Du bist hier
Home > Branchen Insider > Services > Portrait > Wilde osteuropäische Weine

Wilde osteuropäische Weine

Adam Bencze und Zoltán Németh sind Weinkenner, die ihr Wissen gerne mit den Gästen teilen.

Adam Bencze und Zoltán Németh kennen sich mit Weinen aus, mit denen sich die wenigsten auskennen – zumindest bei uns: ungarische, slowakische, transsylvanische, slowenische, Tokajer, Hárslevelü, Furmint. Adam kommt aus der Südslowakei und hat als Sommelier in diversen Restaurants in ganz Europa gearbeitet, zuletzt im legendären Geranium in Kopenhagen. Sein Kompagnon Zoltan ist ein erfahrener Weinhändler und Ungar. Adam betrieb bis vor einem Jahr mit zwei Kollegen das feine Bistro Roots in der Schönbrunner Straße. Dann zerstritt man sich und er machte gemeinsam mit Zoltan aus einem Kosmetikladen am Rudolfsplatz den Weinladen Central European Wine Art, wo man auch etwas zu essen bekommt.

Adam Bencze und Zoltán Németh sind Weinkenner, die ihr Wissen gerne mit den Gästen teilen.Reden wir zuerst übers Essen. Auf einer winzigen Kochplatte zaubert Adam vor den Augen der Kundschaft Köstlichkeiten: mittelosteuropäische Gnochi mit zerlassenem Mangalitza- Speck, Ravioli mit Trüffeln aus Ungarn. Wenn man vorbestellt, bekommt man hier ein viergängiges Menü für sparsame 29 Euro. Oder man bleibt bei würzigem Käse aus Ungarn oder allerfeinstem Speck von einem Mangalitzazüchter aus Györ. Noch besser und die eigentliche Hauptattraktion sind aber die Weine: Die beiden haben sich den unbekannten Schätzen östlich und südöstlich unserer Grenzen gewidmet. Und dabei dann auch noch den autochthonen Rebsorten, wilden Weinen, Orangeweinen, lauter ausgefallenes Zeugs, das es in Österreich nur hier geben dürfte. Wir haben einen Schaumwein Brut von Kreinbacher aus Somló getrunken, der es mit einfacheren Champagnern locker aufnehmen kann, aber wesentlich weniger kostet. Oder einen Pinot Noir von seltener Finesse aus dem slowakisch- ungarischen Grenzgebiet. Hier kann man Stunden verbringen. Dazu lässt Adam seine Lieblingsmusik laufen (Hardrock) und man kann mit schräger russischer Kundschaft Bekanntschaft machen („Where are you from?“ „From Mars!“), die den Wein gleich kistenweise einkaufen (die wissen, was gut ist) und einem feine Luxuszigaretten aus Moskau anbieten. Immer was los im Wine Art – nicht nur weinmäßig.

Central European Wine Art
Rudolfsplatz 7/2, 1010 Wien
www.cewart.at

Ähnliche Artikel
Top

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.