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Nichtraucherschutz: Hoteliers für Raucherlounges

Nichtraucherschutz Hotel Raucherlounges
Die heimischen Top-Hotels setzen auf Raucherlounges – diese sind räumlich klar von anderen Gasträumen abgetrennt, es gibt dort auch kein Service.

Um mehr Sachlichkeit in die Debatte um den Nichtraucherschutz zu bringen, befragte die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) ihre Mitgliedsbetriebe (den größten Teil der österreichischen Qualitätshotellerie), wie sie den Nichtraucherschutz handhaben. „Daraus konnten wir klare Schlüsse ziehen und der Politik Fakten als Grundlage für die weitere Vorgehensweise liefern“, erklärt ÖHV-Generalsekretär Dr. Markus Gratzer.

Deren klare Botschaft: Die Unternehmen erwarten von der Politik eine Lösung, die hält. In jedem Fall muss die Politik Verantwortung für beschlossene Gesetze übernehmen: „Der Nationalrat kann nicht in einem Jahr Unternehmer zu einer Investition zwingen und im nächsten Jahr die Entscheidung widerrufen – wenn doch, muss er die Konsequenzen tragen“, so Gratzer. Kolportierte Kosten von 20 Millionen Euro für den Bund bezweifelt er: „Alleine die Top-Hotellerie hat 30 Millionen Euro investiert. Man kann die Betriebe nicht auf diesen Kosten sitzen lassen“, fordert Gratzer eine vollständige Ersetzung der Kosten aus den Tabaksteuer-Einnahmen.

Nichtraucherschutz Hotel Raucherlounges Gratzer
Dr. Markus Gratzer, ÖHV: „Alleine die Top-Hotellerie hat 30 Millionen Euro investiert. Man kann die Betriebe nicht auf diesen Kosten sitzen lassen“.

Als tragfähige Lösung sieht Gratzer die Raucher-Lounges. Laut ÖHV-Umfrage haben 28,6 Prozent der Top-Hotels in Österreich damit eine Lösung gefunden, bei der es keine Verlierer gibt: „Sie sind räumlich klar von anderen Gasträumen abgetrennt, es gibt dort auch kein Service. Dort wird kein Gast oder Mitarbeiter zum Passivraucher, der das nicht will“, so Gratzer. Werden Raucher-Lounges auch verboten, würden die Kosten für den Bund weiter steigen. „Und die Menschen rauchen auf der Straße. Das ist keine Lösung“, gibt Gratzer zu bedenken.

Weitere Informationen: www.oehv.at

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