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Holz kann’s besser!

Auf Nachhaltigkeit umzurüsten


Auf Nachhaltigkeit umzurüsten, kann bei Gebäuden teuer werden. Gleich richtig zu bauen ist der bessere, und zweifelsfrei auch günstigere Weg.


Energie sparen, Umwelt schonen hinsichtlich Feinstaub, Materialien ressourcenschonend einsetzen. Wer heutzutage an einen Hotelneubau denkt, hat unmittelbar nach der Positionierung die Nachhaltigkeit im Sinn. Nicht nur, dass Gäste danach fragen, liegt es auch im Interesse des Betreibers, seinen Betrieb entsprechend auszurichten.

Holz liegt aufgrund seiner zahlreichen Vorteilel dabei stark im Trend: Der Baustoff Holz hat sehr gute selbstregulierende Isoliereigenschaften und kommt mit dünnen Wänden aus. Im Winter dringt kaum Energie nach außen, was sich in geringeren Energiekosten niederschlägt, während im Sommer die Hitze draußen bleibt. Zudem ist die ökologische Bilanz besser, da Holz ein natürlicher, nachwachsender Rohstoff ist und meist regional verwendet wird. Über das gute Raumklima freuen sich sowohl Allergiker als auch Asthmatiker. Und nicht zuletzt sind von traditionell bis modern so ziemlich alle Baustile umsetzbar.

Holz als regionale, nachwachsende Ressource ist nicht nur nachhaltig als Baustoff, sondern sorgt auch für ein gutes Raumklima . Fotos: Aqua Bad Cortina

Klimahaus aus Holz

Genau das wurde im ciAsa Vollholzhaus umgesetzt: Ciasa bedeutet im Rätoromanischen „Haus“, im Südtiroler St. Vigil kommt dem Wort noch eine zusätzliche Bedeutung zu. Die ciAsa ist nämlich ein hochalpines Vollholz-Wohnhaus, das von den Gadertaler Dolomiten umgeben ist. Das Gebäude macht keine Unterscheidung zwischen Dach und Fassade, die aufstrebende Form macht den Bau von weitem sichtbar, gleichzeitig nimmt das Dach durch seine tief liegende Trauflinie eine schützende Haltung ein. Für das Untergeschoss wurde Sand aus dem Dolomitgestein der Gegend und das Thermalwasser der Hausquelle verwendet. Alle Steinplatten wurden aus Findlingen der nahen Dolomiten geschnitten und das Holz wuchs praktisch in Sichtweite der Baustelle. Da ausschließlich Mondholz verwendet wurde, war die logistische Herausforderung nicht ohne.

Pedevilla Architects und holzius setzten das Projekt mit Handwerkern aus der unmittelbaren Umgebung um. Die Vorgabe der Familie Alberti Mutschlechner „Zwei betende, schützende Hände“ und die Verbindung mit der umgebenden Natur wurde in Form des Trapezes als wiederkehrendes Element einer ruhenden Kraft im gesamten Entwurf umgesetzt. Die drei oberen Geschosse sind vollständig aus dem Holz der umliegenden Wälder (Fichte und Zirbe) erbaut. Die Fassade ist mit handgespaltenen Lärchenschindeln verkleidet, für das Untergeschoss wurde Beton aus Dolomitgestein verwendet. Alle Oberflächen, ebenso wie die Fußböden, sind aus Zirbe, handgehobelt.

Das 3-stöckige Holzhaus kommt ohne Leim, ohne Chemie, ohne Isolierstoffe und ohne Lösungsmittel aus und der Baustoff Holz hat diese außergewöhnliche Optik zugelassen. ciAsa ist das erste nur aus Holz gebaute Klimahaus „A“ Südtirols mit einer Architektur, die nicht unberührt lässt.

www.aquabadcortina.it

Info

Das von der Firma Holzius verarbeitete Haus wurde vielfach ausgezeichnet:

  • „Klima Haus Award 2020“ - Gold Globe Winner
  • best architects ‚21 - Winner
  • Häuser des Jahres 2020 - Winner
  • BIG SEE AWARDS 2020 - 3 AUSZEICHNUNGEN: Architecture Award - Winner, Wood Design Award - Winner + Grand Prix
  • German Design Award 2021 - ciAsa Aqua Bad Cortina - Special Mention
  • German Design Award 2021 - ciAsa Aqua Bad Cortina - Eco Design - Special Mention

 

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