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Wirtschaftliche Bedeutung des Sommertourismus nimmt langfristig zu

Wirtschaftliche Bedeutung des Sommertourismus  Sommerauftakt-PK der ÖW (v.l.): Kornel Grundner, Sprecher der „Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen" (BÖSB); Lisa Weddig, Geschäftsführerin der Österreich Werbung; Franz Hörl, Obmann des Fachverbands der Seilbahnen (WKÖ)
Sommerauftakt-PK der ÖW (v.l.): Kornel Grundner, Sprecher der „Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen" (BÖSB); Lisa Weddig, Geschäftsführerin der Österreich Werbung; Franz Hörl, Obmann des Fachverbands der Seilbahnen (WKÖ)

Im Rahmen der Sommerauftakt-Pressekonferenz der Österreich Werbung gemeinsam mit der Fachverband der Seilbahnen (Wirtschaftskammer Österreich) und der Qualitätsinitiative „Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen" wurde ein Blick zurück auf den Bergsommer 2021 geworfen und auf die Erwartungen, Trends und Aktivitäten für die kommende Saison eingegangen.


Die wirtschaftliche Bedeutung des Sommertourismus nimmt in den letzten Jahren ständig zu. „Sowohl bei den Nächtigungen (von 62 Mio. auf 79 Mio.) als auch bei den Umsätzen (von 9,5 Mrd. Euro auf 14,5 Mrd.) gab es von 2009 bis zum Vor-Corona-Jahr 2019 deutliche Steigerungen. Die Rekord-Zahlen aus dem August (über 20 Mio. Nächtigungen) und dem September 2021 (über 11,7 Mio. Nächtigungen) gemeinsam mit dem Potenzial der letzten Jahre stimmen uns positiv für die Sommersaison", sagt Lisa Weddig, Geschäftsführerin der Österreich Werbung. Weddig zeigt sich auf Grund der neuesten Nachfrage-Trends aus den wichtigsten Märkten für die kommenden Sommermonate optimistisch: „Unsere Umfragen zeigen, dass die Österreich-Stärken bei den beliebtesten Urlaubsarten seit Ende März nochmals zugenommen haben. Das Interesse an Erholungsurlaub, Natururlaub und Wanderurlaub hat sich deutlich erhöht."

Gute Aussichten für die kommenden Monate

Die Österreich-Buchungen im Sommer 2022 werden auf einem breiteren Fundament als im letzten Jahr (DACH-Raum: 82 %) stehen: Aus den mittelosteuropäischen Märkten gibt es positive Signale, aus Südeuropa, den Niederlanden und den arabischen Ländern ebenso. Aber auch aus den USA und dem DACH-Raum herrscht weiterhin eine stabile Nachfrage. „Von unseren Marktexperten wissen wir, dass für den Sommer eine gute Buchungslage erkennbar ist. Waren wir etwa für den mittelosteuropäischen Raum auf Grund des Ukraine-Konflikts noch skeptisch, zeigt sich aktuell ein positiveres Bild", so Weddig über die aktuelle Situation in CEE.

„Zwar liegen die Inflationsraten in unseren östlichen Nachbarländern teilweise deutlich über dem EU-Schnitt, so geben uns unsere Corona-Lockerungen und das hervorragende Angebot für zahlreiche Zielgruppen, wie etwa für Wanderurlauber, trotzdem allen Grund für den Optimismus. Die uneingeschränkte Öffnung des südostasiatischen Marktes lässt uns hoffnungsvoll in die nächsten Monate blicken, vor allem für den Städtetourismus. Auch die Rücknahme von Lockdown-Maßnahmen in China ist ein positives Signal", fasst Weddig die Nachfragesituation für Österreich zusammen.

Auch Franz Hörl, Obmann des Fachverbands der Seilbahnen (WKÖ), gab sich bei der PK optimistisch: „Wir blicken dem Sommer positiv entgegen, da wir wachsende Reiselust und die Sehnsucht nach positiven Erlebnissen bei den Gästen erkennen. Zusätzlich haben wir das Angebot für unsere verschiedenen Zielgruppen, wie etwa für Familien oder Mountainbiker, maßgeschneidert erweitert."

Nachhaltigkeit als „Must-have" für den österreichischen Bergsommer

Nachhaltigkeit im Urlaub steigt für viele Gäste an Bedeutung. Für die Seilbahnbranche ist Nachhaltigkeit ein allumfassender Begriff, der die drei Dimensionen Ökonomie, Ökologie und Soziales miteinbezieht. Entsprechend arbeitet man an betrieblichen Maßnahmen in allen Bereichen, wie etwa klimafreundliche Mobilitätsmodelle, Einsatz von nachhaltigen Energiequellen oder Energieeffizienzmaßnahmen, betont Obmann Hörl. Daneben sind aus Sicht der Branche die Themen Ganzjahres-Beschäftigung und -Tourismus wesentlich für eine nachhaltige Regionalentwicklung.

„Im Rahmen unseres BÖSB-eigenen Think Tanks arbeiten wir daran, Nachhaltigkeit auch im Sommerbetrieb voranzutreiben. Beispielsweise haben wir Nachhaltigkeitsdimensionen, wie etwa Natur- und Umweltschutz, in die Qualitätskriterien aufgenommen. Zusätzlich erheben wir den Status quo der zahlreichen betrieblichen Nachhaltigkeitsmaßnahmen unserer Mitglieder", fasst Kornel Grundner, Sprecher der „Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen" (BÖSB), der inzwischen 76 Bergbahnen mit 91 Themenbergen angehören, die Nachhaltigkeits-Initiativen der Qualitätsinitiative zusammen.

Fast zwei Drittel der Deutschen suchen Nachhaltigkeit im Urlaub

Den Trend in Richtung Nachhaltigkeit bestätigt auch Lisa Weddig: „Nachhaltigkeit spielt laut unserer Sommerpotenzial-Studie in allen Märkten für die Mehrheit der Befragten eine Rolle bei der Buchungsentscheidung. Im Jahr 2020 haben 22 Prozent der Deutschen Nachhaltigkeit bei ihrer Reiseentscheidung berücksichtigt. Heuer ist Nachhaltigkeit für 63 Prozent der Deutschen bereits bei der Reiseplanung relevant."

Laut Weddig hat Österreich für die gestiegene Nachfrage nach einem nachhaltigen Urlaub auch die richtigen Angebote. Zusätzlich zeigen internationale Nachhaltigkeitsrankings und Umfragen, dass Österreich zu den Top-Nationen im Bereich Nachhaltigkeit gehört. „Erfreulich ist auch, dass wir in den Köpfen der Gäste als nachhaltige Urlaubsdestination verankert sind: Von den 23 abgefragten europäischen Zielen in der aktuellen Sommerpotenzial-Studie liegt Österreich bei den Österreichern, den Deutschen, den Tschechen, den Ungarn und den Schweizern unter den Top 3 der nachhaltigsten Destinationen", hebt Weddig die Reputation Österreichs als nachhaltigen Tourismusstandort hervor.

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