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Österreichische Freilandeier von Vonatur

Freilandeier aus Österreich : Franz Breitenfelder stellte seinen Betrieb im Jahre 2010 von Milchvieh- auf Freilandhühnerhaltung um.
Franz Breitenfelder stellte seinen Betrieb im Jahre 2010 von Milchvieh- auf Freilandhühnerhaltung um.

Wie es zur Redewendung „Sich wie ein Ei dem anderen gleichen“ kam, kann sich Franz Breitenfelder beim besten Willen nicht erklären. „Jedes Ei schaut anders aus, so wie auch jedes Hendl einen anderen Charakter hat!“, meint er bestimmt. Wie zum Beweis schert eine besonders vorwitzige Henne aus der kleinen Hühnerschar aus, steuert auf den Landwirt zu und beginnt an den kleinen Fransen an den Enden seiner Hose zu zupfen. „Siehst, die ist besonders mutig!“

Streuobstbäume und Holunderstauden spenden Schatten und bieten Schutz vor Habichten, in den zahlreichen Sandmulden lässt es sich vortrefflich buddeln und das Gefieder aufpolieren. Und wenn das Wetter einmal nicht mitspielt, können es sich die stolzen Damen in einem Außenscharraum mit Stroheinstreu vor dem Stall auf Breitenfelders Betrieb im oststeirischen Staudach gemütlich machen.

Im Jahr 2010 stellte Breitenfelder seinen Betrieb von kleinstrukturierter Milchviehhaltung auf die Freilandhühnerhaltung um. Wenn die Hühner 17 Wochen alt sind, stallt er sie bei sich ein. Die ersten Eier kann Breitenfelder aber erst rund einen Monat später abnehmen. Die Akklimatisierungszeit ist wichtig, damit sich die Tiere an das Freigehege, den Stall und das Futter – einen Mix aus gentechnikfreiem Donausoja, Raps- und Sonnenblumenschrot – gewöhnen können. Haben sie sich erst einmal eingerichtet, tun sie das, was man von einer Legehenne erwartet: Sie legen (fast) jeden Tag ein Ei.

Freilandeier aus Österreich von höchster Qualität

Am Ende warten alle Eier, die optisch in Ordnung sind, im Kühlraum darauf, ihre Reise ins knapp eine Stunde entfernte Stoob im burgenländischen Bezirk Oberpullendorf anzutreten. Dort sind Anton Schlögl und seine Tochter Barbara anzutreffen, die seit dem Jahr 2012 gemeinsam mit ihrem Vater die Geschicke von Schlögl-Ei lenkt. Anton Schlögl, Spross einer Bauernfamilie aus dem nahen Draßmarkt, erkannte nach seinem Abschluss an der Landwirtschaftsschule schnell, dass eine klassische gemischte Landwirtschaft, wie sie hier früher gang und gäbe war, die Großfamilie zukünftig nicht ernähren können würde – und drängte auf eine Spezialisierung.

Die Eier werden einer umfassenden Qualitätskontrolle unterzogen und wandern danach in eine hochmoderne Sortiermaschine.
Die Eier werden einer umfassenden Qualitätskontrolle unterzogen und wandern danach in eine hochmoderne Sortiermaschine.

„Es war viel Überzeugungsarbeit nötig, auch innerhalb der Familie“, erzählt er. „Weil, dass ein Bauer hier in der Gegend plötzlich nur mehr Hendln hält, das war ja fast unvorstellbar!“ Am Ende setzte er sich durch und baute im Jahr 1973 mit gerade mal 21 Jahren seinen ersten Hühnerstall. „Ich bin jedes Wirtshaus, jede Bäckerei und jedes Kaufhaus bis rauf an den Neusiedler See abgefahren, um meine Eier unter die Leute zu bringen“, erinnert er sich. Der Erfolg gab ihm Recht. Heute arbeitet Schlögl-Ei mit 80 Bauern aus der Oststeiermark, der Buckligen Welt und dem Voralpen-Gebiet zusammen.

Rund vier Millionen Eier werden wöchentlich am Produktionsstandort in Stoob angeliefert, einer umfassenden Qualitätskontrolle unterzogen und bei maximal 18 Grad Celsius kurz gelagert, bevor sie in eine hochmoderne Sortiermaschine wandern dürfen. Die weiß genau, welches Ei von welchem Bauern stammt, sogar der Legetag ist vermerkt. „Im Sinne der Rückverfolgbarkeit ist es wesentlich, dass wir all diese Daten genau erfassen“, weiß Barbara Schlögl. An der schnaubenden Sortiermaschine vorbei geht es weiter zum „Egg Inspector“: Der Videodetektor durchleuchtet jedes einzelne Ei, verschmutzte Eier oder solche mit kleinen, mit bloßem Auge kaum wahrnehmbaren Sprüngen, werden aussortiert. Dann werden die Eier in die richtige Position gedreht („Spitze nach unten, dann ist die Lagerfähigkeit besser“), nach Größen sortiert, verpackt und etikettiert.

Am Ende des Tages fährt Anton Schlögl noch einmal hinüber zu Franz Breitenfelder, der selbstgemachten Apfelsaft auftischt, während über dem Bergland dunkle Gewitterwolken aufziehen und sich Breitenfelders Hendln in ihren Wintergarten trollen. Was passiert eigentlich mit den Tieren, wenn sie keine Eier mehr legen? „Die werden zu Suppenhühnern“, weiß der Landwirt. „In Österreich hat die Suppenhenne ja leider keine so große Bedeutung mehr, was schade ist. Weil das ist wirklich tolles, reifes, gutes Fleisch.“ So ein Huhn, ergänzt Anton Schlögl, sei ein wirklich wertvolles Tier. „Man sollte achtsam mit dem umgehen, was es uns alles gibt.“

Weitere Informationen: www.transgourmet-vonatur.at/eierFischgroßhandel Österreich für die Gastronomie

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