Blutrot – die Rote Rübe macht es vor

Rauna, Ronen oder Rote Bete, für die Rote Rübe gibt es viele Namen.

Doch egal wie man sie nennt, sie gilt als besonders gesund, und das liegt wahrscheinlich an der roten Farbe, die an Blut erinnert. Der rote Farbstoff Betanin soll das Immunsystem stärken, freie Radikale bekämpfen und sogar blutbildend wirken.

Trendgemüse mit Potenzial Noch vor kurzem als typisches Wintergemüse für Salate, bringt sie nun ganzjährig Farbe auf den Teller. Kaum ein Restaurant, das Wert auf vegetarische Gerichte legt, kommt ohne die Knolle aus. Sie schmeckt im Risotto, im Schokoladenbrownie oder im Burgerpattie und überzeugt dabei immer mehr Genießer. Jedoch braucht es bei manchen noch Überzeugungsarbeit, denn sie sind traumatisiert aus der Kindheit. Ein mit scharfem Essig, Zucker und Kümmel gewürzter Roter Rübensalat, eingelegt im Glas und günstig zu kaufen im Supermarkt, ist eine nachhaltige Kindheitserinnerung, die man nicht so schnell vergisst.

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Auch wenn innovative Köche das tiefrote Gemüse wieder entdeckt haben, Kinder mögen den leicht erdigen Geschmack nicht immer, vor allem nach der roten Salaterfahrung aus dem Glas. Inzwischen ist die Rote Rübe das Trendgemüse schlechthin und sie hat enormes Potenzial. Dabei sind es die einfachen Rezepte, die überzeugen. Roh als Carpaccio ist sie ein optischer Gaumenschmaus, wenn gelbe, weiße und rote Sorten verwendet werden, geschmort mit Kräutern ein leicht süßlicher, aromatischer Begleiter zu Fleisch oder Fisch.

Internationales Knollengemüse

Erdig mit einer leichten Süße, so kann man den Geschmack am besten beschreiben. Wer den typisch erdigen Geschmack etwas mildern möchte, kann die Knollen mit einigen Fenchelsamen kochen oder bei der Zubereitung mit Süße arbeiten. Dazu Rote Bete mit etwas Zucker marinieren oder mit Obst – wie Birnen oder Äpfeln – kombinieren.

Die erdige Rübe passt sehr gut zu Wild, Rindfleisch und Fisch, harmoniert mit Kümmel, Petersilie oder Thymian, Rotwein, aber auch Obst wie Rote Johannisbeeren und Orangen. In vielen Ländern ist die Rote Rübe ein traditionelles Gemüse, das gerne gegessen wird. Vielleicht weil sie sowohl roh als auch gekocht zubereitet werden kann und sogar die Blätter wie Mangold verarbeitet werden können. Die Russen lieben das Gemüse in ihrem „Borschtsch“, die Norddeutschen im „Labskaus“ und die Südtiroler in ihren „Rohnenknödeln“.

Aber auch in Desserts überzeugt die bodenständige Rübe. Das liegt am hohen Zuckergehalt, und so schmeckt sie ausgezeichnet in Torten oder Muffins mit viel dunkler Schokolade oder Espresso. Ein Knaller ist dabei die rote Farbe, die nicht nur zu Halloween und Kindergeburtstagen passt.

Bunte Vielfalt am Teller

Eine neue Sortenvielfalt mit „gelben“ oder rot weiß geringelten Knollen und mildem Geschmack überzeugt Gemüseliebhaber. Eine wiederentdeckte Besonderheit ist die alte italienische Sorte „Tonda di Chioggia“. Die Knollen sind äußerst dekorativ, da das Fruchtfleisch der Knolle weiß und rosa/rot geringelt ist. Sie ist darüber hinaus sehr süß und zart. Am besten werden diese Knollen in dünne Scheiben geschnitten, denn so kommt ihr Farbspiel gut zur Geltung. Gekocht verliert diese Sorte etwas an Farbe.

Die weiße „Rauna“, wie die Sorte Albina Veredura, ist besonders schmackhaft und passt perfekt zu hellem Fleisch und Fisch. Die gelben und orange-gelben Sorten der Roten Bete sind besonders süß und mild. Sie eignen sich sehr gut für Rohkostsalate.

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