind damit glutenfreie Nudeln.

Ab in die Suppe in Thailand

In Thailand sind Reisnudel-Suppen auf Kokosmilch-Basis mit viel Gemüse ein Klassiker. In die thailändische Reissuppe kommt neben vielen Gewürzen auch oft ein Huhn und diese Suppe wird, ähnlich wie bei uns, bei Magenverstimmung und beginnender Verkühlung gegessen. In Thailand liegt der Löffel immer beim Gedeck dabei, denn dort sind Suppen immer mit dabei.

Sobanudeln finden sich meistens in Japan und sind, da sie aus hauptsächlich aus Buchweizenmehl bestehen, leicht nussig und haben eine bräunliche Farbe. Auch sie kommen in die Suppe, aber genauso mit einer Sauce und da kommt die Sojasauce ins Spiel, die eine der ersten, in Europa weit verbreiteten Importe aus dem asiatischen Raum war. Sie peppt so gut wie alles auf: Nudeln, Reis, Gemüse, der meist gebraten ist, und natürlich auch das Huhn, das als Nationalgericht Pad Thai mit Eiern und Erdnüssen zubereitet wird. Dazu gibt’s gebratenes Gemüse, abgeschmeckt wird mit Curry.

Indonesien setzt auf Huhn

Reis ist nicht gleich ReisWas man im asiatischen Raum weniger vermutet, das ist vermutlich ein gegrilltes Huhn und das wird ganz ähnlich wie bei uns zubereitet. Die frittierte Form Ayam goreng ist das Nationalgericht und wird oft mit süßer Sojasauce serviert. Hühnerfleisch findet sich in Indonesien häufig und in vielen Varianten. Eben als Grillhuhn oder kleingeschnitten mit gebratenem Gemüse vermengt und da meist mit Soja in Verbindung.

Zart, durchsichtig & leicht

Wer bei Asien an Nudeln denkt, landet zwangsläufig bei den Gläsernen. Die zarten, fast durchscheinenden Glasnudeln werden oft aus Mungobohnen- oder Süßkartoffelstärke gemacht. Zu kleinen Bündeln gelegt, werden sie meist getrocknet angeboten, mit heißem Wasser übergossen und ziehen nur wenige Minuten, bis sie fast durchsichtig werden.

Dass Fisch ein Lebensmittel ist, das immer präsent ist, versteht sich von selbst, aber da auf die Vielfalt einzugehen, würde den Rahmen sprengen.

Überall mit dabei ist – erraten – der Reiswein, der meist lauwarm getrunken wird. Shaoxing heißt er in China, Sake in Japan, Makgeolli in Korea. Und natürlich gibt es da eklatante Unterschiede, aber das ist dann eine eigene Geschichte.

Gewürz-Mix

Und womit würzen die Asiaten? Nun, mit den regionalen Gewürzen aus ihrem Land: Ingwer, Zitronengras, Basilikum, Koriander und natürlich Curry.

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