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ÖHV will Appetit auf Klimaschutz machen

Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) und das Klimaschutzministerium (BMK) haben die Initiative „Klimateller“ ins Leben gerufen. „Wir wollen in Österreichs Hotels das klimafreundlichste Speise- und Getränkeangebot. Mit dem Klimateller werden vegetarische bzw. vegane, bio, regionale und saisonale Schmankerl zu Fixstartern in der Hotelküche. Der Weg dorthin führt über Informieren, Motivieren und Überzeugen“, beschreiben ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer und Ministerin Leonore Gewessler die Ziele der Zusammenarbeit. Klimafreundliche Ernährung solle möglichst bio und fleischreduziert sein, und auf regionalen und saisonalen Genuss setzen. „Wir werden den CO2-Fußabdruck. deutlich verringern, ohne Abstriche beim Genuss zu machen. Damit punkten wir auch bei unseren Gästen“, so Reitterer, die gleichzeitig Gastgeberin im ersten klimaneutralen Stadthotel der Welt ist – dem Boutiquehotel Stadthalle in Wien.

ÖHV Klimaschutz

In drei Schritten zum Klimateller

In einem ersten Schritt sollen Hoteliers und F&B-Verantwortliche der 1.600 Mitgliedsbetriebe überzeugt werden. Informiert wird online, in vierzehntägigen Newslettern, mit Videos und Informationsveranstaltungen im gesamten Bundesgebiet inklusive Best Practices, die zum Umstieg anregen: „Es gibt so viele gute Ideen und überzeugende Konzepte. Wir tragen sie in die Breite“, so Reitterer.

Leitfäden und Schulungen der ÖHV sollen im zweiten Schritt das Wissen über Lebensmittel von Brot und Gebäck über Gemüse und Eier bis hin zu Rindfleisch und Bier und deren Auswirkungen auf das Klima vertiefen: „Wir zeigen Alternativen zu den herkömmlichen Standards auf und wie man sie als Gastgeber in die Praxis umsetzt. Kernelement dabei ist die Erkenntnis, dass Ökologie und Ökonomie in der Küche Hand in Hand gehen“, erklärt Reitterer Schritt zwei. Das beginnt von der Beschaffung und geht hin bis zur Verwertung des gesamten Einkaufs samt wirtschaftlich und ökologisch wertvoller Weiterverwendung von – deutlich reduzierten – Resten.

Beim dritten Schritt rücken die Gäste in den Fokus: „Nachhaltigkeit und Regionalität nehmen in unserer Gesellschaft einen immer größeren Stellenwert ein. Nachhaltigkeit bei hoher Genussqualität kann bei der Gästeansprache zum As im Ärmel werden: Wer Storytelling auf der Speisekarte beherrscht, überzeugt im entscheidenden Moment. Wer authentisch agiert, punktet“, zeigt Reitterer Chancen auf. Das unterstreicht eine Befragung von mindtake unter 1.000 Gästen im Auftrag der ÖHV: Am liebsten wird regional gegessen, jeder zweite bevorzugt Bio. 76 Prozent portioniert die Menge lieber selbst und reduziert so Plastikabfall und Lebensmittelverschwendung.

Enormes Einsparungspotenzial

Dass die Branche mit CO2-Einsparungen ökonomisch und ökologisch als Gewinner aussteigt, steht für Gewessler und Reitterer außer Frage: „Im Jahr 2019 haben Hotelgäste in Österreich 450 Mio. Mahlzeiten eingenommen. Da wird jede CO2-Ersparnis zum enormen Hebel. Reduzieren wir den CO2-Fußabdruck beim durchschnittlichen Frühstück nur um ein Viertel, beginnen wir jeden Tag schon mit einem großen Erfolg für die Umwelt und den Tourismus in Österreich“, skizzieren Gewessler und Reitterer die Chancen hinter der gemeinsamen Aktion. Nähere Infos unter https://www.oehv.at/klimateller/.

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