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Estragon-Senf in Österreich am beliebtesten

Von scharf bis süß – der geschmacklichen Vielfalt von Senf sind kaum Grenzen gesetzt
Von scharf bis süß – der geschmacklichen Vielfalt von Senf sind kaum Grenzen gesetzt

Pünktlich zum Beginn der Weihnachtszeit veröffentlicht der Verein „Land schafft Leben“ die Ergebnisse seiner 21. Lebensmittelrecherche: Senf. Pünktlich deshalb, weil in der Weihnachtszeit in Österreich am allermeisten Senf gegessen wird, mehr noch als zu Ostern oder während der Grillsaison. Über das Jahr hinweg essen die Österreicher pro Kopf etwa ein Kilogramm Senf, wobei sie am liebsten zu den heimischen Spezialitäten Estragon- und Kremser Senf greifen. Mit seiner leuchtend gelben Blüte leicht mit dem Raps zu verwechseln, wird Senf dabei auch in Österreich angebaut.


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Der Österreicher zeichnet sich nicht nur durch seine Liebe zum Estragonsenf aus, sondern auch dadurch, dass er Senf aus Tuben isst. 90 Prozent des Senfes sind hierzulande in Tuben verpackt. Ein Umstand, der sich ursprünglich aus einer Glasknappheit nach dem Zweiten Weltkrieg ergeben hat. Rasch stellte sich heraus, dass Tuben ein gut geeignetes Gebinde für Senf sind, da sie diesen vor Lichteinfluss schützen und praktisch in der Handhabung sind. Woher die Senfkörner in der Tube kommen, muss nicht auf dieser gekennzeichnet werden. Die Anbaumenge von Senf schwankt in Österreich von Jahr zu Jahr stark, durchschnittlich wird hierzulande im internationalen Vergleich aber wenig Senf angebaut. So findet sich im heimischen Speisesenf durchaus auch Senfsaat aus Russland, Kanada oder anderen großen Senfproduzenten.

Ost-West-Gefälle

Die Sorten Estragon-Senf und Kremser Senf machen zwei Drittel des österreichischen Senfmarktes aus, wobei Estragon-Senf der klare Favorit ist: 50 Prozent entfallen auf den würzig-scharfen Klassiker, der in anderen europäischen Ländern eher ein Nischenprodukt ist. Der süßlich-pikante Kremser Senf macht einen Anteil von 16 Prozent aus. Spannend zu beobachten ist, dass es bezüglich der Geschmacksvorlieben ein Ost-West-Gefälle gibt: Während in Österreichs und Deutschlands Osten der würzig-scharfe und mittelscharfe Senf beliebt sind, wird es in Richtung Bayern zunehmend süßer. In Richtung Frankreich wird es dann wieder schärfer, entsprechend beliebt ist dort Dijon-Senf. Info: www.landschafftleben.at/lebensmittel/senf

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