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Wer nicht möchte, sieht mich kein einziges Mal!

Wer nicht möchte


War früher Gastfreundschaft hauptsächlich auf den persönlichen Kontakt aufgebaut, so ist heute aufgrund von Abstandsregeln die Distanz eines der wesentlichen Dinge geworden.


Anika Steixner-Ensmann-Heim vom Naturdorf Oberkühnreit in Neukirchen am Großvenediger betreibt mit ihrer Familie acht Chalets, eine Romantikhütte, ein Hexenhäuschen und mehrere Appartements. Letztere sind zwar meist in einem Haus untergebracht, aber jedes separat von außen zu begehen und damit ebenfalls kontaktarm. Die voll ausgestatteten Unterkünfte garantierten Selbstversorgermöglichkeit zu hundert Prozent, was dann genau zu obiger Aussage von Anika Steixner führt. Manche Gäste mögen das, aber wie die Erfahrungen aus dem Sommer 2020 zeigen, haben die meisten trotz, und oft auch gerade wegen der schon länger andauernden Distanzmaßnahmen, Gesprächsbedarf. Und die bekommen diesen dann auch, natürlich mit gebührenden Abstand.

Frühstück bis ans Bett – oder doch nur vor die Türe

Selbstversorgung ja, aber wer nicht selbst einkaufen und kochen möchte, greift auf den Hausservice zurück. Der beginnt mit einem Starterpaket für das Frühstück, das dann täglich mit einer individuellen Zusatzbestellung ergänzt werden kann. Ins Haus, oder eben nur bis vor die Türe, kommen dann selbstgemachte Marmeladen und Aufstriche sowie das Gebäck aus der eigenen Backstube – das ebenfalls von der Hausherrin gebacken wird. Abends besteht die Möglichkeit zur Bestellung direkt bei Anika Steixner: Entweder, die Gästen entscheiden sich für die Küche der Gastgeberin, die rund dreimal die Woche an die zehn verschiedenen Speisen kocht oder man bestellt bei regionalen Gasthäusern. Was aber dann auch von Anika Steixner selbst abgeholt und dann direkt in Töpfen und Schüsseln vor die Chalet-Türe gestellt wird. Oder auch direkt auf den Esstisch – ganz nach Gästewunsch. Die leeren Kochtöpfe werden dann am nächsten Tag an der Rezeption deponiert. Aus rund 20 unterschiedlichen Gerichten können die Gäste wählen, wenn sie sich für den Gastronomiebereich entscheiden. In normalen Zeiten kocht die Gastgeberin auch mit ihren Gästen – outdoor – aber das ist noch Zukunftsmusik.

Viertelstunde für „no contact“Viertelstunde für „no contact“

Wellness ist in Corona-Zeiten ein schwieriges Terrain, das sich aber hier im Naturdorf Oberkühnreit, mit drei völlig voneinander abgetrennte Blockhaussaunen auch gut lösen lässt. Diese werden stundenweise vermietet, dazwischen gibt es eine Viertelstunde Auszeit, damit die Gäste einander nicht begegnen. Hygiene-Spender gehören mittlerweile sowieso zur Grundausstattung und da es sonst keine Berührungspunkte gibt, sind alle erforderlichen Maßnahmen gesetzt, und wie gesagt: Wer möchte, kann Anika Steixner sehen, muss aber nicht!

Aus der GASTRO 04/21
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