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Griechenlands Sonne im Glas

Metaxa gehört zu Griechenland wie Ouzo, Retsina oder Tsatsiki. Konsumiert wird er dabei meist entweder in der Fünf- oder Sieben-Sterne-Variante. Dazu vielleicht noch ein Eiswürfel im Glas, was bei anderen Weinbränden eher ein No-Go ist, einem einfachen Metaxa aber durchaus zugute kommt, ihn etwas erfrischender macht. Dass Metaxa außer den erwähnten Produkten aber auch Qualitätsstufen im Programm hat, die es problemlos mit den teuersten Cognacs aufnehmen können, weiß nicht jeder. Und das, obwohl Österreich beim Pro-Kopf-Verbrauch weltweit zu den größten Metaxa-Fans gehört.

Viele Qualitätsstufen

Prinzipiell ist Metaxa ein Weinbrand, der mit Muskatellerweinen aus Samos, Rosenblättern und diversen mediterranen Gewürzen verschnitten und mehrere Jahre in Limousin-Eichenfässern gelagert wird, wobei die Sterne auf der Flasche für die Jahre der Lagerung stehen. Der Alkoholgehalt beträgt je nach Alter um die 38 bis 40 Prozent. Beste Qualitätsstufe und höchstes Alter unter den klassischen Metaxas bietet die 12-Sterne-Variante, die sich schon cognacartig-intensiv, mit leichten Feigen- und Honignoten präsentiert.

Neben den Sterne-Varianten wartet Metaxa auch mit Luxusprodukten für wirklich anspruchsvolle Genießer auf. Etwa die „Private Reserve“ mit über 30 Jahre lang gelagerten Weinbränden oder der „Angels Treasure“ – durch eine extrem niedrige Luftfeuchtigkeit im Lagerkeller sorgt man für eine besonders rasche Verdunstung des Destillats, den „Angels Share“. Was zurückbleibt, schmeckt dann allerdings umso intensiver.

Drei Generationen für die Ewigkeit

Doch damit ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht: „Metaxa AEN Three Generations“ heißt die kostbarste Spirituose des Hauses Metaxa (und vermutlich die kostbarste Spirituose ganz Griechenlands), die dieser Tage bei einem großen Event der internationalen Fachpresse in den Metaxa-Kellereien in Athen präsentiert wurde. „Three Generations“ ist dabei eine Hommage an die drei Generationen der Metaxa Familie. Denn 1888 wurde die Marke von Spyros Metaxa gegründet und aktuell prägt Elias Metaxa, der Enkel von Spyros, den Prozess der Herstellung. Und „AEN“ ist das altgriechische Wort für „ewig“.

In Anlehnung an die auf Samos seit Jahrhunderten angewandten Techniken werden die Muskattrauben für diese Edel-Spirituose zum Trocknen auf einem Netz in der Sonne ausgebreitet. Während dieser Zeit verdunstet das in den Trauben enthaltene Wasser und so intensivieren sich die Süße und das Aroma. Nach einer Woche gären die Trauben langsam bis zu einem Alkoholgehalt von 15 Prozent, wobei der nicht vergorene Zucker dem Wein einen süßen, reichhaltigen Geschmack und einen hocharomatischen Charakter verleiht, welcher an Nüsse, Honig und Trockenfrüchte erinnert. Dieser Musaktwein reift in den Kellern des Hauses. Dann wird er mit ausgesuchten, gealterten Weindestillaten und mediterranen Kräutern vermischt.

Intensive, dichte Aromen

Farblich bietet der AEN ein tiefes Mahagoni-Braun, in der Nase zeigt er sich sehr komplex, mit Noten nach Bergamotte, getrockneter Feige, dunkler Schokolade oder Rosinen. Der Geschmack ist erwartbar wuchtig, dicht und intensiv, mit Feigen- und Pflaumen-Aromen, dazu Ingwer-Anklänge. Im langen Abgang kommen noch Schokolade und Zimt hinzu. Ein Destillat von beeindruckender Intensität. „Metaxa AEN Three Generations ist eine kühne Repräsentation seines Terroirs – einzigartig in seiner Zusammensetzung, durch und durch Griechisch, mit all den Geheimnissen des Landes“, beschreibt Constantinos Raptis, Fünfter Metaxa Master, die Kreation.

Wer sich für den Metaxa AEN Three Generations interessiert, sollte allerdings schnell sein – und über eine gut gedeckte Kreditkarte verfügen. Ersteres, weil dieses Edelspirituose in einer Auflage von lediglich 1000 Flaschen auf den internationalen Markt kommt, wovon nur zwölf Flaschen für Österreich vorgesehen sind, zweiteres, weil die Flasche etwa bei Importeur Top Spirit schlanke 2000 Euro kostet. Yamas! (Griechisch für „Prost“) Ach ja, und im Gegensatz zu der 5- und 7-Stern-Variante sollte man beim AEN die Eiswürfel lieber weglassen…

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