NR Franz Hörl: Tourismusunternehmen müssen zusammenrücken
22-02-2012
Die Macht der Buchungsplattformen wächst. Immer weniger, dafür stärkere Anbieter diktieren den Hotels zunehmend ungünstige Bedingungen. Am 1. März verschärft die größte deutsche Buchungsplattform HRS - Hotel Reservation Service neuerlich die AGBs.
NR Franz Hörl, Tourismussprecher der ÖVP im Nationalrat: "Die Tirol Werbung hat mit dem Tiscover-Verkauf an HRS 2008 ein wichtiges strategisches Instrument aus der Hand gegeben. Leider. Jetzt sind die entsprechenden Gegenstrategien anzudenken. Das erste Ziel dabei muss sein, die Stärken des Tiroler Tourismus zu bündeln und so am Markt stärker gegenüber den Buchungsplattformen auftreten zu können".
Der Hotelverband Deutschland hat am 10. Feber 2012 eine Entscheidung des deutschen Bundeskartellamtes begrüßt, nach dem die größte Buchungsplattform HRS Hotel Reservation Service GmbH wegen einem Verstoß gegen Wettbewerbsbeschränkungen abzumahnen ist. HRS versucht mit einer AGB-Änderung mit 1. März 2012 mit seinen Hotelpartnern eine Meistbegünstigungsklausel zu vereinbaren. NR Franz Hörl: "Mit einer Meistbegünstigungsklausel müssen die Hotels HRS den jeweils besten Hotelpreis, die höchste Zimmerverfügbarkeit und die jeweils günstigsten Buchungs- und Stornierungskonditionen garantieren. Diese von HRS mit den neuen AGB vorgeschriebenen Bedingungen sind für Hotels ganz klar ein massiver Eingriff in die unternehmerische Freiheit und Behinderung des Wettbewerbs." Das betrifft nicht nur Hotels, die bei HRS einstellen wollen, sondern wirkt sich auf das gesamte Preisgefüge und damit auch die Hotellerie in Tirol und Österreich massiv aus. Die ÖHV (Österreichische Hoteliersvereinigung) hat sich ebenfalls bereits an die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde gewendet. Tourismussprecher im NR, Franz Hörl, sieht als Lösungsvorschlag, dass die Tirol Werbung, unter Federführung von Josef Margreiter, jetzt ihre ausgezeichneten Kontakte nützt, um mit HRS faire Konditionen zu verhandeln. Die Tirol Werbung kann in dieser Frage, gemeinsam mit den starken Regionen des Landes, die Speerspitze des Tiroler Tourismus bilden und ihr Gewicht in die Waagschale werfen.
"Es ist nötig, dass unsere Tourismusunternehmen effizient ihre Betten verkaufen und bewerben können. Derzeit sind sie von den Konditionen internationaler Anbieter abhängig. Dazu kommt, dass der Gast immer weniger Möglichkeit hat, über Drittanbieter direkt das gewünschte Hotel zu kontaktieren. Gerade der Tiroler und österreichische Tourismus hat seine Kompetenz im persönlichen Kontakt zum Gast. Diesen weltbekannten Wettbewerbsvorteil müssen wir auch via Online-Buchungsangebote einsetzen können dürfen. Dafür sorgen aber nicht internationale Buchungsplattformen, das müssen wir landesintern in die Hand nehmen. Das alles ist natürlich mit Geld und Aufwand verbunden. Dieses Geld kommt aber aus den Abgaben der Unternehmen im Land und darf deshalb auch dahin zurückfließen", so Hörl.
HRS-Bestpreis-Garantie in Deutschland verboten - Eine einstweilige Verfügung des Oberlandesgerichts Düsseldorf bestätigt die ÖHV in ihrem Weg
22-02-2012
Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat HRS in einer einstweiligen Verfügung unter Androhung einer sechsmonatigen Ordnungshaft verboten, eine Bestpreis-Garantie zu erzwingen. "Das ist eine ganz deutliche Botschaft: Es ist gut und richtig, den Rechtsweg zu beschreiten", erklärt Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Das Oberlandesgericht begründet seinen Spruch mit dem Widerspruch gegen § 1 des deutschen Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen: "Vereinbarungen zwischen Unternehmen, Beschlüsse von Unternehmensvereinigungen und aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen, die eine Verhinderung, Einschränkung oder Verfälschung des Wettbewerbs bezwecken oder bewirken, sind verboten." Die Bestpreis-Garantie, so die Richter weiter, schließe Wettbewerb nahezu vollständig aus. In Deutschland hat das Start-up JustBook gegen den Mitbewerber geklagt, da es den Wettbewerb zu seinen Ungunsten eingeschränkt sah. In Österreich übernimmt die ÖHV diese Rolle mit der Beschwerde vor der Bundeswettbewerbsbehörde und versteht sich als Anwalt der Hotellerie: "Wir lassen nicht zu, dass Hoteliers in ihrem Recht eingeschränkt werden!"
Ennemoser: Auflösungsabgabe geht an Realität vorbei und trifft Branche hart
22-02-2012
Für Klaus Ennemoser, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich, steht außer Zweifel, dass die Bunderegierung das Budget sanieren muss: "Das vorliegende Konsolidierungspaket ist grundsätzlich ausgewogen und kommt zur rechten Zeit." Kritik übt der Hotellerie-Branchensprecher an der geplanten Auflösungsabgabe. Diese "Straf-Gebühr" bei der Beendigung von Dienstverhältnissen in Höhe von 110 Euro setzt sich, so Ennemoser, über die Gegebenheiten in der Hotellerie völlig hinweg und trifft die heimischen Betriebe in voller Härte. "Nach der Rücknahme der Energieabgabenvergütung, wäre die Auflösungsabgabe eine weitere undifferenzierte Mehrbelastung für die heimische Hotellerie", kritisiert Ennemoser.
Arbeitsplatzsituation in Hotellerie von Saisonalität geprägt
"Die Arbeitsplatzsituation in unserer Branche ist durch Saisonalität und Arbeitszeitspitzen gekennzeichnet. Saisonale Kernbelegschaften und Randbelegschaften orientieren sich an befristeten Beschäftigungsverhältnissen - Großteils mit Wiedereinstellungszusagen", betont Ennemoser. Die Saisonbetriebe sind sowohl wirtschaftlich als auch faktisch gezwungen, ihre Mitarbeiter saisonal einzustellen.
Auflösungsabgabe als Lenkungsinstrument ungeeignet
"Die ursprüngliche Intention der Auflösungsabgabe, nämlich Kurzzeit-Kündigungen zu verhindern, geht in der Hotellerie komplett ins Leere", erklärt Ennemoser. Gemäß Institut für Höhere Studien (IHS) gibt es im Jahr rund 300.000 relevante Abmeldungen im Hotel- und Gastgewerbe. "Weniger als 1 Prozent davon kommen durch Umgehungen - "Zwischenparken" von Mitarbeitern beim Arbeitsmarkservice in Folge von Auftragsschwankungen - zustande. "Damit ist die Auflösungsabgabe als Lenkungsinstrument in der Hotellerie völlig ungeeignet", zeigt sich Ennemoser überzeugt.
Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit der Branche nicht gefährden
Die heimische Hotellerie ist durch eine hohe Personalintensität gekennzeichnet. Job-Abbau und -Verlagerungen, wie in anderen Branchen üblich, gibt es in der Hotellerie nicht. "Auch wenn klar ist, dass jeder in Österreich seinen Beitrag zur Budgetsanierung leisten muss, dürfen die geplanten Maßnahmen keinesfalls Arbeitsplätze und hart erarbeitete Wettbewerbsvorteile gefährden", warnt Ennemoser. Immerhin sei der Tourismus im wirtschaftlichen Krisenjahr 2009 eine jener Branchen gewesen, die mit 0,4 Prozent den geringsten Rückgang der Beschäftigung zu verzeichnen hatte. Zum Vergleich: In anderen Branchen lag der Beschäftigungsrückgang im selben Zeitraum zwischen 5 und 8 Prozent. "Man darf jetzt nicht unsere Hotelbetriebe dafür bestrafen, dass sie auch in Krisenzeiten Arbeitsplätze anbieten", appelliert Ennemoser an die Regierung.
Albert Ebner: „Schröpfaktion gegen den Tourismus gehört raus aus dem Sparpaket!“
21-02-2012
Auf massive Kritik des Salzburger Tourismus stößt die sogenannte „Auflösungsabgabe“, die im Zuge des Sparpakets als Gebühr auf Kündigungen vorgesehen ist. Demnach sollen Unternehmen ab 2013 für jeden Arbeitnehmer, der gekündigt wird oder von dem sich der Betrieb einvernehmlich trennt, 110 € ans AMS zahlen. „Dies würde die saisonabhängige Tourismuswirtschaft überproportional hart treffen. Denn viele Betriebe sind, weil es die Witterung nicht anders zulässt, Saisonbetriebe. Hier wird ja nicht aus Jux und Tollerei gekündigt, sondern weil ein ganzjähriger Betrieb trotz vielfältiger Bemühungen der Branche, die Saisonen zu verlängern, einfach von der Nachfragesituation her nicht machbar ist. 110 € pro gekündigtem Mitarbeiter wären eine arbeitsmarktpolitische Strafsteuer auf Österreichs Witterungsverhältnisse, die besonders den Tourismus in Mitleidenschaft zieht. Das können wir auf keinen Fall akzeptieren!“, betont der Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Albert Ebner.
„Die heimische Tourismuswirtschaft, insbesondere der Wintertourismus in den westlichen Bundesländern, hat auch in der Krise investiert und die Beschäftigung auf hohem Niveau gehalten. Für viele Branchen ist ein florierender Tourismus, insbesondere in Westösterreich, als Wirtschaftsmotor unverzichtbar. Jetzt gerade die von Saisonen abhängigen Unternehmen derart zu bestrafen, ist sicher der falsche Weg der Staatssanierung und eine veritable Konjunkturbremse“, resümiert Ebner: „Diese Arbeitsmarktabgabe gegen die Wirtschaft, die saisonal abhängige Betriebe besonders schröpft, gehört raus aus dem Paket!“
Galanacht der Gastronomie
21-02-2012
Auch heuer findet die "Galanacht der Gastronomie 2012" im Palais Ferstel und im Café Central statt. Am Freitag den 24. 02. 2012 begrüßt der "Gastronomie Club Wien" wieder zahlreiche Gäste und Gastronomen aus dem In-und Ausland. Der Gewinner der "Goldenen Cloche" ist dieses Jahr Dieter Koschina, der in Portugal in der Vila Joya in Albufeira an der Algarve für kulinarische Höhepunkte sorgt. Darüber hinaus bildet er auch viele junge österreichische Köche aus. Er ist der einzige 2-Michelin-Sterne-Koch Portugals.
Der Gastronomie Club Wien erwartet rund 700 Gäste - darunter unter anderem:
- Botschaftsrat von Mexico Herr Alejandro Perez Duerte Diaz
- Wirtschaftkammerpräsident von Österreich Dr. Christoph Leitl
- Wirtschaftskammerpräsidentin von Wien Frau KommR Brigitte Jank
- Wirtschaftskammerdirektor Mag. Heinz Wollinger
- Raiffeisen Generaldirektor Stv. Dr. Georg Kraft-Kinz
- Bezirksvorsteherin Wien 1 Frau Ursula Stenzel
- Bezirksvorsteherin Stv. Wien 1 Dr. Jessi Lintl
- Wirtschaftbunddirektor Direktor Dr. Alexander Biach
- Bezirkshauptmann der Polizei Wien 1, Hofrat Josef Koppensteiner
- Alfons Haider und viel Kochprominenz
Tourismus in Wien: 2012 bester Jänner mit +11,5 Prozent Tourismus in Wien: 2012 bester Jänner mit + 11,5 Prozent
20-02-2012
Mit 675.000 Nächtigungen, einem Plus von 11,5 Prozent zum vorjährigen Jänner, schließt Wien im ersten Jahresmonat 2012 nahtlos an sein Rekord-Jahresergebnis 2011 an. Zu dessen Nächtigungshöchststand passt auch der nunmehr ausgewertete Netto-Nächtigungsumsatz 2011 der Wiener Hotellerie: Er liegt mit 493 Mio. Euro um 9,4 Prozent über dem von 2010 und übertrifft damit auch das bisher - von der Fußball-EM angekurbelte - umsatzstärkste Jahr 2008. In der Tourismusstatistik sind ab sofort die Wachstumsmärkte Brasilien, Vereinigte Arabische Emirate und Saudi Arabien gesondert dargestellt.
Im heurigen Jänner präsentieren sich sieben von Wiens Top-Ten-Märkten mit zweistelligem Nächtigungszuwachs gegenüber dem Vergleichsmonat 2011. Besonders massiv fielen die Steigerungen bei Japan und Russland aus, gefolgt von den USA, der Schweiz, Österreich, Rumänien und Großbritannien. Gestiegen sind auch die Nächtigungen aus Deutschland und Frankreich, während Italien unter dem Wert von vorigem Jänner blieb (Details siehe Liste unten). Enorm zugelegt haben auch China (+ 69 Prozent) und die Türkei (+64 Prozent).
Sämtlichen Hotel-Kategorien brachte das heurige Jänner-Ergebnis zweistellige Nächtigungszuwächse. Bemerkenswert ist die Auslastungsentwicklung, denn sie lag über den Vergleichswerten 2011, obwohl sich Wiens Bettenkapazität von Jänner 2011 auf Jänner 2012 um 3.900 Betten (+8 Prozent) erhöht hat. So waren die Betten im heurigen Jänner zu durchschnittlich 39,4 Prozent ausgelastet (1/2011: 38,0 Prozent), was einer durchschnittlichen Zimmerauslastung von rund 49 Prozent entspricht (1/2011: rund 47 Prozent).
Hotellerie-Umsatz 2011 schlägt Rekord aus Fußball-EM-Jahr 2008
Mittlerweile ist auch der Netto-Nächtigungsumsatz der Wiener Hotellerie für das Gesamtjahr 2011 ausgewertet, und sein schon zuvor absehbarer Rekordwert lässt sich nunmehr beziffern: Mit 492.976.000 EURO weist er gegenüber 2010 ein Plus von 9,4 Prozent aus. Damit ist es gelungen, das bisher umsatzstärkste Jahr 2008 (487,4 Mio. EURO), in der die Fußball-EM das Geschäft kräftig ankurbelte, zu übertreffen.
Neu in der Tourismusstatistik: Einzelwerte für Brasilien, Vereinigte Arabische Emirate und Saudi Arabien
Aufgrund des starken Wachstums der Nächtigungen aus Zentral- und Südamerika sowie aus den arabischen Ländern in Asien während der letzten Jahre werden seit November 2010 Brasilien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Saudi Arabien statistisch gesondert erfasst. Damit ist es ab heuer möglich, die Nächtigungs- und Umsatzentwicklung jener Länder genauer zu verfolgen, die den Großteil des Aufkommens aus den beiden zuvor zusammengefassten Großregionen erbringen.
2011 verzeichnete Wien aus Brasilien 80.000 Nächtigungen, das waren 38 Prozent des Aufkommens aus Zentral- und Südamerika. Bei den arabischen Ländern in Asien hatten die VAE mit 62.000 Nächtigungen einen Anteil von 32 Prozent und Saudi Arabien hatte mit 45.000 Nächtigungen einen Anteil von 23 Prozent. Im heurigen Jänner stiegen die Übernachtungen aus Brasilien um 74 Prozent, jene aus den VAE um 60 Prozent und jene aus Saudi Arabien um 43 Prozent. - Ein vielversprechender Auftakt für die weitere Entwicklung 2012.
Das 4-Sterne Hotel Edelweiß & Gurgl in Obergurgl setzt erfolgreich auf eigene Online-Vertriebsstrukturen
17-02-2012
Die aktuelle Gebührenerhöhung bei Buchungsplattformen wie HRS hat die Abhängigkeit der Hotellerie von externen Vertriebskanälen offenbart. Dass man mit Eigenvermarktung extrem erfolgreich sein kann, beweist Michael Anfang, verantwortlich für Marketing und Sales im Hotel Edelweiß & Gurgl. Das 4-Sterne-Hotel auf knapp 2.000m Seehöhe im Tiroler Ötztal, das auf keiner einzigen Buchungsplattform zu finden ist, schafft mit professionellen Verkaufs- und Vertriebsstrukturen aus eigener Kraft rund 60.000 Nächtigungen pro Jahr - davon trotz Höhenlage und verkürzter Saison rund 20.000 Nächtigungen im Sommer.
Von Jammern und Boykottaufrufen hält Michael Anfang nichts, Hausaufgaben müssen innerhalb der österreichischen Hotellerie dringend erledigt werden, ist der Sales- und Marketingprofi überzeugt. Geschulte Verkaufsabteilung, aktive Selbstvermarktung und interaktive Kommunikation mit potentiellen Gästen mittels "Live Help"
auf der eigenen Website - das alles gehört im Hotel Edelweiß&Gurgl längst zum Standard. "So kann man selbst in hintersten Tallagen aus eigener Kraft Winter wie Sommer den Gästezuspruch und die Wertschöpfung gesund steigern", zeigt sich Anfang überzeugt.
Die österreichischen Hotels haben ihre Eigenvermarktung sträflich vernachlässigt. Über 50% der Hotels verzichten nach wie vor auf effiziente Vermarktung im Internet, obwohl laut Experten bald jede zweite Buchung online durchgeführt wird. Auch Hotels, die ihre Angebote vorwiegend über Buchungsplattformen anbieten, begeben sich in eine fatale Abhängigkeit, ist Anfang überzeugt und verweist auf ein Beispiel aus dem Alltag: Ein Freund erzählt von seinem Urlaub.
Der interessierte Zuhörer googelt dieses Hotel. Der Hotelier hat sogar brav seine Homepage optimiert und erscheint an 1. Position. Doch leider verliebt sich der neue Gast in die Anzeige am obersten Rand, die just dieses Hotel zu -20% via Buchungsplattform anpreist. So verliert der Hotelier die direkte Buchung und den vollen Preis.
Buchungsplattformen bringen nicht nur eigene Gäste sondern haben erkannt, dass es viel einfacher ist, den Hoteliers die Stammgäste wegzunehmen - speziell in der Ferienhotellerie. Viele Hoteliers unterstützen die Plattformen dabei noch kräftig - mit Bestpreisgarantien. Hoteliers würden übersehen, dass sich Buchungsplattformen das Recht zusichern lassen, mit dem jeweiligen Hotelnamen Werbung aller Art zu machen. Anfang: "Dies ist der Kernsatz des Vertrags, damit bekommen die Buchungsplattformen einen Persilschein, um den Hoteliers selbst Stammgäste wegzunehmen."
Innsbruck Tourismus: Olympische Jugendwinterspiele YOG 2012 im Jänner brachten Rekord
16-02-2012
Das olympische Feuer der 1. Olympischen Jugendwinterspiele in Innsbruck, Seefeld und Kühtai (13.-22.1.2012) ist zwar erloschen, in den Tourismuszahlen leuchtet es aber noch nachhaltig. Allein die aktiven Sportler, die während der YOG 2012 im neu errichteten YOG-Dorf in Innsbruck wohnten, sorgten für 20.594 Jänner-Übernachtungen.
Aber auch auch ohne diese Nächtigungen der Aktiven schreibt das Jänner-Ergebnis für Innsbruck mit rund 104.000 Übernachtungen (+23,7%) bei rund 48.000 Ankünften (+8%) einen neuen Rekord. Signifikant auch der Anstieg der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer mit 2,2 Tagen pro Gast (erstmals über 2 Tage), ein Novum im vergleichbaren Städtetourismus. Die Feriendörfer rund um Innsbruck freuen sich im Jänner ebenfalls über ein Nächtigungsplus von rund 6%. Resultat: Mit rund 270.000 Übernachtungen (+10%) ergibt das für Innsbruck und seine Feriendörfer einen Rekord-Jänner.
Auch Innsbruck Information & Reservierung GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft von Innsbruck Tourismus, hat Grund zur Freude. Als offizieller YOG-Partner für alle Hotelreservierungen konnte sie allein rund 15.000 Übernachtungen einbuchen.
Bisher erbrachten alle drei Winter-Monate (November bis Jänner) ein positives Ergebnis für Innsbruck Tourismus, und das Halbzeitergebnis der Wintersaison 2011/12 steht für den Gesamtverband mit rund 542.000 Übernachtungen (+6%) für Innsbruck und Feriendörfer ebenfalls auf Rekordmarke - und dies bei vielversprechender Buchungslage für die restliche Wintersaison.
Die stärksten Saisonzuwächse derzeit verbuchen die Herkunftsländer Österreich (+19%), Schweiz (+31%), Russland (+50%), China (+70%), Frankreich (+30%) und USA (+16%), während bei den Gästen aus Deutschland (-7%) und den Niederlanden (-4%) Rückgänge zu verzeichnen sind. Italien, nach Deutschland und Österreich drittstärkster Quellmarkt, ist mit immerhin noch 2% Zuwachs bei den Gewinnern.
Für TVB-Obmann Dr. Karl Gostner ist das positive Ergebnis rund um die YOG ein Ansporn dafür, dass sich die Region weiter um internationale Großveranstaltungen bemüht. Für TVB-Geschäftsführer Friedrich Kraft ist die Langzeitwirkung der YOG, insbesondere auf junge Gäste und Besucher, ein starkes Argument. "Jeder der YOG-Athleten und Volunteers ist auf Jahrzehnte ein Botschafter für Innsbruck und Tirol".
Wiener Kaffeehaus-Schanigärten in Gefahr: Erhöhung der Gebrauchsabgabe & nicht erteilte Genehmigungen
16-02-2012
"Die Schanigärten der Kaffeehauptstadt Wien stellen ein unschätzbares Gut für Wiener und Touristen dar. Den Unternehmern ständig Prügel zwischen die Beine zu werfen, nur weil sie unsere Stadt im Sommer lebendiger machen möchten, ist weder verständlich noch akzeptabel", empört sich Berndt Querfeld, Obmann der Kaffeehäuser Wiens. Seine Verärgerung kommt nicht von ungefähr. Im Dezember musste man aus der Zeitung erfahren, dass die Gebrauchsabgabe zur Benutzung des öffentlichen Raums von der Stadt Wien neu geregelt werden soll. Dies betrifft im Falle der Wiener Kaffeehäuser die beliebten Kaffeehaus-Schanigärten. Höchst bedenklich und schlichtweg inakzeptabel, dass die Stadt Wien kein Gespräch mit der Interessenvertretung suchte. "Über diese Vorgangsweise waren wir zutiefst betroffen. Die Stadt sollte endlich zu ihren Schanigärten stehen und sich nicht ständig Gedanken machen wie man dieses Stück Lebensqualität für alle beschneidet. Wien ohne Schanigärten ist wie ein Weihnachtsmarkt ohne Punschstände", so Querfeld.
Stehtische im Freien nicht bewilligt
Wie in vielen anderen europäischen Hauptstädten wäre auch für Wien eine Ausdehnung der Schanigartensaison von größter Notwendigkeit. Nicht zuletzt die Nichtraucherbestimmungen machen es immer notwendiger, den Gästen vor dem Lokal den Genuss der einen oder anderen Zigarette zu ermöglichen. Daher wäre ein Aufstellen von Stehtischen und Aschenbechern im Freien für rauchende Gäste ein dringend benötigtes Service.
Bei einem Bewilligungsverfahren ist es nun zum Eklat gekommen. So wurde einem Unternehmer keine Bewilligung erteilt, einen Stehtisch mit Aschenbecher vor seinem Lokal aufzustellen. "Das Magistrat will prinzipiell keine Stehtische vor Lokalen genehmigen, angeblich wegen der Barrierefreiheit. Bei größtem Verständnis und voller Akzeptanz für das Thema Barrierefreiheit, aber wie sollen unsere Betriebe überleben, wenn man ihnen jede Möglichkeit nimmt, den Gast zufriedenzustellen? Mir kommt es wirklich oft so vor, als ob Unternehmergeist von der Stadt mehr bestraft als belohnt wird. Wenn man schon Raucher von den Lokalen auf die Straße treibt, dann sollte man doch zumindest einen Aschenbecher aufstellen dürfen", so Querfeld.
Barrierefreiheit "ja", überbordende Bestimmungen "nein"
Das Magistrat hat sich für Schanigärten neue, strengere Barrierefreiheit-Richtlinien ausgedacht. Damit sind Umgestaltungsarbeiten, oft Sitzplatzverluste und auch weitere Kosten verbunden. "Die Wiener Kaffeehäuser freuen sich über alle Gäste und sind bemüht, jedem Gästewunsch nachzukommen. Wenn jedoch das Magistrat überzogene Forderungen an die Unternehmer stellt, die nicht einmal von den Betroffenen dringlich eingefordert werden, fehlt mir jegliches Verständnis", so Querfeld.
ÖHV: "Manipulationsgebühr" trifft Dienstleister voll
16-02-2012
Tourismus, Bau und Handel erwirtschaften ein Viertel des BIP und beschäftigen fast jeden dritten Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft. Dafür soll sie eine neue Strafsteuer treffen: Eine "AMS-Manipulationsgebühr" soll beendete Arbeitsverträge sanktionieren. Der einzige Effekt: zusätzliche Einnahmen. Die Zahl der Kündigungen wird dadurch im Tourismus nicht sinken: "Zwischen den Saisonen sind keine Gäste da, und da braucht niemand Mitarbeiter - Strafsteuer hin oder her. Von einem Lenkungseffekt kann keine Rede sein. Es geht nur ums Kassieren", entkräftet Sepp Schellhorn, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), eine offensichtliche Schutzbehauptung. Im Gegenteil: Ob die Beschäftigtenzahlen im Tourismus weiter so steigen wie bisher sei fraglich: Denn während andere Länder Dienstleister durch Steuersenkungen entlasten, erhöht Österreich die Lohnnebenkosten nochmals, obwohl es bereits alle internationalen Vergleiche anführt. "Die Regierung wollte Lohnnebenkosten und Steuern senken. Sie hat keines dieser Ziele erreicht. Konsequenzen hat das nur für die Betriebe", so Schellhorn.
30 Mio. Körberlgeld auf Kosten der Tourismusbetriebe
"Somit ist das Versicherungssystem ad absurdum geführt. Die Betriebe werden noch einmal zur Kasse gebeten, da wird doppelt abkassiert. Und die Lohnnebenkosten steigen und steigen", so Schellhorn. 30 Mio. Euro kostet das die Arbeitgeber im Tourismus.
ÖHV: Beschäftigung forcieren statt Arbeitsplätze vernichten
Mit der gezielten Belastung von Arbeitgeberbetrieben wird Wertschöpfung vernichtet. Besser wäre es, die Beschäftigungsdauer zu verlängern: "Es gibt durchdachte Modelle zur Saisonverlängerung. Anstatt diese Chance zu ergreifen, werden wieder mitarbeiterintensive Branchen bestraft", verweist Schellhorn auf das Ganzjahresarbeitszeitmodell der ÖHV. Dieses sieht vor, durch die Belebung der Nebensaison und gezielte Bewerbung die Nachfrage zu verstärken.
Brauereiverband zieht positive Bier-Bilanz 2011
15-02-2012
Die Österreicherinnen und Österreicher greifen wieder vermehrt zu ihrem Lieblingsgetränk: Im vergangenen Jahr nahm der Pro-Kopf-Verbrauch von Bier um 2,1 Prozent auf 108 Liter zu, der Gesamt-Ausstoß betrug mehr als 8,9 Mio. Hektoliter (+ 2,9 Prozent). Damit ist und bleibt Bier das beliebteste Getränk der Österreicher.
"Die Menschen gönnen sich wieder mehr Genuss“, sagt Sigi Menz, Obmann des österreichischen Brauereiverbandes. „Wir können mit dem vergangenen Jahr sehr zufrieden sein. Die Absatzsteigerung von zwei Prozent bestätigt, dass die Menschen österreichisches Bier in seiner Vielfalt mit über 1.000 Sorten überaus schätzen. Die Zahlen zeigen nicht zuletzt, dass das gemeinsame Bestreben der 73 österreichischen Brauereien, ob klein, mittel oder groß, mit Tradition und Innovation die Bierkultur zu fördern, Früchte trägt.“
Österreich als Bier-Nation nach wie vor Europaspitze
Die Brauereien verzeichneten beim Bierausstoß im Inland einen Zuwachs von 2 Prozent von 8,26 auf 8,43 Mio. Hektoliter und legten beim Export sogar 19,4 Prozent zu. Alkoholfreies Bier hingegen musste im Inland einen Rückgang von 0,6 Prozent und gesamt inkl. Export einen Rückgang von 1,5 Prozent verzeichnen.
Österreich ist eine der führenden Bier-Nationen in Europa und schneidet im Jahr 2011 im Vergleich zu Deutschland noch besser ab als zuletzt: Denn wie das Statistische Bundesamt Wiesbaden kürzlich veröffentlichte, weist Deutschland beim Bier-Inlandsabsatz einen Rückgang von 0,8 Prozent aus. Deutschland liegt damit bei einem Pro-Kopf-Verbrauch von 101,4 Litern weit hinter Österreich, in dem 108 Liter genossen werden.
Radler und Weizen legen kräftig zu, Lager-/Märzenbier bleibt Nr. 1
Lager-/Märzenbier ist nach wie vor die beliebteste Biersorte der Österreicher – über 5,4 Mio. Hektoliter wurden 2011 konsumiert (+ 0,8 Prozent), der Marktanteil gesamt liegt für Lager/Märzen 2011 bei 63,3 Prozent und bleibt damit auf ähnlich hohem Niveau wie 2010 mit 64,0 Prozent.
Eine enorme Steigerung beim Inlands-Bierausstoß (exkl. Export) kann der Radler mit Alkohol vorweisen: Gegenüber 2010 ist hier ein Zuwachs von beachtlichen + 32,1 Prozent oder über 139.000 Hektolitern zu verzeichnen, bei alkoholfreiem Radler um 19,3 Prozent.
Weizenbier legte um stolze 16,8 Prozent zu, auch Bockbier war heuer wieder sehr beliebt und konnte Zuwächse verzeichnen (+ 4,7 Prozent). Verluste hinnehmen mussten in erster Linie Leichtbier (- 9,4 Prozent), Spezial-Bier (- 4,2 Prozent) und Pils (? 3,9 Prozent).
„Diese Zahlen bestätigen einmal mehr, dass die Österreicher die regionale Biervielfalt schätzen. Wir stehen zwar zu unseren Wurzeln, unseren Traditionen, wollen gleichzeitig freilich auch nicht von gestern sein. Unsere Kunden wissen das zu schätzen und nehmen auch bierige Innovationen gerne an.“ so Sigi Menz.
Wels-Touristik startet durch
13-02-2012
Im Rahmen der Vollversammlung des Tourismusverbandes Wels im Oktober 2011 wurde die Strategie-Ausrichtung für Wels für die nächsten Jahre verabschiedet.
In einem umfangreichen Strategieprozess mit Tourismus- und Marketingexperten, Vertretern aus Handel, Gastronomie und Freizeitbetrieben haben sich die Schwerpunktthemen "Historische Innenstadt", "Familien-Erlebnis", "Weihnachten" und "Business Touristik" herauskristallisiert. Das Thema "Energie" als Alleinstellungsmerkmal für die Stadt Wels als Tourismusdestination ist nun bei der Produktentwicklung herauszuarbeiten und erlebbar zu machen.
Tourismus-Obmann KommR. Helmut Platzer sieht darin einen klaren Arbeitsauftrag an den Tourismusverband Wels: "Als nächster Schritt muss nun die Produktentwicklung in den Schwerpunktthemen "Historische Innenstadt", "Familien-Erlebnis", "Weihnachten" und "Business Touristik Wels" vorangetrieben und die Energie als Hauptthema herausgearbeitet und erlebbar gemacht werden. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismus nicht nur kurzfristig, sondern auch mittel- und langfristig abgesichert werden." Dies geschieht zum Beispiel mit der Entwicklung von Fachexkursionen im Energiebereich in Wels und Wels-Land oder dem "Energie-Packerl" mit der Kombination von mehreren Energieangeboten in einem buchbaren Angebot.
92.688 Ankünfte konnten im vergangenen Jahr in Wels verzeichnet werden. Somit konnte das Ergebnis aus 2010 (92.768 Ankünfte) in etwa gehalten werden. Zurückgegangen ist allerdings die Zahl der Nächtigungen. Von 165.541 im Jahr 2010 sind die Nächtigungszahlen im Jahr 2011 auf 161.812 gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 2,3 Prozent. Wels liegt mit einer Verkürzung der Aufenthaltsdauer mit seiner Bilanz im Trend. Denn lt. Statistik Austria gilt diese Entwicklung für den österreichweiten Tourismus. Wels Marketing & Touristik Geschäftsführer Peter Jungreithmair dazu: "Ein kleiner Rückgang bei den Übernachtungen ist nie erfreulich, aber viel entscheidender ist die Wertschöpfung und da liegen wir als Teil der stärksten Wirtschaftsregion ja bekanntlich hervorragend!" (Quelle: Statistik Austria / Im aktuellen Ranking der Statistik Austria ist die Wirtschaftsregion Linz-Wels erstmals an Wien vorbeigezogen.)
Business Touristik Wels - zwei Mal ausgezeichnet
Dass die Vertriebsgemeinschaft "Business Touristik Wels" auf dem richtigen Weg ist, zeigen nicht zuletzt zwei Auszeichnungen. Zum einen entschied sich der Oberösterreich Tourismus die Business Touristik Wels im Bereich Geschäftstouristik als Leuchtturmprojekt zu deklarieren. Touristisch besonders attraktive Produkte werden dabei ins Schaufenster und somit in den Fokus der Marketing- und Kommunikationsaktivitäten gesetzt. Außerdem darf sich Wels über den Brilliance-Tourismusinnovationspreis freuen. Die Wirtschaftskammer Oberösterreich, Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft hat das Projekt "Business Touristik Wels" im Oktober 2011 mit dem erstmals verliehenen Innovationspreis ausgezeichnet, der innovative Projekte im oberösterreichischen Tourismus und das Engagement prämiert.
Gestartet wurde die Business Touristik Wels im Jahr 2011 mit dem Zusammenschluss der wichtigsten Welser Betriebe im Veranstaltungsbereich und deren Vernetzung auf einer Buchungsplattform über ein Verkaufsbüro. Mit diesem wegweisenden Angebot sollen die Wartezeiten bei der Verfügbarkeitsabfrage und Angebotslegung minimiert werden. Damit bietet Wels im Herzen Oberösterreichs mit bester Infrastruktur und gebündelter Organisation die optimalen Voraussetzungen für den Erfolg von Business-Veranstaltungen.
Abteilungsleiter-Akademie der ÖHV startet Ende März
10-02-2012
Mühsames und stressreiches „learning by doing“ oder gleich auf erprobte Konzepte der Abteilungsleiter-Akademie der Österreichischen Hoteliervereinigung zugreifen? Erfolgreiche Unternehmen sparen sich den Umweg und schicken ihre führenden Mitarbeiter lieber gleich in den praxisbezogenen Weiterbildungslehrgang.
Führungsqualitäten sind nicht jedem angeboren, doch das Know-how, eine Abteilung erfolgreich zu führen kann durch Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen in kurzer Zeit erworben werden. Die ÖHV-Abteilungsleiter-Akademie (AKA) bietet allen Interessierten einen berufsbegleitenden Intensivlehrgang für Menschen in der Hotellerie, die bereits in führenden Positionen tätig sind oder auf dem Weg dorthin Unterstützung brauchen. Dort finden sie in leicht umsetzbarer Konzeption alles zum Thema Mitarbeiterorganisation und -führung, Dienstplanoptimierung, Produktivitätssteigerung, Beschwerde- und Qualitätsmanagement, Budgetierung und Controlling, Marketing, Verkauf und vieles mehr, was einen erfolgreichen Abteilungsleiter ausmacht.
Zeitaufwand, der sich lohnt!
In nur 3 Modulen á 4 Tagen werden alle wissenswerten Inhalte erfolgreicher Mitarbeiterführung und -organisation vermittelt, die Teilnehmer lernen Aufgaben erfolgreich zu lösen, sie entwickeln unternehmerisches Denken und stärken ihre Führungspersönlichkeit. Ganz nebenbei entsteht ein wertvolles Netzwerk unter Kollegen, das auch später noch gerne genutzt wird. Der nächste Zyklus der ÖHV-Abteilungsleiter-Akademie (AKA) startet am 27. März 2012.
Modul 1: Di, 27. bis Fr, 30. März 2012
Modul 2: Di, 12. bis Fr, 15. Juni 2012
Modul 3: Mo, 10. bis Fr, 14. September 2012
Details gibt es unter www.oehv.at/aka. Anmeldeschluss ist Mittwoch, der 29. Februar 2012.
22. TourismusForum Alpenregionen in Zell am See-Kaprun
09-02-2012
Vom 26. bis 28. März 2012 präsentiert sich das TourismusForum Alpenregionen (TFA) mit dem Themenfokus "new colors in tourism - Destinationen und Skigebiete in intelligentem Design" zum 22. Mal besonders kontrast- und farbreich.
Das Ensemble aus ausgewählten Referenten, Führungskräften von Destinationen, Bergbahnen, Hotels sowie aus der Wirtschafts- und Finanzwelt sind das unverwechselbare Markenzeichen des TFA. Auch in diesem Jahr wird es wieder Beiträge geben, die man auf anderen Kongressen und Veranstaltungen nicht hören und sehen kann.
Mit Führungskräften wie Stefan Otz, Direktor von Interlaken Tourismus, oder Emanuel Lehner, Regionalmanager der Österreich Werbung für Zentral- und Osteuropa, schwenkt das TFA den Blick von Westen nach Osten. Was versprechen diese neuen Märkte? Welches Wertschöpfungspotenzial verbirgt sich hinter diesen neuen Zielgruppen? Wie agieren wir in diesen Märkten, um potenzielle Gäste für uns zu gewinnen?
Wie müssen wir vor Ort unsere Infrastruktur, die Ansprache und Betreuung dieser Gäste ausrichten? "Doing business with India" ist der Titel der Ausführungen von Waseem Hussain, der verschiedene Unternehmen bei ihrer Geschäftstätigkeit auf dem indischen Subkontinent berät.
Zell am See-Kaprun als Austragungsort unterstreicht das diesjährige Thema des Forums auf vielfältige Weise. Mit dem Ferry Porsche Congress Center (FPCC) in Zell am See erwartet Teilnehmer ein modernes, hervorragendes Kongresszentrum, das die Bilder und Worte der Referenten und Experten auf besondere Weise wirken und sprechen lassen wird. Die Destination Zell am See-Kaprun ist mit ihren Kontrasten zwischen See- und Bergwelt als erfolgreiche Ganzjahres-Destination ein spannender Austragungsort.
Mit Gästen aus zahlreichen Herkunftsländern erzielt Zell am See-Kaprun einen der höchsten Internationalisierungsgrade unter den österreichischen Feriendestinationen. Das Abendprogramm und die spannenden Forumstouren bieten Kontraste, bleibende Momente und dauerhafte Eindrücke.
Das Programm finden Sie hier.
WKO-Ennemoser: Auch bei Online-Vertrieb langfristig agieren
07-02-2012
Der Widerstand gegen die Provisionserhöhungen und Änderungen der "Allgemeinen Geschäftsbedingungen" seitens der HRS-Gruppe zeigt gleich mehrere aktuelle Schwachstellen rund um das Hotellerieangebot im Internet. Erstens wird die Marktstellung gegenwärtig starker Buchungsplattformen sowohl bei den Preisen als auch Geschäftsbedingungen auf Kosten der Beherbergungsbetriebe ausgereizt, zweitens bestehen in der Branche nach wie vor Missverständnisse und Unklarheiten über das Potential der neuen Medien, und drittens schlägt sich die Hotellerie weit unter ihrem Wert. Klaus Ennemoser, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), will in erster Linie bei den letzten beiden Punkten handeln.
"Der Hotelier hat die Dienstleistungshoheit über sein Produkt. Setzt er diese - vor allem auch im Internet - intelligent ein, dann geht alles Hand in Hand mit der Preishoheit. Das Problem der Marktmacht einzelner Buchungsplattformen ist entstanden, weil Hoteliers vor allem im Mittelstand die Möglichkeiten eines eigenen Internetauftrittes kombiniert mit einer eigenen Buchungsseite verkannt haben. Das Internet ist schnelllebig. Wertschöpfungsketten können sich innerhalb einer kurzen Zeitspanne zur Gänze wieder drehen. Dieser Dynamik darf sich die Hotellerie mit ihrer Standortgebundenheit und Infrastrukturabhängigkeit nicht unterwerfen. Hier sind mittel- und langfristige Strategien gefragt."
Dennoch gibt es auch seitens des Fachverbandes Kritik an der HRS-Vorgangsweise. Vielmehr als die Provisionsanhebung von 12 auf 15% irritieren neben substantiellen Neuerungen und Änderungen bei den "Allgemeinen Geschäftsbedingungen" die Best-Preis-Garantie und Garantie bezüglich Verfügbarkeit. "Hier greift HRS in die unternehmerische Entscheidung jedes einzelnen Hoteliers ein.
Autofahren mit mehr als einem Chauffeur am Steuer funktioniert nicht". Der Obmann sieht aktuell unternehmerische Fehlentscheidungen bei HRS: Der Imageschaden in der Branche ist mit der nunmehrigen Provisionserhöhung von 25% nicht mehr wettzumachen. Außerdem stellen die geplanten Änderungen der "Allgemeinen Geschäftsbedingungen" einen klaren Verstoß gegen die HOTREC-Richtlinie über "Eckpunkte fairen Verhaltens von Hotel- und Buchungsportalen" dar.
In den USA und Deutschland gibt es bereits Internettools, die die Produkt- und Preishoheit des Hoteliers im Internet stärken und damit den Spieß wieder umdrehen. Der Fachverband Hotellerie führt mit solchen Anbietern Kooperationsgespräche. Ennemoser: "Wettbewerb hat auch immer eine zerstörerische Kraft. Für den einzelnen Hotelier ist wichtig, dass er stets die mittel- und langfristigen Auswirkungen seiner Entscheidungen vor Augen hat." Hier wird der Fachverband verstärkt informieren und Lösungen anbieten. Der Klagsweg über die Wettbewerbsbehörde kann dagegen in eine Sackgasse führen. Auch der Ruf nach einer nationalen Buchungsplattform wird zu keiner Besserung führen, solange diese nicht den Fokus auf eine Stärkung der Vertriebs- und Marketingkanäle für Hotels legt. In erster Linie müsse das Bewusstsein und das Know-how jedes einzelnen Beherbergers im Umgang mit den neuen Medien unterstützt werden. Der Fachverband Hotellerie tritt für Branchen-Empowerment anstelle von Skandalisierung ausgereizter Geschäftspraktiken ein. In diesem Zusammenhang erinnert Ennemoser an die gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend sowie dem Fachverband publizierte Broschüre "Facebook, Twitter & Co. - Erfolgreiches Online-Marketing in der Hotellerie".
Noch nie gab es so viele Mitarbeiter im Tourismus
07-02-2012
Es ist vor allem der Erfolg der 4- und 5-Sterne-Hotellerie, der für einen Mitarbeiter-Boom im Tourismus sorgt: "Österreichs Hotellerie hat die Ausgaben für Marktkommunikation in den vergangenen Jahren um mehr als ein Viertel gesteigert. Das bringt mehr Gäste und macht mehr Mitarbeiter notwendig", erklärt Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Umso wichtiger sei das Engagement um den Fachkräftenachwuchs: "In vielen Bereichen der Wirtschaft wird über mangelndes Engagement im Bereich der Ausbildung geklagt. Im Tourismus ist das Gegenteil der Fall: Wir würden noch viel mehr Mitarbeiter ausbilden."
ÖHV-Appell: Berufsbilder gemeinsam weiterentwickeln
Wichtig wäre laut Reisenzahn eine Weiterentwicklung veralteter Berufsbilder: "Österreichs Tourismusbetriebe bieten moderne, attraktive Jobs an. Die Ausbildung ist allerdings über die Mitte der 80er-Jahre nicht hinausgekommen", kritisiert Reisenzahn. Er appelliert an die Gewerkschaft, beim Modernisierungsprozess nicht weiter zu bremsen: "Tourismusminister Mitterlehner hat ein zukunftsträchtiges Modell für Zukunftsberufe vorgelegt. Wer sich hier querlegt, bremst auf Kosten der Mitarbeiter von morgen. Das kann nicht das Ziel der Gewerkschaft sein", so Reisenzahn.
Umfassendes ÖHV-Angebot für Lehrlinge und Mitarbeiter
Die ÖHV bietet Lehrlingen gemeinsam mit Gewerkschaft vida eine eigene Lehrlings-Akademie und eine Lehrlingskarte mit eine Vielzahl an Bonifikationen: Die Palette an Angeboten reicht von Sport und Spaß über Mode und Lifestyle bis hin zu speziellen Konditionen für Weiterbildung und Führerschein. Nähere Informationen gibt es unter www.oehv.at/HOT. "ÖHV-Mitglieder faxen oder mailen uns einfach den Lehrvertrag und bekommen die ÖHV-Lehrlingskarte zugeschickt", erläutert Reisenzahn den unbürokratischen und kostenlosen Weg zum neuen Mehrwert für Hotellehrlinge. Wenn die Fachkräfte ihre duale Ausbildung abgeschlossen haben, können sie auf das weiterführende Ausbildungsangebot der ÖHV zurückgreifen wie etwa Praktikerseminare, Lehrgänge und die Abteilungsleiter-Akademie.
WKÖ-Ennemoser: "Neue Richtlinien schaffen eine win-win-Situation für Hoteliers"
06-02-2012
Die rund 500 Appartements und Ferienhäuser mit offiziellen Sternen in Österreich werden ab sofort nach einem neuen Sternesystem klassifiziert. In Anlehnung an die erfolgreiche Umstellung der offiziellen Hotelklassifizierung im Rahmen der Hotelstars Union - der europäischen Vereinigung der Hotelverbände - Anfang 2010, folgt nun eine Angleichung der Sternevergabe bei Appartements und Ferienhäusern.
Für Klaus Ennemoser, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), liegen die Vorteile auf der Hand: "Weg vom K.O. hin zum O.K.!" Das optimierte Punktesystem kombiniere, so Ennemoser, Pflicht und Kür; es schafft Transparenz und Berechenbarkeit für Hotelier und Gast. "Der neue Kriterienkatalog eignet sich hervorragend als Planungsunterlage für Um- oder Neubauten und punktet als ideales Qualitätshandbuch für den Betrieb von Appartements und Ferienhäusern", betont der Sprecher der heimischen Hotellerie in der WKÖ. Die nunmehr gelungene Ausdehnung des bereits bewährten neuen Regelwerks auf Appartements und Ferienhäusern sieht er als Beweis dafür, dass man auch international am richtigen Weg sei.
Der neue Katalog trägt den Besonderheiten bei Appartements und Ferienhäusern Rechnung. Auf www.hotelsterne.at stehen die neuen Richtlinien zum Download zur Verfügung. Für Appartements und Ferienhäuser sind vier Sternekategorien vorgesehen. Das Dienstleistungsmerkmal "Superior" fällt naturgemäß weg. Der Kriterienkatalog umfasst 240 Kriterien, von denen etwas weniger als die Hälfte Mindestkriterien sind.
Salzkammergut Tourismus und Tiscover: NR Hörl stellt falsche Behauptungen auf
03-02-2012
"Offensichtlich hat hier NR Franz Hörl falsche Informationen.Sowohl das Salzkammergut als auch andere oberösterreichische Regionen wie zB die Landeshauptstadt Linz, die Region Donau Oberösterreich arbeiten mit Tiscover als Buchungssystem. Wir sind unseren Kunden verpflichtet und arbeiten gemeinsam mit unseren Partnern am Erfolg. Sowohl in Oberösterreich als auch im Salzkammergut konnten wir die Buchungen um 48 % deutlich steigern, dies haben wir gemeinsam mit unseren Partnern erreich", erklärt Matthias Grundböck, Geschäftsführer der Tiscover GmbH. "Tiscover mit dem Hauptsitz in Innsbruck beschäftigt in Österreich über 100 Mitarbeiter, auch in Oberösterreich haben wir eine eigene IT-Abteilung. Es ist Ihnen gegenüber nicht sehr fair hier mit falschen Fakten zu hantieren.Tourismussprecher NR Hörl verwechselt hier offensichtlich zwei Dinge. Das Land Oberösterreich hat ein eigenes Informationssystem, dies enthält jedoch keine Buchungsfunktionalität, diese wird in vielen Regionen von Tiscover zur Verfügung gestellt."
"Als Praktiker im Tourismus habe ich vollstes Verständnis für die Hotellerie, die in einem starken Wettbewerb ständig gefordert ist. Das der Ärger groß ist wenn Gebühren steigen ist auch klar. Ich sehe aber auch, dass seit dem Neustart der Tiscover im Jahr 2009 die online Buchungsumsätze stark steigen. Dies spricht für die Forcierung der online Buchbarkeit", meint Ronald Felder, Geschäftsführer der Salzkammergut Tourismus Marketing GmbH. "In einer derartigen Situation ist es wichtig, dass sich die Verantwortlichen an einen gemeinsamen Tisch setzen, um eine gemeinsame Lösung zu finden."
ÖVP-Tourismussprecher Franz Hörl: "Der Verkauf von Tiscover rächt sich bitter!"
03-02-2012
Tourismussprecher der ÖVP, Nationalrat Franz Hörl zum Facebook Boykott Aufruf der ÖHV Präsidenten bezüglich der Kommissionserhöhung der Buchungsplattform HRS: "Dieses Kind des österreichischen Tourismus wurde aber schon 2008 ausgeschüttet: mit dem Verkauf von Tiscover an HRS. Das war ein Kardinalfehler, dem die Tirol Werbung und die WK Tirol nie zustimmen hätte dürfen! Es wurden damit Tiroler Know how und wichtige Wettbewerbsvorteile für die heimischen Unternehmen an eine deutsche Mega-Buchungsplattform leichtfertig aus der Hand gegeben. Schade!"
Kosten werden weiter steigen
NR Franz Hörl: "Touristikunternehmen befürchten, dass die Kosten noch weiter steigen werden. Nach Einschätzung von Branchenkennern bis zu 25 oder 30 Prozent.
HRS zeigt ganz klar: Je größer und schlagkräftiger eine Buchungsplattform ist, umso mehr Gewicht im Bereich der Vermarktung bringt sie ins Treffen und das kostet. Der Verkauf von Tiscover hat dazu beigetragen. Buchungsplattformen fungieren auch als Marketingplattformen. Es steht jedem Unternehmen frei, sich einer solchen Marketingplattform anzuschließen. Die Tourismusverbände sind Kooperationspartner von HRS. Sie sollten Ihren Einfluss im Interesse der Unternehmen nutzen oder die Kooperation aufgeben."
NR Franz Hörl: "Oberösterreich und das Salzkammergut gehen den Weg eigener Buchungsplattformen sehr wohl erfolgreich und es stand vor dem Tiscover-Verkauf 2008 auch eine übergreifende gesamtösterreichische Buchungsplattform schon im Raum. Es wäre überlegenswert, diese Diskussion wieder auf zu nehmen."
Hintergrund
Von rund 46 Mio. Euro, die von 4- und 5-Stern-Betrieben als Kommission an Plattformen gehen, fließen etwa 37 Mio. Euro ins Ausland. Die Österreich Werbung (ÖW) steht der Forderung nach einer nationalen Buchungsplattform skeptisch gegenüber und hat diese bis heute auch aktiv verhindert. Oberösterreich und das Salzkammergut haben regionale Buchungsplattformen. Die Schweiz hat ein nationales Buchungssystem, das den Mitgliedsbetrieben Buchungen für Provisionen zwischen 2,5 und 6 % erlaubt.
HRS - die deutsche Buchungsplattform "Hotel-Reservation-Service" hat die Kommissionssätze auf ihren Buchungsplattformen HRS, Tiscover und hotel.de auf einheitliche 15 % erhöht. Die Österreichische Hoteliervereinigung unter den ÖHV-Präsidenten Peter Peer und Sepp Schellhorn haben zu einem Boykott von HRS auf Facebook aufgerufen.
FH-Wien: Gesundheitstourismus - Zukunftsmarkt mit Herausforderungen
02-02-2012
Österreich hat ausgezeichnete Chancen, vom aufstrebenden Wirtschaftsfaktor Gesundheitstourismus zu profitieren. Voraussetzung ist aber, dass die nötige Aufbauarbeit geleistet wird - von der glaubwürdigen Positionierung bis zur Qualitätssicherung durch Gütesiegel. Das ist eine zentrale Erkenntnis aus dem Symposium für Gesundheitstourismus an den FHWien-Studiengängen der WKW, das am 1. Februar 2012 stattfand. Rund 80 Teilnehmer diskutierten unter der Moderation von Martin Schaffer (Geschäftsführer von Kohl und Partner, Wien) mit Eva Adamer-König (Studiengangsleiterin "Gesundheitsmanagement im Tourismus", FH Joanneum) und Dietmar Schuster (Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit, WKÖ) über Rahmenbedingungen, mögliche Geschäftsmodelle und Entwicklungstendenzen dieses zukunftsträchtigen Zweiges der Tourismuswirtschaft.
Gesundheitstourismus: Ein Markt mit Zukunft
In Österreich werden jährlich rund 35 Mrd. Euro, das sind 12% des BIP, für Gesundheit ausgegeben. Davon entfallen 60% auf die öffentliche Hand, aber bereits 40% sind private Ausgaben, etwa für Zusatzversicherungen, Arzneimittel oder Gesundheitsreisen. Laut einer Studie von Roland Berger wird sich der Gesundheitsmarkt bis 2020 mehr als verdoppeln. Überdurchschnittliches Wachstum ist in den Teilbereichen "gesunde Lebensmittel", "Fitness" und "Gesundheitstourismus" zu erwarten. "Die Nachfrage für Gesundheitsreisen wird also steigen", so Michael Mair, Gastgeber und Leiter des Instituts für Tourismus-Management der FHWien. Das ist eine große Chance für Österreich, denn "wir haben die besten Voraussetzungen: Ein ausgezeichnetes Gesundheitssystem und Top Erfahrungen im Tourismus," führt Mair weiter aus.
Glaubwürdigkeit und Vertrauen
Für Tourismusdestinationen steckt also viel Potential im Bereich Gesundheitstourismus, gleichzeitig muss aber noch Aufbauarbeit geleistet werden. Das Angebot ist vorhanden, vielfach fehlen aber noch marktfähige Produkte und Informationen für potentielle Kunden.
Martin Schaffer warnt allerdings vor unüberlegten Schnellschüssen: "Nur weil Gesundheitstourismus im Trend liegt, sollte sich eine Destination nicht dafür entscheiden. Ein begeisterter Bürgermeister und eine Handvoll engagierter Touristiker sind wichtig, reichen aber nicht aus. Es braucht die Motivation und das Commitment einer breiten Basis." Hilfreich sind eine klare, konsequent umgesetzte Positionierung und ein tragfähiges Netzwerk an Leistungsträgern, denn "Gesundheit ist ein massiv heikles Thema. Die Gäste kommen, wenn sie das Gefühl haben, da bin ich gut aufgehoben. Letztendlich geht es also um Glaubwürdigkeit und Vertrauen", so Schaffer.
Angebote greifbar machen
Tourismus-Studierende des 5. Semesters Bachelor beschäftigten sich bereits im Vorfeld intensiv mit dem Thema. In einem Wettbewerb von 6 Kleingruppen wurden Informationskonzepte und Geschäftsmodelle für Destinationen entwickelt. Die Siegergruppe stellte ihr Konzept beim Symposium für Gesundheitstourismus an der FHWien vor: Eine Informationsbroschüre für Endkunden, die Wissenslücken rund um Kur, Rehabilitation, öffentliche und private Leistungen, Angebote und Möglichkeiten für Begleitpersonen etc. schließt.
Erstmals über eine halbe Million französischer Gäste in Österreich
01-02-2012
Ein Blick auf die kürzlich veröffentlichte Nächtigungs- und Ankunftsstatistik 2011 beweist: das Urlaubsland Österreich war für die französischen Gäste attraktiv wie nie zuvor. So reisten erstmals über 500.000 Urlaubsgäste nach Österreich. Die Freude der Österreich Werbung in Paris ist umso größer, zumal 2010 das Ziel um nur 106 Personen knapp verfehlt wurde.
Seit mehr als 10 Jahren entwickeln sich die Ankunftszahlen der Franzosen in Österreich kontinuierlich positiv. Verbrachten 2001 noch rund 385.000 Gäste ihren Urlaub in Österreich, stieg die Zahl der Ankünfte 2011 auf 521.900 (+ 35%). Die Nächtigungen legten in den letzten zehn Jahren von 1.443.226 auf 1.834.700 (+27%) zu. „Dieser positive Trend ist nicht zuletzt auf die langjährige, enge Zusammenarbeit zwischen der Österreich Werbung, aktiven und frankophilen österreichischen Tourismuspartnern und der Angebotsgruppe ‚Autriche pro France‘ zurückzuführen“, erklärt Sabine Holzmann, Markt Managerin der Österreich Werbung Frankreich. „Die abgestimmte und integrierte Kommunikation der Stärken des Urlaubslandes Österreichs ist besonders auf einem stark umworbenen Markt wie Frankreich unabdingbar.“
Was gefällt den Franzosen besonders an Österreich?
Österreich genießt in Frankreich einen hervorragenden Ruf als Urlaubsdestination. Kultur in all ihren Facetten von Hochkultur bis zu Brauchtum und Tradition, faszinierende Naturerlebnisse und attraktive Angebote für Familienurlaube stellen die wichtigsten Reisemotive dar.
Dabei punktet Österreich besonders mit der hohen Qualität der österreichischen Hotellerie, ihren familiären Strukturen sowie der sprichwörtlichen Gastfreundschaft. Der Franzose als Genussmensch schätzt gutes Essen und Trinken und ist von der Qualität der regionalen Produkte begeistert. Dabei ist der französische Gast bereit, für die entsprechende Leistung auch zu bezahlen: Mit Ausgaben von 158 Euro pro Tag liegt der französische Gast deutlich über dem Durchschnitt.
Mehr als zwei Drittel der Franzosen besuchen Österreich im Sommer. Erkundet der französische Gast aufgrund der geografischen Nähe anfänglich die westlichen Regionen Österreichs, erforscht er später auch gerne neue Destinationen. Sein Interesse an Kultur- und Naturschauplätzen lässt ihn Gebiete rund um die Donau, das Salzkammergut und Weinregionen erkunden. Wien mit seinem reichhaltigen Kulturerbe und modernem Design boomt gleichermaßen bei kulturinteressierten Städtetouristen und ist mit Flugverbindungen von Paris, Lyon, Nizza und Toulouse (neu ab April 2012) mehrmals täglich direkt erreichbar.
Obwohl die Auslandsreiseintensität der Franzosen nur bei 47% liegt, entspricht das einem Potenzial von rd. 25,1 Mio. Auslandsreisenden. Damit ist Frankreich nach Deutschland und Großbritannien der drittgrößte europäische Auslandreisemarkt und steht weltweit betrachtet an fünfter Stelle. „Dieses Potenzial möchten wir gemeinsam mit unseren frankophilen Tourismuspartnern nutzen und neue Angebotsfacetten sowie die österreichische Gastfreundlichkeit und Lebenskultur in Frankreich noch stärker bewerben“, erklärt Holzmann abschließend.
Ansturm auf die ÖHV-Lehrlings-Card
01-02-2012
Gerade einmal seit dem Jahreswechsel kann die Lehrlingskarte der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) bestellt werden, schon hat jeder fünfte Lehrling in einem ÖHV-Mitgliedsbetrieb seine bekommen – und die Bestellungen reißen nicht ab: „Wir haben mit einer starken Nachfrage gerechnet – aber dieser Ansturm hat selbst uns überrascht“, erklärt ÖHV-Generalsekretär Thomas Reisenzahn. Das Komplett-Paket aus einer Hand überzeuge die Ausbilder und die Jugendlichen gleichermaßen.
Die ÖHV-Lehrlingskarte bietet dem Fachkräftenachwuchs zu speziellen Konditionen Angebote aus Sport und Spaß, Mode und Lifestyle, Weiterbildung und Führerschein. Alle Partner und Vorteile sind unter www.oehv.at/HOT zu finden. „ÖHV-Mitglieder faxen oder mailen uns ganz einfach den Lehrvertrag und bekommen die ÖHV-Lehrlingskarte zugeschickt“, erläutert Reisenzahn den unbürokratischen und kostenlosen Weg zum neuen Mehrwert für Hotellehrlinge.
Kohl & Partner: Hotelmarkt in Wien
31-01-2012
Die Kohl & Partner Hotel- und Tourismusberatung veröffentlicht auch dieses Jahr einen Report zum Hotelmarkt Wien. Neben einer Marktanalyse zum aktuellen und geplanten Hotelangebot und touristischer Nachfrage werden die Perspektiven und Herausforderungen für die Hotelimmobilienbranche evaluiert.
Mit 11,4 Millionen Nächtigungen brachte das vergangene Jahr 2011 für die Stadt Wien einen neuen Rekordwert mit sich. Die jahrelang wachsenden Nächtigungszahlen (+5% zum Vorjahr 2011) lockten in Folge viele in- und ausländische Hotelinvestoren und Brands nach Wien. Trotz des Wachstums an Übernachtungen kommen auf Investoren, Betreiber und Kreditinstitute herausfordernde Zeiten zu.
Der Wiener Hotelmarkt hat sich angebotsmäßig stark entwickelt (Zuwachs von 4.300 Betten im Jahr 2011). Die inflationsbereinigten Durchschnittspreise für ein Hotelzimmer konnten jedoch kaum wachsen (mit einem Plus von 5,5% befinden sich die Durchschnittspreise nur auf dem Niveau von 2009). Ein Hotelzimmer kostete 2011 durchschnittlich EUR 95,06 netto (ohne USt., Frühstück und Ortstaxe). Die Auslastung hat sich trotz steigender Nachfrage aufgrund des erhöhten Angebots im Vergleich zum Vorjahr 2011 nicht verändert.
Auch die kommenden Jahre werden von der Realisierung zahlreicher Hotelprojekte geprägt sein - zB: an neuen Hauptbahnhof Wien, Luxushotelprojekte in der Innenstadt etc. Wien braucht langfristig sicherlich neue Hotelkapazitäten um mit der Nachfrage Schritt halten zu können. Aus Sicht von Mag. Martin Schaffer, Geschäftsführer des Wiener Büros von Kohl & Partner, "kann sich das Angebot im (Low) Budget Segment verdoppeln, vor allem wenn man den Vergleich zu vielen deutschen Städten zieht". Allerdings sagt Mag. Schaffer: "Es werden künftig keine "more-of-the-same" Hotelprodukte mehr benötigt, da sich diese nur mehr durch den günstigeren Zimmerpreis unterscheiden können und dadurch weder Betreiber noch Investoren profitieren können".
Die Provisionen für den immer höheren Anteil von Onlinebuchungen und der höhere Kreditkartenanteil sind Kostentreiber im Vertrieb. Schaffer: "Für den Kunden bleibt der Preis stabil, allerdings fehlen dem Hotelier zwischen 15 und 30% seines Umsatzes".
Wiener Opernball mit Martin Ho's Sushi
31-01-2012
Pop-Königin Katie Melua, Desperate Housewives-Star Eva Longoria, NBA-Superstar Tony Parker, DJ und Produzent Tiesto, Fußballgott Diego Maradona, Filmikone Sharon Stone und Kultmusiker Lenny Kravitz lieben Martin Ho's experimentelle Sushi-Kreationen, die er in seinen beiden Szenelokalen auf der Mariahilfer Straße und im Brunnerhof im noblen Döbling auftischt. Auch heimische Stars wie Künstler Julian Khol oder Unternehmer Niki Lauda fliegen auf ausgefallene Gerichte wie Sushi mit Liptauer, „Crunchy Maki" (geröstete Zwiebel, Thunfisch, Avocado) oder „Spicy Tuna Special" (Tuna-Tartare, Avocado, Surimi). Und selbst im deutschen Privatfernsehen widmete man ihm kürzlich eine Sendung über die Kunst, Sushis und Makis der anderen Art kunstvoll zu kreieren.
Am diesjährigen Opernball, der am 16. Februar 2012 in der Wiener Staatsoper über die Bühne geht, debütiert der Szenegastronom und leidenschaftliche Kunstsammler, dem auch eine eigene Galerie auf der Wollzeile gehört, mit seinen asiatischen Köstlichkeiten. Gemeinsam mit seinem Partner British American Tobacco hostet er den Rauchersalon und serviert die avantgardistische Alternative zu Ballklassikern wie Würsteln und Gulasch. Ganz im Stil seiner angesagten Lokale weicht auch die musikalische Umrandung von den gewohnten Ballklängen ab. Statt Walzer und Co. gibt es eigens selektierte elektronische Musik, die für die passende Stimmung im loungigen Rauchersalon sorgen wird, wo man sich ja traditionell auf eine entspannte Pause vom Ballgeschehen zurück zieht. An einer eigens installierten Bar können die Gäste asiatische und japanische Cocktails schlürfen und die chillige Lounge-Atmosphäre in den traditionellen Räumlichkeiten der Wiener Hofburg genießen.
„Das Debüt auf dem Opernball ist eine großartige Gelegenheit, um internationalen Gästen meine Küche vorzustellen, die asiatische Kochkunst mit traditionellen Einflüssen aus Österreich kombiniert", erklärt Ho im Vorfeld des gesellschaftlichen Großereignisses. Nach einer Sushi-Parade am Live Ball und luxuriösen Inszenierungen auf der Luxusmesse in der Hofburg freut sich der umtriebige Szenegastronom auf den einzigartigen und glamourösen Rahmen des Balles. „Im Rauchersalon geht es etwas gemütlicher zu; das passt gut zum Konzept meiner Lokale, in denen sich die Gäste in erster Linie wohlfühlen sollen", so Ho.
Facebook-Seite "HRS-freie Wochen" gesperrt
30-01-2012
Mehr als 800 Hoteliers haben die Facebook-Seite "HRS-freie Wochen" binnen weniger Tage unterstützt. Jetzt ist sie nicht mehr zu finden und HRS verweist auf einen Blog - auf der eigenen Website.
"Die Resonanz auf die Facebook-Seite 'HRS-freie Wochen' war beachtlich" erklären Peter Peer und Sepp Schellhorn, die Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Der Betreiber der Seite wollte als Protest gegen die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Online-Buchungs-Riesen HRS mit seinen Tochterfirmen Tiscover und hotel.de samt Erhöhung der Kommissionssätze von 12 % auf 15 % ab 1. März keine Zimmer mehr auf diesen Seiten einstellen. Mehr als 800 Hoteliers folgten binnen weniger Tage seinem Aufruf. Umso mehr verwundert, dass die Seite kurzfristig für Facebook-Nutzer gesperrt wurde. Nun wird auf zwei Nachfolger-Seiten diskutiert - auf der einen intensiver, auf der anderen mit Marketing-tauglichen Antworten, die oft dem Kern der Kritik ausweichen. Das "Diskussionsforum neue Hrs-Agb" wird wie schon der Vorgänger auf Facebook von Online-Marketing-Unternehmer Christoph Biallas betrieben und verzeichnete binnen kürzester Zeit 150 "Likes".
Im unternehmenseigenen Blog unter den Augen von HRS finden sich gerade einmal 10 Einträge.
Facebook-Seite "HRS-freie Wochen" war "zu heiß"
Biallas ist Einzelunternehmer und weiß nicht nur bestens über die Entwicklungen in Online-Marketing und Direktvertrieb Bescheid, sondern auch, wie wichtig Rechtssicherheit ist. Den Rückzieher begründet Biallas auf seiner neuen Seite damit, dass ihm die Diskussion "zu heiß" geworden wäre, er befürchtet "für uns alle rechtliche Konsequenzen". Daher sei es an der Zeit gewesen, "die Notbremse zu ziehen." Biallas spricht in dem Zusammenhang von einer "persönlichen Lehre aus der alten FB-Seite."
ÖHV bleibt dran
Für Peer und Schellhorn steht außer Frage, dass die ÖHV in der Sache am Ball bleibt: "Der Online-Vertrieb wird immer wichtiger: Die Kosten steigern immer mehr, während auf der anderen Seite der Wettbewerbs- und Preisdruck steigt. Wir werden verhindern, dass der Hotelier dazwischen aufgerieben wird." Die ÖHV bereitet eine Beschwerde bei der Bundeswettbewerbsbehörde vor.
Hotellerie wehrt sich gegen Buchungsplattformen: Erhöhung von HRS-Kommission um 25% hat Konsequenzen
27-01-2012
HRS erhöht seine Kommissionssätze um 25 Prozent, führt wieder eine Bestpreis-Klausel ein, es gibt Strafen für Stornos. Jetzt reagieren die Hoteliers: mit einer HRS-freien Woche ab 1. März und Vertragskündigungen.
Den Hoteliers "reicht es": HRS hat die Kommissionssätze auf seinen Buchungsplattformen HRS, Tiscover und hotel.de um zumindest ein Viertel erhöht - auf einheitliche 15 Prozent, und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zum Nachteil der Vertragspartner verändert. Die ziehen jetzt die Konsequenzen - bis zur Kündigung: Ab 1. März, mit Einsetzen der neuen AGBs, werden in einem ersten Schritt eine Woche lang keine Zimmer auf HRS eingestellt. Mittlerweile unterstützen mehr als 700 Hoteliers die Facebook-Gruppe "HRS-freie Woche": www.facebook.com/HRS.freie.Woche . Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) wird die Bundeswettbewerbsbehörde damit befassen: "HRS gibt an, bei Firmenkunden Weltmarktführer zu sein. Das sollen jetzt offenbar auch die Hoteliers zu spüren bekommen. Das lassen wir uns nicht gefallen", erklären die ÖHV-Präsidenten Peter Peer und Sepp Schellhorn diesen Schritt.
Tourismusorganisatoren spielen Plattformen in die Hände
Bei der ÖHV häufen sich die Beschwerden. Peer und Schellhorn hatten am ÖHV-Hotelierkongress eine Alternative zu mehrjährigen Kooperationen zwischen Plattformen und Tourismusorganisationen gefordert, die die Hoteliers faktisch zum Vertrag mit dem Portal zwingt: "Was wäre die Alternative? Auf Gäste zu verzichten, die über die Website des eigenen Tourismusverbandes kommen. Das tut niemand gerne. Die Teilnahme an der Facebook-Gruppe ist ja faktisch ein Misstrauensvotum gegenüber dem eigenen Tourismusverband", so Schellhorn.
Buchung über die Hotel-Website als Alternative
Buchungen über Hotel-Websites sollen forciert werden. Die Gäste finden dort attraktive Angebote, die sich in automatisierte Kategorie-Rankings nicht einordnen lassen: "Das Zimmer mit dem schönen Ausblick kann meist nur über die Hotel-Website gebucht werden wie spezielle Packages", erklärt Peer. Laut Befragung von Prof. (FH) Mag. Christian Maurer, Professor für Tourism and Leisure Management an der IMC FH Krems unter 522 österreichischen Hotels beantworten 91 Prozent der 4- und 5-Sterne-Betriebe auf der eigenen Website Buchungsanfragen. Die ÖHV forciert das: "Wir haben im Frühjahr Seminare und Lehrgänge dazu im Programm. Dabei steht explizit im Fokus, wie man als Hotelier diesen gefährlichen Tendenzen auf dem Online-Markt begegnet", so Peer.
Preiserhöhung logische Folge der Marktkonzentration: Folgen weitere?
Der angekündigte Informationsaustausch zwischen HRS, Tiscover und hotel.de, Holidayinsider, venere und hotels.com erhärtet den Verdacht, dass der Wettbewerb leiden wird. Laut ÖHT sind die Marketingausgaben der Hotels seit 2000 um 18 Prozent stärker gestiegen als die Inflation. Klar ist eines: "Nach dem Preisdumping im Online-Vertrieb fahren die Buchungsplattformen die Kommissionen massiv jetzt in die Höhe", so Schellhorn. Diese Schritte sind eine logische Folge der Marktkonzentration. Weitere sind zu befürchten.
WKO-Schenner: "Tourismus ist Rettungsschirm der heimischen Wirtschaft!"
26-01-2012
Gemäß Statistik Austria lagen die Nächtigungen im Kalenderjahr 2011 nach vorläufigen Ergebnissen mit insgesamt 125,98 Mio. um 0,8% über jenen des Vorjahres. Damit wurde nach 1991, 1992, 1993 und 2008 das fünftbeste Ergebnis aller Zeiten registriert. Die Begründung liefert Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): Mitte der 1990er Jahre boomten die Billig-Airlines und damit auch günstige Urlaubs-Pauschalangebote im Ausland. Mehr Österreicher als je zuvor machten damals Urlaub im Ausland. Deshalb kam es nach 1993 zu spürbaren Rückgängen vor allem in der Sommersaison. Umgekehrt kommen nun aber wieder mehr internationale Gäste nach Österreich. "Unterm Strich passt die Rechnung. Jeder soll dort Urlaub machen, wo es ihm Spaß macht. Unsere Reiseveranstalter und Reisebüros leisten hervorragende Arbeit!", so Schenner. Lagen die 2011er-Nächtigungen der inländischen Gäste mit 35,28 Mio. um rd. 245.300 Nächtigungen bzw. +0,7% über dem Vorjahr, haben auch die Nächtigungen der internationalen Gäste mit 90,69 Mio. um 0,9% gegenüber 2010 zugenommen. "Die Verluste des Krisenjahres 2009 haben wir aber noch nicht kompensiert. 2008 lagen die Nächtigungen der internationalen Gäste bei 92,84 Mio.", resümiert Schenner.
Reiseverkehr trägt 6 Mrd. Überschuss zu Leistungsbilanz bei, Arbeitsmarkt stabil
Erfreulich ist der Anteil der internationalen Gästenächtigungen mit 72 Prozent. Dadurch wird der Tourismus auch 2011 einen Überschuss für die Exportbilanz beisteuern. "Ich rechne damit, dass wir wieder über 6 Mrd. Euro Überschuss aus dem Reiseverkehr in die heimische Leistungsbilanz einzahlen können und damit das prognostizierte Minus in der Handelsbilanz ausgleichen werden", so Schenner. Die Leistungsbilanz wird von der Nationalbank (ÖNB) im April präsentiert.
Auch beim Thema Arbeitsmarkt wird der Tourismus in der laufendenden Wintersaison wieder für ein Beschäftigungsplus sorgen. Im Dezember 2011 wurde im Hotel- und Gastgewerbe ein Rekordbeschäftigungsstand von 203.715 Beschäftigten (ohne geringfügig Beschäftigte und Lehrlinge) erreicht. Das sind um 5.184 Personen (oder 2,6%) mehr als im Dezember 2010: "Unsere Jobs sind nicht nur krisensicher, sondern auch mit Standortgarantie. Die heimische Tourismus- und Freizeitwirtschaft produziert heimattreu in Österreich und kann nicht, so wie andere, die Produktion ins Ausland auslagern", betont Schenner. Nach Berechnungen des WIFO hängt jeder 5. Vollzeitarbeitsplatz direkt oder indirekt von der Tourismus- und Freizeitwirtschaft ab.
Schenner: Beim Budget muss gelten: "Sparen vor Besteuern"
Kein gutes Haar lässt Schenner an der aktuellen Diskussion über höhere Vermögenssteuern: "Gerade die vielen Tausenden Familienbetriebe, die wir in der Wirtschaftskammer vertreten, dürfen hier nicht über Gebühr belastet werden. Das einzige 'Vermögen' ist meistens doch der eigene Betrieb. Wer die Eigenkapitalquoten im heimischen Tourismus kennt, der weiß, dass jede zusätzliche Belastung ruinöse Folgen haben kann." Auch bei der Diskussion um eine Erhöhung der Grundsteuern gibt sich der Sprecher von 90.000 Betrieben der Tourismus- und Freizeitwirtschaft kämpferisch: "Unsere Hotels stehen mitten im Ort und nicht irgendwo im geförderten Gewerbe- und Industriegebiet am Stadtrand. Also was soll das?"
Tourismuswerbung 2012: Weltweite Präsenz ist unser Ziel
Für die Tourismuswerbung zeichnet Österreichs oberster Touristiker ein klares Bild: "Die Österreich Werbung (ÖW) und die Landestourismus-Organisationen (LTOs) leisten hervorragende Arbeit in Österreich und auf unseren Kernmärkten wie Deutschland und den Niederlanden. Darüber hinaus ist es aber wichtig, die Aktivitäten in Osteuropa und auf den Fernmärkten zu intensivieren. Gerade der Städtetourismus hat heuer gezeigt, dass die größten Steigerungsraten auf diesen Märkten zu erzielen sind. Weltweite Präsenz ist unser Ziel!" Dazu stehen neben den 21 ÖW Büros im Ausland auch die 120 Büros der WKO-Außenwirtschaftsorganisation (AWO) zur Verfügung, auf die die ÖW im Rahmen des Kooperationsabkommens mit der AWO zugreifen kann.
Optimismus macht bei den Erträgen halt
Für das Tourismusjahr 2012 bleibt der Spartenobmann optimistisch, bremst jedoch die Euphorie bei den Erträgen. Die Bundessparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft hat mit dem market-Institut zum Jahreswechsel über 1.000 Betriebe der Hotellerie und Gastronomie befragt. In dieser Umfrage wurde repräsentativ erhoben, dass zwar die Umsätze im Durchschnitt steigen, die Ertragslage aber angespannt bleibt, wie Hans Schenner erläutert: "Es bleibt einfach dabei: Umsatz ist nicht Gewinn!" Die Verluste aus den Preisreduktionen im Krisenjahr 2009 sind bei weitem nicht wettgemacht. "Auch die schlagartig gestiegenen Kosten für Energie können wir nicht an die Gäste weiter geben. Noch dazu, wo die Bundesregierung 2011 die bis dahin gültige 'Energieabgabenrückvergütung' für die heimischen Tourismusbetriebe wie auch für die Seilbahnen ersatzlos gestrichen hat", kritisiert Schenner. Mit 1.1.2011 wurde die Möglichkeit der Energieabgabenrückvergütung auf das produzierende Gewerbe eingeschränkt, Dienstleistungen von der Vergütung ausgenommen. "Das macht für ein Hotel mit Wellnessangebot schnell 20.000 Euro und mehr an Belastungen", so Schenner.
Mitterlehner: "Positive Bilanz 2011 ist 'echtes' Rating für unsere Tourismusbetriebe !"
26-01-2012
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner zieht eine positive Bilanz über das erfolgreiche Tourismus-Jahr 2011 und ist auch für 2012 optimistisch: "Der neue Gästerekord und das Nächtigungs-Plus zeigen, dass das Urlaubsland Österreich auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten an Attraktivität gewinnt. Das ist das 'echte' Rating für unsere Tourismuswirtschaft", sagt Mitterlehner zu den am Donnerstag präsentierten Zahlen der Statistik Austria. "Obwohl der Wettbewerb mit anderen Destinationen härter wird, bewähren sich unsere Tourismusbetriebe dank ihrer Innovationen, der richtigen Marketing-Schwerpunkte und guter Rahmenbedingungen am Standort Österreich. Daher können wir auch für heuer optimistisch sein", so Mitterlehner.
Die Ankünfte sind 2011 um 3,6 Prozent auf 34,6 Millionen gestiegen, die Zahl der Nächtigungen um 0,8 Prozent auf insgesamt rund 126 Millionen. "Besonders erfreulich ist, dass die Nächtigungen der inländischen Gäste mit 35,3 Millionen einen neuen Höchstwert erreicht haben. Damit bleibt viel Kaufkraft im Land", betont Mitterlehner. Maßgeblich zum guten Ergebnis beigetragen hat auch der boomende Städtetourismus, wie die Rekorde in Wien, Salzburg und Linz bestätigen.
Bei den ausländischen Gästen konnten Rückgänge in traditionellen Herkunftsmärkten durch Zuwächse aus anderen Ländern überkompensiert werden. "Der Schwerpunkt im Tourismus-Marketing liegt weiterhin auf den wichtigen großen Märkten wie Deutschland und Niederlande, aber gleichzeitig wollen wir die Potenziale in neuen Herkunftsmärkten in Osteuropa, China, Indien oder dem arabischen Raum stärker nützen", so Mitterlehner. Den Erfolg dieser Diversifizierungs-Strategie der Österreich Werbung und der anderen Tourismus-Stakeholder untermauern die starken Zuwächse aus mittel- und osteuropäischen Märkten wie zum Beispiel Russland: So nächtigten im Vorjahr um 25,6 Prozent mehr russische Gäste in Österreich.
Beste Zukunftsaussichten mit einer Lehre im Tourismus
25-01-2012
Wirtschaftsminister Mitterlehner und Arbeits- und Sozialminister Hundstorfer haben sich auf ein Fünfpunkteprogramm für Lehrlinge geeinigt. Unter anderem soll dazu im Rahmen eines Pilotprojekts ab Sommer 2012 in den Bundesländern Wien, Tirol, Oberösterreich und Steiermark ein neues Coaching-Programm etabliert, das Ausbildungsbetriebe und Lehrlinge in allen Fragen zum Ausbildungsverhältnis unterstützt. NR Franz Hörl, Tourismussprecher der ÖVP und Wirtschaftskammerobmann Schwaz: "Diese Initiative ist absolut zu begrüßen. Jede Unterstützung von Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden, ist eine Investition in den Tourismusstandort Tirol. Der Tourismus hat in den letzten Jahren im Ausbildungsbereich zwar wieder stark an Attraktivität gewonnen, aber die Unternehmen brauchen viel mehr junge Fachkräfte und sind auch bereit, diese auszubilden."
"Eine erste tolle Aktion zu dem Thema ist der Wirtschaftskammer bereits bereits mit der neuen online-Lehrstellenbörse für Tourismusberufe unter www.glücksbringer.cc gelungen", so NR Franz Hörl: "Auf der Online-Plattform erfahren Jugendliche viel Informatives zu verschiedensten Tourismusberufen, können interessante Unternehmen kennenlernen, die Lehrlinge suchen und als zusätzliches Zuckerl gibt es obenfdrauf noch viele schöne Preise zu gewinnen."
Die Wirtschaftskammer wird im Herbst weiters die bisher größte und umfassendste Imageaktion für die heimischen Tourismuslehrlinge starten. Eine "Lehrlingskarte" soll die vielfältigen Ausbildungsöglichkeiten im Tourismus "bewerben" und für Lehrlinge als Anreiz eine breite Palette von Vergünstigungen und Service bieten.
Hintergrund: Mehr als die Hälfte der im Dezember 2011 offen gemeldeten Lehrstellen (rd. 3.000) sind Stellen im Tourismus; die meisten davon in Westösterreich. Die aktuelle Lehrlingsstatistik der WKÖ vom 31.12.2011 zeigt folgenden Status.
Bei den Mädchen sind 4 Tourismusberufe unter den TOP 10
Lehrberufen: Neben 11.010 Lehrlingen im Einzelhandel (25,2%), 5.346 Lehrlingen zur Bürokauffrau (12,2%) und 4.610 angehenden Friseurinnen (10,5%) belegen die touristischen Lehrberufe die Plätze 4 bis 7: Restaurantfachfrau mit 1.775 Lehrlingen (4,0%), Köchin mit 1.650 Lehrlingen (3,8%), Gastronomiefachfrau mit 1.316 Lehrlingen (3,0%) sowie Hotel- und Gastgewerbeassistentin mit 1.316 Lehrlingen (2,7%). Zusammen machen die gastgewerblichen Lehrberufe mit 5.877 Lehrlingen 13,5% der weiblichen Lehrlinge aus.
Bei den Burschen hält der Koch mit 3.287 Lehrlingen und 3,9% der männlichen Lehrlinge den siebten Platz in der Beliebtheitskala. Ganz oben stehen Metalltechnik mit 11.923 Lehrlingen (14,1%), Elektrotechnik (8.921 / 10,6%, Kraftfahrzeugtechnik (7.878 / 9,3%), Installations- und Gebäudetechnik (5.029 / 6,0%), Einzelhandel (4.853 / 5,8%), Tischlerei (3.769 / 4,5%).
Goldenes Reindl 2012: Kochwettbewerb sucht nach kreativen Rezepten mit Fischen und Krebsen
24-01-2012
Die Ausschreibung zum 24. Goldenen Reindl hat begonnen: Im Mittelpunkt des diesjährigen Rezeptwettbewerbs stehen Forelle, Saibling, Lachsforelle, Alpenlachs und Flusskrebse. Unter dem Motto „Im Trend der Zeit – Aus heimischen Gewässern“ werden kreative Rezepte von Profi-Köchen gesucht. Bereits zum vierten Mal engagiert sich die Biermarke Zipfer gemeinsam mit dem Verband der Köche Österreichs und der Wirtschaftskammer Wien für die heimische Kochkunst.
Teilnahmeberechtigung
Zum Wettbewerb eingeladen sind alle Schüler von Gastronomie- und Hotelfachschulen, Koch- bzw. Koch/Kellnerlehrlinge, Jungköche, ausgelernte Köche sowie Küchenchefs von Hotels und Restaurants. Kreiert werden soll eine warme Hauptspeise unter Verwendung von heimischen Fischen und/oder Krebsen. Als passende Beilage sollen eine Sättigungs- und zwei harmonisierende Gemüsebeilagen ausgewählt werden. Wichtig: Zu den Gerichten soll die Biermarke Zipfer harmonieren. Für welche Sortenempfehlung sich die Teilnehmer entscheiden, hängt ganz vom Rezept und ihrem persönlichen Geschmackssinn ab. Einsendeschluss ist der 23. März, ausführliche Informationen zum Wettbewerb, die genauen Ausschreibungsunterlagen und Vorlagen für die Einreichung des Rezepts gibt es auf www.brauunion.at, www.zipfer.at, www.vko-wien.at. Auf Fragen zum Ablauf oder zur Einsendung freut sich Michaela Pober unter der Telefonnummer 01/70140/4290.
In zwei Durchgängen zum Goldenen Reindl
Die Bewertung der schriftlich eingereichten Rezeptideen erfolgt in einem ersten Durchgang nach den Kriterien Präsentation, fachliche Zusammensetzung, Themenbezug, Kreativität, Verkaufsattraktivität sowie Besonderheit. Die Gewinner aus der ersten Runde treten in Wien am 7. Mai 2012 zum Finalkochen vor einer hochkarätigen Jury - darunter Werner Matt (Koch des Jahres), Manfred Buchinger (erster Bundessieger „Genusswirt“ des Jahres) und TV-Koch Andreas Wojta- gegeneinander an. Den Siegern winkt als Hauptpreis das „Goldene Reindl“ sowie als Sonderpreis die Gelegenheit, Einblicke in die Küchen von Koch des Jahrzehnts Helmut Österreicher und Haubenkoch Heinz Reitbauer jun. zu erhalten.
Wilhelmshof mit der pinken Palme ausgezeichnet
23-01-2012
Am vergangenen Wochenende wurden in Baden-Baden die L`TUR Awards vergeben. Insgesamt neun Hotels wurde die pinke Palme von Europas Schwergewicht für Last Minute-Reisen verliehen. Das Wiener 4-Sterne-Kunsthotel „Der Wilhelmshof“ wurde als das „beliebteste Stadthotel international“ ausgezeichnet.
„Dieser Preis bereitet mir große Freude – er gebührt dem gesamten Team für dessen Leidenschaft“, freut sich Roman Mayrhofer, Geschäftsführer und Eigentümer des Wilhelmshofs. Mayrhofer sieht den L´TUR Award als Betätigung für den konsequenten Weg, den er mit seinem 105-Zimmer-Hotel geht. Der Wilhelmshof verfügt über ein einzigartiges, kunstvoll inspirierendes Ambiente, setzt stark auf Nachhaltigkeit und bietet eine sehr persönliche Wohlfühl-Atmosphäre.
Der Wilhelmshof als innovatives Gesamtkunstwerk
Der Wilhelmshof beschreibt eine neue Art von Hotelkategorisierung. „Ein ART-Hotel eben“, lacht Roman Mayrhofer, Geschäftsführer und Eigentümer. „Wir verstehen unser Hotel als Gesamtkunstwerk aus Kreativität, Wiener Charme, hoher Qualität und einer ganz persönlichen Atmosphäre.“ Der Hotelier hat sich 1997 zusammen mit seinem Bruder, Mag. Christian Mayrhofer, an dieses innovatives Gesamtkonzept gewagt und aus einem traditionellen Wiener Hotel ein einzigartiges und inspirierendes Kunsthotel geschaffen. Gemeinsam mit dem österreichischen Künstler Ty Waltinger wurde das gesamte Hotel neu gestaltet. Von individuell bemalten Lampenschirmen, exklusiven Raumbildern in den Zimmern bis zum Projekt „5 steps to heaven“, in dem der Künstler die fünf Halbstöcke des Hotels kreativ in Szene setzte. An nahezu jeder Ecke wird die Liebe zu kreativen Details sichtbar. Soeben neu fertiggestellt wurden drei einzigartige Suiten namens Silver Moon, Golden Sunrise und Deep Purple.
Nachhaltigkeit
Neben Kunst setzt Roman Mayrhofer beim Wilhelmshof auf eine zweite Säule: die Nachhaltigkeit. „Unser gesamtes Tun ist stets darauf ausgerichtet, nachhaltig zu wirken: bei Mitarbeitern, Gästen, Partnern und der Umwelt“, beschreibt Mayrhofer seine Ambitionen bezüglich sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit. Deshalb besitzt der Wilhelmshof mit 156m2 die größte Solaranlage der Wiener Hotelerie und Energiesparen sowie Müllvermeiden und richtiges Trennen zählen zu wichtigen Werten im Hotelbetrieb. Ebenso im Focus stehen soziale Faktoren. Mayrhofer ist stolz auf die geringe Fluktuation seines Personals und die sehr guten persönlichen Beziehungen zwischen Hotelangestellten, Gästen und Lieferanten. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unseren Gästen Einzigartiges zu bieten. Das fängt beim kreativen Ambiente an und hört beim Lächeln der Rezeptionistin auf.“ Darüber hinaus ist sich der dynamische Hotelier auch seiner sozialen Verantwortung gegenüber Benachteiligten bewusst und hat auch das Spenden für wohltätige Zwecke in die Philosophie seines Managementstiles einfließen lassen. „Jedes erfolgreiche Unternehmen sollte auch an jene denken, denen es nicht so gut geht“, begründet Mayrhofer sein Engagement.
Tourismus in Wien: eine Stadt in Rekordlaune
23-01-2012
Auf das beste Jahr aller Zeiten kann die Wiener Tourismuswirtschaft zurückblicken. Bei der Pressekonferenz des WienTourismus am 23. Jänner zur Bilanz 2011 berichteten Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner und Tourismusdirektor Norbert Kettner über ein Rekord-Nächtigungsergebnis von 11,4 Millionen Gästenächtigungen - um 5 Prozent mehr als 2010 - und kündigten auch schon einen Rekord beim Netto-Nächtigungsumsatz der Beherbergungsbetriebe an. Dieser ist derzeit erst für den Zeitraum Jänner bis November 2011 ausgewertet und liegt in dieser Periode mit 446,7 Millionen EURO um 9,2 Prozent über dem Vergleichswert. Durch einen Dezember-Rekord bei den Nächtigungen ist aber sichergestellt, dass sich im Gesamtjahr auch der Umsatz-Rekord ausgeht.
"Nachdem Wien im vergangenen Jahr beinahe in jedem Monat einen Nächtigungsrekord vermelden konnte, kommt der Jahresrekord nun nicht mehr überraschend", bemerkte Brauner zu Wiens touristischer Jahresbilanz, fügte aber gleich an: "Trotzdem können wir heute mit einer Überraschung aufwarten, denn erst jetzt, wo die Rekord-Nächtigungszahlen vom Dezember 2011 vorliegen, lässt sich mit Gewissheit sagen: Es werden im Gesamtjahr auch die Netto-Nächtigungsumsätze der Wiener Hotellerie Rekordhöhe haben und den bisherigen Bestwert aus dem Fußball-EM-Jahr 2008 übertreffen.
Wiens Jahresergebnis 2011 von 11,4 Millionen Nächtigungen liegt um 5 Prozent über jenem von 2010 und hat die Erweiterung des im Tourismuskonzept 2015 angestrebten Ziels von ursprünglich '100 und 1' - gemeint waren 100 Millionen mehr Nächtigungsumsatz und 1 Million mehr Nächtigungen als 2008 - auf '100 und 1 und jetzt noch mehr' aufs Beste gerechtfertigt. Auch der Nächtigungsumsatz der Hotellerie ist mit einem Zuwachs um 9,2 Prozent in der Periode Jänner bis November weit über dem Plansoll des Konzepts. Der gesamten Wiener Tourismuswirtschaft ist jedenfalls herzlich zu ihren Leistungen im vergangen Jahr zu gratulieren. Wir wissen alle, dass heuer die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwieriger sind, doch es gibt allen Anlass, sich davon nicht entmutigen zu lassen: Mit dem professionellen Know How seiner Tourismusbranche und mit Gustav Klimt als Publikumsmagneten hat die Destination Wien hervorragende Voraussetzungen im städte-touristischen Wettbewerb und wird - davon bin ich überzeugt - das Bestmögliche aus 2012 herausholen."
8 Monate mit mehr als 1 Million Gästenächtigungen - doppelt so viele wie bisher
Auf Einzelheiten der Nächtigungsentwicklung 2011 ging Tourismusdirektor Kettner folgendermaßen ein: "Wien hatte im Vorjahr acht Monate mit mehr als 1 Million Nächtigungen. Zu den schon traditionellen - Mai, Juli, August und September - sind voriges Jahr vier neu dazugekommen: April, Juni, Oktober und Dezember. Im Gesamtjahresergebnis muss man schon genau suchen, um unter den 52 statistisch erfassten Märkten welche mit einem Nächtigungsminus zu finden - es sind gerade einmal sechs. Unter den 20 nächtigungsstärksten ist es überhaupt nur einer, während zehn von ihnen zweistellige Zuwachsraten haben. Der Ausreißer ist Österreich, das um 7 Prozent zurückgefallen ist. Wir gehen davon aus, dass das der Peis für die überproportionale Steigerung von 14 Prozent im Jahr 2010 war, und es unsere Landsleute 2011 stärker in ausländische Städte gezogen hat. Dass im Gesamtergebnis trotzdem der Rekord von 2010 so deutlich übertroffen wurde, bestätigt aber wieder einmal unsere Strategie der Diversifizierung auf viele und der ständigen Expansion auf neue Märkte. Allein die Zuwächse aus den anderen Hauptmärkten - allen voran Russland mit einem Plus von 36 Prozent - macht den inländischen Rückgang bereits mehr als doppelt wett. Hervorzuheben sind auch die Beiträge ehemaliger 'Hoffnungsmärkte', die mittlerweile schon zu den etablierten gehören: die arabischen Länder in Asien mit plus 23 Prozent, China mit plus 32 Prozent und Zentral- und Südamerika mit plus 41 Prozent. Bei Letztgenanntem ist übrigens seit 2011 erstmals die isolierte Betrachtung von Brasilien möglich. Wie erwartet, ist nun belegt, dass von dort die meisten zentral- und südamerikanischen Nächtigungen kommen: 2011 waren es über 80.000, das sind 38 Prozent des Aufkommens aus diesen Ländern. Die Zuwachsraten können wir heuer erstmals verfolgen, und sind schon sehr gespannt darauf."
Alle Hotelkategorien profitierten 2011, Auslastung sank trotz starkem Bettenzuwachs nur leicht
Bei Wiens Hauptmärkten hatten 2011 die Nächtigungen aus Russland (522.000) mit + 36 Prozent den stärksten Zuwachs, gefolgt von Spanien (388.000 Nächtigungen) mit + 17 Prozent und der Schweiz (346.000), die um 12 Prozent zulegte. Aus Frankreich erhöhten sich die Nächtigungen (345.000) um 8 Prozent, aus Italien (657.000) um 5 Prozent, aus Großbritannien (393.000) um 5 Prozent, aus Japan (277.000) um 4 Prozent und aus Deutschland (2.381.000) um 3 Prozent. Die USA hielten ihr Ergebnis von 2010 (561.000), nur Österreich (2.096.000) blieb mit - 7 Prozent darunter.
Vom positiven Jahresergebnis 2011 profitierten alle Kategorien der Wiener Beherbergungsbetriebe. Wiens Beherbergungskapazität erhöhte sich von Dezember 2010 auf Dezember 2011 mit 4.300 Betten beträchtlich (+ 9 Prozent), dabei verringerte sich die durchschnittliche Bettenauslastung vergleichsweise nur geringfügig.
Sie sank von 56,8 Prozent 2010 auf 56,5 Prozent 2011, das entspricht einer Zimmerauslastung von rund 71 Prozent, die sich damit gegenüber 2010 nicht veränderte. Die Wiener Hotellerie erwirtschaftete im Zeitraum Jänner bis November 2011 insgesamt 446,7 Millionen EURO an Netto-Nächtigungsumsatz, das sind um 9,2 Prozent mehr als in der Vergleichsperiode 2010. Aufgrund des Nächtigungszuwachses um 8,5 Prozent im Dezember ist ein Umsatz-Rekord abzusehen, wie stark er den 2008 erzielten übertreffen wird, lässt sich erst im Februar feststellen, wenn die Umsatzzahlen des letzten Jahresmonats 2011 vorliegen werden.
Hans Schenner: "Des is leiwand!"
"Da kann ich nur sagen: Des is leiwand!", kommentiert der Obmann der Bundessparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Hans Schenner, das heute von Wien Tourismus verkündete Nächtigungs- und Umsatzergebnis 2011 und gratuliert Wien-Tourismus Chef Norbert Kettner und seinem Team.
Wien hat die Krise, was die Nächtigungszahlen betrifft, einigermaßen überwunden. Bei den Preisen gibt es aber immer noch Aufholbedarf. Bedenklich ist, dass die rot-grüne Stadtregierung nun bei den Gebühren der Wiener Gastronomie und Hotellerie die Daumenschrauben anzieht. "Das tut den Betrieben weh und ist kein Dankeschön für die touristische Infrastruktur in Wien. Hier kann ich mich nur voll und ganz der Kritik des Obmanns der WK-Tourismussparte in Wien, Sepp Bitzinger, anschließen", so Schenner.
Mitterlehner: Neuer Besucher-Rekord für Schloß Schönbrunn
20-01-2012
„2011 war das bislang besucherstärkste Jahr für Schloß Schönbrunn“, zieht Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner als Eigentümervertreter in der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. (SKB) eine positive Bilanz: 2,7 Millionen Eintritte in das Schloss und die Angebote im Areal konnten verbucht werden. Das entspricht einem Plus von drei Prozent gegenüber dem Jahr 2010. Rein nach Köpfen gezählt – also ohne Berücksichtigung von Mehrfacheintritten der Besucher – lag die Steigerung bei zwei Prozent. "Die Schönbrunn-Zahlen untermauern, dass wir mit dem in der Tourismusstrategie verankerten Schwerpunkt "Städte und Kultur" den Trend bei Reisemotiven gut getroffen haben. Unser historisches und kulturelles Erbe zählt zu den wertvollsten Schätzen Österreichs. Durch laufende und neue Investitionen bauen wir die entsprechenden Angebote weiter aus" so Mitterlehner. Kaiserappartements, Sisi Museum und Silberkammer in der Wiener Hofburg verzeichneten im Jahr 2011 weitere 627.000 Gäste. In diesen ebenfalls von der SKB betriebenen Kulturattraktionen konnte der Besucherrekord von 2010 – in diesem Jahr wurden Besucherzuwächse von beträchtlichen zehn Prozent erzielt – nicht nochmals übertroffen werden. Die Zahlen gingen nun um drei Prozent zurück.
Der Gesamtumsatz der SKB lag im Vorjahr nach ersten Berechnungen bei 35,7 Millionen Euro. Davon stammen rund 23 Millionen Euro aus Eintrittseinnahmen, weitere rund 8 Millionen Euro aus Shopeinnahmen. Insgesamt sind die Erlöse um 6 Prozent höher als im Vorjahr. Somit war 2011 auch das wirtschaftlich bis dato erfolgreichste Jahr für die Schönbrunner Schlossgesellschaft.
In den 20 Jahren seit der Ausgliederung von Schloß Schönbrunn aus der staatlichen Verwaltung im Jahr 1992 werden sämtliche Investitionen zur Erhaltung und Attraktivierung der anvertrauten Kulturdenkmäler aus eigener Kraft geschafft. Schönbrunn ist zu einem sich selbst erhaltenden Kulturgut und zu einem einnahmenseitigen Faktor im Staatsbudget geworden. Über 27 Millionen Euro an Steuern sowie Zahlungen für Fruchtgenuss und Pacht wurden bislang an den Bund abgeführt.
Auch 2011 wurden wieder hohe Bauaufwendungen getätigt. Rund 9,5 Millionen Euro flossen in Restaurier- und Erhaltungsarbeiten sowie in das Schaffen neuer Angebote und Besucherservices. Im Zentrum stand dabei die historisch-authentische Restaurierung der Großen Galerie, des größten Prunkraums im Schloss. Dieses Mammut-Projekt wird im Frühjahr 2012 abgeschlossen werden. Weiters wurde mit den Bauarbeiten für ein neues Besucherzentrum begonnen. Dieses Vorhaben, das ein besseres Management der zu empfangenden Besuchermengen ermöglicht, bildet den Schwerpunkt des Investitionsprogramms für 2012 und wird voraussichtlich ab Herbst in Betrieb genommen werden.
„Nur durch den laufenden Ausbau der Angebote ist es möglich, heute mehr als doppelt so viele Besucher zu empfangen wie bei unserem Start vor beinahe 20 Jahren“, so Schönbrunn-Geschäftsführer Franz Sattlecker.
Weitere zentrale Projekte für 2012 sind die Sanierung des Palmenhauses bei laufendem Betrieb sowie die Restaurierung des Millionenzimmers im Schloss.
ÖHV-Kongress: Steuerhöhungen da, Steuersenkungen dort
20-01-2012
Der berechtigten Sorge der Hoteliers, dass mehr Steuern die Krise noch verstärken, begegnet Tourismusminister Mitterlehner beim ÖHV-Hotelierkongress mit einer Schwerpunktsetzung auf Innovationen, Investitionen und Internationalisierung. Vertreter internationaler Hotelunternehmen verwiesen auf die gestiegene Wettbewerbsfähigkeit des wichtigsten Mitbewerbers Deutschland durch die Senkung der Mehrwertsteuer.
Im bis auf den letzten Platz besetzten Congress Schladming verwies Tourismusminister Dr. Reinhold Mitterlehner am Mittwoch zu Beginn seiner Rede auf zwei zentrale Aspekte der Krise: die Wachstumsschwäche in Europa und die zunehmende Verschuldung: "Die Reorganisationsphase wird daher noch einige Zeit in Anspruch nehmen."
Die notwendigen Sanierungsmaßnahmen müssten alle gemeinsam schultern, die ausgabenseitige Sanierung des Staatshaushalts habe höchste Priorität. Der Tourismus leiste mit der im Vorjahr etablierten neuen Förderpyramide einen vorbildlichen Beitrag, diese ermögliche mehr Effizienz bei gleichzeitiger Ausweitung des Investitionsvolumens. Gleichzeitig setzt Mitterlehner eine "Triple-I"-Offensive entgegen:
"Wir stärken damit Innovationen, Investitionen und Internationalisierung und heben so die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Hotellerie."
Weniger Steuern: mehr Mitarbeiter, mehr Auslastung, mehr Umsatz
Daran anschließend bot eine Diskussion mit Vertretern internationaler Hotelbetriebe, die der Krise mit antizyklischen Maßnahmen begegnen, einen Blick über den Tellerrand. Stehen den Mehrbelastungen in Österreich - Ortstaxen, Flugabgaben, Streichung der Energieabgabenvergütungen - doch enorme Erleichterungen wie die Reduktion der Mehrwertsteuer in Deutschland oder deren voraussichtlich komplette Streichung in der Schweiz gegenüber.
Manfred Mayer ist Alleinvorstand der österreichischen Arcotel Hotel AG mit Standorten in Berlin, Hamburg, Stuttgart, Zagreb, Wien, Linz und Klagenfurt und eröffnet im April sein zehntes Haus, um "weiter erfolgreich ein Stück Österreich ins Ausland" zu bringen. Das Familienunternehmen konnte so in den vergangenen Jahren Größe und Umsatz verdoppeln: "Bis auf Zagreb - und das ist auf die wirtschaftliche Lage vor Ort zurückzuführen - laufen alle Betriebe sehr gut. Noch besser laufen sie in Deutschland, weil wir dort eine andere Steuerpolitik vorfinden als in Österreich." Mayer sieht im direkten Vergleich der Betriebe in Deutschland und Österreich die Vorteile der Mehrwertsteuersenkung und der niedrigeren Lohnnebenkosten: "Wir beschäftigen mehr Mitarbeiter, führen mehr Qualitäts-Checks und Mitarbeiterschulungen durch und gaben Firmenkunden einen Teil der Preisreduktion weiter. Außerdem sind mit der Qualität auch Auslastung und Umsatz gestiegen", erklärte Mayer.
"Gewaltiger Ruck für die gesamte Branche"
Dieter Müller, Hotelier des Jahres 2009 in Deutschland, ist Vorstandsvorsitzender der Motel One Group, die zurzeit 38 Häuser betreibt - und 15 neue Häuser in Bau hat: "Jeder, der die Branche beobachtet, hat den gewaltigen Ruck bemerkt, der mit der Mehrwertsteuersenkung in Deutschland durch die ganze Branche geht. Es wurde kräftig investiert, die Wettbewerbsfähigkeit ist gestiegen und es hat ein Beschäftigungswunder eingesetzt." Während die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland vor wenigen Jahren noch bei 5 Mio.
gelegen sei, wäre jetzt de facto Vollbeschäftigung zu vermelden. "Die Hotellerie hat daran einen wesentlichen Anteil: Wir würden noch weit mehr Leute anstellen, aber wir finden keine mehr." Auch volkswirtschaftlich, so Müller, müsste sich die Senkung ausgezahlt haben.
Stadt Salzburg: Bestes Tourismusergebnis aller Zeiten
19-01-2012
Das Jahr 2011 brachte für die Stadt Salzburg das beste touristische Ergebnis aller Zeiten. Mit mehr als 2.293.208 Nächtigungen wurde ein Plus von 2,7 Prozent zum Rekordjahr 2006 erzielt. Besonders hohe Zuwächse gab es aus den Ländern Taiwan, Südkorea, China, Russland und Brasilien - eine Bestätigung dafür, dass Salzburgs Marketingstrategie aufgeht.
Mit 1.272.880 Ankünften und 2.293.208 Nächtigungen wurden 2011 die besten Ergebnisse aller Zeiten erzielt. "Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich bei den Nächtigungen ein Plus von 4,6 Prozent und auch das Mozartjahr 2006 konnte um 2,7 Prozent überflügelt werden", bestätigt MMag. Bert Brugger, Geschäftsführer der Tourismus Salzburg GmbH (TSG). "Rekordergebnisse brachten die Monate Jänner, Juni, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember. Das Konzept zur Saisonentzerrung greift nach wie vor, ebenso die Strategie, die neuen Märkte in Asien und Südamerika verstärkt zu bewerben." Bei den Nächtigungen belegen nach Österreich (628.229) und Deutschland (461.555) die Herkunftsmärkte USA (168.116), Italien (134.108), Großbritannien (84.832), Schweiz (71.452) und Spanien (54.511) die Top-Plätze.
Gäste aus Übersee sind stark im Kommen
Die Zahlen aus Österreich sind mit einem kleinen Minus von 2,1 Prozent relativ stabil geblieben, leichte Zuwächse gab es aus Deutschland (+4,3 %). "Grundsätzlich gilt für Salzburg der allgemein gültige Trend im Städtetourismus: Die Nahmärkte behaupten sich auf einem gleichbleibend hohen Niveau, während es starke Zuwächse aus Übersee gibt", erläutert Bert Brugger. "Wir haben das rasante Wachstum in den zentral- und osteuropäischen Ländern positiv zu spüren bekommen mit Zuwächsen von 40,5 Prozent aus der Tschechischen Republik und 28,6 Prozent aus Ungarn, aber auch die große Dynamik im arabischen Raum sowie in den BRIC-Staaten Brasilien, Russland (+ 28 %), Indien (+ 55 %), China (+ 80 %) sowie Südkorea (+ 83 %) und Taiwan (+ 135 %)."
Holiday Check Award für Boutiquehotel Stadthalle: Null-Energie-Bilanz-Hotel gewinnt weltweite Auszeichnung
13-01-2012
Mit dem HolidayCheck Award werden jährlich die 99 beliebtesten Hotels weltweit ausgezeichnet. Insgesamt 530.000 Urlauber haben gewählt und die besten Hotels in sechs Kategorien ausgezeichnet. In der Kategorie Städtereisen wurde das Boutiquehotel Stadthalle die Nummer 5 weltweit und damit auch die klare Nummer 1 bei Wien-Reisen. Das Null-Energie-Bilanz-Hotel von Michaela Reitterer ist somit auch das beliebteste Stadthotel in Österreich. Die Holidaycheck User empfehlen das Boutiquehotel Stadthalle zu einem Wert von 99,6% für einen Wien-Besuch.
„Ich freue mich riesig über diese Auszeichnung meines Hauses, sie gebührt meinem ganzen Team“, freut sich Michaela Reitterer, Eigentümerin und Geschäftsführerin des Boutiquehotels Stadthalle. Sie verweist auf die große Bedeutung dieser Auszeichnung, zumal ihr die Urlaubsbewertungen von 530.000 Gästen zugrunde liegen. Das Konzept des Boutiquehotels Stadthalle findet durch diese Bewertung eine eindrucksvolle Bestätigung.
Das Erfolgsmodell der Michaela Reitterer baut auf zwei Säulen: ihre Mitarbeiter und ein schlüssiges Gesamtkonzept. „Der Erfolg meines Hotels liegt in den Händen meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Nur durch ihre Leidenschaft und ihr Engagement hat unser Haus jenen Charme, für den es mittlerweile weit über die Grenzen Österreichs hinaus berühmt ist“, so die Eigentümerin und Geschäftsführerin.
In das mediale Rampenlicht gelangte das Boutiquehotel Stadthalle aber auch durch sein einzigartiges Gesamtkonzept. Denn Michaela Reitterer betreibt mit ihrem 80-Zimmer-Hotel Klima- und Umweltschutz bis zur letzten Konsequenz. Sie erzeugt selbst Energie mit einer thermischen Solaranlage, einer Photovoltaikanlage und einer Wärmepumpe, stellt ihren Gästen E-Scooter zur Verfügung, serviert am Buffet nur biologisches oder regionales Frühstück, kooperiert mit einem Taxiunternehmen, das ausschließlich Hybridautos benutzt und gibt jenen einen grünen Bonus, die mit dem Rad oder mit dem Zug anreisen. Das alles und noch viele andere Details mehr haben das Boutiquehotel Stadthalle zu einem vielbeachteten Musterbetrieb vorbildlicher Nachhaltigkeit gemacht.
Tourismus-Umweltzeichen
13-01-2012
Von der gemütlichen Familienpension über das sportive Alpenhotel bis zum schicken Stadtrestaurant reicht die Palette der Gastronomiebetriebe, die das Österreichische Umweltzeichen tragen. Sie verbinden Gastlichkeit und Erholung mit anerkannt ökologischer Betriebsführung. Rund 230 dieser Gastronomie- und Beherbergungsunternehmen sind im neuen Umweltzeichen-Katalog enthalten, den das Umweltministerium herausgebracht hat.
Alle Betriebe, die im Katalog angeführt sind, entsprechen nachgewiesenermaßen den geforderten Umweltkriterien. Sie achten auf gesunde Ernährung, auf die Verwendung biologischer Lebensmittel, auf Abfallvermeidung und auf den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser und Energie. Die Einhaltung der geforderten Öko-Standards wird von unabhängigen Prüfern kontrolliert.
Das von Friedensreich Hundertwasser entworfene Umweltzeichen tragen rund 200 Hotels, Pensionen und Restaurants. Dazu kommen 16 Cateringfirmen bzw. Betriebsküchen, neun Campingplätze, vier alpine Schutzhütten und vier Reiseveranstalter. Zusammengezählt verfügen die Umweltzeichen-Betriebe über rund 24.000 Betten und 8.100 gastronomische Gästeplätze.
Die meisten der touristischen Umweltzeichen-Betriebe sind in Wien angesiedelt (85). Es folgen Salzburg (37), die Steiermark (28), Niederösterreich (26), Kärnten (17), Oberösterreich (16), Vorarlberg (12), Tirol (7) und das Burgenland (6).
Der neue Umweltzeichen-Tourismuskatalog trägt den Titel "Ausgezeichnet Reisen und Genießen". Er steht auf www.lebensministerium.at/publikationen zum download zur Verfügung.
Herausforderungen für Wiens Tourismus
13-01-2012
Beim gestrigen Neujahrsempfang der Sparte Tourismus und Freizweitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien reflektierte der oberste Vertreter der Wiener Tourismus- und Freizeitwirtschaft, KommR Ing. Josef Bitzinger im Kreis hochrangiger Branchenvertreter über das vergangene Jahr 2011 und über die Herausforderungen im kommenden Jahr 2012. Unter den Gästen befanden sich unter anderem KommR Brigitte Jank (Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien), Norbert Kettner (Direktor WienTourismus), Mag. Dr. Petra Stolba (Geschäftsführerin Österreich Werbung) und viele mehr.
Herausforderungen für das Jahr 2012
Nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2011 gibt es im Jahr 2012 einige Hürden zu meistern. Ein spezielles Sorgenkind der Branche ist die Ausbildung und hier besonders die Lehre. "Einerseits freut es uns besonders, dass wir mit 1.734 Lehrlingen in Wien (Stichtag 11.01.2012) ein Plus von 1,82 % erreichen konnten. Andererseits muss das hohe Niveau unserer Ausbildung beibehalten und laufend an die Bedürfnisse des Marktes angepasst werden. Die Absolvierung einer Lehre muss für junge Leute noch attraktiver werden", so Spartenobmann Bitzinger. Weiterer essentieller Punkt: Die schulische Ausbildung muss wirtschaftsnah erfolgen. Positive Beispiele dafür gibt es genug, wie etwa die Ausbildung in der Gastgewerbefachschule am Judenplatz oder in den Tourismusschulen MODUL. Diese gewährleisten jungen Menschen beste Jobaussichten.
Sorgenkind Zimmerpreise
Nachholbedarf hat Wien im Jahr 2012 bei den Zimmerpreisen in der Hotellerie. Trotz einem Umsatzplus von 8,5 % (von Jänner bis Ende Oktober 2011) auf 406,1 Mio. Euro sind die Zimmerpreise im internationalen Vergleich immer noch deutlich zu niedrig. Als weitere Verschärfung am Markt wird sich auch die kontinuierlich steigende Anzahl an Hotelbetten auswirken. Ende 2012 wird es 60.000 Hotelbetten in Wien geben. "Die Lage ist kritisch, aber ich bin der Meinung, dass hohe Qualität auch mit angemessen Preisen honoriert werden sollte, damit auch Klein- und Mittelbetriebe langfristig überleben können", so Obmann Bitzinger.
Optimierung der Tourismusbedingungen in vielen Belangen
Gebührenerhöhungen wie die U-Bahnsteuer, die Erhöhung der Ortstaxe, die Erhöhung der Parkgebühren und viele weitere Tarifsteigerungen bei Abfall, Wasser, Abwasser, Kanal, Fernwärme und Gas bereiten vielen UnternehmerInnen große Sorgen für das kommende Jahr. Die Gebrauchsabgabe zur Benutzung des öffentlichen Raums soll ebenfalls neu geregelt werden. Dies betrifft im Falle der Wiener Gastronomie die Schanigärten. Die Stadt will hier regional unterschiedliche Abgaben einführen und diese angeblich empfindlich erhöhen. "Gerade in diesen Bereichen wünschen wir uns eine Optimierung der Kommunikation mit der Stadt und Rücksichtnahme auf die wirtschaftliche Situation der Betriebe. Außerdem ist eine Vereinfachung und Beschleunigung von Betriebsanlagenverfahren dringend notwendig. Fleißige Unternehmer dürfen nicht mit überbordender Bürokratie belastet werden, die Zeiten sind schon schwierig genug", so Bitzinger.
Ausbau der Verkehrsverbindungen entscheidender Punkt
Auch der weitere Ausbau internationaler Verbindungen, Stichwort "Dritte Piste" und "Inbetriebnahme des Skylinks" sind Grundvoraussetzungen, die von der Stadt unbedingt geschaffen werden müssen. Der Flughafen Wien ist nicht nur für den Tourismus, sondern generell für den Wirtschaftsstandort Wien von größter Wichtigkeit.
Leider wurde mit der Einführung der Flugabgabe eindeutig ein Schritt in die falsche Richtung gesetzt. Es geht auch darum, den Homecarrier AUA zu stärken, der eine entscheidende Rolle für die (Tourismus-)Wirtschaft spielt. "Aktuell reisen die Hälfte aller Gäste mit dem Flugzeug nach Wien. Die Gründe sind einfach: Es ist zumeist die kostengünstigste und zeitsparendste Variante anzureisen. Warum keine Maßnahmen gesetzt werden, um auch den Bahnverkehr zu attraktivieren, ist mir unverständlich", so Bitzinger.
Erfolgsjahr 2011
Der Rückblick auf das Jahr 2011 ist ein besonders erfreulicher. Wien wurde zum dritten Mal in Folge zur Stadt mit der höchsten Lebensqualität der Welt erklärt, ist Kongressstadt Nr. 1 und brach besuchertechnisch alle Rekorde. Allein im Zeitraum Jänner bis November 2011 gab es 10,4 Mio. Nächtigungen, das ist ein Zuwachs von 4,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
"Wir warten mit großer Spannung auf das Gesamtergebnis 2011. Das ursprüngliche, touristische Ziel, welches man sich 2010 für die kommenden fünf Jahre gesteckt hatte, war die 11 Mio. Nächtigungsmarke zu knacken. Wie es aussieht, haben wir dies bereits im Jahr 2011 erreicht. Ein fantastisches Ergebnis, zu dem die Unternehmer der Wiener Tourismus- und Freizeitwirtschaft mit ihrer ausgezeichneten Arbeit einen großen Beitrag geleistet haben", freut sich Bitzinger.
Die aktuelle Stimmungslage in der österreichischen Tourismuswirtschaft
11-01-2012
In einer aktuellen von der Wirtschaftskammer Österreich in Auftrag gegebenen Studie hat das Team des Marktforschungsinstituts Market Institut um Dr. David Pfarrhofer die Stimmungslage in den österreichischen Tourismusbetrieben ausgelotet. Neben einem Rückblick auf den Sommer 2011 erfolgte vor allem ein Ausblick auf die aktuelle Wintersaison. Auf die aktuelle Wirtschaftslage und die Auswirkungen einer etwaigen Wirtschaftskrise wurde ebenfalls mit einigen Fragen eingegangen; darüber hinaus wurde die Wahrnehmung der politischen Arbeit beleuchtet und branchenspezifische Fragestellungen (z.B. gewünschte Werbeschwerpunkte) wurden integriert.
In dem Zeitraum vom 20. Dezember 2011 bis 4. Jänner 2012 wurden 1.053 Mitglieder der Sparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft via Online-Fragebogen befragt.
Dich wichtigsten Kernergebnisse kurz zusammengefasst:
1. Sommer 2011 – Rückblick zeigt hohe Zufriedenheit
- Der Sommer 2011 ist aus der Sicht der Mitgliedsbetriebe der WKO Sparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft gut gelaufen: 21 Prozent der Betriebe sind rückblickend mit dem Sommer 2011 sehr zufrieden – der höchste Wert in der mittlerweile 5 Jahre zurückreichenden Zeitreihe. Zieht man auch die Kategorie „zufrieden“ dazu, so äußern sich 7 von 10 Betrieben als zufrieden und die Gruppe der Unzufriedenen ist mit etwa einem Viertel auf dem bis dato niedrigsten Niveau. Besonders zufrieden sind die Betriebe mit junger Führung, die Betriebe mit zumindest 20 MitarbeiterInnen sowie die Betriebe in den städtischen Strukturen!
- Die gesetzten Ziele konnten vielfach erreicht werden, der Umsatz ist gestiegen – einzig beim Ertrag tut sich wenig…
2. Winter 2012 – Optimismus prägt die Stimmungslage
- Zwei Drittel der Betriebe sehen der Wintersaison 2011/2012 mit Optimismus entgegen – damit bleiben die Betriebe auf dem optimistischen Niveau des Vorjahres. Die Begründung für die gute Stimmungslage ist vor allem auf den guten Saisonstart (deutlich besseres Urteil als in den vergangenen beiden Jahren) und die gute Buchungslage (ebenfalls deutlich über den beiden letzten Jahren) zurückzuführen. Vorsichtig ist man bei den Investitionen – die Betriebe planen aktuell weniger Investitionen als im Vorjahr!
- Auch bei der Mitarbeiteranzahl zeigt man sich noch etwas zurückhaltender, immerhin ein Fünftel der Betriebe plant mit einem geringeren Personalstand als in der Vorsaison, nur ein knappes Zehntel hingegen beschäftigt mehr MitarbeiterInnen.
3. Wirtschaftskrise – deutlich weniger spürbar
- Etwa die Hälfte der Betriebe spürt aktuell keine Auswirkungen der Wirtschaftskrise – damit reagieren die Touristiker des Landes nun deutlich entspannter auf die Diskussion um die Wirtschaftskrise als noch vor einem Jahr.
- Am ehesten spürt man die Wirtschaftskrise noch in verkürzten Urlauben und vermehrtem Sparverhalten – aber auch in den Detailabfragen werden deutlich weniger Sorgen kundgetan.
4. Tourismuswerbung – Österreich und die wichtigsten Herkunftsmärkte als wichtige Zielgebiete
- Überzeugt sind die Unternehmen aus dem Bereich Tourismus und Freizeitwirtschaft von der Sinnhaftigkeit von Tourismus-Werbung in Österreich – 81 Prozent sprechen sich dafür aus, dass auch im Heimmarkt für Urlaub in Österreich geworben wird.
- International setzen die Unternehmen die Schwerpunkte auf die wichtigsten Herkunftsmärkte Deutschland und Niederlande, Zukunftsmärkte (wie USA, Russland, China) sollen mit einem etwas geringeren Budget mitbetreut werden.
ÖHV-Destinationsstudie: Topziele Zillertal, Burgenland und Wien
10-01-2012
Die ÖHV-Destinationsstudie 2012 bietet Tourismusmanagern und -politikern noch mehr Daten und Fakten. Sie enthält erstmals einen neuen Fünf-Jahres-Vergleich, zeigt die positiven Effekte der zunehmenden Internationalisierung auf und wie das Tourismusmarketing der Zukunft aussieht. „Je länger der Betrachtungszeitraum, umso geringer der Einfluss von Sondereffekten wie Großveranstaltungen, Wetterkapriolen oder Schließzeiten in Leitbetrieben. Das belohnt konstant gute Leistung über einen längeren Zeitraum“, erklärt Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV).
Beim Ranking der beliebtesten Urlaubsziele in Österreich rangiert das Zillertal an erster Stelle. Auf Platz zwei folgt die Thermenwelt Burgenland, die sogar noch besser abschneidet als die langjährige Erfolgsdestination Wien auf Rang drei.
Gleich dahinter liegen die Stadt Salzburg und das Großarltal. Ebenfalls unter den Top Ten des Landes finden sich das Waldviertel und die Wiener Alpen (Niederösterreich) sowie Graz, das Mühlviertel und die Region Schladming-Dachstein. Bewertet wurden Nächtigungen, Auslastung und Umsatzerlöse der Beherbergungsbetriebe in 89 Regionen im Zeitraum 2005 bis 2010. Eine schwächere Performance im Untersuchungszeitraum lieferte hingegen die Stadt Linz - trotz der positiven Effekte des Kulturhauptstadtjahrs 2009.
Ebenfalls schlecht entwickelten sich der Wörthersee, das Oberdrautal und der Lungau. Negativ ragen weiters die Destinationen Tirol Mitte, Seefeld, Hall, Karwendel, Wildschönau und Pillerseetal hervor. Die restlichen 69 untersuchten Regionen entwickelten sich zwischen 2005 und 2010 gut bzw. mäßig.
„Viele Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs der Destination, von der Wirtschaftslage in den Quellmärkten bis hin zu weltpolitischen Entwicklungen“, räumte ÖHV-Generalsekretär Thomas Reisenzahn ein. Wichtig sei, dass sich die Profis an Ort und Stelle mit der Analyse im Detail auseinandersetzten.
Spitzenreiter Zillertal
Das topplatzierte Zillertal schnitt vor allem bei den beiden Kriterien Nächtigungen und Umsätze besonders gut ab. Die Region war jeweils zweitbester hinter Wien. Die Stadt Salzburg liegt bezüglich dieser Kriterien auf Platz drei. Die Thermenwelt Burgenland brillierte wiederum mit hoher Auslastung. Das Großarltal punktet mit der drittbesten Auslastung in Österreich. Absoluter Spitzenreiter ist hier die Destination Imst-Gurgltal; allerdings ist dort die Entwicklung der Umsätze (Rang 38) und der Nächtigungen (Rang 46) mäßig bzw. schlecht.
Internationaler Gästemix
Urlaubsregionen mit Gästen aus möglichst vielen verschiedenen Herkunftsländern schlagen sich besser als die Konkurrenz. „Destinationen mit einem höheren Gästemix sind erfolgreicher“, sagte Thomas Reisenzahn. Denn mit dem Anteil der internationalen Gäste steige die Aufenthaltsdauer und damit die Auslastung. „Wer eine längere Anreise auf sich nimmt, fährt nicht gleich wieder weg.“ International ausgerichtete Regionen erzielten zudem höhere Umsätze.
Wien ist in Österreich betreffend Internationalität am besten unterwegs. Um 75 Prozent der Gesamtnächtigungen zu verbuchen, braucht die Bundeshauptstadt laut ÖHV Urlauber aus zwölf verschiedenen Nationen. Einen hohen Grad an Internationalität weisen auch Innsbruck und die Ferienregion Zell am See und Kaprun aus - mit jeweils acht Herkunftsländern. Salzburg meistert drei Viertel seiner Nächtigungen mit Gästen aus sieben Nationen. International besteche Österreich vor allem mit Kultur und Wintersport. Ebenfalls entscheidend sei die gute Erreichbarkeit einer Destination.
ÖHT: Wirtschaftliches Umfeld
09-01-2012
Eine Analyse auf Basis der in der Tourismusbank vorliegenden Bilanzdaten zeigt ein durchwachsenes Bild: Die Unternehmen sind größer und professioneller geworden. Bei der wirtschaftlichen Stabilität ist jedoch noch viel Platz für Verbesserungen: Die Eigenkapitalausstattung konnte zwar verbessert werden, doch das wirtschaftliche Ergebnis kommt mehr und mehr unter Druck. Für eine Branche mit starkem Gewicht auf Fremdfinanzierung ist der Zugang zu Krediten entscheidend. Die sich abzeichnenden finanziellen Rahmenbedingungen geben jedoch Anlass zu Sorge.
Betriebe sind professioneller geworden, aber Ertragskraft sinkt
Betrachtet man die wirtschaftliche Entwicklung der Hotellerie seit Beginn dieses Jahrzehnts, so ist kurz zusammengefasst festzustellen: Die Unternehmen sind größer geworden, sind durchwegs besser ausgelastet und erzielen im Durchschnitt heute einen Umsatz, der – auch preisbereinigt – deutlich über der Inflationsrate liegt. Das hat auch wesentlich mit dem qualitativ verbesserten Angebot zu tun. Während allerdings Umsatz und auch Fremdkapital mit dem Tempo Schritt halten konnten, blieben die Erträge zurück. Macht man einen Blick in die Tiefe der Bilanzdaten wird schnell ersichtlich, dass die Preise nicht so angepasst werden konnten, dass sie die inflationsbedingte Kostensteigerung hätten abfangen können. Dazu kommt, dass einzelne Positionen wie Energie oder Werbung weit über der Inflationsrate gestiegen sind. Das hat sich natürlich auf die Umsatzrentabilität ausgewirkt: Das operative Ergebnis (GOP) kam unter Druck. „Die Verbesserung in Hotelanlagen bedarf offenbar auch eines immer größeren Einsatzes an Investitionen. Das schmälert die Kapitalverzinsung touristischer Investitionen“, so ÖHTGeschäftsführer Dr. Franz Hartl.
Mehr Eigenkapital, aber hohe Entschuldungsdauer
Obwohl das Eigenkapital seit dem Beginn dieses Jahrzehnts zugenommen hat und die Unternehmen der 4/5-Sterne-Hotellerie heuer erstmals mehr als das gesetzliche Mindesterfordernis aufweisen (Vgl. Grafik), ist die Ausstattung nach wie vor verbesserungsfähig. Dies gilt vor allem für kleinere Unternehmen in der unteren Qualitätsklasse.
Aber auch im Hinblick auf die Entschuldungsdauer werden die gesetzlichen Anforderungen verfehlt. Etwa die Hälfte der Unternehmen benötigt mehr als die vorgesehenen 15 Jahre und mehr als ein Viertel schafft die Rückzahlung nicht einmal innerhalb von 25 Jahren.
„Die niedrigen Zinsen haben in den vergangenen Jahren wesentlich dazu beigetragen, die Fremdkapitallast erträglich zu gestalten. Sollten die Finanzierungskosten jedoch markant steigen – und das ist in den nächsten Jahren zu befürchten - so ist die Weiterentwicklung mancher Unternehmen in Frage gestellt“, so Hartl.
Investitionstätigkeit 2011 noch ungebrochen – aber Abschwung in Sicht
Die Ziele der Investitionen der vergangenen Periode hatten – wie schon in den vergangenen Jahren - vor allem die Verbesserung der Betriebsgrößen im Fokus. Als neuer Trend sind die Investitionen in Mitarbeiterunterbringungsmöglichkeiten und Garagen zu erkennen. Weniger als noch vor einigen Jahren wird in Wellnessanlagen investiert.
Die Investitionstätigkeit im vergangenen Jahr war im 1. Halbjahr von wirtschaftlichen Turbulenzen noch kaum beeinflusst. Im 2. Halbjahr war jedoch ein deutlicher Rückgang vor allem bei großen Investitionen festzustellen. Auch die Hotellerie reagiert offenbar auf die negativen Signale und Prognosen der Wirtschaftsforscher. Die Zurückhaltung bei investiven Ausgaben wird für eine weitergehende Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage genutzt.
Förderpyramide
09-01-2012
Die über die ÖHT abgewickelte Tourismusförderung des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend ist nicht nur innerhalb Österreichs eine wesentliche Stütze der Hotel- und Freizeitwirtschaft und zu einem Vorzeigeprojekt für alle Fördersektoren geworden. Immer wieder interessieren sich auch andere europäische Staaten für das österreichische Modell. Um zukünftig noch effektiver Fördergelder einzusetzen, haben Bund und Länder 2011 einen „Aktionsplan Tourismus“ verabschiedet, der erfolgreich und verwaltungseffizient die Zuständigkeiten im Tourismus-Förderbereich regelt und Innovationsanreize setzt. Eine Reihe von Innovationen wurde vor den Vorhang geholt.
Neue Förderpyramide soll Verwaltungskosten reduzieren
2011 ist es gelungen, die fördertechnische Zusammenarbeit zwischen dem Bund bzw. der ÖHT und den Ländern neu zu regeln. In Abstimmung zwischen dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ), den Ländern und der Tourismusbank wurde die „Förderpyramide“ vereinbart, nach der Projekte mit förderbaren Gesamtkosten bis 100.000 Euro nur mehr landesseitig gefördert werden. Erst bei größeren Vorhaben fördert der Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend im Wege über die ÖHT. Diese klare Trennung der Zuständigkeiten hilft, Verwaltungskosten zu reduzieren, einfachere Zugänge zu Förderungen herzustellen und Doppelgleisigkeiten zu vermeiden.
Oberösterreich Tourismus passt Unternehmensstrukturen an
09-01-2012
Im Zuge der Kursbuch-Umsetzung hat der OÖ. Tourismus mit Jahreswechsel organisatorische Anpassungen im Unternehmen vorgenommen. Damit bleibt die professionelle Unterstützung für Oberösterreichs Tourismusorganisationen und –betriebe gewährleistet und können die Herausforderungen für eine starke Weiterentwicklung und erfolgreiche Vermarktung des Tourismuslandes Oberösterreich noch effizienter bewerkstelligt werden.
Die OÖ. Werbung GmbH firmiert nunmehr unter OÖ. Tourismus Marketing GmbH (OÖTM) und bündelt die operative Umsetzung der Marketingaufgaben, während die strategische Marketingplanung im OÖ. Tourismus bleibt. Die OÖTM bietet Services von der klassischen Marketingkampagne bis hin zum Service Design zur Unterstützung der Angebotsträger. Diese Dienstleistungsfirma vereint die Kompetenz der bisherigen OÖ. Werbung GmbH beispielsweise in Pressearbeit, Veranstaltungsmanagement, Werbemittelproduktionen oder OÖ Shop mit zusätzlichen Geschäftsfeldern, wie etwa der Verkaufsförderung oder der Konzeption und Umsetzung von Content und Kommunikationsmaßnahmen. Das Convention Bureau Oberösterreich gewährleistet die Entwicklung und Umsetzung eines integrativen Maßnahmenpakets für den heimischen Geschäftstourismus und ergänzt gemeinsam mit diversen Projekten (z.B. Landesausstellungen) das Portfolio der OÖTM.
Zu den Geschäftsführern der OÖ. Tourismus Marketing GmbH wurden der bisherige Geschäftsführer der OÖ. Werbung GmbH, Harald Hois und Mag. Norbert Füruter, der im OÖ. Tourismus auch weiterhin für den Bereich Management Services verantwortlich zeichnet, bestellt.
„Wir sind überzeugt, damit professionelle Voraussetzungen für den touristischen Fortschritt unseres Landes geschaffen zu haben. Als Impulsgeber für innovative Tourismusentwicklungen und Umsetzer kreativer Marketingaktivitäten sowie Dienstleister im Back-Office-Bereich begleiten wir Oberösterreichs Tourismusbranche weiterhin auf dem gemeinsamen Weg“ sagt OÖ. Tourismus-Vorstand Karl Pramendorfer.
ÖHT: Basel III – das Richtige zur falschen Zeit
09-01-2012
Die Finanzkrise zieht neue Regelungen der Aufsichtsbehörden nach sich. Diese wiederum werden neue Belastungen bringen, die vor allem die Klein- und Mittelständischen Betriebe treffen werden. Die Bankenwelt hat in nächster Zeit noch einige Aufgaben zu bewältigen, die mit Mehrkosten verbunden sind und letztendlich in die Zinskalkulationen Eingang finden werden:
• Verzinsung und Rückführung der in Anspruch genommenen Staatshilfe
• Konjunkturbedingte Kreditausfälle: Der Konjunkturabschwung hat Kreditausfälle beschert, deren Gipfel möglicherweise noch nicht erreicht ist. Die notwendigen Wertberichtigungen werden unschöne Spuren in den Bilanzen hinterlassen.
• Die hochgeschraubten Eigenkapitalbedürfnisse, geforderte Liquiditätshaltung und die Einhaltung des Leverage-Ratios erfordern zusätzliche Erträge oder Kapitaleinlagen von externer Seite. In jedem Fall entsteht dadurch ein enormer Druck, Erträge zu erzielen, die – wie bei Banken üblich – wohl auch über die Zinsspanne kommen werden müssen.
Die ins Auge gefassten Maßnahmen mögen durchaus sinnvoll sein: Ein Mehr an Eigenkapital wird die Krisenanfälligkeit von Banken in jedem Fall reduzieren, ein höherer Liquiditätspuffer kann Vertrauen schaffen und ein Leverage-Ratio mag geeignet sein, in Relation zum
knappen Eigenkapital überbordende Geschäftstätigkeit einzuschränken. Aber der Zeitpunkt der Einführung kommt denkbar ungelegen: Gerade zu einem Zeitpunkt, wo die jüngst verhängte Stabilitätsabgabe ihre unerfreuliche Wirkung entfaltet, werden über Nacht neue Vorschriften erlassen. Diese sind durchaus geeignet, die Finanzierung eines herbeigesehnten Aufschwunges schon vor dessen Einsetzen in Frage zu stellen.
All diese unerfreulichen Erwartungen werden auch dadurch verschärft, weil wohl erwartet werden muss, dass die Kosten für all diese Neuerungen von jenen Teilen der Wirtschaft getragen werden müssen, welche die schlechteste Verhandlungsposition haben, nämlich die KMUs und da vor allem die bonitätsschwachen, die künftig froh sein müssen, überhaupt noch eine Finanzierung zu erhalten.
ÖW gestaltet Verkaufsförderungsplattformen der Zukunft - actb findet von 22. bis 24.1.2012 zum letzten Mal statt
05-01-2012
Der Verkauf und Vertrieb touristischer Produkte hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend geändert. Die Österreich Werbung (ÖW) als nationale Marken- und Marketingorganisation im Tourismus ist daher gefordert, ihre Aktivitäten diesen neuen Rahmenbedingungen und Herausforderungen anzupassen. Der Neukonzeption der ÖW-Verkaufsförderungsplattformen ging eine Evaluierung der größten touristischen Fachmesse in Österreich durch die Uni St. Gallen voran, die den Reformbedarf bei der actb bestätigte.
Das neue Gesamtkonzept für den Absatz touristischer Produkte beruht auf drei Säulen: Verkaufsförderung im Ausland und zwei Plattformen im Inland: atb_sales und atb_experience. Während sich die atb_sales auf den konkreten Verkauf konzentrieren wird, wird die atb_experience auf das Erlebnis des Tourismusproduktes in Österreich ausgerichtet sein. Die actb mit Beteiligung der zentraleuropäischen Partnerländer findet daher heuer zum letzten Mal in der bisherigen Form statt.
Drei Säulen für den Absatz touristischer Produkte
An den neuen Formaten wird seit längerem auch gemeinsam mit den neun Landestourismusorganisationen innerhalb der „Allianz der 10“ intensiv gearbeitet. Die derzeitige actb wird als atb_sales zum exklusiven österreichischen Handelsplatz mit einem erklärten Fokus auf Verkauf weiterentwickelt und ab 2014 alle zwei Jahre zum etablierten Termin Ende Jänner in Wien stattfinden. Mit der atb_experience wird ein neues Format entwickelt, welches das konkrete Produkterlebnis in Österreich, den Wissensaustausch und internationales Networking zum Ziel hat. Alle zwei Jahre, beginnend mit 2013, treffen internationale CEOs, Produktentwickler, Meinungsbildner und Journalisten aus den wichtigsten touristischen Herkunftsmärkten auf die „besten Köpfe “ des österreichischen Tourismus. „Ziel dieses neuartigen Formats ist es, das Tourismusland Österreich für die internationalen Gäste spür- und erlebbar zu machen. Die Teilnehmer sollen die Vorzüge Österreichs direkt vor Ort und persönlich erfahren und dieses ‚erlebte Urlaubsglück‘ mit nach Hause nehmen“, erklärt Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung. Parallel zu den beiden Plattformen im Inland werden die auf die jeweiligen Bedürfnisse der Herkunftsmärkte zugeschnittenen Verkaufsförderungsplattformen optimiert und verstärkt.
atb_experience 2013 in Kärnten im Zeichen der Nachhaltigkeit
Für die erste atb_experience lautet das Generalthema, das sich durch alle Bereiche der Veranstaltung durchziehen wird, „tourism in transition. Nachhaltige Beiträge des österreichischen Tourismus in Zeiten des Umbruchs“. Die atb_experience 2013 wird also konkrete Beiträge Österreichs für die Zukunft des Reisens präsentieren: neue, nachhaltige und innovationsorientierte Erlebnisse, welche international relevante Antworten auf die gesellschaftliche Entwicklung Europas und deren Auswirkungen auf das Reisen darstellen. „Innerhalb des ganzheitlichen Konzepts der Nachhaltigkeit und seiner drei Säulen - ökologische, ökonomische und sozio-kulturelle Dimension - werden wir zeigen, was Österreichs Tourismusanbietern dazu einfällt, wie mit dem Thema umgegangen wird“, so Stolba.
Die erste atb_experience wird im Frühsommer 2013 in Kärnten stattfinden. Christian Kresse, Geschäftsführer der Kärnten Werbung: „Ich freue mich sehr und bin stolz, dass die Kärnten Werbung den Zuschlag für die atb_ experience 2013 erhalten hat und diese neue Tourismusplattform gemeinsam mit der ÖW ausrichten darf. Dies ist auch eine Chance, unsere innovativen Angebote der internationalen Reisebranche zu präsentieren. Ich bin überzeugt, dass diese Veranstaltung Kärntens Tourismus einen wichtigen Impuls geben kann.“
Vienna International Hotelmanagement AG gibt Senator und Rainers Hotel ab
04-01-2012
Wie heute bekannt wurde gelten die Management-Verträge für die Wiener Hotels Senator und Rainers mit 31. Dezember 2011 als beendet. Seit 1. Jänner 2012 stehen die beiden Hotels unter der Führung der jeweiligen Eigentümergesellschaften.
Das 3-Sterne Senator Hotel Vienna und das 4-Sterne Rainers Hotel Vienna werden mit der Vertragsauflösung am 1. Jänner 2012 von den Eigentümergesellschaften TRIBUS Beteiligungs GmbH und Rainer Hotel-Management Ges.m.b.H selbst verwaltet. Seit ihrer Eröffnung wurden die beiden Hotels von der VI gemanagt. Das 179 Zimmer umfassende Hotel Senator liegt im 17. Wiener Gemeindebezirk und wurde im Dezember 2008 eröffnet. Das Businesshotel Rainers mit 154 Zimmern wurde im April 2009 eröffnet und befindet sich nahe dem zukünftigen Hauptbahnhof.
Toller Start der ÖHV-Lehrlingskarte
04-01-2012
Generalsekretär Thomas Reisenzahn überreicht an 3 Lehrlinge der K + K Hotels die ersten HOT-Cards und HOT-Vouchers. Damit winken den jungen Mitarbeitern satte Rabatte und Superkonditionen bei zahlreichen Vertragspartnern aus den Bereichen Sport, Mode, Lifestyle, Ausbildung und Fahrschulen.
Nach einjähriger, gründlicher Vorbereitung einer Lehrlingskarte für ihre Mitgliedsbetriebe, konnte die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) nun mit Jänner 2012 die "Vorteilszone HOT" bestehend aus HOT-Cards und HOT-Voucher Gutscheinheft aus der Taufe heben. Täglich flattern gut 30 Anmeldungen ins Haus. Ziel der ÖHV ist es, 3.000 Karten an die jungen Mitarbeiter ihrer Mitglieder zu bringen und ihnen so ein breites Angebot an Shoppingvorteilen und sinnvoller Freizeitgestaltung zu bieten. "Wir arbeiten an der Attraktivierung des Images und wollen mit unserer Initiative den Lehrlingen aufzeigen, wie wichtig sie den Hoteliers sind. Neben einem erstklassigen Ausbildungsbetrieb der Top-Hotellerie, gibt es jetzt noch mehr Vorteile Lehrling eines ÖHV-Mitgliedes zu sein", erklärt Reisenzahn die Ziele.
Die ÖHV bietet mit dieser Initiative ein breites Angebot im Bereich Sport und Bewegung aber auch Aus- und Weiterbildung sind ein besonders wichtiges Anliegen. Der erste Betrieb, der seine Lehrlinge angemeldet hat, ist das K + K Hotel Maria Theresia, Wien - ÖHV-Mitglied seit 2002. Dutzende Lehrlinge hat das Maria Theresia laut Dr. Gabriele Volsansky, Verkaufsdirektorin und Ausbildungsverantwortliche, in dieser Zeit ausgebildet, und Ihnen damit einen erfolgreichen Start ins Berufsleben ermöglicht. "Die Motivation unserer Mitarbeiter ist uns ein Anliegen und besonders bei Lehrlingen sind die Stärkung des Selbstbewusstseins und positives Feedback wichtig", so Dr. Volsansky bei der Übergabe der Karten an ihre jungen Mitarbeiter.
Vorteilszone HOTellerie!
Derzeit werden österreichweit 12.500 Lehrlinge in Tourismusbetrieben ausgebildet, etwa 6.000 davon in der Hotellerie.
Arbeitskräfte seien trotz offener Grenzen und guten Aufstiegsmöglichkeiten knapp. "In den kommenden Jahren wird sich das Wettrennen um junge Talente noch verschärfen, deshalb müssen wir als Branche Berufseinsteigern unsere Attraktivität beweisen. Die Zukunft der Hotellerie liegt in gut ausgebildetem Fachpersonal, denn nur motivierte, qualifizierte Mitarbeiter können hohe Servicequalität leisten", weist Reisenzahn auf die demografische Entwicklung und steigende Ausbildungserfordernisse hin.
ÖW: Großes Potenzial bei Sommergästen aus Ungarn
03-01-2012
Eine Länderstudie der Österreich Werbung (ÖW) bestätigt das Wachstumspotenzial bei ungarischen Gästen. Die Strategie dabei lautet: Die Spitzenposition im Winter verteidigen und den österreichischen Sommer verstärkt bewerben.
Ein Blick auf die vor kurzem veröffentlichte Länderstudie beweist: die Alpenrepublik gilt bereits jetzt schon als Top-Reiseziel der Ungarn. Dennoch sehen die Experten innerhalb der nächsten Jahre großes Wachstumspotenzial – vor allem im Sommer. „Mit einem Marktanteil von weit über 50 Prozent ist Österreich das mit Abstand beliebteste Winterurlaubsland der Ungarn. Überraschend ist jedoch, dass Österreich von den meisten Ungarn als Sommerdestination wahrgenommen wird. Eine erfreuliche Nachricht, wo doch erst 7 Prozent der 2,6 Mio. ins Ausland reisenden Ungarn ihren Sommerurlaub in Österreich verbringen“, erklärt Emanuel Lehner, ÖW-Region-Manager für Zentraleuropa.
„Ungarn suchen im Urlaub vor allem Entspannung samt leichter Bewegung in alpiner Umgebung. Ein Revival der guten alten Sommerfrische steht offensichtlich bevor. Unsere Sommerkampange 2012 (Motto: Ankommen und aufleben – Anm. d. Red.) ist zu 100 Prozent auf diese Zielgruppe abgestimmt“, gibt sich Emanuel Lehenr zuversichtlich.
Gemeinsam mit österreichischen Partnern wie Steiermark Tourismus, Innsbruck Tourismus und SalzburgLand Tourismus will die ÖW so mehr ungarische Gäste für einen Sommerurlaub in Österreich begeistern.
Die Olympiade der Köche
03-01-2012
Seit vier Jahren fiebern Köchinnen und Köche einem der weltweit größten kulinarische Ereignisse entgegen: der IKA/Olympiade der Köche in Erfurt.
Dieses Jahr ist es wieder soweit. Vom 5. bis 10. Oktober 2012 findet im Rahmen der "inoga - Fachmesse für Branchen der Gastlichkeit" die 23. Köcheolympiade statt. Es werden über 1.600 Teilnehmer aus mehr als 50 Nationen (neben der Schweiz und Österreich, Zypern, Italien, USA, Norwegen, Portugal, Südkorea, Hong Kong, Südafrika, Mexiko, Türkei, Zypern, Bulgarien u.v.m.) auf dem Messegelände erwartet. Täglich demonstrieren die besten Teams der Welt in gläsernen Küchen vor Publikum ihre Kochkunst.
Den Auftakt zum IKA-Jahr startete der Verband der Köche Deutschlands, Organisator der über 100 Jahre alten Kochkunstausstellung, im Oktober 2011 mit der Auslosung der Wettbewerbstage. Als Pate stand Boxlegende Axel Schulz zur Verfügung. Ende des Jahres 2011 folgte der Verkaufsbeginn der Eintrittskarten und Menütickets.
VKI: Biersteuer ist zu hoch
02-01-2012
Der Verein für Konsumenteninformation machte darauf aufmerksam, dass Bier in Deutschland billiger ist als in Österreich. Das stimmt. Und das ist der Hintergrund: Die österreichische Biersteuer beträgt mehr als das 2,5-fache der deutschen Biersteuer. Zudem ist die Umsatzsteuer in Deutschland um einen Prozentpunkt niedriger.
Die österreichische Biersteuer wurde im Jahr 2000, als Ersatz für die abgeschaffte Getränkesteuer umgehend drastisch erhöht. Aufgrund dieses hohen Steuersatzes leistet die österreichische Brauwirtschaft jährlich ca. 200 Millionen Euro allein an Biersteuer. Im Jahr 2010 brachten die gesamten Steuern auf Bier dem Staatshaushalt insgesamt fast 700 Millionen Euro ein.
Brauereiverbands-Obmann Sigi Menz: „Österreichs Brauwirtschaft wird mit einer der höchsten Abgabenquoten in Europa belastet. Es ist höchste Zeit für eine Reduktion der Biersteuer auf ein faires Niveau. Österreichs Politiker müssen endlich verstehen, dass unsere Brauereien nur bestehen können, wenn ihnen der Gesetzgeber die Möglichkeit dazu gibt und nicht Prügel vor die Beine schmeißt.“
Schenner kontert Ex-OeNB-Chef Liebscher
02-01-2012
Entschieden wehrt sich der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), Hans Schenner, gegen die heute von Klaus Liebscher im Ö1 Mittagsjournal getätigten Aussagen, wonach es bei Einführung des Euro zu "schamlosen Aufrundungen in der Gastronomie, im Hotelbereich und bei einzelnen Dienstleistern" gekommen sei. "So eine unqualifizierte Aussage kann ich nicht unkommentiert stehen lassen, das bin ich den zehntausenden Mitgliedsbetrieben einfach schuldig", so der Sprecher der heimischen Tourismusbetriebe.
Besonders eine Branche herauszugreifen und anzupatzen, die seit der Euro Einführung nachweislich Tausende Arbeitsplätze geschaffen hat, die auch in der Krise sicher waren, stößt Schenner besonders auf: "Ich frage mich, wie Herr Liebscher auf die Idee kommt, gerade die Gastronomie und die Hotellerie zu erwähnen und ansonsten nur noch von 'anderen Dienstleistern' zu sprechen. Dass die Banken bei der Euro-Einführung ihre Konditionen erhöht haben, das hat der einstige Banker wohl schon vergessen."
Was im Übrigen die Preisentwicklung in der Beherbergung betrifft, so ist diese laut Daten der Statistik Austria seit 2005 (7/2005-7/2011) unter dem Anstieg des Verbraucherpreisindex (VPI) geblieben. Auch in der Gastronomie können die Preisanstiege bei Kaffee, Brot, Bier, Energie, etc. schon seit Jahren nicht mehr 1:1 an die Kunden und Gäste weiter gegeben werden. "Auch Herr Liebscher hat zu akzeptieren, dass der heimische Tourismus nicht als Prügelknabe für alles und jeden herhält. Diese Zeiten sind vorbei. Und dass die Betriebe auch brav ihre Kredite zurückzahlen müssen, scheint den einstigen Banker auch nicht zu interessieren. Das ist enttäuschend!", so Schenner abschließend.