Wiens Gästenächtigungen im April steigen um 10,7 Prozent
18-05-2012
Mit 1.118.000 Nächtigungen übertraf der heurige April den bisherigen Rekord aus dem Vergleichsmonat 2011. Im Zeitraum von Jänner bis April 2012 verzeichnete Wien somit 3.266.000 Nächtigungen, was ein Plus von 8,6 Prozent zum Vorjahr bedeutet. Der für das erste Quartal erfasste Netto-Nächtigungsumsatz der Wiener Hotellerie weist mit 92,1 Mio. Euro ein Plus von 0,9 Prozent aus.
Alle der Top-10-Herkunftsländer Wiens bringen im April 2012
Zuwachsraten: Österreich, Russland, Italien, USA, Großbritannien, die Schweiz, Frankreich und Japan im zweistelligen Bereich, Deutschland und Rumänien im einstelligen Bereich. Selbst in den 30 stärksten Herkunftsländern fallen nur drei Länder mit Rückgängen auf - darunter Spanien, was angesichts der wirtschaftlichen Entwicklungen auf diesem Markt nur wenig verwundert. Besonders erfreulich: Japan, das im Vorjahr durch die Katastrophe Einbrüche erlebte, hat diese durch das aktuelle April-Ergebnis mit einem Zuwachs von 31 Prozent mehr als wettgemacht. Von diesem Ergebnis profitierten sämtliche Hotel-Kategorien. Die durchschnittliche Bettenauslastung der Wiener Hotellerie im April betrug 64,0 Prozent (4/2011: 61,9 Prozent), was einer Zimmerauslastung von durchschnittlich rund 80 Prozent entspricht (4/2011: 77 Prozent). Wiens Hotelkapazität erhöhte sich von April 2011 auf April 2012 um rund 3.700 Betten (+ 7,4 Prozent).
Die Periode Jänner bis April 2012 zeigt mit 3.266.000 Nächtigungen ein Plus von 8,6 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf. Wiens Betten waren - ebenso wie im Vergleichszeitraum 2011 - zu durchschnittlich 47,5 Prozent ausgelastet, die Zimmer zu rund 59,2 Prozent, was ebenso dem Vorjahreswert entspricht. Der nun vorliegende Netto-Nächtigungsumsatz der Wiener Hotellerie für den heurigen März weist trotz der Nächtigungssteigerung von 1,6 Prozent im betreffenden Monat mit 39,9 Mio. Euro ein beträchtliches Minus von 13 Prozent gegenüber dem März 2011 auf. Dieser Vergleichsmonat war mit einem Plus von 34 Prozent zwar außergewöhnlich umsatzstark, dennoch zeigt das heurige März-Ergebnis, wie schwierig die Preisdurchsetzung für Wiens Hotels ist. Von Jänner bis März wurden 92,1 Mio. Euro an Netto-Nächtigungsumsatz erwirtschaftet, um knapp 1 Prozent mehr als in der Vergleichsperiode 2011.
Herausforderungen in der Hotellerie: Unternehmensnachfolge
16-05-2012
"5 Jahre mehr gehen schon noch", "Keiner kennt den Betrieb so gut wie ich", "Der Nachfolger soll sich erst mal beweisen". Diese und ähnliche Aussagen zeigen, dass die Unternehmensnachfolge ein kritisches Thema ist. Laut Ergebnisse einer Befragung, die vom Studienzweig Hotel Management der Fachhochschule Kärnten in Kooperation mit der Fachgruppe Hotellerie der Wirtschaftskammer Kärnten im Frühjahr unter den Kärntner Hotelbetrieben durchgeführt wurde, haben erst 1/3 der Betriebe eine Nachfolgeregelung getroffen, 2/3 wissen noch nicht, was mit ihrem Betrieb passieren wird.
Aber welche Auswirkungen hat das auf die Kärntner Tourismuswirtschaft? Vor welchen Herausforderungen stehen Unternehmer bei der Betriebsübergabe? Im Rahmen der Veranstaltung "Herausforderung Unternehmensnachfolge in der Hotellerie bewältigen" werden am Montag, den 21. Mai von 14.30 - 16.30 Uhr die Ergebnisse dieser Befragung am FH-Standort Villach vorgestellt sowie zusätzlich die wichtigsten Themen der Unternehmensnachfolge diskutiert. Experten, wie beispielsweise Unternehmensberater, Notar oder Steuerberater behandeln in einer Podiumsrunde die größten Herausforderungen der Hotelbetriebe und geben Tipps für eine Nachfolgeregelung.
Eckdaten zur Veranstaltung:
- Was: Herausforderung Unternehmensnachfolge in der Hotellerie bewältigen
- Wann: Montag, 21. Mai, 14.30-16.30 Uhr
- Wo: Fachhochschule Kärnten, Standort Villach, Technologiepark, Europastraße 4, 9524 Villach - Audimax
Wien bei Kongressen erneut weltweit Nr. 1
11-05-2012
Zum 7. Mal in Folge konnte sich Wien als Destination für internationale Kongresse weltweit an die Spitze setzen. Die International Congress and Convention Association (ICCA) publizierte ihre Kongressstatistik 2011 nahezu zeitgleich mit der gerade im Rathaus stattfinden Ehrung der Wiener Kongressveranstalter 2011 durch die Stadt Wien.
Den 1. Platz als Destination für internationale Kongresse scheint Wien schon geradezu gepachtet zu haben: 2011 beherbergte es laut ICCA-Zählung 181 solcher Veranstaltungen und setzte sich damit zum siebenten Mal in Folge weltweit an die Spitze. Nach ihm gereiht sind Paris mit 174 internationalen Kongressen und Barcelona mit 150. Zu den Top Ten zählen weiters Berlin (147), Singapur (142), Madrid (130), London (115), Amsterdam (114), Istanbul (113) und Peking (111). In der Länder-Rangliste, angeführt - auch schon traditionell - von den USA (759) liegt Österreich an 10. Stelle. Seine 267 internationalen Kongresse fanden zu 68 % in Wien statt. Zu den nach den USA bestgereihten Ländern zählen Deutschland (577) und Spanien (463).
Ehrung der Kongressveranstalter 2011 im Rathaus
Jene KongressveranstalterInnen, die voriges Jahr internationale Kongresse nach Wien gebracht hatten, waren am Mittwoch, dem 9. Mai, zu einem Festakt im Rathaus geladen, wo Ihnen WienTourismus-Präsidentin Vizebürgermeisterin Mag.a. Renate Brauner, Wirtschaftskammer-Präsidentin KommR.in Brigitte Jank, Tourismusdirektor Norbert Kettner und Christian Mutschlechner, Leiter des Vienna Convention Bureau im WienTourismus, für ihren Einsatz dankten. Für alle gab es auch Ehrenurkunden, eine davon überreichte Brauner - symbolisch - persönlich an Siegfried Kasper, Professor und Ordinarius für Psychiatrie an der Universitätsklinik der Medizinischen Fakultät Wien. Er ist hauptverantwortlich dafür, dass im März 2011 der 19. Europäische Psychiatriekongress mit 4.050 TeilnehmerInnen im Austria Center Vienna (ACV) tagte und bereits für 2015 wieder dort fixiert wurde. Prof. Dr. Kasper hat außerdem schon eine ganze Reihe von Kongressen in Wien federführend mitbewirkt, und heuer verdankt ihm die Stadt das Europäische College für Psychoneuropharmakologie mit 8.000 einschlägigen ExpertInnen von 13. bis 17. Oktober im ACV. Die Ver-anstaltung war bereits 2007 in Wien.
Mag. Roland Sint ist designierter Geschäftsführer der Wörthersee Tourismus GmbH (WTG)
10-05-2012
Bei der Aufsichtsratssitzung der WTG am 9. Mai 2012 gab es ein einstimmiges Votum für Mag. Roland Sint (37) zum neuen Geschäftsführer der Wörthersee Tourismus GmbH. Nach dem Weggang des bisherigen Geschäftsführers Gernot Riedel hat die Generalversammlung der WTG beschlossen, die Position über das Innsbrucker Unternehmen Edinger Tourismusberatung neu auszuschreiben. Mehr als 60 Personen haben sich im Zuge des mehrstufigen Ausschreibeverfahrens beworben, nach Evaluierung durch die Edinger Tourismusberatung wurden fünf Kandidaten zum Hearing eingeladen. Die Hearingskommission, bestehend aus den Mitgliedern des Aufsichtsrates der WTG, hat sich einstimmig für Sint entschieden, wie der Aufsichtsratsvorsitzende, Bgm. Franz Arnold heute bekannt gibt.
Arnold ist überzeugt, dass Mag. Roland Sint den eingeschlagenen Weg der WTG erfolgreich fortführen wird und die Herausforderungen, die nun auch mit der Gründung der Tourismusverbände im Rahmen des neuen Tourismusgesetzes anstehen, bestens umsetzen wird.
Mag. Roland Sint obliegt seit 2008 die Geschäftsführung der Veldener Tourismusgesellschaft, seit 2006 zeichnet Sint für die Geschäftsführung der Golfanlagen Velden Köstenberg Errichtungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H verantwortlich. Sint ist verheiratet und lebt mit seiner Familie in Velden.
Koralmtunnel: Bahn soll Gäste bringen, nicht vertreiben
10-05-2012
ÖHV: Kärnten kann sich Imageverlust und Nächtigungsrückgang nicht leisten
Für jeden dritten Gast ist Bahnlärm ein Grund, den Urlaubsort zu wechseln. Dass dieses Faktum im Urlaubsland Kärnten keine Rolle bei der Planung der Trasse für die Koralmbahn spielt, grenzt für ÖHV-Präsident Sepp Schellhorn an Fahrlässigkeit.
Während die Zahl der Nächtigungen in Kärnten seit 2002 um 7 Prozent gesunken ist, nahm sie in den anderen Bundesländern um 9,8 % zu. „Das sind die Fakten. Die Verantwortung dafür schieben sich die zuständigen Stellen in Kärnten gegenseitig zu. Unbestritten ist aber, dass sich Kärnten keine weiteren Nächtigungsrückgänge leisten kann“, erklärt Sepp Schellhorn, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV).
Studie von Bund, Land und ÖBB bestätigt: Bahnlärm stört
Eine von dem renommierten Tourismusberatungsunternehmen Kohl & Partner durchgeführte Studie im Auftrag des Infrastrukturministeriums, des Landes Kärnten und der ÖBB bestätigt, dass 78,4 % der Urlauber Bahnlärm als stören empfinden. Für 33,4 % ist Bahnlärm derart gravierend, dass sie eine davon betroffene Unterkunft nicht wieder besuchen würden. 45,8 % berichten über Bahnlärm im Urlaub. Für 61 % der Gäste ist Ruhe ein ausschlaggebender Grund für die Auswahl des Urlaubsortes.
Missachtung der Studienergebnisse: Steuergeldverschwendung, die an Fahrlässigkeit grenzt
„Dass Bund, Land und ÖBB eine Studie in Auftrag geben, deren Ergebnisse ignoriert werden, ist nicht nur Steuergeldverschwendung. In dem Fall grenzt das an Fahrlässigkeit. Denn so ist ganz klar, dass die geplante Trassenführung dem Land Kärnten und den Kärntner Unternehmern weitere Gästenächtigungen kosten“, so Schellhorn. Er fordert, Konsequenzen aus den Ergebnissen der Studie zu ziehen.
Schellhorn fordert Lärmschutz
Klar ist für Schellhorn, dass diese Studie dazu führen muss, dass der Bahnlärm reduziert wird: „Wir brauchen Lärmschutzwände, eine Reduktion der Fahrtgeschwindigkeit und Fahrbewilligungen ausschließlich für moderne, lärmarme Zug-Garnituren“, so Schellhorn.
Mitterlehner: Neue Studie zeigt Chancen und Herausforderungen des Klimawandels für den Tourismus auf
10-05-2012
Im Auftrag des Tourismusministeriums hat die Universität für Bodenkultur erstmals eine Untersuchung zu den Auswirkungen vermehrter Hitzetage im Städtetourismus durchgeführt. "Die Ergebnisse unterstreichen, dass auch im Tourismus neue Strategien und Maßnahmen notwendig sind, um die Herausforderungen des Klimawandels nachhaltig zu bewältigen. Gleichzeitig entstehen dadurch neue Chancen und Wettbewerbsvorteile für die Destination Österreich", betont Tourismusminister Reinhold Mitterlehner.
Die Studie "Hot town, summer in the city" - durchgeführt am Beispiel Wiens - kommt zu folgenden Erkenntnissen: Während sich durch die Klimaerwärmung auch Vorteile für den österreichischen Sommertourismus ergeben dürften, erwarten Klimaexperten für Wien eine Verdopplung der Hitzetage (Tage, an denen die Tagesmaximaltemperatur mindestens 30 Grad Celsius erreicht) auf rund 24 Hitzetage bis Mitte des Jahrhunderts. Die damit einhergehende Verstärkung des Wärmeinsel-Effekts (dichte Bebauung und geringer Anteil an Grünräumen erhöhen Hitzeeffekte) beeinflusst unter anderem auch den Städtetourismus, da Wien allein in den Sommermonaten jeweils über eine Million Touristen verzeichnet. Dazu kommt: Ein wachsender Anteil der Touristen gehört der Gruppe der 60- bis 79-Jährigen an, die besonders hitzeempfindlich sind.
Sowohl die Gäste als auch Tourismuswirtschaft, Bauwirtschaft, Architektur, Stadtverwaltung und Stadtplanung sind daher langfristig gefordert, nachhaltig wirksame Anpassungsmaßnahmen zu überlegen: Dazu zählen laut der Studie insbesondere Dach- und Fassadenbegrünung, helle Baumaterialien, Freihaltung von Grünzügen und Frischluftschneisen, energieeffiziente Kühlungsmethoden, Einsatz von Verdunstungskühlung durch bewegtes Wasser, Trinkbrunnen, beschattete Sitzgelegenheiten, hitzeadäquate Besichtigungstipps, Hitze-Infosysteme über Internet-Applikationen. Ein besonderes Plus für die Bundeshauptstadt und viele andere Landeshauptstädte ist der leichte Zugang zu qualitativ hochwertigem Trinkwasser.
Für die aktuelle Studie wurden 365 Interviews mit Wien-Touristen aus 57 verschiedenen Ländern durchgeführt und zahlreiche internationale Studien ausgewertet. Dazu veranstalteten die Autoren ein so genanntes "World Café", bei dem mit Fachexperten unterschiedlicher Disziplinen (Tourismus, Meteorologie, Landschafts-, Stadt- und Raumplanung, Architektur, Medizin etc.) mögliche Anpassungsmaßnahmen diskutiert wurden.
Das Tourismusministerium hat die wichtigsten Ergebnisse in einem Management Letter für die Tourismuswirtschaft zusammengefasst. Sowohl die Studie als auch der Management Letter stehen auf der Webseite des Wirtschaftsministeriums und können kostenlos unter tourismus@bmwfj.gv.at oder telefonisch unter 01/71100-5597 bestellt werden.
FCG-Gajdosik: Mit Entlohnung unterhalb der Armutsgrenze muss Schluss sein, sonst droht Abwanderung der Mitarbeiter
08-05-2012
"Österreich lebt zu einem guten Teil vom Hotel- und Gastgewerbe - aber die Hotel- und Gastgewerbe-Beschäftigten können zu einem guten Teil von ihren Löhnen und Gehältern nicht leben", kritisiert Alfred Gajdosik, Bundesvorsitzender der FCG vida und einer der beiden Verhandlungsführer der Gewerkschaften für den Kollektivvertrag Hotel/Gastgewerbe.
"Dabei boomt der Tourismus in Österreich, jede Woche lesen wir von neuen Rekordzahlen. Ob Minister, Wirtschaftskammer, Fremdenverkehrsverbände, Länder, Gemeinden - alle brüsten sich mit den Erfolgen und Leistungen von Hotellerie und Gastronomie. Wenn es aber um die Bezahlung geht, werden die Ohren angelegt - obwohl diese Erfolge und Leistungen zum Großteil das Verdienst der Mitarbeiter sind!", ruft Gajdosik in Erinnerung.
Bezahlung unterhalb der Armutsgrenze blamabel Der Mindestlohn bzw. das Mindestgehalt betragen derzeit nur 1.205 bzw. 1.208 Euro. "Brutto, wohlgemerkt!", betont Gajdsoik. "Damit werden unsere Kolleginnen und Kollegen mit einem Entgelt abgespeist, das unterhalb der Armutsgrenze von 1.031 Euro netto liegt!" Trotz dieses blamablen Zustandes und trotz dreier Verhandlungsrunden ist noch keine Annäherung gelungen. "Die logische Konsequenz sind Protestkundgebungen, so wie heute vor dem MAK in Wien, wo bei der HOTELBIZ rund 1.100 Teilnehmer von Seminar- und Tagungshotels, Hotelgruppen, Veranstaltungslocations und Tourismusverbände aus dem In- und Ausland teilnehmen", sagt Gajdosik.
Wer in der Branche auch in Zukunft erfolgreich bleiben möchte, müsse seine Mitarbeiter ordentlich bezahlen, wie es auch in anderen Branchen üblich sei, fordert der FCG-vida-Vorsitzende eine Untergrenze von 1.450 Euro. "Andernfalls werden viele Beschäftigte gar keine andere Wahl haben, als in andere Berufe abzuwandern - wo sie verdienen können, was sie verdient haben", warnt Gajdosik.
WKÖ-Schenner: "Tourismus reißt österreichische Handelsbilanz einmal mehr heraus"
04-05-2012
Erfreuliche Ergebnisse aus der rot-weiß-roten Tourismuswirtschaft: In der von der Österreichischen Nationalbank (ÖNB) präsentierten Leistungsbilanz 2011 weist der Tourismus (Reiseverkehr) einen Überschuss von 6,736 Mrd. Euro aus. Damit konnte der heimische Tourismus das Minus aus dem Warenverkehr (Importe-Exporte) von 6,954 Mrd. Euro fast zur Gänze ausgleichen. "Die Tourismuswirtschaft in Österreich hat wieder ganze Arbeit geleistet!", zollt Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), den 90.000 Tourismusbetrieben Respekt und Anerkennung und hält fest: "Damit reißt der Tourismus die österreichische Handelsbilanz einmal mehr heraus."
Die Analyse der ÖNB-Zahlen zeigt: 2011 gaben ausländische Touristen in Österreich um rd. 6,74 Mrd. Euro mehr Geld für touristische Leistungen aus als Österreicher im Ausland. Insgesamt verzeichnet die ÖNB-Reiseverkehrsstatistik 2011 rd. 14,27 Mrd. Euro an Ausgaben ausländischer Gäste in Österreich. Das sind um rd. 200 Millionen Euro mehr als noch 2010 (14,03 Mrd. Euro). Noch nicht ganz erreicht wurde der Vorkrisen-Rekordwert von 2008 mit Deviseneinnahmen von 14,68 Mrd. Euro. Im Gegenzug gaben Herr und Frau Österreicher 2011 rd. 7,53 Mrd. Euro für Reisen ins Ausland aus. Etwas weniger als 2010, wo noch rd. 7,72 Mrd. Euro im Ausland gelandet sind.
"Von Krise kann beim Urlaubsverhalten der Österreicher jedoch keine Rede sein. Für den Urlaub geben die Österreicher annähernd gleich viel Geld aus wie vor der Krise, jedoch kam es zu einer leichten Verschiebung in Richtung Inlandsurlaub, wie die aktuellen Rekordwerte bei den Inländernächtigungen zeigen", hebt der Sprecher der Tourismuswirtschaft, Hans Schenner, hervor. So beliefen sich 2011 die Ausgaben ausländischer und inländischer Gäste für Tourismus und Freizeit auf rd. 30 Mrd. Euro.
Von den Ausgaben der aus- und inländischen Touristen in Österreich entfallen laut Tourismus-Satellitenkonto (TSA) des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) rd. 58 Prozent auf Hotellerie und Gastronomie, rd. 15 Prozent auf den Transport (inkl. Seilbahnen), rd. 10 Prozent werden für Freizeit und Kultur ausgegeben. Rund 19 Prozent der Ausgaben ausländischer Touristen landen im Einzelhandel und bei sonstigen Waren- und Dienstleistungen (z.B. Sportartikel).
Besonders erfreulich sind für Tourismusobmann Schenner die verstärkten Abstimmungen von Bund und Ländern in den Bereichen Tourismus-Förderung und Tourismus-Marketing: "Bundesminister Reinhold Mitterlehner hat vergangene Woche bei seiner zweiten Tourismuskonferenz in Schladming mit einem beeindruckenden Referat bekräftigt, dass Tourismus einen besonderen Stellenwert für die heimische Wirtschaft eingenommen hat", zeigt sich WKÖ-Schenner erfreut.
Hotelklassifizierung: Neue Sternetafeln in elf europäischen Ländern in Umsetzung
04-05-2012
Die Mitgliedsstaaten der Ende 2009 gegründeten und europaweit größten gemeinsamen Plattform zur Vergabe harmonisierter Hotelsterne - Hotelstars Union (HSU) - setzen nun den nächsten Schritt zur Angleichung ihrer Systeme. Ab sofort werden nach und nach die bisher national unterschiedlichen Embleme mit den vergebenen Hotelsternen vereinheitlicht. Sowohl Schweden als auch Estland starten mit der Umsetzung Anfang Mai. Deutschland folgt in naher Zukunft. Für Österreich ist die Umstellung auf die neuen Sternetafeln zeitgleich mit der planmäßig anstehenden Überarbeitung des bestehenden Kriterienkatalogs Anfang 2014 vorgesehen.
Bereits im Juli 2011 hatte das Managing Board der HSU in Wien das für die Zukunft gemeinsame Layout beschlossen. Für den diesjährigen HSU-Vorsitzenden Klaus Ennemoser, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), liegen die Vorteile auf der Hand: "Nach der gelungenen Harmonisierung bei der Vergabe von Hotelsternen in mittlerweile elf europäischen Ländern ist die Vereinheitlichung der Sternetafeln zwingend notwendig geworden. Nur so können Gast und Hotelier erkennen, dass die HSU-Hotelsterne in Europa für eine erfolgreiche Marke stehen."
Die neuen Tafeln integrieren vor einem blauen Hintergrund unter anderem die gültige Sternekategorie mit dem Emblem des jeweils vergebenden Hotelverbandes und des Logos der HSU. Der HSU gehören neben den Gründungsländern Deutschland, Niederlande, Österreich, Schweden, Schweiz, Tschechien und Ungarn auch Estland, Lettland, Litauen und Luxemburg an. Der europäische Branchenverband HOTREC - Dachverband für Hotels, Restaurants und Cafés - hat die Schirmherrschaft übernommen. HSU steht als Initiative allen HOTREC-Mitgliedsländern offen. Insgesamt gehören 43 nationale Verbände aus 26 europäischen Ländern dem Dachverband HOTREC an.
ÖHV: Schellhorn fordert Gewerkschaft auf, aktiv gegen Arbeitslosigkeit anzukämpfen
03-05-2012
"Die Gewerkschaft fordert seit Jahren Ganzjahresarbeit im Tourismus, die ÖHV hat ein nachfragebasiertes Konzept entwickelt. Arbeitnehmer und Sozialsystem würden davon profitieren, für die Unternehmer wäre es eine großartige Chance", so ÖHV-Präsident Sepp Schellhorn.
"Österreichs Tourismusbetriebe beschäftigen mehr Mitarbeiter denn je, der Jobmotor schlechthin ist die Hotellerie", verweist Sepp Schellhorn, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), auf Daten des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger: Während die Anzahl der Beschäftigten in der Gesamtwirtschaft um 11,2 Prozent stieg, nahm sie in Hotellerie und Tourismus um 27,7 Prozent zu.
ÖHV-Modell schafft Arbeitsplätze
Den Kampf gegen den Beschäftigungsrückgang zu Saisonschluss sieht Schellhorn "eindeutig als gemeinsames Ziel von Arbeitgebern und Arbeitnehmern". Erschwert würde dies durch die "höchsten Lohnnebenkosten der Zweiten Republik". Denn primäre Aufgabe der Unternehmer sei "nicht die Beschäftigungspolitik, sondern den Betrieb wirtschaftlich zu führen". In beschäftigungsintensiven Branchen sei das bei den derzeitigen Mitarbeiterkosten fast unmöglich, sagt Schellhorn.
Nachfragebasiertes Modell
Als Unternehmervertreter bedauert Schellhorn, dass nicht gemeinsam mit der Arbeitnehmerseite tragfähige Konzepte für mehr Beschäftigung ausgearbeitet werden können und stellt daher ein von der ÖHV entwickeltes Modell zur Debatte. Ausschlaggebend sei dabei die
Nachfrage: "Geöffnete Hotels benötigen viele Mitarbeiter, geschlossene keine. Also sollten wir die Nachfrage nach Hoteldienstleistungen forcieren", so Schellhorn. "Kultur und Natur sind unsere wichtigsten Gästebringer. Weder die Alpen noch regionales Brauchtum noch die österreichische Küche verschwinden im Herbst und im Frühjahr. Das muss in die Köpfe unserer Gäste", meint der ÖHV-Präsident. Dieses Umdenken erfordert die koordinierte Bewerbung des touristischen Angebots zwischen den Saisonen.
ÖHV-Modell: Mehreinnahmen statt Mehrkosten für öffentliche Hand
In das ÖHV-Modell sind die Bedürfnisse von Unternehmern, Mitarbeitern, Gästen und öffentlicher Hand eingeflossen. Abgestimmtes Marketing und eine auf einen Teil der Mitarbeiterkosten beschränkte und zeitlich befristete Anstoßfinanzierung sollen in einer Modellregion erprobt werden. "Die Mitarbeiter bekommen die geforderten Ganzjahresarbeitsplätze. Die Unternehmer bekommen die Chance, ganzjährig einen Return on Investment aus ihren Betrieb zu ziehen", so Schellhorn. Für die öffentliche Hand würden keinerlei zusätzliche Kosten entstehen, im Gegenteil würden die Arbeitgeber für die zusätzlichen Versicherungsmonate Lohnsteuer sowie Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile abführen.
Das Geld soll vom Markt kommen, nicht vom Staat
Die Bekämpfung des alljährlichen Beschäftigungsrückgangs zwischen Sommer und Winter könne nur von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gemeinsam bewältigt werden, so Schellhorn: "Das gemeinsame Ziel heißt Ganzjahresbeschäftigung." Finanziert würde diese über die Nachfrage, hält Schellhorn dezidiert fest: "Wir wollen das Geld vom Markt, nicht vom Staat!" Konstruktive Beiträge aller Beteiligten seien "absolut erwünscht!"
Schenner zur bisherigen Wintersaison: Schwacher März knabbert an bisher gutem Ergebnis
26-04-2012
"Die inländischen Gäste haben das Nächtigungsergebnis im März gerettet", kommentiert Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die heute von der Statistik Austria präsentierten Ergebnisse der bisherigen Wintersaison. Das prinzipiell positive Saisonergebnis (November 2011 bis März 2012) von plus 2,1 Prozent bei den Nächtigungen und plus 5,1 Prozent bei den Ankünften im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, so Schenner, "dass wir gerade erst wieder dabei sind, das Top-Ergebnis von 2008 zu erreichen." Dennoch sei es natürlich erfreulich, dass die Nächtigungszahlen sowohl bei den ausländischen Gästen (plus 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) als auch - vor allem - bei den inländischen Gästen (plus 3,1 Prozent) zugenommen haben. Der Rekordkurs bei den Nächtigungen inländischer Gäste bestätigt unseren Kurs, auf den Inlandsmarkt zu setzen", so Schenner.
Ein Wermutstropfen für den WKÖ-Tourismus-Sprecher ist das magere Ergebnis der deutschen Gäste im März, auch wenn das deutliche Minus von 8,7 Prozent bei den "deutschen" Nächtigungen im Vergleich zum März-Ergebnis 2011 insbesondere auf eine Ferienverschiebung in Bayern von März auf Februar zurückzuführen ist. "Da haben uns die inländischen Gäste wieder einmal rausgerissen - dafür möchte ich mich bei den österreichischen Gästen herzlich bedanken, denn sie sichern damit Arbeitsplätze im eigenen Land", kommentiert Schenner die Nächtigungszuwächse der inländischen Gäste im März um 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Abgerechnet werde allerdings - wie immer - erst nach Saisonende, schließt WKÖ-Schenner seine Bilanz.
Entscheidend für die weitere positive Entwicklung der heimischen Tourismuswirtschaft sei, so Schenner, die weitere Professionalisierung der Zusammenarbeit zwischen Bund und Bundesländern sowie auch zwischen den einzelnen Bundesländern. Deshalb erwarte er mit Spannung den heute, Donnerstagabend, von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner in Schladming präsentierten Zwischenstand der Tourismusstrategie.
Mitterlehner zu Tourismuszahlen: Neue Rekorde bei Ankünften und Inländer-Nächtigungen
26-04-2012
"Das Urlaubsland Österreich ist beliebter denn je. Trotz der international schwierigen Wirtschaftslage und des steigenden Wettbewerbs mit anderen Destinationen sind in dieser Wintersaison mehr Gäste als je zuvor zu uns gekommen", betont Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner angesichts der heute präsentierten Zahlen der Statistik Austria. Von November 2011 bis März 2012 sind die Ankünfte um 5,1 Prozent auf 14,3 Millionen gestiegen. Neue Bestwerte gab es bei in- und ausländischen Gästen. Bei den Nächtigungen gab es einen Anstieg um 2,1 Prozent auf 56,8 Millionen, womit das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten erreicht wurde. Bei den Inländer-Nächtigungen gab es mit 13,1 Millionen sogar ein Rekordniveau. "Damit lassen die Österreicher in wirtschaftlich turbulenten Zeiten viel Kaufkraft im Land", so Mitterlehner.
Trotz der guten Daten sind weitere Anstrengungen notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit zu halten. "Die Beliebtheit Österreichs im Winter steigt kontinuierlich, aber ein Ausruhen auf den Erfolgen wäre der falsche Weg", betont Mitterlehner. "Die Umsatzentwicklung hält nicht mit den steigenden Ankünften und Nächtigungszahlen mit. Der Trend zu Kurzaufenthalten hält an. Darauf muss die Tourismuswirtschaft künftig noch stärker mit gezielten Angeboten, Marketing-Schwerpunkten und Innovationen reagieren", so Mitterlehner abschließend.
Mitterlehner: Gutes Investitionsklima und Finanzierungen stärken Wachstum
25-04-2012
"Die Stimmung in der österreichischen Wirtschaft ist gut. Kreditverhalten, Finanzierungen, Investitionen und Auftragslage zeigen, dass unsere Unternehmen gut aufgestellt sind", sagte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner heute in einer Pressekonferenz mit den aws-Geschäftsführern Bernhard Sagmeister und Johann Moser. "Daher bin ich zuversichtlich, dass wir heuer die WIFO-Prognosen übertreffen und bei rund einem Prozent BIP-Wachstum liegen werden, wenn nicht noch auf der internationalen Ebene ein größeres Problem auftaucht", betonte Mitterlehner, der hier insbesondere auf die Angebote der Förderbank Austria Wirtschaftsservice (aws) verwies. "2012 kann die aws Wachstum und Investitionen der Unternehmen mit rund einer Milliarde Euro für Darlehen, erp-Kredite, Haftungen und Zuschüsse unterstützen."
Dazu betonte Mitterlehner, dass es derzeit auf Basis der Daten von Oesterreichischer Nationalbank (OeNB) und WIFO keine Kreditklemme in Österreich gebe. Laut OeNB lag das Kreditwachstum bei Unternehmen zuletzt über dem Schnitt der Eurozone. Auch beim Anteil der Bruttoanlageinvestitionen am BIP lag Österreich im Vorjahr gemäß einem aktuellen Eurostat-Vergleich auf dem ersten Platz unter 27 EU-Ländern. "Das Investitionsverhalten ist ein wichtiger Indikator für eine gute Stimmung in der Wirtschaft und zeigt, dass die Betriebe den Strukturwandel forcieren", so Mitterlehner.
Positive Förderbilanz, erp-Kredite aufgestockt
Angesichts der höheren EU-Eigenkapitalvorschriften für Banken sowie der Basel-III-Regularien gewinnen die aws-Instrumente an Bedeutung. "Gerade in Branchen und Sektoren, in denen die Banken eher zurückhaltend sind, sichern zum Beispiel die aws-Haftungen und zinsgünstige ERP-Kredite die Finanzierung", so Mitterlehner. Dies betrifft insbesondere Innovationsprojekte, Gründer, Dienstleister sowie größere Wachstumsprojekte und Exporteure. "2011 hat die aws mit ihren Förderungen - Kredite, Haftungen, Zuschüsse - von 834 Millionen Euro ein Investitionsvolumen von rund 2,37 Milliarden Euro ausgelöst", so Mitterlehner zur Leistungsbilanz. Damit ist die Förderleistung gegenüber 2010 um 1,6 Prozent gestiegen, das Investitionsvolumen um 6,7 Prozent. Insgesamt wurden im Vorjahr 5.251 Projekte gefördert, womit rund 68.000 Arbeitsplätze gesichert und 7.344 geschaffen werden.
2012 werden beispielsweise die erp-Kredite von 530 auf 560 Millionen Euro aufgestockt. Der Zinsvorteil eines erp-Kredits beträgt, abhängig von Bonitäten und Sicherheiten des Unternehmens, rund zehn Prozent der Kreditsumme. Die tilgungsfreie Zeit zu Beginn der Kreditlaufzeit liegt bei zwei Jahren. Zudem belastet das vergebene erp-Kreditvolumen nicht das Budget, weil erp-Kredite aus den Rückflüssen des Sondertopfes vergeben werden, der Österreich seinerzeit von den USA im Rahmen des Marshall-Planes zur Verfügung gestellt wurde. Für den Tourismus stehen im Rahmen des ERP-Kreditvolumens heuer erstmalig 50 Millionen Euro zur Verfügung. Bisher waren es 33 Millionen Euro.
Die aws hat sich in den vergangenen Jahren laufend weiterentwickelt und ihr Angebot neu ausgerichtet. "Während man früher eher eine Rolle als Breitband-Finanzierer hatte, lag der Fokus in der Finanzkrise ab 2008 auf einer schnellen Unterstützung der Wirtschaft sowie der Förderung des Strukturwandels. Gerade dieser Schwerpunkt in Richtung Innovationen und Umbau der Wirtschaft wird heute weiter verstärkt", so Mitterlehner. Dazu unterstützt die aws österreichische Unternehmen stärker dabei, außerhalb der vertrauten Nachbarschaft zu investieren und zu expandieren. Instrumente dafür sind etwa die Internationalisierungsgarantie, der günstige erp-Investitionskredit sowie Serviceleistungen und Förderungen im Bereich Innovationsschutz. "Besonders bei kleineren KMUs konnte der Innovationscharakter gemessen an der aws-Förderleistung stark - um 65 Prozent - gesteigert werden" sagt aws-Geschäftsführer Bernhard Sagmeister.
"Durch die Aufstockung der erp-Kredite und die vorhandenen Spielräume im aktuellen aws-Haftungsrahmen sind die Mittel vorhanden, um zahlreiche erfolgreiche Projekte zu unterstützen. Hiermit können wir einen wichtigen Beitrag zur Ankurbelung der für ein Wirtschaftswachstum und zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit notwendigen Investitionstätigkeit österreichischer Unternehmen leisten" sagt aws-Geschäftsführer Johann Moser.
aws-Geschäftsführer Sagmeister und Moser: Serviceoffensive gestartet, Bearbeitungszeiten gesunken
Die aws hat damit begonnen, ein permanentes Kundenfeedback durchzuführen. Sämtliche Abläufe werden aus Kundensicht beleuchtet.
Die Befragung von aws-Kunden im Jahr 2012 zeigt, dass sich über 90 Prozent der Kunden mit der gesamten Förderabwicklung, mit der Kundenorientierung insbesondere hinsichtlich persönlicher Beratung, mit dem Mitarbeiter-Know how und auch im Vergleich zu anderen Förderstellen "zufrieden" oder "sehr zufrieden" gezeigt haben.
2010 wurde die Bearbeitungszeit um zehn Prozent reduziert. 2011 konnte dieser Wert nochmals um 15 Prozent verringert werden. Mit Ende 2012 wird die aws für drei Programme ein Online-Portal und damit die volle Online-Einreichungsmöglichkeit anbieten. aws-Kunden wird es dann möglich sein, jederzeit in den aktuellen Bearbeitungstand einsehen und ihre Daten verwalten zu können. Das aws Portal wird dann auch direkt über das Unternehmensserviceportal des Bundes zugänglich sein.
WKÖ-Schenner zu AK-Muhm: Rechnen - "Nicht genügend"
24-04-2012
"Die Behauptung von Werner Muhm, die Gaststättenpauschalierung sei ein Steuergeschenk für unsere Betriebe, entbehrt jeder Grundlage", kommentiert Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die gestrige Aussendung vom Direktor der Arbeiterkammer Wien, Werner Muhm und fragt sich: "Wie man bei 6.200 Betrieben, die laut VfgH-Erkenntnis 2009 die Pauschalierung in Anspruch genommen haben, auf 420 Millionen Steuergeschenk pro Jahr kommt, ist mir rätselhaft."
Die von Direktor Muhm angesprochenen 120.000 Euro Steuervorteil eines Betriebes seien nicht möglich, rechnet WKÖ-Schenner vor: "Die Bruttoumsatzgrenze beträgt 255.000 Euro pro Jahr. Tatsächlich habe die Studie Wöber, die in Erkenntnis zitiert wird, einen durchschnittlichen Gewinn über alle Betriebsarten von 4,6 Prozent der Nettoumsätze errechnet. Der Gewinn liege laut Studie daher bei etwa 10.200 Euro und bliebe nach dem Einkommenssteuergesetz (EStG) überhaupt steuerfrei." Die Aussagen von Muhm würden bedeuten, dass Betriebe gar 80 Prozent Gewinn machen würden. Tatsächlich sind es - wie in der Studie dargelegt - im Durchschnitt 4,6 Prozent pro Jahr. "Muhm verwechselt offensichtlich Brutto mit Netto, Umsatz mit Gewinn und diesen wieder mit der daraus zu entrichtenden Steuer", so Schenner.
Die Argumentation, dass von einem Fall auf die ganze Branche zu schließen ist, ist für Schenner schlichtweg falsch. Dazu kommt, dass das Finanzministerium und die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft (WKÖ), der Ansicht sind, dass die dem Verfahren zugrundeliegenden Fälle eigentlich gar nicht unter den Anwendungsbereich der Verordnung fallen würden. Es wurde lediglich in einigen wenigen Fällen die Pauschalierung angewendet, wo sie nicht berechtigt war. Vielmehr hatten die Betriebe in der Pauschalierung ganz korrekt ihre Steuern entrichtet.
"Wir stehen dem Finanzministerium jedenfalls gerne als verlässlicher Partner bei der Erarbeitung einer neuen Verordnung zur Verfügung", bekräftigt WKÖ-Schenner.
Hotel- und Gastgewerbe: Keine Bewegung bei neuerlichen KV-Verhandlungen
24-04-2012
Das im Rahmen der Kollektivvertragsverhandlungen für das Hotel- und Gastgewerbe unterbreitete Angebot der Verhandlungsleiter der Arbeitgeberseite, Helmut Hinterleitner und Klaus Ennemoser, den Mindestlohn im Hotel- und Gastgewerbe innerhalb von zwei Jahren auf 1.300 Euro anzuheben, wurde seitens der Gewerkschaft abgelehnt. Die Arbeitnehmervertretung hält an ihrer Forderung nach Anhebung des Mindestlohnes um über 20 Prozent grundsätzlich fest - lediglich beim Zeitrahmen zeigt man sich gesprächsbereit. Für WKÖ-Gastronomiesprecher Hinterleitner völlig unverständlich: "Bei betrieblichen Lohnkostenanteilen von bis zu 45 Prozent gefährdet diese überzogene Forderung Betriebe und Arbeitsplätze."
Bedauerlich für die Wirtschaftskammer-Vertreter sei auch der unsachliche Stil des Verhandlungspartners in den bisherigen drei Verhandlungs-Runden sowie die Tatsache, dass nicht von polemischen Unterstellungen, die die gesamte Branche in Misskredit bringe, abgewichen worden sei. Dies lasse jegliche Wertschätzung für die auch international anerkannten Leistungen der Betriebe in der Tourismusbranche vermissen. Das Hotel- und Gastgewerbe zeichne sich durch vielfältige Karrieremöglichkeiten und Beschäftigungsmodelle aus und biete den Mitarbeitern neben einer leistungsgerechten Bezahlung, Abwechslung und ein attraktives Arbeitsumfeld. Keinesfalls eine Selbstverständlichkeit, denn der raue internationale Wettbewerb macht sich im Hotel- und Gastgewerbe vor allem in Form eines jahrelangen Preisverfalls bemerkbar. Darüber können auch grundsätzlich positive Umsatz- und Nächtigungszahlen nicht hinwegtäuschen. Dennoch sind sich die Arbeitgeber ihrer Verantwortung bewusst und tragen diesem Gedanken mit dem Angebot einer Mindestlohnanhebung Rechnung. Für Hinterleitner und Ennemoser muss dies aber mit Augenmaß passieren und darf keinesfalls mit Jobvernichtung und Arbeitskräftefreisetzung Hand in Hand gehen. "Das ständige Schlechtreden der Branche seitens der Gewerkschaften demotiviert Unternehmer wie Mitarbeiter, schädigt das Image und gefährdet sichere Arbeitsplätze", appellieren die beiden Branchensprecher neuerlich zu mehr Sachlichkeit. Die Verhandlungen werden am 24. Mai fortgesetzt.
Mitterlehner: UNWTO-Auftrag an Universität Klagenfurt zeigt gute internationale Verankerung des Tourismus-Standorts Österreich
24-04-2012
Die Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen (UNWTO) startet gemeinsam mit dem Zentrum für Friedensforschung und -pädagogik an der Alpen-Adria Universität in Klagenfurt ein neues Forschungsprojekt, das mittels konkreter Fallstudien aufzeigen soll, unter welchen Umständen der internationale Tourismus zum Frieden beitragen kann. Ein entsprechendes Memorandum of Understanding unterzeichneten UNWTO-Generalsekretär Taleb Rifai und die Dekanin der Fakultät für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung der Universität Klagenfurt, Verena Winiwarter, am Dienstag im Wirtschaftsministerium in Wien. "Damit wird ein wichtiger Aspekt des weltweiten Tourismus in Österreich erforscht. Die Kooperation mit der UNWTO auf diesem Gebiet unterstreicht die gute internationale Verankerung des Tourismus-Standorts Österreich und die Kompetenz der beauftragten Forscher in Klagenfurt", betont Tourismusminister Reinhold Mitterlehner.
Der General- Sekretär der UNWTO, Taleb Rifai, betont das Potential des Tourismus zur Friedenskonsolidierung und Österreichs einzigartigen Standortvorteil, um ein solches Projekt zu implementieren, dank seiner Tourismuskompetenz sowie der Einrichtungen im Bereich Friedensforschung.
"Tourismus kann ein äußerst wirksames Instrument in der Friedensförderung sein, das Menschen weltweit zusammenführt, um Ideen und Einstellungen auszutauschen und andere Ansichten kennenzulernen. Dieser Austausch ist die Grundlage für gegenseitiges Verständnis und Toleranz.."
Der wohlstandsfördernde Aspekt des Tourismus ist am Beispiel Österreichs mit rund 126 Millionen Nächtigungen im vergangenen Jahr und einem Anteil von 7,4 Prozent am BIP klar ersichtlich. Darüber hinaus sind touristische Kooperationen und interkulturelle Begegnungen durch Reisen eine wichtige Form von Konfliktprävention. "Wir wollen daher zeigen, wie der Tourismus neben der wirtschaftlichen und regionalen Entwicklung auch zu Konfliktprävention und Versöhnung beitragen kann", so Werner Wintersteiner, Leiter des Zentrums für Friedensforschung und -pädagogik. Denn "Reisen ist die Sprache des Friedens", habe schon vor mehr als einem halben Jahrhundert Mahatma Gandhi befunden.
ÖHV-Praktikerseminar: Positionierte Hotels erzielen bessere Preise und behaupten sich erfolgreich am Markt
24-04-2012
Generalisten, die den Massenmarkt bedienen sind beim Gast nicht mehr gefragt, der Trend geht eindeutig hin zum Angebotsspezialisten. Das eintägige Praktikerseminar macht Hoteliers fit für die aktuellen Anforderungen des Marktes.
Gerade in Zeiten stagnierender Umsätze und starkem Verdrängungswettbewerb wird es eng für 08/15 Betriebe. Die wichtigste Aufgabenstellung für ein Hotel ist deshalb die erfolgreiche Abgrenzung zu Mitbewerbern und die Entwicklung eines eigenständigen Profils. Definition allein über den Zimmerpreis ist heutzutage zu wenig. Wichtiger ist, sich von der breiten Masse abzuheben und nicht wie ein Gemischtwarenhändler mit einem viel zu breitem Angebots- und Leistungsspektrum aufzutreten – das ist das Gebot der Stunde. Weniger ist mehr, denn Hoteliers, denen es aus Gästesicht an einem unverwechselbaren Profil mangelt, setzen sich unnötig einem Preis- und Verdrängungswettbewerb aus, der sich negativ auf die Erlöse und damit auf die Entwicklung des Unternehmens auswirkt.
Spezialisierung statt Überservicierung
Angebotsspezialisten fokussieren auf Nischenmärkte unter Berücksichtigung aktueller Trends und Gästeneigungen. Beim Praktikerseminar lernen die Teilnehmer, auch bei scheinbar austauschbaren Hotelleistungen den Betrieb eigenständig zu positionieren. Dabei muss er auf seine Stärken setzen, diese mit seinen Interessen und Fähigkeiten kombinieren und anschließend daraus für spezielle Gästegruppen ein inhaltlich attraktives Angebot entwickeln. Denn nur so können bessere wirtschaftliche Ergebnisse erzielt werden.
Fünf Punkte auf dem Weg zur perfekten Positionierung:
- Die Stärken erkennen, die der Schlüssel zum Erfolg sind
- Kreativer Prozess zum Erarbeiten von eigenständigen Hotelleistungen
- Analyse von Zielgruppen. Gibt es für meine Leistung eine zahlungskräftige Zielgruppe und wie erreiche ich diese?
- Die nötigen Innovationen zu der Kernleistung entwickeln
- Klare Marketingmaßnahmen zu klarer Gestaltung
Und das sind die Experten, die die ÖHV gewinnen konnte:
Dr. Christoph Nussbaumer (Dr. Christoph Nussbaumer Strategy Consultants GmbH) beleuchtet, wie man Strategiekonzepte entwickelt und erfolgreich umsetzt.
Dipl.-Bw (FH) Lukas Waldschütz (Zarges von Freyberg GmbH) zeigt auf, wie man sein Unternehmen perfekt positioniert und profiliert. Einzigartigkeit ist dabei der Schlüssel zum Erfolg.
Jakob Schmidlechner (Hotel Mohrenwirt am Fuschlsee) hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und aus einem gutbürgerlichen Hotel im Salzkammergut das erste Rennrad- und Triathlon-Hotel in Österreich umgesetzt. Beim Seminar lernen die Teilnehmer die dafür notwendigen Positionierungsschritte, von der Ideenfindung bis zum gezielten Marketing ausgereichtet auf die Zielgruppe, kennen.
Das ÖHV-Praktikerseminar „Strategie und Positionierung“ findet am Donnerstag, 24. Mai, im Austria Trend Hotel Congress in Innsbruck statt. Das Seminar ist ganztägig, Unterlagen und Verpflegung sind in den Kosten von Euro 350,- für ÖHV-Mitglieder, Euro 420,- für Gäste, Euro 260,- für UNA/AKA-Teilnehmer und –Absolventen, bereits enthalten.
Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
Anmeldung: Barbara Diallo-Strobl, Tel.: +43 (0)1 533 09 52-13,
E-Mail: barbara.diallo-strobl@oehv.at
Tiroler Wintertourismus steuert auf Rekordergebnis zu
23-04-2012
Mit rund 23,3 Mio. Nächtigungen (+ 2%) und 4,76 Mio. Ankünfte (+ 5,4%) wurden in der vergangenen Wintersaison von November bis März bisher schon deutliche Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Nach Auswertung des Ostergeschäfts im April könnte sich sowohl bei den Ankünften als auch bei den Nächtigungen ein neuer Rekordwinter abzeichnen. Das Tiroler Tourismusbarometer weist zudem bei den Umsätzen landesweit ein Plus von 4,4% aus.
Da Ostern heuer in den April fiel, ist es für ein endgültiges Winterfazit noch zu früh. Aber bereits jetzt zeichnet sich ein neuerliches Rekordergebnis im Tiroler Wintertourismus ab: Gerechnet nach den Ankünften liegt die bisherige Saison November 2011 bis März 2012 im Gesamtvergleich seit 1984 ganz vorne. Und auch die Nächtigungsbilanz gibt Anlass zur Freude: Vergleicht man das vorliegende Ergebnis mit den Jahren in denen die Osterergebnisse ebenfalls in den April entfielen liegt die bisherige Wintersaison ebenfalls an erster Stelle.
Die ganz aktuell von der Wirtschaftkammer durchgeführte Befragung spiegelt die Statistik wieder: "Über 80% der befragten Tiroler Hotels bezeichnen die Wintersaison 2011/2012 als besser oder zumindest gleich erfolgreich wie die vorangegangene Saison." so Spartenobmann Harald Ultsch.
Nach einer aktuellen Umfrage der Tirol Werbung in wichtigen Wintersportregionen des Landes dürfte das Ostergeschäft im April heuer aufgrund des früheren Termins besser gelaufen sein als im Vorjahr. Allerdings könnten die schlechte Witterungslage bis Ostermontag wieder spontane Kurzreisen und Zusatzgeschäfte vereitelt haben - ein endgültiges Fazit zur vergangenen Wintersaison lässt sich also noch nicht ziehen.
Tirols Tourismusreferent und Landeshauptmann Günther Platter sieht im vorliegenden Ergebnis jedenfalls ein erfreulich starkes Signal des führenden Wintersportlandes Nummer 1 der Alpen: "Tirol stellt seine Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Kontext eindrucksvoll unter Beweis. So trägt die Tiroler Tourismuswirtschaft entscheidend zum Wohlstand in unserer Region bei. Am Ende dieser Saison gilt es allen im Tourismus Tätigen einen herzlichen Dank zu sagen - denn ohne deren Einsatz und Engagement wäre ein derart beeindruckendes Ergebnis nicht möglich!" Und auch Josef Margreiter, GF der Tirol Werbung, betont die hohe Anziehungskraft des Landes: "Tirol behauptet sich trotz global schwieriger wirtschaftlicher Entwicklungen als führende Wintersportmarke mit Innovationen im Angebotssegment aber auch Investitionen im Bereich Qualität und Infrastruktur!"
In wichtigen Hauptherkunftsmärkten wurden in der bisherigen Wintersaison (November bis März) erfreuliche Zuwächse erzielt. Der Hauptquellmarkt Deutschland bilanziert derzeit mit deutlichen Gewinnen bei Ankünften (+ 5,9%) und bei Nächtigungen (+ 1,3%). Auch Gäste aus Österreich verbrachten mit Steigerungen bei Ankünften (+ 6,1%) sowie Nächtigungen (+ 7,4%) deutlich öfter ihren Winterurlaub in Tirol. Zuwächse sind zudem in der bisherigen Wintersaison aus Großbritannien (AK + 6,8%; ÜN + 4,2%), Russland (AK + 12,9%; ÜN + 11,2%), Tschechien (AK + 7%; ÜN + 5,6%) sowie Frankreich (AK + 6,9%; ÜN + 5%) und Italien (AK + 7,6%; ÜN + 1,8%) zu registrieren. Nicht zuletzt aufgrund des günstigen Franken-Wechselkurses gab es auch aus der Schweiz deutlich mehr Gäste - bei den Ankünften wurde ein Plus von 16,1% und bei den Nächtigungen ein Plus von 15,9% registriert.
Zuwächse bei den Ankünften, aber Rückgänge bei den Nächtigungen wurden aus den Niederlanden (AK + 0,2%; ÜN - 1,4%) und Belgien (AK + 5,2%; ÜN - 2,7%) gezählt. Nächtigungsrückgänge gab es bei Gästen aus Dänemark (- 6,2%) sowie Polen (- 8%). Zu den Gewinnern der bisherigen Wintersaison zählen die 5/4-Stern Betriebe, die mit einem Plus von 3,5% deutliche Zuwächse bei den Nächtigungen verbuchen konnten. Gewerbliche Ferienwohnungen (+ 2,9%) und private Ferienwohnungen (+ 1,9%) verzeichneten ebenfalls Nächtigungssteigerungen. Damit bestätigte sich auch in dieser Wintersaison der Trend zur Ferienwohnungen als auch zu qualitativ hochwertigen Unterkünften.
Nachfrage nach Alpenurlaub steigt, Tiroler Bergsommer wird forciert
Anlässlich der ITB 2012, der weltgrößten Tourismusmesse, zeigten sich die deutschen Reiseveranstalter optimistisch. Die Nachfrage nach Alpenurlauben steige weiter an. Deutlich im Trend liegt der aktive sowie Familienurlaub. Lediglich die Nachfrage nach Mittelmeerdestinationen stagniere.
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnte auch der Tiroler Tourismus in der letzten Sommersaison 2011 eine sehr zufriedenstellende Bilanz ziehen: Mit knapp 4,5 Mio. Ankünften (+4,4%) zwischen Mai und Oktober 2011 ging die beste Sommersaison - gemessen an den Gästeankünften - in der Geschichte des Tiroler Tourismus zu Ende. Auch die Nächtigungen lagen mit 18,06 Mio. leicht über dem Vorjahresergebnis (+1,6%) - das entsprach in absoluten Zahlen einer Steigerung von knapp 280.000 Übernachtungen. Diese Entwicklung der Ankünfte und Nächtigungen spiegelt klar den Trend zu kürzeren Urlauben wider.
Auf Basis einer von der Tirol Werbung durchgeführten Befragung unter 350 Tiroler Touristikern zur Einschätzung der Buchungslage zur kommenden Sommersaison 2012 zeigt sich ein stabiles Stimmungsbarometer: Rund 45% der befragten Betriebe halten derzeit bei einem ähnlichen Buchungsstand wie im Vorjahr, 16% konnten bisher sogar mehr Buchungen generieren. Knapp 30% der Betriebe bezeichnen die derzeitige Buchungslage als schlechter als im Vorjahr, was sicherlich auch auf den allgemeinen Spätbuchertrend zurückzuführen ist. Das Ergebnis entspricht damit in etwa jenem vom Vorjahr.
Auch hier liefert die aktuellen Befragung der Wirtschaftskammer ähnliche Ergebnisse: Für 85% der befragten Betriebe sind die Aussichten und Erwartungen an die bevorstehende Sommersaison gleich oder sogar besser wie für den Sommer 2011.
Unter dem Titel "Bergsommer Tirol" startet die Tirol Werbung 2012 eine breit angelegte und langfristig ausgerichtete Kampagne, die Lust macht, den Sommerurlaub in Tirol zu verbringen. Mit einem umfassenden Maßnahmenpaket aus Information, Animation und Aktion wird das Herz der Alpen mit dem Image einer attraktiven Ganzjahresdestination aufgeladen. Der Begriff "Bergsommer Tirol" soll dabei als die übergreifende Klammer für die Vielfalt des Tiroler Sommerangebotes fungieren, die Themen bündeln und Tirol als facettenreiche Sommerdestination in den Köpfen der Zielgruppen noch stärker etablieren. Forciert werden dabei insbesondere folgende vier Themenfelder: "Erobern" (sportliche aktive Urlauber); "Fühlen" (Naturerlebnis, Gesundheitsurlaub); "Entdecken" (Familienangebote); "Genießen (Kulturhighlights und Gaumenfreuden).
Zusätzlich zum umfassenden internationalen Marketingprogramm startet die Tirol Werbung zudem mit 55 Tiroler Betrieben und 10 Regionen eine Werbeoffensive, die auch mit Sondermitteln des Landes ausgestattet wurde. Damit soll der aktuelle Boom von Schweizer Gästen sowie die günstige Kursentwicklung des Schweizer Franken genützt werden, um die Marktposition Tirols bei den Eidgenossen nachhaltig auszubauen.
Ein weiterer starker Impuls zur gemeinsamen touristischen Vermarktung des Alpenraums gerade auch im Sommer wird mit der neuerlichen Austragung von "theALPS" (13. Und 14. September 2012) gesetzt, die sich in allen Veranstaltungsbereichen (Symposium, Award und Handelsraum) mit dem fairen, nachhaltigen Wirtschaften im europäischen Alpenraum beschäftigen wird.
Steuerpauschale für Gaststätten gekippt
23-04-2012
Schlechte Nachricht für rund 7.000 Wirte und Hotelbesitzer: Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat eine Verordnung der Finanzministerin, die eine steuerliche Pauschalierung für Gaststätten- und Beherbergungsbetriebe ermöglicht, als gesetzeswidrig aufgehoben. Das Höchstgericht hat eine Reparaturfrist bis zum 31. Dezember 2012 gesetzt. Wie die neue Verordnung aussehen könnte, darüber wollte Finanzministeriumssprecher Harald Waiglein noch nicht spekulieren. "Wir müssen das jetzt einmal analysieren", sagte er.
Schon im März 2011 meldete der Unabhängige Finanzsenat Innsbruck in dieser Sache schwere Bedenken an und wertete die günstige Pauschalierung als Steuergeschenk. Bei einem Betrieb wurde in drei Jahren ein Steuervorteil aus der Pauschalierung von rund 360.000 Euro errechnet. Derzeit sieht die Pauschale - die bundesweit etwa 7.000 Betriebe nutzen - so aus: Wenn der Jahresumsatz 255.000 Euro nicht überschreitet, dann fallen jährlich für Einkommens- und Umsatzsteuer pauschal 10.900 Euro an.
Fern von wirtschaftlicher Realität
Nach Ansicht des VfGH hat der auf Grundlage dieser Regelung ermittelte Gewinnbetrag in einer großen Anzahl von Fällen nichts mehr mit den tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnissen zu tun. Außerdem hat das Finanzministerium im Verfahren vor dem Verfassungsgerichtshof nicht erklären können, welche Erfahrungswerte für die Verordnung zur Steuerpauschalierung herangezogen wurden. Die betreffenden Unterlagen zur Verordnung wurden nämlich vernichtet, erläuterte VfGH-Sprecher Christian Neuwirth.
Kostenanstieg bei Online-Buchungen: Hoteliers suchen Alternativen
20-04-2012
Österreichs Top-Hotellerie rüstet sich gegen Knebelverträge und steigende Kosten bei Online-Buchungen. Die ÖHV diskutierte mit Michael Simon, Mitglied der Geschäftsleitung von HRS, „HRS-freie Woche“-Gründer Christoph Biallas und anderen ausgewiesenen Online-Vertriebsexperten im Rahmen eines eintägigen Praktikerseminars.
Die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von HRS und die Erhöhung der Kommission um ein Viertel, ohne entsprechende Mehrumsätze, haben viele Hoteliers verärgert: „Noch nie haben sich so viele aufgebrachte Hoteliers bei uns gemeldet wie in den vergangenen Monaten. Keiner kann diesen Kostenanstieg mit einem Mehrwert für den Hotelier argumentieren. Die Suche nach Alternativen zu Online-Buchungsplattformen in den Betrieben läuft auf Hochtouren“, erklärt Thomas Reisenzahn, Geschäftsführer der ÖHV Touristik Service GmbH.
Heiße Diskussion und Top-Referenten
Dennoch war der Ansturm auf das ÖHV-Praktikerseminar im Castellani Parkhotel Salzburg überraschend. Ausschlaggebend waren das brandaktuelle Thema und die kompetenten Referenten: Auf der Tagesordnung standen die besten Strategien für den Onlineverkauf über die eigenen Vertriebskanäle sowie Fehlervermeidung, Bewertungsmanagement und Social Media-Monitoring. Michael Simon, Mitglied der Geschäftsleitung von HRS, verteidigte in seinem Einführungsvortrag mit anschließender Diskussion die AGB- und Kommissions-Änderungen. „HRS ist seit jeher Partner der mittelständischen Hotels. Wir haben nur die Steigerungen bei den Akquisitionskosten weitergegeben.“ Die Begeisterung der Hoteliers hielt sich in Grenzen. Simon wies auch auf die zunehmende Bedeutung mobiler Buchungen hin: „Wir erwarten, dass in drei Jahren 20% der Umsätze über mobile Endgeräte kommen.“
Mehr Rücksichtnahme auf Hotels gefordert
Für viel Gesprächsstoff sorgte auch, dass Online Travel Agents (OTAs) Werbung mit den Namen der Hotels machen und sich so bei Suchmaschinen die besten Positionen sichern wollen. Biallas, bekannt geworden durch seine Facebook-Seite „HRS-freie Woche“, nennt das „Daten-Klau“: Durch die Nutzung derselben Suchbegriffe für das Suchmaschinen-Marketing (SEM) steigen auch die Kosten für die Hotels. Die Änderungen bei der Verfügbarkeitsparität wurden ebenfalls diskutiert. In diesem Zusammenhang betonte Simon, dass „HRS zwischen hoteleigenen und hotelfremden Kanälen unterscheidet. Wir wollen nicht schlechter gestellt werden als andere hotelfremde Kanäle, sondern mitverkaufen.“ Außerdem heftig diskutiert: die in der TV-Werbung beworbene Stornomöglichkeit bis 18 Uhr am Anreisetag: Das weckt falsche Erwartungen beim Gast, können Hotels doch ihre eigenen Stornobedingungen einstellen.
Im weiteren Verlauf des Seminars erläuterte Gabriele Schulze, marketing4results, die besten Strategien für den Onlineverkauf und zeigte Erfolgsfaktoren auf. Online-Hotelmarketingexperte Biallas und Michael Anfang, Marketingleiter des Hotel Edelweiss & Gurgl, erklärten, wie mehr Direktbuchungen realisiert werden können. Bernhard Rieder von seekda zeigte die Wege zu kommissionsfreien Buchungen auf und präsentierte den neuen Google Hotelfinder.
OTAs gewinnen an Bedeutung, ÖHV zeigt Alternativen auf
Hoteliers haben oft kaum Alternativen zu OTAs, gewinnen diese doch im deutschen Sprachraum zunehmend an Bedeutung. Die ÖHV forciert daher seit Jahren einen ausgewogeneren Mix bei den Buchungskanälen und versucht die Betriebe zu einem deutlich höheren Anteil an Direktbuchungen zu bewegen: „Zwei Drittel der Buchungen laufen elektronisch ab, in jede dritte Buchung sind Partner integriert. Damit ist der Anteil der Nächtigungen, die über wenige, immer wichtiger werdende Vertriebsunternehmen zustande kommen, zu hoch, als dass man darauf verzichten könnte. So liefert man sich aus“, erklärt Reisenzahn und plädiert für eine ausgewogenere Balance zwischen hoher Reichweite und niedrigen Kommissionen. „Der Hotelier muss Herr über den Vertrieb seines Angebots sein, die besten Angebote sollten immer direkt beim Hotel buchbar sein“, ergänzte Michael Anfang.
Praxiswissen beim ÖHV-Lehrgang “Online-Vertrieb und Social Media”
Das starke Interesse am Online-Vertrieb wird bestehen bleiben, ist Reisenzahn überzeugt: „Solange es bei der Preisentwicklung und bei den Verträgen keinen Turnaround gibt, werden die Hoteliers Alternativen zu den OTAs suchen.“ Denn es sei unwahrscheinlich, dass die kürzlich erfolgten Änderungen der AGB, zum Nachteil der Hotels, die letzten waren. Die ÖHV setzt ihr Engagement für den Direktvertrieb daher auf allen Ebenen fort. Politisch kann die ÖHV einen Erfolg verbuchen: Der Nationalrat hat den Tourismusminister damit befasst, faire Wettbewerbsbedingungen im e-Tourismus sicherzustellen. Parallel dazu fährt die ÖHV eine Weiterbildungs-Offensive: In einem Lehrgang mit ausgewiesenen Experten erfahren Hoteliers, wie sie ihren Online-Auftritt optimal managen können. Der nächste ÖHV-Lehrgang „Online-Vertrieb & Social Media“ findet von 21. bis 24. Mai in Kitzbühel und von 18. bis 21. Juni im südlichen Bayern statt. Nähere Infos per E-Mail an lehrgang@oehv.at bzw. unter www.oehv.at/lehrgang.
Arcotel-Vorstand Manfred Mayer: "Wie lange können wir uns das noch leisten?"
20-04-2012
Mit stetig steigenden Nächtigungszahlen und Umsätzen der Wiener Tourismusbetriebe erhöht die Stadtregierung auch die Höhe der Mehrbelastungen. Verkannt wird dabei die Tatsache, dass der wachsende Umsatz unter anderem auch auf die steigende Zahl der konkurrierenden Betriebe zurückzuführen ist. Manfred Mayer, Alleinvorstand der ARCOTEL Hotel AG, stellt die Frage: "Wie lange können wir uns diese Mehrbelastungen noch leisten?"
Durch das Valorisierungsgesetz, das jährlich die automatische Anhebung der Kommunalgebühren vorsieht, die Erhöhung der Ortstaxe in Wien und die Verdreifachung der europaweit einzigartigen U-Bahnsteuer werden die Wiener Tourismusbetriebe spätestens ab 2013 mit erheblichen Mehrbelastungen zu kämpfen haben. "Interessant wäre dabei eine Aufstellung bzw. ein Konzept, wofür die Einnahmen aus der Abgabenerhöhung verwendet werden. Meiner Meinung nach sollten diese Vorgänge transparent gestaltet werden. Es sollte einen Bericht der Stadtregierung geben, in dem Monat für Monat die Ausgaben und der Nutzen für den Wiener Tourismus belegt werden. Pressemeldungen über erhöhte Nächtigungszahlen sind mir zu wenig!", ergänzt Manfred Mayer.
Obwohl der Tourismus mit mehr als 180.000 Beschäftigten ein besonders wichtiger Wirtschaftsfaktor für Österreich ist, belastet die Wiener Stadtregierung die Sparte mit Abgabenerhöhung. Im Hinblick auf die wachsende internationale Konkurrenz wäre aber genau das Gegenteil, die Senkung der Lohnnebenkosten und des Mehrwertsteuersatzes, wie in Deutschland, eher zielführend. Denn als Konsequenz müssten die Hoteliers entweder bei den Arbeitnehmern einsparen oder die Kosten auf die Gäste übertragen. "Ich denke beide Optionen wären keine ideale Lösung für Wien", so Manfred Mayer.
Mitterlehner will Angebote für Radtouristen verbessern
20-04-2012
Anlässlich der Eröffnung der Radsaison veröffentlicht das Wirtschafts- und Tourismusministerium unter dem Motto "Mit dem Rad durch Österreich" zwei neue Leitfäden für fahrradfreundliche Betriebe sowie zur Optimierung von Radrouten für den Tourismus. "Durch die Empfehlung neuer Kriterien und Leitlinien wollen wir eine noch stärkere Ausrichtung des Angebots auf die Anforderungen von Radtouristen unterstützen", sagt dazu Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner. Laut einer aktuellen Umfrage der Österreich Werbung verbringen mehr als zwölf Prozent der Sommergäste einen Radfahr- bzw. Mountainbike-Urlaub und sogar jeder Vierte ist mindestens einmal während seines Urlaubs mit dem Fahrrad unterwegs.
Die beiden neuen Ratgeber wurden auf Basis einer vom Tourismusministerium in Auftrag gegebenen Studie gemeinsam mit den Tourismuslandesstellen erarbeitet. Sie beinhalten eine Zusammenstellung von Empfehlungen von Mindestanforderungen und Zusatzkriterien. Nützliche Tipps aus der Praxis unterstreichen die Machbarkeit. "Ob Sport- oder Genussradeln, individuelle Radtouren mit Familie und Freunden oder geführte Gruppenradreisen - für alle Zielgruppen sind innovative Umsetzungsideen gefragt, wenn es darum geht, die regionalen Besonderheiten und das authentische Tourismusprodukt einer Destination hervorzuheben", so Mitterlehner. Die Leitfäden setzen dabei auf der Qualitätsoffensive auf, die bereits mit der Förderaktion Radtourismus 2010 gestartet wurde.
Hohe internationale Auszeichnung für sechs österreichische Radrouten
Das Angebot an Radwegen in Österreich umfasst rund 11.000 Kilometer, die teils schon über eine sehr gute Infrastruktur verfügen. Dieses qualitativ hohe Niveau wurde im März auch im Rahmen der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin (ITB) vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) gewürdigt. Sechs österreichische Radrouten wurden als die ersten ADFC-Qualitätsradrouten im Ausland ausgezeichnet. Dabei wurden der Donauradweg zwischen Passau und Wien sowie der Drau-, Mur-, Tauern- und Traisentalradweg mit vier von fünf möglichen Sternen ausgezeichnet. Der Neusiedler See-Radweg erreichte sogar Fünf-Sterne-Niveau. "Diese Auszeichnung ist eine wichtige und unabhängige Entscheidungshilfe für deutsche Radwanderer und zugleich ein Qualitätszeichen in der nationalen und internationalen Vermarktung touristischer Regionen" so Tourismusminister Mitterlehner abschließend.
Die beiden Leitfäden können in gedruckter Form via E-Mail unter tourism@bmwfj.gv.at bestellt oder von der BMWFJ-Webseite (http://www.bmwfj.gv.at/Tourismus/TourismusstudienUndPublikationen/Seiten/default.aspx) heruntergeladen werden.
WKÖ-Schenner: Tourismus als Arbeitgeber nicht schlechtreden
13-04-2012
"Wer den Tourismus als Arbeitgeber schlechtredet, hat die speziellen Strukturen, die unseren Arbeitsmarkt ausmachen, einfach nicht verstanden. Unsere Arbeitszeit orientiert sich nunmal an der Freizeit unserer Gäste", unterstrich Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), am Donnerstagabend vor Journalisten in St. Anton am Arlberg, die spezielle Situation des touristischen Arbeitsmarktes. Nur ein ausgewogenes Verhältnis von ganzjähriger Kernbelegschaft, saisonalen Arbeitskräften und Randbelegschaft sichert die Stabilität der Branche. Damit können auch die größten Herausforderungen im Hotel- und Gastgewerbe, nämlich Nachfrageschwankungen aufgrund von Saisonalität und Arbeitszeitspitzen, gemeistert werden, stellten Schenner und der Arbeitsmarkt-Experte Dominik Walch vom Institut für Höhere Studien (IHS) fest.
IHS-Zahlen belegen: Tourismus ist und bleibt Jobmotor über die Branche hinaus
Die Arbeitsmarktöffnung vom 1. Mai 2011 habe keine negativen Auswirkungen für inländische Arbeitskräfte mit sich gebracht - weder beim Arbeitsmarktstatus noch bei den Beschäftigungsmöglichkeiten, bilanzierte der WKÖ-Tourismus-Sprecher. Aktuelle Zahlen des Arbeitsmarkt Monitoring Tourismus des IHS im Auftrag der WKÖ zeigen eine dynamische Entwicklung des touristischen Arbeitsmarktes. Demnach haben die Beschäftigungsverhältnisse (inklusive geringfügig Beschäftigter) in der Hotellerie und Gastronomie von 2010 auf 2011 um 7.791 auf insgesamt 234.098 zugelegt. "Damit beweist der Tourismus einmal mehr seine Bedeutung als Job-Motor über die Branche hinaus", betonte Schenner.
Sowohl bei den Arbeitskräften aus den acht "neuen" EU-Ländern (plus 16.036) als auch bei den inländischen Arbeitskräften (plus 2.642) gab es 2011 im Vergleich zu 2010 kräftige Zuwächse. Umgelegt auf das Arbeitsvolumen (Ganzjahresanmeldeäquivalente), bedeutet dies einen Anstieg von 5.407 bzw. 1.190 ganzjähriger Beschäftigungsverhältnisse. "Diese Zahlen belegen, dass es zu einer qualitativen Verbesserung des Arbeitsmarktstatus der inländischen Arbeitskräfte gekommen ist. Ihr Anteil an Ganzjahres-Arbeitsplätzen ist im Verhältnis wesentlich höher als jener der Arbeitskräfte aus den neuen EU-Ländern", erklärte IHS-Experte Walch. Gleichzeitig konnte durch die Öffnung des Arbeitsmarktes die für die Branche so wichtige Randbelegschaft aufgestockt werden. Diese trage wesentlich zur Absicherung der Vollzeitarbeitsplätze bei, so Walch. "Ein Spitzenkoch kann ohne seine Küchengehilfen einfach nicht existieren.
Genauso wenig sind Großveranstaltungen oder traditionelle Feste ohne ausreichende Randbelegschaft (Servicehilfen, Studenten etc.) durchführbar", brachte es Schenner abschließend auf den Punkt.
"Tourissimus" 2012 mit über 6.000 EURO Siegerprämien
13-04-2012
Die Verleihung des Österreichischen Tourismus-Forschungspreises "Tourissimus" findet am 18. April 2012 am MCI in Innsbruck statt. Der traditionsreiche "Tourissimus" hat eine Zusatzkategorie bekommen, den "TUI Nachhaltigkeitspreis". Neben den touristischen Diplom- und Masterarbeiten werden Initiativen und Projekte ausgezeichnet, die einen Beitrag zur Nachhaltigkeit der Tourismusindustrie leisten.
Als Finalisten für den TUI Nachhaltigkeitspreis konnten sich im Vorauswahlprozess unter einer Vielzahl an Einreichungen Absolventen der FH Joanneum, der FH Salzburg, der WU Wien und der Tourismusschule Wifi-St.Pölten qualifizieren. Die Finalisten dürfen beim abschließenden Hearing am 18. April die eingereichten Arbeiten und Projekte vorstellen. Sie müssen sich dabei einer hochkarätigen Jury unter der Leitung von Dr. Peterleithner, Konzernsprecher der TUI Austria, stellen. Thematisch behandeln die ausgewählten Arbeiten nachhaltige Reiseformen (Wander- und Radtourismus), Destinationen/Regionen (NÖ bzw. steirisches Vulkanland) oder beschäftigen sich mit nachhaltigen Verkehrskonzepten.
In der Kategorie der Diplom- und Masterarbeiten setzten sich Absolventen der FH Kufstein, der WU Wien sowie des MCI Innsbruck durch. Auch die erfolgreichen Finalisten in dieser Kategorie werden von einer strengen Jury unter dem Vorsitz von Mag. Wolfgang Kleemann, Geschäftsführer der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank, neben dem WienTourismus einer der Hauptsponsoren des Tourissimus, auf Herz und Nieren geprüft. Die Themen sind spannender denn je: Es geht um zukünftige Trends im Schneesport, Pay-What-You-Want-Projekte (am Beispiel des Live-Quality-Check in Längenfeld) und die Anwendung von Conjoint-Analysen in der Reflexionsphase des Service Design Prozesses.
Die Rahmenveranstaltung setzt sich heuer mit dem höchst aktuellen Thema "Leadership & Unternehmertum im Tourismus" auseinander. Univ.-Prof. DI Dr. Hinterhuber wird sich mit der Frage beschäftigen, ob Leadership lernbar ist. Die Podiumsdiskussion moderiert Prof.(FH) Mag. Siller, Leiter des MCI Tourismus. Es diskutieren Frau Dr. Adamer-König (FH Joanneum), Dr. Braun (Destination Wattens), Dr. Ennemoser (Ennemoser Wirtschaftsberatung) sowie Erich Falkensteiner (Falkensteiner Michaeler Tourism Group).
Den Höhepunkt der Veranstaltung stellt die Prämierung der Siegerprojekte und die feierliche Überreichung des Tourissimus dar - wir sind gespannt, wer als "Tourissimus" der jeweiligen Kategorien aus dem Hearing-Prozess hervorgeht und freuen uns auf ein spannendes Finale!
Hotel- und Gastgewerbe: WKÖ ruft Verhandlungspartner zu mehr Sachlichkeit auf
13-04-2012
Die beiden Verhandlungsleiter für die Kollektivvertragsverhandlungen auf Arbeitgeberseite, Helmut Hinterleitner und Klaus Ennemoser, bedauern den neuen Verhandlungsstil der Gewerkschaften vida/GPA. "Nicht nur, dass an unrealistischen Forderungen wie einer über 20%-igen Erhöhung des Mindestlohnes, festgehalten wird, hetzt die Gewerkschaft auch gegen die gesamte Branche." Ein gemeinsamer vida/GPA-Folder gibt wörtlich den Warnhinweis ab, dass "die Arbeit in der Hotellerie und in der Gastronomie Gesundheit und Auskommen mit dem Einkommen gefährden."
Für Hinterleitner und Ennemoser ist diese Vorgangsweise unverantwortlich. Die Branche werde insgesamt diskreditiert. Während die Fachverbände Gastronomie und Hotellerie die bisher umfassendste Imagekampagne für Lehrlinge vorbereiten, beklagen sich die Gewerkschaftsvertreter über Nachwuchs- und Fachkräftemangel und schüren zeitgleich unzutreffende Behauptungen. Hinterleitner und Ennemoser: "Die Wirtschaftskammer ist bestrebt, den neuen Gegebenheiten am Arbeitsmarkt Rechnung zu tragen. Flexibilisierung ist ein Gebot der Stunde und entspricht dem Lebensgefühl vieler junger Menschen."
"Aufhetzen mit unzutreffenden Behauptungen und Einbunkern mit unrealistischen Forderungen entspricht nicht dem Geist unserer bisherigen sozialpartnerschaftlichen Zusammenarbeit. Bei bis zu 45% Lohn- und Gehaltskostenanteil im Gastgewerbe wäre eine derartige Erhöhung des Mindestlohnes für viele Betriebe schlichtweg existenzbedrohend. Die Sicherheit der Arbeitsplätze ist für die Gewerkschaften offenbar kein Thema mehr", betont Hinterleitner.
Ennemoser: "Wir verhandeln über zwei Seiten derselben Medaille. Die eine ist das von der Gewerkschaft geforderte Auskommen mit dem Einkommen, die andere ist die Leistbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit sowie die Sicherheit von Arbeitsplätzen. Offenbar schlägt die Gewerkschaft erstmalig in der Branche einen neuen Weg - frei nach dem Motto: "Verkauft's mein G'wand, ich fahr' in Himmel" - ein. Ohne Rücksicht auf die Folgen."
Die Wirtschaftskammervertreter appellieren für den nächsten Verhandlungstermin am 23. April an das Verantwortungsgefühl der Belegschaftsvertreter. Schließlich stehe nicht nur die Reputation Österreichs als attraktiver Tourismusstandort, sondern auch das Erfolgsrezept der heimischen Sozialpartnerschaft auf dem Spiel.
Hinterleitner und Ennemoser erinnern daran, dass Österreichs Wohlstand in erster Linie dem Fleiß seiner Bevölkerung, aber auch dem Augenmaß im politischen Umgang miteinander zu verdanken sei.
Tourismus Community Austria: Vernetzte Produkte sind mehr wert
10-04-2012
Unter dem Titel "Beyond Booking - Vernetzte Produkte sind mehr wert" sucht die Tourismus Community Austria (TCA) am Mittwoch, 2. Mai 2012, um 19.00 Uhr im Haus der Musik nach Synergien und Potenzialen, um den österreichischen Tourismus mitsamt seinen Regionen, Marken und Produkten zu stärken. Eine Chance, Gäste und Umsatz steigernden Mehrwert zu erzeugen, liegt in der digitalen Vernetzung der Produkte.
Die Markenartikelindustrie hat diese Möglichkeiten bereits erkannt und setzt sie in Form von spannenden Projekten um. Peter Post, Geschäftsführer von Scholz & Volkmer, Deutschlands größter inhabergeführter Multimediaagentur, wird in seinem Einleitungsstatement Beispiele erfolgreicher Vernetzung von Produkten und Erlebnissen skizzieren. Ein Laufschuh mit eingebautem Chip speichert beispielsweise Daten über Laufstrecken, im Internet werden diese Daten verglichen, Erfahrungen mit Produkten "rund ums Laufen" ausgetauscht, es bilden sich Communities. Damit entsteht, über das simple Produkt "Laufschuh" hinaus, Mehrwert - in Form von Erlebnissen, Beziehungen, Emotionen.
Besonders für die Tourismusbranche, die am laufenden Band Glücksmomente und Erlebnisse produziert, bietet die intelligente, kommunikative Vernetzung von Produkten neue Chancen, Gäste zu binden, aber auch, den Umsatz zu erhöhen. Was zwischen Buchung und Weiterempfehlung passiert, ob die digitale Vernetzung tatsächlich Mehrwerte schafft und damit zur Alleinstellung von Anbietern, Marken und Regionen beiträgt oder ob Erlebnisse durch Vernetzung einzigartiger werden, ist Inhalt der Veranstaltung.
Während der anschließenden Podiumsdiskussion mit namhaften Vertretern der Tourismuswirtschaft werden Möglichkeiten ausgelotet, die sich daraus für das "Tourismusprodukt" in Österreich ergeben. Dem Motto der Vernetzung bleibt man auch im Anschluss an die Diskussion treu: Es besteht die Möglichkeit, sich in entspannter Atmosphäre fachlich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.
Wirtschaftskammer Wien: Käsekrainer müssen bleiben!
05-04-2012
Die Sparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien protestiert gegen eine mögliche Umbenennung der Lieblingswurst, denn Slowenien will die auch in Österreich verwendete Bezeichnung "Krainer Wurst" als geschützte Herkunftsbezeichnung eintragen lassen. Das würde für Wiener Würstelstände bedeuten, dass man keine Käsekrainer mehr bestellen könnte. Dabei wurden die Käsekrainer Anfang der 80er Jahre in Österreich erfunden.
"Eine Umbenennung der beliebten Spezialität ist schlichtweg unmöglich. Die Wiener Würstelstände sind ein touristisches Markenzeichen von Wien und Käsekrainer dürfen im Sortiment nicht fehlen. Man kann ja auch nicht einfach das Wiener Schnitzel von der Speisekarte eines Wiener Beisls streichen. Die Frankfurter Würstel heißen in Deutschland übrigens Wiener Würstel und dass ist ja auch kein Problem. Der Verlust der Käsekrainer käme für die Gastronomie auf jeden Fall dem Verlust eines Kulturgutes gleich. Außerdem würde es für die Unternehmer einen enormen Absatzverlust bedeuten. Und die haben schon genug wirkliche Probleme, um die sie sich kümmern müssen", so KommR Ing. Josef Bitzinger, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der WK Wien.
T-MONA Studie: Gäste geben Urlaubsland Vorarlberg hervorragende Noten
05-04-2012
Die sehr gute Gesamtnote 1,6 erhält Vorarlberg von seinen Sommergästen. Sie kommen vor allem wegen der Landschaft, insbesondere der Berge, der Naturvielfalt und der Ruhe. Das ergab die im Sommer 2011 durchgeführte Gästebefragung. Diese zeigte auch, dass es beim Schlechtwetterangebot noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt.
"Wer in Vorarlberg Sommerurlaub macht, kommt vor allem wegen der Landschaft", bringt Brigitte Plemel, Marketingleiterin von Vorarlberg Tourismus, das Ergebnis der aktuellen T-MONA (Tourism-Monitor Austria) Gästebefragung auf den Punkt. Die Berge sind für 67 Prozent der Interviewten entscheidend für die Wahl des Urlaubsortes, gefolgt von Landschaft und Natur (58 Prozent), Ruhe (54 Prozent) sowie guter Luft und gesundem Klima (49 Prozent). 47 Prozent nannten die Gastfreundschaft als Hauptmotiv.
Im österreichweiten Vergleich schafft Vorarlberg für Naturgenuss und das Angebot an Spazier- und Wanderwegen die Bestplatzierung. Hervorragend abgeschnitten haben auch die öffentlichen Verkehrsmittel. Auch in den wichtigsten Bereichen wie Unterkunft, Gastronomie, Vielfalt und Qualität des Angebots sowie mit dem Preis-Leistungsverhältnis sind die Sommergäste sehr zufrieden. Insgesamt gaben sie dem Urlaubsland Vorarlberg die Gesamtnote 1,6 auf einer Skala von eins bis sechs.
Das erklärt auch, warum 70 Prozent der Befragten hier bereits zum wiederholten Male Urlaub machen, 90 Prozent wollen Vorarlberg als Urlaubsdestination weiterempfehlen. Insgesamt 822 Sommergäste wurden im Sommer 2011 zu ihrer Urlaubswahl befragt. Die Studie wird von der Österreich Werbung in Kooperation mit den neun Landestourismusorganisationen, dem Wirtschaftsministerium und der Wirtschaftskammer alle zwei Jahre durchgeführt.
Gäste sind mobil und spontan
"Die T-MONA Studie zeigt, dass wir mit unserem Angebot grundsätzlich richtigliegen", sagt Plemel. In manchen Bereichen sieht die Marketingleiterin jedoch Verbesserungspotenzial. Beim Schlechtwetterangebot, den Öffnungszeiten der Geschäfte, Einkaufsmöglichkeiten sowie bei Angeboten zur Kinderbetreuung schneiden andere Destinationen besser ab. "Ausflugstipps können wir durchaus großräumiger, über den Urlaubsort bzw. die Region hinaus, anbieten", sagt Plemel. "Unsere Gäste sind mobiler als die Anbieter glauben." Die Studie macht auch deutlich, dass Vorarlbergs Sommergäste spontaner geworden sind. 16 Prozent reisen an, ohne zu buchen. Ein Viertel der Gäste entscheidet sich innerhalb von 2 Monaten vor Reiseantritt. Nur noch zwölf Prozent buchen ein halbes Jahr oder länger voraus.
Die große Bedeutung des Internet für die Urlaubsplanung dokumentiert die Gästebefragung ebenfalls. "Haben bei der letzten Befragung noch 19 Prozent das Internet als wichtigste Informationsquelle genannt, sind es jetzt bei Erstbesuchern schon 39 Prozent", betont Plemel. Gebucht wird vorrangig bei der Unterkunft selbst (46 Prozent), dann folgen mit Abstand Buchungsplattformen und Portale (13 Prozent). "Eine bestens gepflegte eigene Website der Betriebe ist damit erfolgsentscheidend", sagt die Marketingleiterin.
Wunschgast ist schon da
Was Brigitte Plemel besonders freut, ist die Bestätigung der Zielgruppenstrategie. Vorarlberg Tourismus peilt den zahlungskräftigen Gast mit Sinn für das Schöne, den Genuss und ressourcenschonendes Leben an. "Established Postmaterialists" nennen Marketingexperten dieses Gästesegment. "42 Prozent unserer Gäste entsprechen bereits dieser Zielgruppe", sagt Plemel, "der Österreichdurchschnitt liegt bei 28 Prozent."
Zoover-Umfrage: Österreicher sind die beliebtesten Gastgeber Europas
05-04-2012
Europaweit beteiligten sich über 17.000 Besucher des Reiseportals Zoover an der Umfrage über die gastfreundlichsten Urlaubsländer. Die Nutzer der 23 internationalen Zoover-Seiten wählten dabei Österreich zur gastfreundlichsten Nation. England und Frankreich schafften es nicht in die Top 10 der beliebtesten Gastgebernationen.
Internationales Ergebnis
Die Zoover-Nutzer kürten Österreich mit 12,7% aller Stimmen zum Gesamtsieger in puncto Gastfreundlichkeit. Am beliebtesten waren österreichische Gastgeber aus Sicht der Deutschen, Niederländer, Tschechen und der eigenen Landsleute. Bei Schweizern, Belgiern, Dänen, Türken und Schweden schaffte es Österreich jeweils in die Top 3. Spanien und Belgien erzielten mit 10,6% bzw. 10,3% der Stimmen europaweit hohe Symphatiewerte und belegten folgerichtig die Plätze zwei und drei. England (5,0%) und Frankreich (4,5%) verpassten den Einzug in die Top 10 ebenso wie die Schweiz, die mit 3,7% das Schlusslicht des europäischen Vergleichs wurde.
Top 10 International:
- Österreich 12,7%
- Spanien 10,6%
- Belgien 10,3%
- Griechenland 9,6%
- Italien 9,3%
- Niederlande 9,1%
- Deutschland 7,4%
- Portugal 6,7%
- Polen 6,2%
- Skandinavien 6,1%
Deutsches Ergebnis
Während Österreicher, Spanier, Belgier, Italiener und Schweizer sich jeweils selbst auf Platz eins wählten, hielten 22% der deutschen Urlauber die Freundlichkeit der Österreicher für ausgeprägter als den Charme der eigenen Landsleute. In Frankreich (3%) und England (2%) fühlen sich die wenigsten deutschen Nutzer willkommen. Beide Nationen landeten nicht in der deutschen Top 10. Franzosen und Engländer bescheinigten den deutschen Gastgebern ihrerseits geringe Sympathiewerte. Im britschen Voting erhielt Deutschland 3%, von Frankreichs Urlaubern 4%.
Top 10 Deutschland:
- Österreich 22%
- Deutschland 21%
- Italien 8%
- Schweiz 8%
- Polen 7%
- Spanien 6%
- Niederlande 6%
- Griechenland 6%
- Skandinavien 5%
- Portugal 4%
Wirtschaftskammer Tirol: Riesiges Interesse für Hotelbewertungs-Seminare
02-04-2012
Die Fachgruppe Hotellerie der Wirtschaftskammer Tirol bietet seit Frühjahr seinen Mitgliedsbetrieben einen tollen Service: Bei den "HolidayCheck Trainings" wird der professionelle Umgang mit Hotelbewertungen und Online-Reputation geübt. Die Teilnahmegebühren werden von der Wirtschaftskammer übernommen. Die ersten fünf Termine waren innerhalb von Stunden ausgebucht. Für Herbst werden neue Termine angeboten.
"Dieses Seminar ist sehr wertvoll für jedes Unternehmen", "Ich konnte meine Angst vor Bewertungen abbauen", - so lauten die ersten Feedbacks von Teilnehmern an den Seminaren. Mag. Sabine Pinggera, Geschäftsführerin der Fachgruppe Hotellerie, erklärt die Motivation für das Seminarangebot: "Heute sind Hotelbewertungen bei der Buchung entscheidend. Mit den Trainings möchten wir einen Beitrag zur weiterhin positiven Qualitätsentwicklung im Tiroler Tourismus leisten."
Durchgeführt werden die Seminartage in Kooperation mit der Tourismuspartner GmbH. Diese ist exklusiver Seminarpartner des größten deutschsprachigen Hotelbewertungsportales, HolidayCheck. Alexander Fritsch, Geschäftsführer von Tourismuspartner, freut sich über die erfolgreiche Zusammenarbeit: "Der Tiroler Tourismus ist wieder einmal Vorreiter, wenn es um praxisorientierten Know-How-Transfer geht. Wir erleben aufgeschlossene Hoteliers, die die Wichtigkeit des Themas erkannt haben."
Die nächsten Termine der Wirtschaftskammer Tirol sind bis auf Restplätze für den Seminartag am 11. April in Lienz/Ostirol komplett ausgebucht. Aufgrund des großen Interesses sind weitere Termine im Herbst geplant.
Kärnten Werbung forciert Direktbuchungen mit neuem Modell: Kärnten Best-Preis-Garantie
30-03-2012
Den Wunsch der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), der mittlerweile auch im Parlament aufgegriffen wurde, Direktbuchungen über die Betriebe mit einer österreichweiten Buchungsplattform zu forcieren, sieht die Kärnten Werbung in der Kompetenz der Landestourismusorganisationen beziehungsweise der Tourismusregionen. Welches Konzept angewendet wird muss jedes Bundesland für sich entscheiden und auf die spezifischen Rahmenbedingungen der einzelnen Regionen eingehen.
Die Kärnten Werbung hofft, dass die Österreich Werbung kein eigenes Buchungsportal errichtet, sondern auf die Daten der neun Bundesländer zugreift und somit keine Parallelstrukturen entwickelt werden.
1. Bundesland mit Best-Preis-Garantie
In Kärnten werden wie in anderen Bundesländern von den Beherbergern beziehungsweise von den Regionen die verschiedensten Online-Buchungssysteme verwendet. Kärnten Werbung Geschäftsführer Christian Kresse: "Die meisten Kärntner Tourismusbetriebe und Regionen verfügen über Systeme bei welchem bei Direktbuchungen über den Beherberger zwischen null bis sechs Prozent an Buchungsprovisionen anfallen. Die Erfahrung zeigt oftmals, dass der Kunde nach umfassender Recherche auf den Landes-, Regions-, beziehungsweise Hotelwebseiten auf Onlinebuchungsportale wechselt und den Buchungsabschluss vornimmt, da hier zumeist auch günstigere Preise angeboten werden. Für den Unternehmer fallen dann zusätzliche Buchungsprovisionen von 12 bis 20 Prozent an."
Kresse: "Wenn Tourismusunternehmer die Buchungen über ihre eigenen Buchungssysteme in Zukunft steigern möchten, werden sie die gleichen Preise, die auf den einzelnen Buchungsportalen kommuniziert werden, auch auf ihren eigenen Webseiten anbieten müssen. Die Kärnten Werbung bietet den Kärntner Unternehmerinnen und Unternehmern mit dem Vermerk einer "Best-Preis-Garantie" auf ihren Portalen daher die Möglichkeit, die Direktbuchungen über die Hotelseite zu forcieren. Ziel der Beherberger kann es dabei nur sein, die Buchungsprovisionen zu ersparen."
Mehr Service für den Gast
"Wir möchten durch die Kärnten Best-Preis-Garantie unseren Gästen die Sicherheit geben, dass sie die angefragten Angebote zumindest zum gleich günstigen Preis wie auf den internationalen Buchungsplattformen auch bei direkter Buchung auf den Webseiten der Betriebe erhalten", informiert Kresse.
Mehr Wertschöpfung für Betriebe
Die Kärnten Werbung sieht die internationalen Buchungsportale als wichtige Partner im Online Vertrieb, hat aber das Interesse, den Gästen auch auf den eigenen Webseiten der Betriebe beziehungsweise der www.kaernten.at die Onlinebuchbarkeit zumindest zu den selben Preisen anzubieten. "Gäste, welche die Kärnten Werbung und die Hotellerie durch ihre Marketingaktivitäten akquirieren, sollen auch direkt bei den Betrieben buchen.
Unser erklärtes Ziel ist es, mit der Kärnten Best-Preis-Garantie die Wertschöpfung für die Unternehmerinnen und Unternehmer durch die Ersparnis der Provisionssätze, welche die Hoteliers an Systempartner zahlen, zu steigern", so Kresse, der sich über die Teilnahme bereits zahlreicher Kärntner Hotelbetriebe am Best-Preis-Garantie-Programm freut.
Tourismus-Staatsmeisterschaften 2012 in Krems: Heimische Lehrlinge auf Weltklasseniveau
27-03-2012
Nach zwei fordernden Wettbewerbstagen ist die Österreichische Staatsmeisterschaft der Lehrlinge in Tourismusberufen am 23.03.2012 mit einer Siegerehrung auf dem Donauschiff "MS Prinz Eugen", zu Ende gegangen. Während der intensiven Wettbewerbstage in der Tourismusfachschule Krems überzeugten die motivierten Lehrlinge mit Topleistungen: 24 Goldmedaillen, 32 Silbermedaillen und 22 Bronzemedaillen wurden vergeben.
Alle Teilnehmer - rund 80 Lehrlinge - haben nach einhelliger Meinung der Fachjury überzeugende Leistungen in den Bereichen "Küche", "Service" und "Hoteladministration" erbracht. Jedes Bundesland war in jeder Kategorie mit drei Kandidaten vertreten.
Neben einem dreigängigen Menü für zehn Personen, Service mit Küraufgaben wie Cocktailmixen und Flambieren, blieb es den Hotel- und GastgewerbeassistentInnen vorbehalten, im kaufmännischen Bereich samt simuliertem Gästegespräch zu reüssieren.
Der dieses Jahr erstmals vergebene Titel "Staatsmeister" ging in der Kategorie "Hotel- und Gastgewerbeassistent/-in" an Theresa Grömer vom Romantik Hotel Gmachl in Salzburg, den Bereich Service konnte die Salzburger Teamkollegin Bianca Ausserhofer vom Wasserhotel Völserhof für sich entscheiden. Der Steirer Felix Fließer vom Parkhotel Graz war bei den Köchen unschlagbar. Als besonderer Preis winkte neben Siegerpokal und Urkunde allen drei Gewinnern jeweils eine eigene Kreditkarte mit dem von einem der Sponsoren, PayLife, aufgeladenen Betrag von 3.000 Euro. Im Bundesländerranking führten dieses Jahr Tirol vor Salzburg und Vorarlberg.
"Bei solch hervorragenden Leistungen unserer jungen, motivierten Teilnehmer ist es nicht verwunderlich, wenn auch in den Führungsetagen von Hotel- und Gastronomiebetrieben auf der ganzen Welt immer wieder heimische Fachkräfte anzutreffen sind", freuen sich Helmut Hinterleitner und Klaus Ennemoser, die Obmänner der Fachverbände Gastronomie und Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
Mödlhammer zu Tourismus: "Zusammenarbeit mit Betrieben und untereinander ist entscheidend"
27-03-2012
Im Rahmen einer Pressekonferenz stellten heute, Dienstag, Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer, Tourismusforscher Peter Zellmann und der Bürgermeister von Lech am Arlberg, Ludwig Muxel, ein Strategiepapier vor, das Diskussionsgrundlage für die Entwicklung von Tourismusgemeinden sein soll. "Die Gemeinden stecken mitten in einem Strukturwandel", betonte Mödlhammer. Das wirke sich auch massiv auf die Tourismusgemeinden aus. "Für manche wird der Tourismus nicht die Rettung sein, für viele Gemeinden ist er aber natürlich auch eine Hoffnung, es bedarf hier vieler Investitionen, die auch von Gemeinden zu tätigen sind." Entscheidend dabei sei, so Mödlhammer, die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und den Tourismusbetrieben, aber auch die interkommunale Kooperation. "Es nützt nichts, wenn jede Gemeinde selbst versucht, Konzepte und Strategien zu erarbeiten. Erfolgreiche Markenbildung funktioniert immer nur gemeindeübergreifend."
Der Tourismus spielt für die österreichische Wirtschaft eine bedeutende Rolle. Die gesamte Wertschöpfung aus Tourismus- und Freizeitwirtschaft beläuft sich auf jährlich rund 40 Mrd. Euro, jeder fünfte Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt von diesen beiden Branchen ab. Für die 2.357 Gemeinden ist dieser Bereich besonders wichtig, sowohl hinsichtlich der Steuereinnahmen, vor allem aber auch, weil ein Großteil dieser Arbeitsplätze in regionalen Klein- und Mittelbetrieben besteht. 70 Prozent aller Nächtigungen entfallen auf Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern, erfolgreicher Tourismus ist also (nicht nur) in Ballungsräumen ein Faktor. Für erfolgreichen Fremdenverkehr und funktionierende Freizeitwirtschaft ist exzellente Infrastruktur nötig, die in der Regel von den Gemeinden bereitgestellt wird. 330 Mio. Euro wenden die Gemeinden für diesen Teil der Infrastruktur jährlich auf.
Dem entsprechend intensiv befasst sich die Arbeitsgruppe "Tourismus"
des Gemeindebundes seit Jahren mit relevanten Zukunftsfragen für die Tourismusgemeinden, zu denen nicht nur Nobel-Skiorte oder Badesee-Gemeinden zählen. "Wir haben in den letzten Jahren mehrere Grundsatzpapiere erarbeitet und veröffentlicht, in denen wir uns mit den Problemen und Anliegen der Tourismusgemeinden auseinandergesetzt haben", berichtet Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer. Dafür hat der Gemeindebund auch den Top-Experten Peter Zellmann, ein Fachmann in der Tourismus- und Freizeitforschung, als Begleiter engagiert. "Gemeinsam haben wir etwa die Tourismus-Modellregion Neusiedlersee umgesetzt."
Getränkesteuer: Die "neverending story"
Gerade angesichts dieser vielfältigen Bemühungen sei es besonders ärgerlich, dass es einige Punkte gibt, die seit Jahren nicht erfolgreich abgeschlossen werden können, sagt Mödlhammer. Dazu zählt unter anderem die Getränkesteuer. "Diese Steuer wurde im Jahr 2000 als EU-rechtswidrig aufgehoben", erinnert Mödlhammer. "Seitdem verhandeln wir um dauerhafte Ersatzlösungen, ohne, dass es zu tragfähigen Ergebnissen kommt. Immer, wenn wir dem Ziel nahe sind, gibt es dann doch wieder Einwände und Blockadehaltungen", beschwert sich Mödlhammer. "Man hat den Gemeinden, darunter natürlich auch vielen kleinen Gemeinden, eine faire Ersatzlösung versprochen. Im Moment scheint der Karren aber verfahren, das was am Tisch liegt ist eine latente Bevorzugung der Ballungsräume, die in vielerlei Hinsicht einfach nicht fair ist." Das Gesamtvolumen der Ausgleichszahlungen ist erheblich: "Hier geht's es um insgesamt 420 bis 440 Mio. Euro jährlich", so Mödlhammer.
"Davon sollen, so der Vorschlag des Gemeindebundes, rund 54 Prozent an die Gemeinden unter 10.000 EW und 46 Prozent an die Gemeinden über 10.000 EW gehen." Dauerhaft spricht sich der Gemeindebund für den Erhalt des Getränkesteuerausgleichs aus, die Basis für die Zuteilung der Mittel soll eine Umsatzerhebung sein. "Faktum ist, dass dieser Themenkomplex endlich gelöst werden muss, er bindet viele Ressourcen und nach 12 Jahren der Diskussion kann man schon ein Ergebnis verlangen", so Mödlhammer.
Masterplan für Infrastruktur auch für den Tourismus notwendig
Eine in den letzten Jahren wiederholt gestellte Forderung erneuerte Mödlhammer umso eindringlicher: "In der Raumordnung und Infrastrukturpolitik herrscht ein Dilettantismus, der bemerkenswert ist", ärgert sich Mödlhammer. "Kein Plan, keine Struktur, kein Konzept. So muss man das leider zusammenfassen." Einrichtungen wie Postämter, Bezirksgerichte, Bahnhöfe, Bahnlinien, Buslinien, u.v.m. würden reduziert und umgeschichtet werden, "ohne, dass jemand einmal den Blick auf das Ganze richtet. Wir brauchen einen Masterplan für Infrastruktur, der klipp und klar definiert, welche Einrichtungen wir an welchen Stellen in welchen Regionen brauchen. Das ist notwendig, um eine Minimalversorgung und eine Planbarkeit sicherzustellen", so Mödlhammer. "Das ist auch für den Tourismus ein wichtiges Thema."
"Es ist bedauerlich, dass wir ein Ministerium für Infrastruktur haben, das sich um das Thema Infrastruktur sichtlich zu wenig kümmert", so Mödlhammer. "Dieser Bereich besteht nämlich nicht nur daraus, sich zu überlegen, ob man zwei Tunnelprojekte braucht oder nicht. Er besteht auch nicht daraus, dass man Eisenbahnkreuzungsverordnungen bastelt, die die Gemeinden hunderte Millionen Euro kosten."
Sichtlich verschnupft ist Mödlhammer auch angesichts der Tatsache, "dass hier auch in der Raumordnungskonferenz ÖROK seit Jahren nichts weitergeht". Der Gemeindebund arbeite engagiert in dieser Einrichtung mit, "es gelingt uns aber leider nicht, uns mit den relevanten Fragestellungen durchzusetzen."
Kohl & Partner Wien, Podiumsdiskussion zum Thema "Endloses Wachstum" der Wiener Hotellerie
27-03-2012
Am 21. März 2012 begrüßte Mag. (FH) Martin Schaffer - Geschäftsführender Gesellschafter des Wiener Büros der Kohl & Partner Hotel- und Tourismusberatung - seine Podiumsgäste zu einer Diskussion zum Wachstumspotential des Wiener Hotelmarktes. Das Event fand in Kooperation mit der Tageszeitung Der Standard in den Räumlichkeiten der Premium-Apartments My Place City Center statt.
Moderiert von Bettina Stimeder, Chef vom Dienst Der Standard, wurden Herausforderungen und Wachstumschancen des Wiener Hotelmarktes diskutiert. Podiumsgäste waren:
- Michaela Reitterer (Landesvorsitzende ÖHV Wien)
- Martin Lachout (Vorstand Vienna International Hotelmanagement)
- Georg B. Muzicant (Geschäftsführender Gesellschafter Colliers International Österreich)
- Wolfgang Mitterberger (Head of Real Estate and Public Finance Raiffeisen Bank International)
In seiner Einführung in den Themenbereich verortete Mag. (FH) Martin Schaffer den Wiener Hotelmarkt im europäischen Vergleich. Bezüglich der Hotelkapazitäten liegt Wien nur im europäischen Mittelfeld, was besonders an der touristischen Intensität, gemessen an den Hotelbetten pro Einwohner, abzulesen ist. Hierbei liegt Wien mit 3,3 Betten pro 100 Einwohnern noch unter dem Durchschnitt von 3,8 und weit abgeschlagen hinter Städten wie Lissabon oder Amsterdam (6,4 bzw. 6,2 Hotelbetten pro 100 Einwohnern). Diese geringe Intensität ist in Kombination mit der stabilen Auslastung und einem dynamischen Nächtigungswachstum die Grundlage für Wiens Attraktivität für weitere Hotelentwicklungen.
Bezugnehmend auf den Titel der Veranstaltung bestätigte Wolfgang Mitterberger Potential für neue Hotelprojekte in Wien. Von seiner Warte aus gesehen sind neben dem Standort vor allem der Betreiber entscheidend. Besonders bei Managementverträgen ist der Track-Record eines internationalen Betreibers wichtig, da dieser bei Verhandlungen über Fremdkapital ausschlaggebend sein kann. Fremdkapital aufzustellen ist schwieriger geworden, nicht nur wegen der aktuellen Regularien sondern generell aufgrund des schwer zu kalkulierende Cash-Flows bei Hotel-Managementverträgen.
Ähnlich sieht Georg Muzicant die Situation. Er berichtete von weiter anhaltendem Interesse am Wiener Markt. Im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen herrscht in Wien ein klarer Nachholbedarf speziell im Luxussektor. Doch herrscht zurzeit ein Mangel an adäquaten Immobilien. Die zunehmende Präsenz von internationalen Betreibern sieht Georg Muzicant positiv und bedauert vor allem den Absprung von Shangri-La Hotels am Ring da dieses den kaufkräftigen asiatischen Markt hätte öffnen können. Doch ist Georg Muzicant auch davon überzeugt, dass mit nachfolgenden Projekten andere Märkte, zum Beispiel der nordamerikanische, gut bedient werden können.
Mit der Zunahme an Betten, Ankünften und Nächtigungen muss die lokale Infrastruktur mitwachsen. Davon sind Michaela Reitterer und Martin Lachout überzeugt. Erstens sei es nicht mit dem Bau von neuen Bahnhöfen allein getan, sondern man müsse auch mittelfristig eine Entscheidung für die dritte Startbahn am Flughafen Wien treffen.
Darüber hinaus müsse auch für eine Steigerung des touristischen Angebotes gesorgt werden. Hierbei wurde besonders auf die tatsächliche Erweiterung des Angebotes und nicht auf die Ausweitung von zum Beispiel Museen-Öffnungszeiten verwiesen. Eine Ausdehnung der Öffnungszeiten, speziell auf den Sonntag sollte eher im Einzelhandel diskutiert werden, so die Übereinstimmung am Podium.
Ein viel diskutiertes Thema war das Areal um den neuen Wiener Hauptbahnhof. Wenn man sich die geplanten Unterkünfte ansieht, geht Kohl & Partner von etwa 3.000 neuen Betten aus, vor dieser Schätzung warnt jedoch Georg Muzicant. Durch eine extrem hohe Nachfrage nach Standorten haben viele Investoren und Betreiber möglichst schnell große Projekte geplant und fixiert, was in einem übertriebenen Angebot enden könnte. Er erwartet einen stärker werdenden Verdrängungswettbewerb welcher den Markt korrigieren wird.
Dass dieses Wachstum nicht bei allen ankommt, zeigte Michaela Reitterer auf. Durch steigende Vertriebs-, Energie-, sowie Finanzierungskosten seien bestehende, wie auch neue Hotels betroffen. Endscheidend in diesem Wettbewerb ist auch die Motivation einiger Investoren betonte Herr Lachout. Ist der Erwerb nur als Anlage ohne große Renditeerwartung geplant oder dient der Hotelbetrieb in einem mixed-use Konzept nur der Abrundung des Angebots, tritt der Hotelbetrieb in den Hintergrund und die Preisdurchsetzung verliert an Priorität.
Mag. (FH) Martin Schaffer warnt vor weiteren "more-of-the-same"-Produkten welche weder Innovation noch eine klare Positionierung für sich beanspruchen können. Diese werden kaum konkurrenzfähig sein und dem gesamten Markt durch ihre niedrigen Preise schaden, denn dieser ist ihr einziges Verkaufsargument. Stattdessen rät er zu "Nischen-Produkten" die in Wien noch nicht vertreten sind. Hier führte er speziell das Thema temporäres Wohnen an, sowie in Wien noch nicht vorhandene Brands und Konzepte von international etablierten Firmen.
WKÖ-Schenner: Trotz guter Nächtigungszahlen müssen wir am Boden bleiben
26-03-2012
"So erfreulich die Steigerungen bei den Nächtigungen auf den ersten Blick sind - insgesamt müssen wir am Boden bleiben", analysiert der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Hans Schenner, die heute von der Statistik Austria präsentierten Tourismuszahlen der bisherigen Wintersaison November 2011 bis Februar 2012. Demnach stiegen die Nächtigungen in diesem Zeitraum auf 44,62 Mio. Nächtigungen, was ein Plus von 4,6 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode bedeutet.
Die Wahrheit über den Zustand des heimischen Tourismus sehe aber anders aus, so Hans Schenner (WKÖ): "Die Krise ist noch nicht überwunden. Wir haben noch immer nicht das Niveau des Winters 2007/2008 erreicht, in dem wir von November bis April 63,3 Mio. Nächtigungen verzeichnen konnten. In absoluten Zahlen haben wir im Vergleich zu 2008 an Terrain verloren und nicht gewonnen, was die Nächtigungszahlen der vergangenen Wintersaison 2010/2011, in der wir bei 62,1 Mio. Nächtigungen gelandet sind, belegen." Steigerungen aus der Schweiz und aus Osteuropa wurden gleichzeitig, so Hans Schenner, am deutschen Markt verloren. Konnten vor vier Jahren (Wintersaison 2007/2008) noch 25,7 Mio. Nächtigungen deutscher Gäste verzeichnet werden, so waren es im letzten Winter nur noch 23,5 Mio. Nächtigungen (minus 8,5 Prozent). "Und hätten wir nicht klugerweise bei der Tourismuswerbung den Inlandsmarkt Österreich forciert, säßen wir jetzt ordentlich im Eck", ist Hans Schenner überzeugt und legt noch nach: " Dabei haben mir die besonders G'scheiten erklärt, es gäbe kein Potential mehr am Inlandsmarkt. Nun meldet die Statistik Austria Rekordwerte bei Inländernächtigungen."
WKÖ-Schenner: "Unterm Strich bleibt Betrieben oft zu wenig übrig"
Der Aufschwung nach der Krise 2009 wurde zum Teil über den Preis erkauft und drückte damit auf die Rendite, spricht der WKÖ-Tourismus-Sprecher einen wunden Punkt bei den Beherbergungsbetrieben an. Die Steigerung bei den Energiepreisen tat das Übrige, womit trotz leichter Umsatzsteigerungen unterm Strich oft - trotz Plus - sogar weniger übrig geblieben ist. "Und was uns bleibt, wird wieder investiert, so ist das halt in unserer Branche", so Hans Schenner (WKÖ).
Große Hoffnungen setzt der Sprecher der heimischen Tourismusbetriebe in der WKÖ weiter auf den Inlandsmarkt
Sommerurlaub in Österreich müsse auch für die Österreicher attraktiv beworben werden. "Und für den kommenden Winter wünsche ich mir ein Ausweiten der Aktion 'Skifahren lernen in drei Tagen' der Allianz Zukunft Winter mit der Österreich Werbung. Vor allem in Deutschland soll wieder mehr Lust auf Schifahren gemacht werden", betont Schenner. Die Allianz Zukunft Winter wurde 2008 auf Initiative ihres Sprechers Franz Schenner mit der WKÖ-Tourismussparte, der Seilbahnwirtschaft, der Skiindustrie und den Berufsschischulen ins Leben gerufen, um dem Skisport mehr und neue Impulse zu geben.
Mitterlehner: "Strategie im Tourismus ist richtig"
26-03-2012
Von November bis Februar ist die Zahl der Nächtigungen im österreichischen Tourismus mit 44,62 Millionen erneut gestiegen, und zwar um 4,6 Prozent. Die Ankünfte legten um 4,5 Prozent auf 11,13 Millionen zu. Dazu maßgeblich beigetragen hat ein starker Februar, in dem die Betriebe 3,5 Millionen oder zehn Prozent mehr Gäste begrüßen konnten. "Diese Ergebnisse zeigen, dass unsere Strategie richtig war. Die Marketing-Schwerpunkte der Österreich-Werbung und weitere Investitionen in ein besseres Angebot lockten deutlich mehr Gäste aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien nach Österreich", sagt Tourismusminister Reinhold Mitterlehner. Die Zuwächse aus diesen Ländern sind zweistellig. Allein deutsche Gäste nächtigten im Februar um 25 Prozent häufiger in Österreich als im Vergleichszeitraum.
"Das Februar-Ergebnis ist besonders erfreulich, weil in diesem Monat aufgrund der Ferien ein Viertel aller Nächtigungen des Winters verbucht werden", so Mitterlehner. Ein Teil der Zuwächse sei zwar auf den zusätzlichen Tag des Schaltjahres und verschobene Ferienzeiten zurückzuführen. "Durch die gute Schneelage und das positive Image Österreichs wird die Wintersaison aber gestärkt. Der Tourismus konnte sich von der internationalen Schulden- und Finanzkrise jedenfalls abkoppeln." Bemerkenswert sei in diesem Zusammenhang, dass nicht nur das Schifahren, sondern auch der Städtetourismus boomt. So hat Wien heuer mit einem Zuwachs von 12,4 Prozent die bisher besten Februar-Zahlen erzielt.
Inlandsnächtigungen weiter auf Rekordniveau
Nicht nur ausländische Gäste sind in dieser Wintersaison wieder vermehrt nach Österreich gekommen. Auch die Österreicher selbst verbrachten erneut öfter als je zuvor ihren Urlaub im eigenen Land. Von November bis Februar stiegen die Ankünfte um 2,9 Prozent auf 3,35 Millionen und die Nächtigungen um 1,9 Prozent auf 10,31 Millionen. Die gute Schneelage und die vergleichsweise frühen Osterferien lassen auf einen erfolgreichen Winterausklang im April hoffen.
ÖHV-Reitterer zu KV-Abbruch: ÖGB-Provokationen nicht überbewerten
26-03-2012
„Übertriebene Forderungen der Gewerkschaft haben als Teil der KV-Runde schon fast Weltkulturerbe-Status: Ohne die würde uns etwas abgehen. Aber eine Erhöhung um mehr als 20 % ist absurd. Aber das wissen die Gewerkschafter selbst“, erklärt Michaela Reitterer, Landesvorsitzende der ÖHV Wien und in der KV-Runde als Verhandlerin für die Österreichische Hoteliervereinigung. Den Arbeitnehmer-Vertretern sei offensichtlich klar, dass die stark gestiegenen Steuern, Gebühren und Ortstaxen die Betriebe an ihre Grenzen bringen: „Sie wissen, dass es heuer nicht viel zu holen gibt. Da wollen sie zumindest ihren guten Willen zeigen. Anders kann man das nicht interpretieren.“
Reitterer ruft ÖGB zur Vernunft auf
Die Erhöhungen der vergangenen Monate gehen den Hotels an die Substanz: Online-Plattformen erhöhen die Kommissionen um ein Viertel, die Lohnnebenkosten steigen dank Auflösungsabgabe weiter. In Niederösterreich und dem Burgenland wurden die Ortstaxen um 70 % erhöht, in Wien – von einem deutlich höheren Niveau ausgehend – um ein Drittel. Müll- und Abwasser-Gebühr werden auch um ein Drittel erhöht, die U-Bahnsteuer verdreifacht. Der Entfall der Energieabgabenvergütung kostet die Betriebe fünf- bis sechsstellige Eurobeträge. „Kein Betrieb hat solche Reserven, kein Betrieb kann diese Steigerungen an die Gäste weitergeben“, erklärt Reitterer. „Wenn die Löhne rauf sollen, müssen die Belastungen runter – sonst geht sich das nicht aus. Es wäre sinnvoller, wenn die Gewerkschaft sich da einbringt anstatt nur zu provozieren“, setzt Reitterer auf konstruktivere Vorschläge als die Gewerkschaft. „Auf der Basis sind Diskussionen schwierig.“
KV-Verhandlungen: vida/GPA-Forderungen nach Erhöhung der Mindestlöhne um mehr als 20% führt zur Verhandlungsunterbrechung
26-03-2012
Die Kollektivvertragsverhandlungen im Hotel- und Gastgewerbe wurden am Freitag unterbrochen. Helmut Hinterleitner, Verhandlungsleiter auf Arbeitgeberseite für die Fachverbände Gastronomie und Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich: "Die Vorschläge der Arbeitnehmervertreter entbehren jeder Grundlage. Mit ihren Forderungen konterkariert die Gewerkschaft den sozialpartnerschaftlichen Dialog und gefährdet Arbeitsplätze."
Sein Verhandlungspartner Klaus Ennemoser, Obmann des Fachverbandes Hotellerie, vermisst in der heutigen Vorgangsweise das Verständnis für die Realitäten im Tourismus. Gemäß einer aktuell veröffentlichten Studie von Kohl & Partner zur Beschäftigung im Hotel- und Gastgewerbe steigen die Gehälter und sinkt die Arbeitszeit im Schnitt überproportional.
Die permanente Miesmacherei der Gewerkschaftsvertreter schädige nicht nur das Ansehen der Leistungen in der Branche, sondern wirke sich auch auf die Arbeitsplatzsituation der Mitarbeiter negativ aus, betonen Hinterleitner und Ennemoser unisono. Wirtschaftlich nicht leistbare und realitätsfremde Vorstellungen, wie heute von den Gewerkschaftsvertretern präsentiert, verunsichern die 70.000 Hotel- und Gastronomiebetriebe mit ihren aktuell 200.000 Mitarbeitern in ohnedies nicht einfachen Zeiten.
Dem von der Gewerkschaft ins Treffen geführte Fachkräftemangel kann mit einem Kollektivvertrag, der letztlich einer Mindestabsicherung entspricht, nicht begegnet werden. Hinterleitner und Ennemoser halten fest: "Unseriöse und unfaire Forderungen bar jeder Realität waren noch nie Grundlage sozialpartnerschaftlich tragfähiger Lösungen." Die Arbeitgebervertreter streben weiterhin eine sinnvolle und die unbestrittenen Leistungen der Mitarbeiter anerkennende Einigung an.
Steiermark: Wintertourismus 2011/2012
23-03-2012
Ausgesprochen gut ist der Februar, der zahlenstärkste Monat im steirischen Wintertourismus, verlaufen: Dank der wichtigen Bayern- und Holländerferien (im letzten Jahr im März) und dank eines zusätzlichen Tages konnte der Februar 2012 +3,9% bei den Ankünften und +4,6% bei den Nächtigungen verzeichnen - beides Höchstwerte. Damit steht der Febuar 2012 nach der ersten Hochrechnung der Landesstatistik bei 298.800 Gästeankünften und 1.225.700 Nächtigungen. Nach zwei Dritteln der Saison (November bis Februar) bedeutet dies 992.700 Ankünfte (+2,8%) und 3.542.300 Nächtigungen (+2,7%).
Arbeitszeit sinkt - Gehälter steigen
23-03-2012
Von Lohndumping infolge der Arbeitsmarktöffnung kann keine Rede sein, wie eine aktuelle Auswertung von mehr als 11.000 Gehältern und Arbeitszeiten in der Hotellerie zeigt: Es wird weniger gearbeitet und mehr verdient. Der Vergleich macht sicher: Die Hotellerie zahlt viel besser als andere Tourismusbetriebe!
Eine aktuelle Auswertung von mehr als 11.000 Lohndaten in 255 österreichischen Ferienhotels weist einen Rückgang der Arbeitszeit und eine Steigerung bei den Gehältern nach - und das von einem deutlich überdurchschnittlichen Gehalt: Denn während die Gewerkschaft vida für 2010 einen Durchschnittslohn inklusive Sonderzahlungen im Tourismus (also inklusive Gastronomie- und Freizeitbetrieben) von gerade einmal 1.565 Euro brutto angibt, verdienen die Mitarbeiter in der Hotellerie im Durchschnitt 1.832 Euro.
Hilfskräfte: kein Lohndumping durch Arbeitsmarktöffnung
Die Arbeitszeit lag im Winter 2011/12 bei durchschnittlich 47,2 Std./Woche, eine leicht rückläufige Tendenz gegenüber 47,5 Stunden im Vorjahr. Das Lohnniveau der Hilfskräfte ist bei gleichbleibender Arbeitszeit von rd. 46,9 Std./Woche um 2,1 % gestiegen und zeigt sich, von wegen Lohndumping, von der Öffnung des Arbeitsmarktes unbeeindruckt.
Fachkräfte: Bezahlung deutlich über KV
Die Ist-Löhne für Fachkräfte liegen deutlich über den kollektivvertraglich vereinbarten Mindestlöhnen: Bei einem Chef de partie liegt der monatliche Brutto-Lohn bei 2.235 Euro, die Arbeitszeit bei 49,1 Std./Woche. Der laut Kollektivvertrag festgelegte Mindest-Bruttolohn liegt bei 2.095 Euro für 50 Std. Somit verdient ein Chef de partie bei rd. 1 Std. weniger Arbeitszeit pro Woche als kollektivvertraglich vereinbart pro Monat um 140 Euro oder 6,7% mehr als im kollektivvertraglich vereinbart. Fachlich gut qualifizierte Empfangs-Mitarbeiter mit Erfahrung erhalten monatlich 2.108 Euro brutto für durchschnittlich 46,6 Std. pro Woche, während der KV 1.953 Euro brutto pro Monat für 47,5 Stunden pro Woche vorsieht. Bei Empfangs-Mitarbeitern liegt der Ist-Lohn um 7,9% oder 155 Euro über der Mindestentlohnung laut Kollektivvertrag.
Mehr Arbeit, mehr Geld
Das Brutto-Lohnniveau in Vorarlberg liegt um 26 % oder 715 Euro über dem Österreich-Durchschnitt, dafür müssen die Service-Verantwortlichen um rd. 3 Std. pro Woche mehr.
Die Lohnbenchmarks der vergangenen Wintersaison basieren auf der Lohnbenchmark-Auswertung vom Februar 2012. Bei den dargestellten Ist-Löhnen handelt es sich um Bruttolöhne exkl. Arbeitgeber-Abgaben vollbeschäftigter Mitarbeiter mit einer Konzentration auf Wintersportdestinationen. Auf Initiative der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) wurde 2007 von der Kohl & Partner Tourismusberatung und dp personal software www.lohnbenchmark.at, eine österreichweite Plattform zur Ermittlung von Lohnbenchmarks in der Hotellerie geschaffen. Das professionell aufbereitete Internet-Tool bietet permanent aktuelle, individuelle und detaillierte Abfrage-Möglichkeiten für Lohn- und Gehaltsverhandlungen bundesweit oder nach Region bzw. Bundesland aufgeschlüsselt.
Die Teilnahme an der neuen österreichweiten Plattform bietet viele Vorteile:
- Dateneingabe und Abfrage zu jeder Zeit und immer top-aktuell.
- Professionelle und übersichtliche Aufbereitung der Benchmarks für jeden einzelnen bekannten Beruf in der Tourismusbranche.
- Unmittelbare Abrufbarkeit sämtlicher Benchmarks und Sonderauswertungen.
- Die Löhne und Arbeitszeiten der Mitarbeiter werden auf den individuellen Betriebstyp und Standort bezogen und punktgenau mit denen aus ähnlich strukturierten Betrieben verglichen.
- Die Unternehmer erfahren, wo sie stehen, wie weit ihre Löhne von denen ihrer Kollegen abweichen.
- Sie erhalten damit eine professionelle Unterstützung bei den jährlichen Lohnverhandlungen, Einstellungsgesprächen und für die Mitarbeiterbudgets.
Die Teilnahme kostet für Mitglieder bzw. Kunden der Projektpartner 169,- Euro (+ USt.) pro Jahr, sonst 212,- Euro (+ USt.).
Parlament diskutiert Online-Reisebuchung: Österreich hat Handlungsbedarf
21-03-2012
Österreichs Hotels sind unbestritten innovativ und bieten Topqualität, aber die steigenden Kosten für unverzichtbare Online-Tools gehen an die Substanz. Der Tourismusausschuss im Nationalrat hat den Handlungsbedarf erkannt.
Im Vorjahr kamen 34,6 Mio. Gäste nach Österreich, knapp 80 % recherchierten online, wohin die Reise gehen soll. Wer dabei auf die Website einer Tourismusorganisation kam, fand dort aktuelle Angebote und die besten Unterkünfte. Auch buchen kann der Gast - auf die Art, die den Hotelier am teuersten kommt: "Da stellen sich Buchungsplattformen zwischen Hotelier und Gast und verlangen von den Hotels für jeden Gast, der vorbei will, Wegzoll. Wir brauchen dringend einen deutlich ausgeschilderten Highway, der den Gast direkt zum Hotel führt. Destinationen, Landestourismusorganisationen und Österreich Werbung sollen von ihren Plattformen aus Direktbuchungen forcieren", erklären Peter Peer und Sepp Schellhorn, die Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Im Vorjahr zahlten die 4- und 5-Sterne-Hotels 40 Mio. Euro an ausländische Buchungsplattformen. Durch Preissteigerungen um 25 % zu Jahresbeginn und Knebelverträge schnellten die Kosten weiter in die Höhe.
Österreich muss auch bei Buchungen Weltmeister sein!
Auf das Engagement der ÖHV hin hat der Tourismusausschuss im Parlament die Debatte aufgegriffen: In einem gemeinsamen Entschließungsantrag fordern alle fünf Parteien den Tourismusminister auf, die Entwicklungen auf dem Online-Markt "genau zu beobachten und allenfalls erforderliche Maßnahmen zu setzen, um faire Wettbewerbsbedingungen sicherzustellen". Dem Wirtschaftsministerium liegt ein Konzept von Univ.Prof. Dr. Hannes Werthner vor, dem Gründer verschiedener Reiseplattformen und der weltweit einzigen jährlich stattfindenden e-Tourismuskonferenz ENTER: Es müssen Alternativen zur derzeitigen Situation evaluiert werden. Die Ergebnisse stünden allen Involvierten - Betrieben, Destinationen, Landestourismusorganisationen und Österreich Werbung - zur Verfügung.
Daraus sollte die für alle Seiten bestmögliche e-Tourismus-Strategie resultieren. "Österreich ist Tourismusweltmeister. Diese Kompetenz müssen wir auch bei der Online-Buchung ausspielen: Dann macht uns keiner mehr etwas vor!" Für Österreich-Urlauber haben Peer und Schellhorn einen Rat parat: direkt beim Hotel buchen - davon profitieren alle!"
Tiroler Winter mit starker Zwischenbilanz
21-03-2012
Während der bisherigen Wintersaison (November 2011 bis Februar 2012), die für rund 70% des Gesamtergebnisses steht, wurden in Tirol 3.698.333 Ankünfte (+ 4,4%) und 18.224.424 Nächtigungen (+ 5,1%) erzielt. Der Winterverlauf bis Februar liegt im Nächtigungsvergleich seit 1984 an 2. Stelle (hinter dem Ergebnis von 2008/2009), bei den Ankünften wurde ein neues Rekordergebnis erzielt.
Im Monat Februar, der mit knapp 30% der Nächtigungen der bedeutendste Monat der Wintersaison ist, wurden heuer überdurchschnittliche Zuwächse in praktisch allen relevanten Quellmärkten erzielt. Zurückzuführen ist diese Tatsache neben der sehr guten Schneelage in ganz Tirol, auch auf einen zusätzlichen Februar-Tag aufgrund des Schaltjahres und der grundsätzlich besseren Aufteilung der Ferien in den Kernmärkten. Dies wird sich in der März-Statistik niederschlagen, da sich heuer etwa die "Krokusferien" in Belgien von März in den Februar verschoben haben.
Die Bilanz von November 2011 bis Februar 2012 bringt dennoch erfreuliche Ergebnisse. Die starken Zugewinne im Vergleich zum Vorjahr sowohl bei den Ankünften (+ 4,4%) als auch bei den Nächtigungen (+ 5,1%) sind auf deutliche Steigerungen in den Kernmärkten zurückzuführen. Nach erheblichen Zuwächsen im Februar zeigt der Hauptquellmarkt Deutschland bis jetzt einen positiven Trend bei Ankünften (+ 3,3%) und bei Übernachtungen (+ 3,4%). Zuwächse sind zudem in der bisherigen Wintersaison aus den Niederlanden (AK + 7%; ÜN + 5,2%), der Schweiz (AK + 16%; ÜN + 20,6%), Belgien (AK + 35,5%; ÜN + 43,1%), Italien (AK + 7,6%; ÜN + 3,8%), Russland (AK + 9,6%; ÜN + 9,4%), sowie aus Tschechien (AK + 9,9%; ÜN + 13,2% zu registrieren. Auch Gäste aus Österreich verbringen vermehrt ihren Winterurlaub in Tirol - Steigerungen gibt es am Inlandsmarkt bei den Ankünften (+ 2,4%) und bei den Nächtigungen (+ 4,9%). Durchwachsen präsentieren sich die Ergebnisse in Großbritannien (AK - 1,7%; ÜN +0,6%) und Frankreich (AK - 8,3%; ÜN + 1,1%).
Dieses Wachstum verteilt sich auf fast alle Kategorien. Einzig wetterabhängige Betriebe wie Schutzhütten(ÜN - 11,1%) und Seilbahnen wurden aufgrund der Kälteperiode und der verstärkten Schneefälle weniger frequentiert. Darüber hinaus sind im bisherigen Saisonverlauf Nächtigungszuwächse in allen Unterkunftskategorien zu verzeichnen.
Die höchsten Zuwächse sind bei privaten Ferienwohnungen (+ 7,1%), die Nächtigungen in den gewerblichen Ferienwohnungen stiegen ebenfalls(+ 5%). 5/4 Stern-Hotellerie bilanziert ebenfalls mit deutlichen Gewinnen (+ 5,7%), Steigerungen vermelden aber auch die 3 Stern Hotellerie (+ 3,6%) und die Privatquartiere (+ 2,6%).
"Die vorliegenden Ergebnisse sind nicht nur erfreulich, sie zeigen vor allem, wie wettbewerbsfähig der Tiroler Tourismus ist. Ein Dank gilt schon heute allen im Tourismus Tätigen quer durch unser Land für den Einsatz, die Motivation und die Gastfreundschaft ohne die derartige Zuwächse nie möglich wären", freut sich Tirols Tourismusreferent und Landeshauptmann Günther Platter. Nicht nur die vorliegenden Zahlen seien positiv, auch die internationale Resonanz - zuletzt auf der weltgrößten Tourismusmesse ITB in Berlin - zeige, dass Tirol und der Wintersport gefragt seien, erklärt Josef Margreiter, GF der Tirol Werbung. "Dieser kräftige Winter, unsere begeisterten Gäste und die traumhaften Bilder aus Tirol sind für uns alle die beste Werbung!" Nun müsse man mit Energie das Wintersaisonfinale bestreiten, denn Jahr für Jahr nehmen alternative Frühlingsangebote zu - doch abgerechnet werde bekanntlich immer erst am Schluss, so Margreiter abschließend.
WK-Kärnten: Das Internet hat sich auch für die Gastronomie zum unverzichtbaren Marketing-Instrument entwickelt
15-03-2012
Eine Initiative der Fachgruppe Gastronomie der Wirtschaftskammer Kärnten soll nun den Wirtinnen und Wirten die Bedeutung des Mediums Internet vor Augen führen und sie zu stärkerem Engagement motivieren. Fachgruppenobmann Werner Lippitz: "Immer öfter sucht der Gast im Internet nach einem passenden Gastronomiebetrieb und erwartet Informationen über die Speisekarte, die Preise oder die Erreichbarkeit. Und immer mehr verlässt er sich bei der Auswahl auch auf Bewertungsportale und auf die Kommentare anderer Gäste." Wer mit seinem Lokal im Internet nicht auffindbar sei, würde auf ein wichtiges Werbeinstrument und auf wertvolle Umsätze verzichten - und das könne sich auf Dauer kein Betrieb leisten.
In Kärnten sei die Bereitschaft in der Gastronomie derzeit allerdings gering, sich auf fachlicher Ebene mit dem Internet auseinanderzusetzen, bedauerte Lippitz: "Von 4000 Betrieben bieten nur 35 ihren Gästen kostenloses WLAN, 59 haben eine eigene Website und nicht einmal die Hälfte sind über E-Mail erreichbar. Dabei ist gerade in der Gastronomie eine Möglichkeit für Feedback enorm wichtig."
Eine Einschätzung, die Fachgruppengeschäftsführer Guntram Jilka unterstreicht: "Das Internet ist mehr als nur ein Schaufenster, in dem man sein Lokal ausstellt und auf Kundschaft hofft. Wer die junge, moderne Zielgruppe ansprechen will, sollte auch kostenloses WLAN anbieten, damit der Gast sich mit seinem Smartphone einloggen, seine Mails checken oder seine Freunde auf Facebook günstig erreichen kann." Kostenloses WLAN hebe damit die Verweildauer der Gäste in einem Gastronomiebetrieb an, Kärnten würde bei diesem internationalen Trend leider hinterherhinken, mahnt Jilka: "In der Türkei gehört kostenloses Internet zum Standard, während ausgerechnet in einem Technologieland wie Österreich die Entwicklung nur schleppend verläuft. Deshalb hat die Wirtschaftskammer Kärnten eine österreichweit einzigartige Aktion gestartet und nimmt den Betrieben den technischen und organisatorischen Aufwand bei der WLAN-Installation ab."
Eine besondere Bedeutung hätten mittlerweile auch Portale wie Qype, eine im Trend liegende Online-Community, deren Inhalt vorwiegend usergenerierte, standortbezogene Bewertungen auf lokaler Basis sind. Der Name leitet sich übrigens aus der Frage "Quality or Hype?" ab. "Ortsbezogene Empfehlungsportale sind im Vormarsch", sagte Qype-Manager Almir Hajdarpasic, Head of Business Development. Die Plattform dient der Beschreibung und Bewertung von Restaurants, Sehenswürdigkeiten, Parks, Biergärten, Sportstätten, Hotels, Kinos etc., wobei die Kritiken - wie im Web 2.0 üblich - von den Nutzern selbst veröffentlicht werden. Hajdarpasic: "Qype hat derzeit 500.000 User in Österreich pro Monat. Auf einzelne Betriebe, wie etwa das Cafè Europa in Wien, kommen 1500 Zugriffe im Monat. Die Bewerter sind in erster Linie Menschen um die 30, die bereits mitten im Leben stehen und gerne genießen. Wir bieten den Unternehmern auch die Chance, mit den Bewertern zu kommunizieren, Kommentare zu hinterfragen oder positive Postings zu belohnen."
Qype spielt demnach auch eine zentrale Rolle bei der Gastro-Weboffensive, die Simone Kumhofer von der Villacher Agentur FederWild konzipiert hat. Kumhofer: "Die Initiative der WK umfasst drei Schritte: Zunächst sollen technische Hürden abgebaut und WLAN in den Gastronomiebetrieben stärker verbreitet werden. Dazu ist vor allem die Aufklärung und Überzeugung der Unternehmer wichtig. Im zweiten Schritt soll die Auffindbarkeit der Betriebe im Netz verbessert werden. Vorbild hierbei ist die Hotellerie: Derzeit kommt auf zehn Hotels, die eine Website haben, ein Gastrobetrieb mit Internetauftritt. Am Ende steht die Kooperation mit der Bewertungsplattform Qype."
Gemeinsamer Auftritt der ÖW und der 9 Bundesländer bei der ITB in Berlin
07-03-2012
Von 7. bis 11. März 2012 zeigt sich das Urlaubsland Österreich auf der Internationalen Tourismus Börse Berlin (ITB) in seinen schönsten Facetten. Insgesamt 78 Aussteller in 39 Einheiten präsentieren sich heuer unter dem Dach der Österreich Werbung (ÖW) auf mehr 1.200 Quadratmetern dem internationalen Touristikfachpublikum.
Der Österreich-Auftritt auf der ITB steht dieses Jahr ganz unter dem Motto "ankommen und aufleben", dem zentralen Versprechen eines Urlaubs in Österreich. "Diesem Gedanken folgend haben wir auch unseren Auftritt auf der ITB gestaltet. Trotz des klaren Fokus auf Fachbesucher ist es uns gemeinsam mit unseren Partnern wieder sehr gut gelungen, auch die emotionale Komponente nicht zu vernachlässigen", erklärte Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin der ÖW, anlässlich der heutigen Eröffnung.
Der Gemeinschaftsstand auf der ITB soll vermitteln, was sich hinter dem Motto "ankommen und aufleben" verbirgt: Österreichs Landschaften bilden den Hintergrund, die Hallendecke stellt sich als Relief der Berglandschaft dar und zahlreiche Erlebniswelten laden zum Entdecken ein. Auch heuer präsentieren sich wieder alle neun Bundesländer unter dem Dach der ÖW. Viele Bilder und sehr viel Kunst stehen im Mittelpunkt des Wien-Auftritts. Von außen nur goldene Box, eröffnet sich beim Blick hinein die prachtvolle Welt der Kunstkammer.
Kultur bringen auch Oberösterreichs Touristiker mit und geben einen ersten Eindruck vom neuen Musiktheater in Linz, das 2013 eröffnet wird. Kärnten, das seenreiche Bundesland im Süden, widmet sich heuer ganz dem Thema Wasser.
Auch 2012 wird beim Österreich-Auftritt besonderes Augenmerk auf die Themen Gastfreundschaft und Kulinarik gelegt. Traditionell sorgt der touristische Nachwuchs aus Österreich für das leibliche Wohl der Gäste auf der ITB. In diesem Jahr stellen die Kärntner Tourismusschulen ihr Können unter Beweis. Preisgekrönte Unterstützung kommt von Meisterkoch Franz Raneburger. Er und sein Team haben auch heuer eine Speisekarte in Kooperation mit den Genuss Regionen Österreichs zusammengestellt, die für die kulinarische Umrahmung des Österreich-Auftritts sorgt.
Ein ganz besonderer Gast steht für die Verbindung von Tradition und Moderne in Österreich. Die Kollektionen der in Graz geborene Modedesignerin Lena Hoschek, die sich in der internationalen Modewelt bereits einen Namen gemacht hat, folgen keinen Trends, sondern spiegeln ihre Leidenschaft für überliefertes Handwerk, kostbare Materialien, nostalgische Muster wider, aber auch ihren Sinn für Zeitgemäßes. Als Gast auf der internationalen Pressekonferenz der ÖW wird sie persönlich von ihrer Leidenschaft für Tradition erzählen - am Stand können sich die Besucher selbst ein Bild von ihrer Kollektion machen. Unter dem Titel "Leidenschaft für Tradition" steht auch der diesjährige Kulturschwerpunkt der ÖW, der - stellvertretend für viele mehr - 39 österreichische Traditionen mit all ihren historischen und gegenwärtigen Aspekten in die Auslage stellt.
Die größte Tourismusmesse der Welt findet in einem der wichtigsten Märkte für den heimischen Tourismus statt. Die Ankünfte deutscher Gäste lagen im vergangenen Jahr bei knapp 11 Mio. (+2%). Mehr als die Hälfte, rund 52% aller ausländischen Nächtigungen, kommen aus Deutschland, das waren 2011 mehr als 47 Mio. Nächtigungen. "Ein großer Anteil, den es auf diesem stark umworbenen Markt mit steigender Wettbewerbssituation zu halten gilt", so Petra Stolba bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner und KR Johann Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der WKO.
Der Weg dorthin wird kein Spaziergang, wird Österreich bei den deutschen Urlaubern doch immer mehr zur Zweitreisedestination und kämpft - bei großer Bekanntheit - mit einem teils verstaubten Image. Dennoch zeigt sich Stolba optimistisch: "Wir haben hier vor wenigen Jahren begonnen, bewusst gegenzusteuern und ein frisches, spannendes Bild von Urlaub in Österreich zu vermitteln. 2011 waren erste Erfolge dieser Imagekorrektur im Sommer sichtbar." So kamen im vergangenen Sommer fünf Prozent mehr deutsche Gäste nach Österreich und bei den Nächtigungen wurde ein Plus von 2,4 Prozent verzeichnet. Auch die jüngsten Ergebnisse der Deutschen Reiseanalyse stimmen optimistisch: Nach Rückgängen in den Jahren 2009 und 2010 haben die Haupturlaubsreisen nach Österreich wieder auf 2,3 Mio. (+300.000 Reisende) zugelegt.
"Diese Ergebnisse zeigen uns, dass wir am richtigen Weg sind. Aber natürlich geht eine Imagekorrektur nicht von heute auf morgen. Hier heißt es nachhaltig dran bleiben", so Stolba weiter. Deshalb investiert die ÖW zusammen mit den neun Landestourismusorganisationen auch heuer wieder in eine gemeinsame Imagekampagne, die unter dem Motto "Sommerglücksmomente" steht. Mit starken Bildern, persönlichen Geschichten und authentischen Gastgebern soll der Haupturlaub in Österreich forciert werden.
Kurz gefasst sieht die ÖW drei Schritte zum Erfolg in Deutschland. "Neben der Imagekorrektur in Deutschland setzen wir in Österreich laufend Impulse zur Produktentwicklung, um auch die richtigen Angebote auf dem deutschen Markt zur Verfügung zu haben. Erfolgsentscheidend wird aber auch weiterhin die stärkere strategische Abstimmung mit den in Deutschland relevanten österreichischen Marketingpartnern sein", so Stolba.
Mitterlehner: "Angebot an deutsche Gäste attraktivieren"
07-03-2012
Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner blickte heute bei der Eröffnung der ITB 2012 in Berlin optimistisch in das Tourismusjahr. "Nach dem Ankunftsrekord des Vorjahres wird sich der Tourismus auch 2012 gut entwickeln. Denn die Konjunktur läuft wieder gut und selbst bei schlechten Nachrichten machen die Menschen Urlaub, um Abstand zu gewinnen", sagte Mitterlehner. "Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen häufiger weg vom Alltag wollen und sich zu einer neuen Genussorientierung hinwenden. Das löst einen Boom bei Kurzreisen aus, von dem wir profitieren."
Eine der großen Herausforderungen ist die Bearbeitung des deutschen Marktes als nach wie vor wichtigster Auslandsmarkt für den heimischen Tourismus. "Die Bindung ist zwar da, aber die Gäste bleiben nicht mehr so lange wie früher", sagt Mitterlehner. Durch die stark gestiegenen Kurzurlaube ist die durchschnittliche Nächtigungsdauer der Deutschen auf 4,3 Nächte gesunken, während die Zahl der Ankünfte 2011 auf elf Millionen gestiegen ist. "Daher müssen wir das Angebot attraktivieren und die Haupturlaube ausbauen sowie zusätzliche Kurzurlaube generieren. Das tun wir mit System auf Basis von Potentialanalysen und daraus abgeleitet mit zahlreichen Maßnahmen. Eine davon ist die Bewerbung von Schulsportwochen gemeinsam mit dem deutschen Schilehrerverband unter dem Motto 'Schifahren lernen in 3 Tagen'. Eine weitere ist der Fokus auf Kultur und Städtetourismus. Hier hat Österreich eine lange Tradition und viele moderne Angebote vorzuweisen", so Mitterlehner.
Neben den bisherigen Hauptmärkten setzt Österreich auch auf Zentral- und Osteuropa und auf die BRIC-Staaten. Aus beiden Regionen kommen jährlich mehr Touristen zu uns. Aus Zentral- und Osteuropa sind die Zuwachsraten zweistellig. China hat Japan mittlerweile überholt.
Der Tourismus ist für Österreich eine sehr wichtige Branche, weitaus mehr als zum Beispiel in Deutschland. Diese trägt 5,6 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. In Deutschland sind es nur 4,4 Prozent. Besonders hoch ist die Differenz in der Struktur bei den Ausländernächtigungen: "In Österreich stammen 72 Prozent aller Nächtigungen von ausländischen Gästen, in Deutschland sind es nur 16 Prozent. Wir haben jetzt schon mehr Ausländer als Deutschland. Da die Ausländer deutlich mehr ausgeben als die Inländer, sind wir hier im Vorteil", so Mitterlehner.
WKO-Schenner: Deutschland wichtigster Herkunftsmarkt
07-03-2012
"Deutschland ist und bleibt der wichtigste Herkunftsmarkt für Österreich - 52,5 Prozent aller Auslandsnächtigungen kommen aus Deutschland", betonte Hans Schenner, WKÖ-Bundesspartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft, am Mittwoch bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und der Geschäftsführerin der Österreichwerbung (ÖW), Petra Stolba, auf der ITB in Berlin. Die weltweit führende Fachmesse der internationalen Tourismuswirtschaft hat wieder von heute Mittwoch bis Sonntag, 11. März die Tore für rund 170.000 erwartete Besucher geöffnet.
Mit dem richtigen Marketing-Mix den Tourismusstandort auf Wachstumspfad bringen
Der Wachstumspfad für den Tourismusstandort Österreich führe nur über den richtigen Mix aus Marketing-Aktivitäten im Inland, Deutschland und "dem Rest der Welt", zeigte sich Schenner überzeugt.
Wie gut die Aktivitäten mit Fokus auf Inlandswerbung bereits gefruchtet haben, beweise das bisherige Winterergebnis mit einem Plus bei den Nächtigungen der inländischen Gäste um 3 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 6,81 Mio. Nächtigungen von November 2011 bis Jänner 2012, so Schenner. Das weniger erfreuliche Minus am deutschen Markt im selben Zeitraum (-4,1 Prozent) bewertete der Tourismussprecher als Warnschuss. "Wir müssen auf unserem wichtigsten Herkunftsmarkt, angelehnt an das bereits bei den deutschen Gästen erfolgsbringende Konzept der ÖW vom Sommer, gegensteuern", gibt Schenner vor. Vor allem die Lust der deutschen Gäste auf das Skifahren gelte es kräftig anzukurbeln, appellierte Schenner und verwies auf die geplante Kampagne "Skifahren lernen in 3 Tagen". Die Aktion, die in Kooperation mit dem österreichischen Skilehrer-Verband ab August startet, soll vor allem junge Familien animieren, vermehrt Skiurlaub in Österreich zu machen. Der Weg zum touristischen Erfolg führt für den Sprecher der heimischen Tourismus-Betriebe ganz klar über verstärkte Kooperationen und enge Zusammenarbeit zwischen ÖW und Landestourismus-Organisationen (Lto) - Allianz der 10. "Diesen bewährten Weg müssen wir weitergehen", so Schenner.
Lobbyingerfolg: Ministerialentwurf vor Inkrafttreten entschärft
06-03-2012
Der stark kritisierte Entwurf zum Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetz konnte entschärft werden, befristete Dienstverhältnisse bis zu 6 Monaten werden nicht mit 110 Euro Auflösungsabgabe bestraft. Der Erfolg für Saisonbetriebe fußt auf der guten Zusammenarbeit der Tourismusorganisationen.
"Ein Gesetz, das die Lohnnebenkosten erhöht, lehne ich ab", erklärt Sepp Schellhorn, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Die Auflösungsabgabe bleibe auch in der geänderten Fassung - sie wurde heute im Ministerrat beschlossen - "ein schlecht getarntes Inkasso-Tool." Gegenüber dem Begutachtungsentwurf weist die Regierungsvorlage wesentliche Verbesserungen auf: Befristete Dienstverhältnisse bis zu 6 Monate Dauer wurden ebenso von Pönalzahlungen ausgenommen wie Auflösungen in der Probezeit und Pflichtpraktika. "Das ist das Ergebnis der guten Zusammenarbeit von Tourismusorganisationen und Tourismuspolitik. Das Arbeitsministerium hat gut daran getan, auf unsere berechtigte Kritik zu hören. Vielleicht werden die Praktiker bei den nächsten Gesetzesentwürfen etwas früher eingebunden", empfiehlt Schellhorn.
ÖHV: Arbeitgeber nicht bestrafen!
Allen Verbesserungen zum Trotz kritisiert Schellhorn, dass der vorliegende Entwurf die Saisonverlängerung im Tourismus zum Teil immer noch erschwert: "Wir wollen unsere Mitarbeiter länger beschäftigen. Die Regierung setzt hier bei 6 Monaten eine Grenze. Das ist sicher nicht hilfreich", erklärt Schellhorn. Dass die Regierungsvorlage dem Budgetausschuss, nicht aber dem Tourismusausschuss zur Bewertung vorgelegt werde, sei "ein Fehler. Der tourismuswirtschaftliche Aspekt und die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt werden ausgeblendet. Das halte ich für äußerst fragwürdig."
Überleben im "Online-Dschungel": So finden sich Gast und Hotelier im World Wide Web
06-03-2012
Schlechtere Verträge, höhere Kommissionen: Onlineplattformen setzen Hoteliers unter Druck. Die Antwort darauf: Mehr Direktvertrieb. Mehr als 80% der Internetnutzer recherchieren vor dem Urlaub im Internet, 53% haben schon online gebucht - aber nur 8 % über Hotelwebsites (obwohl es von ihnen mehr gibt als Plattformen und sie den meisten Content haben) und 47% über Plattformen! " Das kommt teuer. "Und das ist unnötig, wenn Vertrieb und Kommunikation optimal eingestellt sind. Wer mehr über die eigene Website verkaufen will, muss wissen wie", erklärt Thomas Reisenzahn, Geschäftsführer der ÖHV Touristik Service GmbH, die Europas innovativsten Lehrgang zu Online-Vertrieb und Social Media und ein 1-tägiges Praktikerseminar dazu anbietet. Als spezielles Gustostückerl erhalten alle Teilnehmer die neue ÖHV-Studie, die den Ausweg aus der Marktmacht der Plattformen aufzeigt!
Maßgeschneiderter Praxis-Lehrgang für Online-Vertrieb
"Der Lehrgang richtet sich nach den Anforderungen von Hotels an den modernen Onlinevertrieb", so Reisenzahn, der "die Unternehmer, ihre Mitarbeiter in Rezeption und Marketing sowie insbesondere auch Kolleg- und FH-Absolventen ansprechen will". Eine ÖHV-Mitgliedschaft wird nicht vorausgesetzt. Die Inhalte werden von versierten Profis so vermittelt, dass sie in der Praxis leicht umgesetzt werden können.
Behandelt werden in den 2 x 4 Tagen alle relevanten Aspekte des Online-Vertriebs:
- Suchmaschinenoptimierung und qualitative Verbesserung von Texten, Bildern, Menüführung etc.
- Umgang und Nutzen neuer Dienste (Google-Hotelfinder, Google+, Pinterest etc.)
- Direkte Kommunikation via Blog, Twitter und Facebook, um Stammgäste zu halten und neue Zielgruppen zu erschließen
- Packages so zusammenstellen/Preise so kalkulieren, dass der Gast das beste Angebot nur auf der Hotel-Website finden und buchen kann
- Das Vertrauen in Direktbuchungen steigern: Schutz der Zahlungsdaten, einfache Stornierung, Direktüberweisungsverfahren ohne Kreditkarte etc.
- Optimierung für Smartphones und iPad 7. Booking Engines 8. Optimale Nutzung von Onlineplattformen 9. Social Proof: der richtige Umgang mit Gästebewertungen 10. Rechtliche Grundkenntnisse sowie Tipps und Tricks im e-Commerce
Der erste Block findet von Montag, 21., bis Donnerstag, 24. Mai 2012, im Golfhotel Rasmushof in Kitzbühel statt, der zweite von Montag, 18., bis Donnerstag, 21. Juni 2012, in Südbayern. Die Kosten betragen für ÖHV- Mitglieder 895,- Euro pro Block, für Nicht-Mitglieder 1.250,- Euro (exkl. USt.). Im Rahmen der diesjährigen Kooperation mit der IHA (Hotelverband Deutschland) gelten die ÖHV-Kondititonen auch für IHA-Mitglieder. Mehr dazu unter www.oehv.at/lehrgang, Tel.: (01) 533 09 52-27 oder per mail an lehrgang@oehv.at.
Praktikerseminar Online-Vertrieb: In einem Tag auf den neuesten Stand
Auf den neuesten Stand in Sachen Online-Plattformen bringt Hoteliers und ihre Vertriebsexperten das 1-tägige ÖHV-Praktikerseminar "e-Tourism und Online-Vertrieb. Online-Trends zur Erhöhung der Direktbuchungen nutzen". Inhalte: Direktbuchungen, Verfügbarkeits- und Ratenparität sowie Channel Management. Termin: Donnerstag, 12. April, im Castellani Parkhotel in Salzburg. Die Teilnahmegebühr beträgt für ÖHV-Mitglieder 350,- Euro, für Nicht-Mitglieder 420,- Euro (exkl. USt.). Mehr dazu unter www.oehv.at/seminare, Tel.: (01) 533 09 52-13 oder per mail an info@oehv.at.
Brandaktuell und exklusiv: ÖHV-Studie "Der Gast aus dem Web"
Die neue ÖHV-Studie "Der Gast aus dem Web" ist derzeit die einzige, die die Entwicklung rund um die zunehmende Marktmacht abbildet und Lösungen dafür aufzeigt. Die Teilnehmer von Praktikerseminar bzw. Lehrgang erhalten sie bei der Veranstaltung, alle anderen um 85,- Euro, ÖHV-Mitglieder um 65,- Euro (beides exkl. USt.). Die Studie vergleicht 16 Reiseplattformen von den Marketing- und Präsentationsmöglichkeiten bis hin zu Reichweiten und Zielgruppen. Exkurse zu Social Media, Beschwerdemanagement, Suchmaschinenmarketing sowie Preis- und Revenue Management runden die Inhalte ab. Erhältlich ist sie per mail an service@oehv.at oder telefonisch unter Tel.: (01) 533 09 52.
WKÖ-Hinterleitner: Gastro-Branche erleichtert über faire Lösung bei "Auflösungsabgabe"
06-03-2012
Helmut Hinterleitner, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), zeigt sich erleichtert, dass es gelungen ist, die befristeten Dienstverhältnisse von bis zu sechs Monaten und Ferialpraktika von der geplanten Auflösungsabgabe von 110 Euro auszunehmen.
Der ursprüngliche Vorschlag der Regierung ist in der Branche ja auf großes Unverständnis gestoßen und hat bereits unmittelbar nach Bekanntwerden Proteste hervorgerufen, weil damit jene Arbeitgeber unverhältnismäßig benachteiligt werden, die aufgrund äußerer Umstände (Klima) von vorneherein nur zeitlich beschränkte Beschäftigungsverhältnisse anbieten können.
Der heute im Ministerrat präsentierte Vorschlag nimmt darauf Rücksicht. Er stellt auch eine für die Gastronomie-Branche ausgewogene und verhältnismäßige Lösung dar, ohne die Grundsätze des Sparpakets infrage zu stellen. Durch die dezidierte Ausnahme der Berufspraktika ist weiters gewährleistet, dass die jährlich über 9.300 SchülerInnen von Tourismusschulen auch in Zukunft ausreichend Praktikums- und Ausbildungsplätze im Gastgewerbe vorfinden.
WKÖ: Tourismus begrüßt Ministerratsbeschluss zur "Auflösungsabgabe neu"
06-03-2012
"Unsere Argumente betreffend die geplante 110 Euro-Auflösungsabgabe wurden von der Regierung - allen voran von den zuständigen Bundesministern Reinhold Mitterlehner und Rudolf Hundstorfer - ernst genommen", zeigt sich Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), anlässlich der heute Dienstag im Ministerrat beschlossenen "Auflösungsabgabe neu" erleichtert.
Die im Rahmen des Sparpakets vorgesehene Abgabe hätte ursprünglich 110 Euro bei jeder Auflösung eines Dienstverhältnisses für den Arbeitgeber vorgesehen, was für saisonabhängige Betriebe der Wirtschaft, wie die Tourismusbranche, eine unverhältnismäßige Belastung dargestellt hätte. Die heute abgesegnete Lösung stellt eine praxistaugliche Einschränkung dar: Sowohl verpflichtende Ferial- und Berufspraktika als auch befristete Dienstverhältnisse von bis zu sechs Monaten werden ausgenommen: "Damit wird einerseits die übermäßige Belastung unserer Saisonbranchen vermieden, andererseits wird sichergestellt, dass Ausbildungs-Praktika weiter angeboten werden", so Schenner.
Der Tourismus-Sprecher bekennt sich ganz klar zu einer nachhaltigen und ausgewogenen Budgetsanierung, zu der jeder in Österreich - auch die Tourismuswirtschaft - einen Betrag leisten müsse. Die ursprünglich geplante Auflösungsabgabe habe aber österreichweit zu massiven Protesten in der Branche geführt, da sie im ersten Entwurf völlig an den Gegebenheiten der Saisonbranchen vorbeiging. Die heute präsentierte Lösung begrüßt Hans Schenner als guten und richtigen Kompromiss, der gleichzeitig den Arbeitsplatzmotor Tourismus am Laufen hält. 2010 waren nach Daten des Instituts für Höhere Studien (IHS) allein im Hotel- und Gastgewerbe über 400.000 Menschen beschäftigt, von der ganzjährigen Vollzeitarbeitskraft bis hin zu jobbenden Studenten. "Mein Dank gilt - stellvertretend für die 90.000 heimischen Tourismus-Betriebe - neben den Ministern ganz besonders auch den beiden Tourismusvertretern im Nationalrat, Franz Hörl und Gabriel Obernosterer, für ihren großen Einsatz in dieser Sache", so Schenner.
Stark spürbarerer Wertewandel im Tourismus als zentrales Thema beim 3. Tourismusforum Weiz am 1. März 2012
06-03-2012
Tourismusdirektor Georg Bliem fasst das Thema in seiner Eröffnung in einem Zitat von Warren Buffett zusammen: "Der Preis ist, was wir bezahlen. Der Wert ist, was wir bekommen." Bliem weiter: "Wir sprechen von einem Wertewandel im Tourismus, und das passende Zauberwort dazu ist Individualisierung. Den Gast aus dem Lehrbuch gibt es nicht mehr. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen vom Urlaub und da ist natürlich das Internet eine sehr, sehr gute Hilfe."
Bei den Entscheidungen der Gäste spielt neben den gewünschten Angeboten auch der Preis eine zentrale Rolle. Dazu Harald Denifle von der Pràtto Consulting GmbH: "Der Preiskampf im Tourismus ist schon sehr lange eröffnet. Ich muss mich heute mit meinen Mitarbeitern der Herausforderung stellen, dass ich einen sehr preisbewussten Gast habe, einen verhandelnden Gast, einen Gast der Rabatte fordert, der heute touristische Leistungen vielleicht völlig anders beurteilt als noch vor 15 Jahren."
Für Karin Leeb vom Hotel Hochschober in Kärnten liegt die beste Lösung Gäste zu binden aber immer noch bei den persönlichen Kontakten. Ihres Erachtens erwarten sich Gäste Authentizität und eine ehrliche Auseinandersetzung. Die Region Achensee setzt bewusst auf die natürliche Entwicklung der Werte. Tourismusverband Geschäftsführer Mag. Martin Tschoner hat das am Bespiel Karwendelmarsch eindrucksvoll gezeigt.
Evelyn Götz, Geschäftsführerin von crosseye Marketing, empfiehlt sich mit der Marke intensiver auseinander zu setzen: "Die Marke besteht nicht nur aus dem Logo. Erst, wenn wir es schaffen aus der Marke etwas zu machen was den Gast emotional anspricht werden wir langfristige und nachhaltige Gästestrukturen und Beziehungen aufbauen. Diese Beziehungen sollen und müssen auch im Internet und hier vor allem in den sozialen Netzwerken gepflegt werden."
Der Moderator Ferdinand Posnik lobte bei der Zusammenfassung das Tourismusforum als ein Branchenevent, das unüblich zu ähnlichen anderen Tagungen viel Fachwissen und praktische Umsetzungstipps zu Tage gebracht hat. So konnte jeder der rund 100 Forumbesucher Nützliches und Neues mit in seinen Betrieb nehmen.
Österreichs Städte sind Motor der Tourismusentwicklung
06-03-2012
Österreich legte im Zeitraum von 2002 bis 2011 um 7,9 Prozent bei den Nächtigungen zu. Im Vergleich dazu stiegen die Nächtigungen in den Landeshauptstädten und Wien mit 41,7 Prozent um mehr als das Fünffache.
Die "ARGE Städte", die Tourismuskooperation der österreichischen Landeshauptstädte und Wiens, präsentierte am 2. März in Salzburg beeindruckende Zuwachsraten im heimischen Tourismus, die wesentlich auf die Dynamik der Städte zurückzuführen sind. "Der gesamte österreichische Tourismus profitiert von den enormen Zuwachsraten in den Städten", betonte Norbert Kettner, Geschäftsführer von WienTourismus und Vorsitzender der ARGE Städte, angesichts der Kluft zwischen dem Städtetourismus und der Entwicklung im sonstigen Österreich.
Deutliche Unterschiede im Vergleichszeitraum 2002 bis 2011
Augenfällig wird der Unterschied bei den Nächtigungszahlen: Legten die acht Landeshauptstädte und Wien bei den Nächtigungen um 41,7 Prozent zu, lag das Nächtigungsplus in Österreich - inklusive Städte - nur bei 7,9 Prozent. Ohne die Städte wäre nur ein Plus von 3,8 Prozent erzielt worden. Die Ankünfte stiegen in den Städten um 47,8 Prozent, in Österreich gesamt um 26,5 Prozent und ohne Städte nur um 20,7 Prozent. Wien, Salzburg und Innsbruck sind die stärksten Zugpferde. "Alle neun Städte zusammen sind eindeutig Österreichs Tourismus-Turbo", so Kettner.
Trends im Städtetourismus
Österreichs Landeshauptstädte profitieren vom Trend zu Städtekurztrips als Zweit- oder Dritturlaub. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei 2 Tagen, gebucht wird immer kurzfristiger.
"Eine wichtige Rolle spielt das MICE-Segment, neue Geschäftsmodelle wie Billigreisen von Handelsunternehmen und neue Hotelkonzepte im Budget-Segment", sagt Bert Brugger, Geschäftsführer der Tourismus Salzburg GmbH. "Dennoch muss betont werden, dass Österreichs Städte mit ihrem Kulturangebot, ihren schönen Altstädten und ihrer steten Weiterentwicklung selbst das mächtigste Argument für eine positive Reiseentscheidung sind."
"Umweltfreundliche Wiener Gastlichkeit 2012"
06-03-2012
Die Wiener Umweltschutzabteilung MA 22 hat auch heuer wieder im Rahmen des "ÖkoBusinessPlan Wien" die Gratisbroschüre "Umweltfreundliche Wiener Gastlichkeit 2012" neu aufgelegt. Mehr Informationen gibt es hier.
Mitterlehner: Neue Schwerpunktaktion unterstützt familienfreundliche Tourismusbetriebe
28-02-2012
Am Donnerstag, 1. März, startet auf Initiative von Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner eine neue Schwerpunktaktion für familienfreundliche Tourismusbetriebe. "Familienfreundliche Angebote und die dafür notwendige Infrastruktur werden für die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Tourismus immer wichtiger.. Schon jetzt zählen Familien zu unseren wichtigsten Zielgruppen. Mehr als ein Drittel aller Gäste verbringt den Urlaub mit Kindern", betont Mitterlehner.
Für die neue Schwerpunktaktion stellt das Wirtschafts- und Tourismusministerium im Rahmen des bestehenden Förderrahmens eine Million Euro zur Verfügung. Mit bis zu 10.000 Euro pro Fall werden kleine und mittlere Unternehmen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft gefördert, die in ihrem Betrieb ein Familien-Spiele-Zimmer einrichten und ausstatten. Dieser Bereich muss ausschließlich dem Spielen von Kindern bis zwölf Jahren in Begleitung erwachsener Aufsichtspersonen gewidmet sein. Weitere Anforderungen sind eine Mindestgröße von 20 Quadratmetern, Tageslicht, entsprechende Belüftung und Rauchfreiheit. Zu förderbarer kindgerechter Ausstattung zählen beispielsweise spezielle Lese-Ecken, Puppenküchen oder Rutschen mit einem Ballpool.
Förderungsansuchen können ab Donnerstag, 1. März 2012, bei der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank Gesellschaft m.b.H. (ÖHT) eingereicht werden. Das dafür aufgelegte Formular kann schon jetzt auf der Webseite der ÖHT http://www.oeht.at heruntergeladen werden.
Das Wirtschafts- und Tourismusministerium setzt mit Schwerpunktaktionen gezielte Anreize zur Qualitätsverbesserung österreichischer Tourismus- und Freizeitbetriebe und zur Stärkung der Tourismus-Branche. Seit 2009 wurden die Schwerpunktaktionen "Radtourismus" und "Internet" erfolgreich durchgeführt.
Neuer Gästerekord in österreichischen Thermen
24-02-2012
Mit 8,5 Millionen Eintritten erzielen Österreichs Thermen 2011 einen neuen Gästerekord. Insbesondere die neu eröffneten Anlagen werden gestürmt, analysieren Kreutzer, Fischer & Partner im aktuellen Branchenradar.
Die Anzahl der Eintritte in öffentlichen Thermen in Österreich wuchs 2011 um +6,4% geg. VJ. Mit 8,5 Millionen Eintritten wurde das Ergebnis aus 2010 um mehr als eine halbe Million Gäste übertroffen. Doch vom neuen Thermen-Boom profitieren nur wenige Betreiber. Nutznießer sind primär die neu- oder wiedereröffneten Anlagen. So besuchten etwa die wiedereröffnete Therme Wien Oberlaa, das Tauern Spa Kaprun und die Therme Amadé in Altenmarkt im Jahr 2011 zusammen um rund 660.000 Gäste mehr als im Jahr davor.
Investitionswettbewerb um neue Gäste
Von den bestehenden Häusern können für 2011 hingegen nur wenige ein Gästeplus melden, wie etwa die St. Martins-Therme im Burgenland oder das Asia Linsberg. Die meisten Thermen verzeichnen eine schrumpfende Anzahl von Eintritten. Insgesamt ist daher die Lage der österreichischen Thermen kritisch. Die Auslastung sinkt auf Marktebene abermals um 1½ Prozentpunkte auf mittlerweile nur noch 74,7 Prozent. Dazu kommt die Notwendigkeit des Ausbaus oder der Modernisierung der Anlagen, möchte man dauerhaft konkurrenzfähig bleiben. So investierte etwa die VAMED erst vor kurzem € 22 Mio. in den Ausbau der Therme Geinberg. Ein Betrag, um den andere auch schon mal eine komplett neue Low-Cost-Anlage errichten.
„Der Thermenmarkt befindet sich nicht nur in einem Verdrängungs-, sondern auch in einem gefährlichen Investitionswettbewerb, den sich sicher nicht alle Betreiber leisten können“, so Studienautor Andreas Kreutzer. „Mittelfristig schließen wir auch die Schließung oder Übernahme durch einen anderen Betreiber für die eine oder andere Anlage nicht mehr aus“. Denn neben dem Wettbewerb mit anderen Thermen wächst auch die Konkurrenz durch Wellness-Resorts und Erlebnisbäder für die ganze Familie, wie etwa das Aqua Salza in Golling.
WKO-Schenner und Hinterleitner: Tourismus-Wintersaison läuft relativ gut
24-02-2012
Durchschnittlich zufrieden zeigt sich der Obmann der Bundessparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer (WKO), Hans Schenner, mit dem bisherigen Ergebnis der Wintersaison 2011/12. So konnte, gemäß Statistik Austria, für die erste Hälfte der Wintersaison (November 2011 bis Jänner 2012) bei den Nächtigungen ein leichtes Plus von 0,6 Prozent auf 28 Mio. im Vergleich zum Vorjahres-Zeitraum verzeichnet werden. Während die Nächtigungszahl inländischer Gästen um 3 Prozent auf den neuen Rekordwert von 6,81 Mio. Nächtigungen anstieg, stagnierte die Entwicklung der ausländischen Gästenächtigungen (-0,1% auf 21,19 Mio.). Auffallend: Gästenächtigungen aus Deutschland und den Niederlanden, den wichtigsten ausländischen Herkunftsmärkten für Österreich, haben in den ersten drei Monaten der Wintersaison um 4,1 Prozent auf 11,03 Mio. bzw. 2,0 Prozent auf 1,96 Mio. abgenommen. "Die Rückgänge auf unseren wichtigsten Herkunftsmärkten sind alarmierend", so der Sprecher der 90.000 heimischen Tourismusbetriebe.
"Dass wir umsatzmäßig auf dem Niveau des Vorjahres liegen, ist angesichts der Inflation und der steigenden Kosten nur ein schwacher Trost", betont Schenner. Besondere Sorge bereitet den Betrieben die Preissteigerungen bei den Energiekosten. "Das drückt massiv auf das Betriebsergebnis", analysiert Schenner. Angesichts der Streichung der Energierückvergütung für die heimische Tourismusbetriebe im Jahr 2011 sei dies doppelt schmerzhaft.
Protest gegen geplante Auflösungsabgabe
Sorge bereitet der Branche die von der Bundesregierung im Stabilisierungspaket geplante "Auflösungsabgabe". Demnach soll bei einer Auflösung eines Dienstverhältnisses eine "Manipulationsgebühr" von 110 Euro fällig werden. Argumentiert wird seitens der Bundesregierung mit Lenkungseffekten. Das arbeitsmarktpolitische Ziel sei es, das kurzfristige Zwischenparken von Arbeitnehmern beim Arbeitsmarktservice (AMS) zurückzudrängen und Arbeitgeber zu ermutigen, ihr Personal auch bei Auftragsschwankung weiter zu beschäftigen.
Besonders bemerkenswert dabei: Zur Kasse gebeten werden Betriebe auch dann, wenn befristete Verträge auslaufen oder eine Wiedereinstellungszusage besteht. Sogar Schulpraktika, die 2-3 Monate dauern, sollen damit belastet werden. "Selbstverständlich ist die Branche bereit, ihren Beitrag zu leisten, aber diese Regelung ist alles andere als durchdacht. Betriebe zu bestrafen, weil sie aufgrund der Saisonalität des Tourismus nicht durchgehend beschäftigen können oder weil sie Praktikumsplätze für Schüler anbieten, kann keiner nachvollziehen", zeigen sich Schenner und Helmut Hinterleitner, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der WKÖ, einig.
Unterstützung erhalten die Funktionäre der Wirtschaftskammer vom Chef des AMS Tirol, Anton Kern. Kern hat gegenüber der Tiroler Tageszeitung festgestellt: "110 Euro werden mit Ausnahme der kurzfristigen Freisetzungen nicht wirklich wirken."
Anstatt Kurzabmeldungen gezielt zu verhindern, würden durch die geplante Maßnahme pauschal Saisonbetriebe belastet, so Schenner. Damit werden nach ersten Berechnungen des Instituts für Höhere Studien (IHS) 30 Mio. Euro allein im Hotel- und Gastgewerbe abkassiert. "Tatsächlich handelt es sich um eine Geldbeschaffungsaktion, die weder den Arbeitnehmern noch der Versicherungsgemeinschaft hilft", zeigt sich Schenner verärgert. Gastronomie-Sprecher Hinterleitner : "Wir tragen nur die Last und sehen keinen Nutzen. Zudem widerspricht die geplante Abgabe ganz klar dem Ziel, Lohnnebenkosten zu senken."
Die Bedeutung des Tourismus als Arbeitgeber liegt nach Studien des WIFO vor: Die direkten und indirekten Beschäftigungseffekte der gesamten Tourismusindustrie liegen bei 663.000 Vollzeitäquivalenten (WIFO 2009). Im Jahr 2010 waren allein im Beherbergungs- und Gaststättenwesen 405.000 Menschen zumindest an einem Tag des Jahres beschäftigt. Von der Fachkraft mit Ganzjahresbeschäftigung bis hin zu Aushilfen und Studenten.
Wien: Schanigartenverbot trotz Frühlingssonne
23-02-2012
Februar, erste Frühlingssonne, durchaus angenehme Temperaturen. Doch in Wiens Schanigärten herrscht gähnende Leere. Keine Tische, keine Stühle und nicht zuletzt auch Unverständnis der Gäste. Denn während in anderen Städten Österreichs sowie auch in vielen Metropolen Europas bereits Kaffee und Torte in der Frühlingssonne genossen wird, gilt in Wien das Gebrauchsabgabegesetz, welches das Aufstellen von Tischen und Stühlen auf Gemeindegrund nur zwischen dem 1. März und 15. November erlaubt.
"Unsere Gäste fragen sich zu Recht, warum die Kaffeehaus-Schänigarten der Stadt bei herrlicher erster Frühlingssonne vor dem 1. März nicht geöffnet haben dürfen. Und auch mir als Unternehmer ist die strikte Wiener Regelung unerklärlich", so KommR Berndt Querfeld, Obmann der Fachgruppe Kaffeehäuser der Wirtschaftskammer Wien und selbst betroffener Cafetier.
"Man stelle sich so eine Regelung einmal für eine Hütte in einem Tiroler Skigebiet vor, wenn man die Sonnenterrasse erst mit 1. März öffnen dürfte. Undenkbar! Hier geht nicht nur Umsatz und Wirtschaftsleistung, sondern auch Lebensqualität und Freude verloren", so Querfeld weiter.
Querfeld richtet daher seinen Appell an die Wiener Stadtregierung und fordert eine Verbesserung der Wiener Schanigarten-Regelung, welche eine Inbetriebnahme eines Schanigartens auch unter bestimmten Voraussetzungen "nach der Sonne und nicht nach dem Kalender" ermöglicht. Eine Möglichkeit für die Umsetzung dieses Wunsches sieht Berndt Querfeld in der Neuregelung des Gebrauchsabgabegesetzes, welches das Rathaus für 2012 plant."
WKÖ-Fachverband Hotellerie und Customer Alliance wollen hoteleigene Websites stärken
23-02-2012
"Das Branchenecho rund um die aktuellen Geschäftspraktiken des größten deutschen Online-Zimmeranbieters HRS zeigt deutlich, dass eine Stärkung hoteleigener Internetseiten samt Buchungsmöglichkeit das Gebot der Stunde ist", betont Klaus Ennemoser, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Bereits heute verfüge der Markt über alle Instrumente, die geeignet sind, die aktuelle Marktmacht von Buchungsplattformen mit ihren Allüren einer marktbeherrschenden Vormachtstellung zu brechen, so Ennemoser. Das Berliner Unternehmen Customer Alliance bietet Hoteliers eine manipulationssichere Branchenlösung für Bewertungsmanagement an. Mit einem Feedbacksystem können Hoteliers alle Gäste systematisch befragen, die Bewertungen auf der Hotel-Webseite darstellen und auf relevante Social-Media-Portale verteilen. Damit wird einer der bisher wesentlichen Vorteile von Buchungsplattformen erstmals auch für die hoteleigene Internetplattform ermöglicht: die Vergleichbarkeit von Hotelangeboten und -bewertungen für den Hotelgast. Dieser erhält nun die Bewertungen von anderen Gästen direkt auf der Hotelseite.
Unterm Strich bedeutet das für den Hotelier mehr direkte provisionsfreie Buchungen durch mehr Bewertungen im Internet. Alle Bewertungsstatistiken werden dem Hotelier in Echtzeit zur Verfügung gestellt und auf einen Blick grafisch dargestellt. Die Vorteile für Hoteliers sind neben einer verbesserten Marktpräsenz, Zeitersparnis im Qualitätsmanagement durch die automatische Auswertung und ein besserer Einblick in die Gästebedürfnisse durch individualisierbare Fragebögen.
Neue Lösungen für Hoteliers gegen dominante Marktstellung von Buchungsplattformen
Laut Klaus Ennemoser erreicht dieses Tool den Markt zur richtigen Zeit: "Die neue Software von Customer Alliance zeigt auf, wie schnelllebig das Internet ist. Heute noch lukrative Wertschöpfungsketten können bereits morgen wieder überholt sein."
Offenbar wollte die HRS-Gruppe ihre aktuell dominante Marktstellung zum Geldverdienen nützen. Dabei zeichnen sich bereits heute neue zukunftstaugliche Lösungen für die heimische Hotellerie ab: "Customer Alliance dreht den Spieß um. Die hoteleigene Website wird wieder gestärkt. Damit werden auch eigene Buchungsseiten wieder interessant. Der Hotelier erhält mit seiner Dienstleistungshoheit auch wieder seine Preisgestaltung zurück."
Ennemoser zu Buchungsplattformen: Rechnung ohne Wirt funktioniert nicht
Der Fachverband Hotellerie und Customer Alliance bieten allen sterneklassifizierten Hotels neben einer 30-tägigen kostenfreien Testphase ab sofort einen 100prozentigen Rabatt auf die Einrichtungsgebühr sowie einen Preisnachlass im Wert von "12 Monate zahlen und 13 Monate nützen". Torsten Sabel, Mitglied der Geschäftsführung von Customer Alliance, begründet das Angebot: "Wir wollen nicht verkaufen, sondern überzeugen." Ennemoser sieht darin die Chance für die Hotellerie, auch im Internet wieder Aufmerksamkeit und Nachfrage zu erreichen, wie sie letztlich der Marktmacht in der Realwirtschaft entspricht: "Die Rechnung ohne den Wirt hat noch nie funktioniert! Es ist an der Zeit, dass Marktverzerrungen im Internet mit neuen intelligenten Angeboten korrigiert werden.
NR Franz Hörl: Tourismusunternehmen müssen zusammenrücken
22-02-2012
Die Macht der Buchungsplattformen wächst. Immer weniger, dafür stärkere Anbieter diktieren den Hotels zunehmend ungünstige Bedingungen. Am 1. März verschärft die größte deutsche Buchungsplattform HRS - Hotel Reservation Service neuerlich die AGBs.
NR Franz Hörl, Tourismussprecher der ÖVP im Nationalrat: "Die Tirol Werbung hat mit dem Tiscover-Verkauf an HRS 2008 ein wichtiges strategisches Instrument aus der Hand gegeben. Leider. Jetzt sind die entsprechenden Gegenstrategien anzudenken. Das erste Ziel dabei muss sein, die Stärken des Tiroler Tourismus zu bündeln und so am Markt stärker gegenüber den Buchungsplattformen auftreten zu können".
Der Hotelverband Deutschland hat am 10. Feber 2012 eine Entscheidung des deutschen Bundeskartellamtes begrüßt, nach dem die größte Buchungsplattform HRS Hotel Reservation Service GmbH wegen einem Verstoß gegen Wettbewerbsbeschränkungen abzumahnen ist. HRS versucht mit einer AGB-Änderung mit 1. März 2012 mit seinen Hotelpartnern eine Meistbegünstigungsklausel zu vereinbaren. NR Franz Hörl: "Mit einer Meistbegünstigungsklausel müssen die Hotels HRS den jeweils besten Hotelpreis, die höchste Zimmerverfügbarkeit und die jeweils günstigsten Buchungs- und Stornierungskonditionen garantieren. Diese von HRS mit den neuen AGB vorgeschriebenen Bedingungen sind für Hotels ganz klar ein massiver Eingriff in die unternehmerische Freiheit und Behinderung des Wettbewerbs." Das betrifft nicht nur Hotels, die bei HRS einstellen wollen, sondern wirkt sich auf das gesamte Preisgefüge und damit auch die Hotellerie in Tirol und Österreich massiv aus. Die ÖHV (Österreichische Hoteliersvereinigung) hat sich ebenfalls bereits an die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde gewendet. Tourismussprecher im NR, Franz Hörl, sieht als Lösungsvorschlag, dass die Tirol Werbung, unter Federführung von Josef Margreiter, jetzt ihre ausgezeichneten Kontakte nützt, um mit HRS faire Konditionen zu verhandeln. Die Tirol Werbung kann in dieser Frage, gemeinsam mit den starken Regionen des Landes, die Speerspitze des Tiroler Tourismus bilden und ihr Gewicht in die Waagschale werfen.
"Es ist nötig, dass unsere Tourismusunternehmen effizient ihre Betten verkaufen und bewerben können. Derzeit sind sie von den Konditionen internationaler Anbieter abhängig. Dazu kommt, dass der Gast immer weniger Möglichkeit hat, über Drittanbieter direkt das gewünschte Hotel zu kontaktieren. Gerade der Tiroler und österreichische Tourismus hat seine Kompetenz im persönlichen Kontakt zum Gast. Diesen weltbekannten Wettbewerbsvorteil müssen wir auch via Online-Buchungsangebote einsetzen können dürfen. Dafür sorgen aber nicht internationale Buchungsplattformen, das müssen wir landesintern in die Hand nehmen. Das alles ist natürlich mit Geld und Aufwand verbunden. Dieses Geld kommt aber aus den Abgaben der Unternehmen im Land und darf deshalb auch dahin zurückfließen", so Hörl.
HRS-Bestpreis-Garantie in Deutschland verboten - Eine einstweilige Verfügung des Oberlandesgerichts Düsseldorf bestätigt die ÖHV in ihrem Weg
22-02-2012
Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat HRS in einer einstweiligen Verfügung unter Androhung einer sechsmonatigen Ordnungshaft verboten, eine Bestpreis-Garantie zu erzwingen. "Das ist eine ganz deutliche Botschaft: Es ist gut und richtig, den Rechtsweg zu beschreiten", erklärt Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Das Oberlandesgericht begründet seinen Spruch mit dem Widerspruch gegen § 1 des deutschen Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen: "Vereinbarungen zwischen Unternehmen, Beschlüsse von Unternehmensvereinigungen und aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen, die eine Verhinderung, Einschränkung oder Verfälschung des Wettbewerbs bezwecken oder bewirken, sind verboten." Die Bestpreis-Garantie, so die Richter weiter, schließe Wettbewerb nahezu vollständig aus. In Deutschland hat das Start-up JustBook gegen den Mitbewerber geklagt, da es den Wettbewerb zu seinen Ungunsten eingeschränkt sah. In Österreich übernimmt die ÖHV diese Rolle mit der Beschwerde vor der Bundeswettbewerbsbehörde und versteht sich als Anwalt der Hotellerie: "Wir lassen nicht zu, dass Hoteliers in ihrem Recht eingeschränkt werden!"
Ennemoser: Auflösungsabgabe geht an Realität vorbei und trifft Branche hart
22-02-2012
Für Klaus Ennemoser, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich, steht außer Zweifel, dass die Bunderegierung das Budget sanieren muss: "Das vorliegende Konsolidierungspaket ist grundsätzlich ausgewogen und kommt zur rechten Zeit." Kritik übt der Hotellerie-Branchensprecher an der geplanten Auflösungsabgabe. Diese "Straf-Gebühr" bei der Beendigung von Dienstverhältnissen in Höhe von 110 Euro setzt sich, so Ennemoser, über die Gegebenheiten in der Hotellerie völlig hinweg und trifft die heimischen Betriebe in voller Härte. "Nach der Rücknahme der Energieabgabenvergütung, wäre die Auflösungsabgabe eine weitere undifferenzierte Mehrbelastung für die heimische Hotellerie", kritisiert Ennemoser.
Arbeitsplatzsituation in Hotellerie von Saisonalität geprägt
"Die Arbeitsplatzsituation in unserer Branche ist durch Saisonalität und Arbeitszeitspitzen gekennzeichnet. Saisonale Kernbelegschaften und Randbelegschaften orientieren sich an befristeten Beschäftigungsverhältnissen - Großteils mit Wiedereinstellungszusagen", betont Ennemoser. Die Saisonbetriebe sind sowohl wirtschaftlich als auch faktisch gezwungen, ihre Mitarbeiter saisonal einzustellen.
Auflösungsabgabe als Lenkungsinstrument ungeeignet
"Die ursprüngliche Intention der Auflösungsabgabe, nämlich Kurzzeit-Kündigungen zu verhindern, geht in der Hotellerie komplett ins Leere", erklärt Ennemoser. Gemäß Institut für Höhere Studien (IHS) gibt es im Jahr rund 300.000 relevante Abmeldungen im Hotel- und Gastgewerbe. "Weniger als 1 Prozent davon kommen durch Umgehungen - "Zwischenparken" von Mitarbeitern beim Arbeitsmarkservice in Folge von Auftragsschwankungen - zustande. "Damit ist die Auflösungsabgabe als Lenkungsinstrument in der Hotellerie völlig ungeeignet", zeigt sich Ennemoser überzeugt.
Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit der Branche nicht gefährden
Die heimische Hotellerie ist durch eine hohe Personalintensität gekennzeichnet. Job-Abbau und -Verlagerungen, wie in anderen Branchen üblich, gibt es in der Hotellerie nicht. "Auch wenn klar ist, dass jeder in Österreich seinen Beitrag zur Budgetsanierung leisten muss, dürfen die geplanten Maßnahmen keinesfalls Arbeitsplätze und hart erarbeitete Wettbewerbsvorteile gefährden", warnt Ennemoser. Immerhin sei der Tourismus im wirtschaftlichen Krisenjahr 2009 eine jener Branchen gewesen, die mit 0,4 Prozent den geringsten Rückgang der Beschäftigung zu verzeichnen hatte. Zum Vergleich: In anderen Branchen lag der Beschäftigungsrückgang im selben Zeitraum zwischen 5 und 8 Prozent. "Man darf jetzt nicht unsere Hotelbetriebe dafür bestrafen, dass sie auch in Krisenzeiten Arbeitsplätze anbieten", appelliert Ennemoser an die Regierung.
Albert Ebner: „Schröpfaktion gegen den Tourismus gehört raus aus dem Sparpaket!“
21-02-2012
Auf massive Kritik des Salzburger Tourismus stößt die sogenannte „Auflösungsabgabe“, die im Zuge des Sparpakets als Gebühr auf Kündigungen vorgesehen ist. Demnach sollen Unternehmen ab 2013 für jeden Arbeitnehmer, der gekündigt wird oder von dem sich der Betrieb einvernehmlich trennt, 110 € ans AMS zahlen. „Dies würde die saisonabhängige Tourismuswirtschaft überproportional hart treffen. Denn viele Betriebe sind, weil es die Witterung nicht anders zulässt, Saisonbetriebe. Hier wird ja nicht aus Jux und Tollerei gekündigt, sondern weil ein ganzjähriger Betrieb trotz vielfältiger Bemühungen der Branche, die Saisonen zu verlängern, einfach von der Nachfragesituation her nicht machbar ist. 110 € pro gekündigtem Mitarbeiter wären eine arbeitsmarktpolitische Strafsteuer auf Österreichs Witterungsverhältnisse, die besonders den Tourismus in Mitleidenschaft zieht. Das können wir auf keinen Fall akzeptieren!“, betont der Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Albert Ebner.
„Die heimische Tourismuswirtschaft, insbesondere der Wintertourismus in den westlichen Bundesländern, hat auch in der Krise investiert und die Beschäftigung auf hohem Niveau gehalten. Für viele Branchen ist ein florierender Tourismus, insbesondere in Westösterreich, als Wirtschaftsmotor unverzichtbar. Jetzt gerade die von Saisonen abhängigen Unternehmen derart zu bestrafen, ist sicher der falsche Weg der Staatssanierung und eine veritable Konjunkturbremse“, resümiert Ebner: „Diese Arbeitsmarktabgabe gegen die Wirtschaft, die saisonal abhängige Betriebe besonders schröpft, gehört raus aus dem Paket!“
Galanacht der Gastronomie
21-02-2012
Auch heuer findet die "Galanacht der Gastronomie 2012" im Palais Ferstel und im Café Central statt. Am Freitag den 24. 02. 2012 begrüßt der "Gastronomie Club Wien" wieder zahlreiche Gäste und Gastronomen aus dem In-und Ausland. Der Gewinner der "Goldenen Cloche" ist dieses Jahr Dieter Koschina, der in Portugal in der Vila Joya in Albufeira an der Algarve für kulinarische Höhepunkte sorgt. Darüber hinaus bildet er auch viele junge österreichische Köche aus. Er ist der einzige 2-Michelin-Sterne-Koch Portugals.
Der Gastronomie Club Wien erwartet rund 700 Gäste - darunter unter anderem:
- Botschaftsrat von Mexico Herr Alejandro Perez Duerte Diaz
- Wirtschaftkammerpräsident von Österreich Dr. Christoph Leitl
- Wirtschaftskammerpräsidentin von Wien Frau KommR Brigitte Jank
- Wirtschaftskammerdirektor Mag. Heinz Wollinger
- Raiffeisen Generaldirektor Stv. Dr. Georg Kraft-Kinz
- Bezirksvorsteherin Wien 1 Frau Ursula Stenzel
- Bezirksvorsteherin Stv. Wien 1 Dr. Jessi Lintl
- Wirtschaftbunddirektor Direktor Dr. Alexander Biach
- Bezirkshauptmann der Polizei Wien 1, Hofrat Josef Koppensteiner
- Alfons Haider und viel Kochprominenz
Tourismus in Wien: 2012 bester Jänner mit +11,5 Prozent Tourismus in Wien: 2012 bester Jänner mit + 11,5 Prozent
20-02-2012
Mit 675.000 Nächtigungen, einem Plus von 11,5 Prozent zum vorjährigen Jänner, schließt Wien im ersten Jahresmonat 2012 nahtlos an sein Rekord-Jahresergebnis 2011 an. Zu dessen Nächtigungshöchststand passt auch der nunmehr ausgewertete Netto-Nächtigungsumsatz 2011 der Wiener Hotellerie: Er liegt mit 493 Mio. Euro um 9,4 Prozent über dem von 2010 und übertrifft damit auch das bisher - von der Fußball-EM angekurbelte - umsatzstärkste Jahr 2008. In der Tourismusstatistik sind ab sofort die Wachstumsmärkte Brasilien, Vereinigte Arabische Emirate und Saudi Arabien gesondert dargestellt.
Im heurigen Jänner präsentieren sich sieben von Wiens Top-Ten-Märkten mit zweistelligem Nächtigungszuwachs gegenüber dem Vergleichsmonat 2011. Besonders massiv fielen die Steigerungen bei Japan und Russland aus, gefolgt von den USA, der Schweiz, Österreich, Rumänien und Großbritannien. Gestiegen sind auch die Nächtigungen aus Deutschland und Frankreich, während Italien unter dem Wert von vorigem Jänner blieb (Details siehe Liste unten). Enorm zugelegt haben auch China (+ 69 Prozent) und die Türkei (+64 Prozent).
Sämtlichen Hotel-Kategorien brachte das heurige Jänner-Ergebnis zweistellige Nächtigungszuwächse. Bemerkenswert ist die Auslastungsentwicklung, denn sie lag über den Vergleichswerten 2011, obwohl sich Wiens Bettenkapazität von Jänner 2011 auf Jänner 2012 um 3.900 Betten (+8 Prozent) erhöht hat. So waren die Betten im heurigen Jänner zu durchschnittlich 39,4 Prozent ausgelastet (1/2011: 38,0 Prozent), was einer durchschnittlichen Zimmerauslastung von rund 49 Prozent entspricht (1/2011: rund 47 Prozent).
Hotellerie-Umsatz 2011 schlägt Rekord aus Fußball-EM-Jahr 2008
Mittlerweile ist auch der Netto-Nächtigungsumsatz der Wiener Hotellerie für das Gesamtjahr 2011 ausgewertet, und sein schon zuvor absehbarer Rekordwert lässt sich nunmehr beziffern: Mit 492.976.000 EURO weist er gegenüber 2010 ein Plus von 9,4 Prozent aus. Damit ist es gelungen, das bisher umsatzstärkste Jahr 2008 (487,4 Mio. EURO), in der die Fußball-EM das Geschäft kräftig ankurbelte, zu übertreffen.
Neu in der Tourismusstatistik: Einzelwerte für Brasilien, Vereinigte Arabische Emirate und Saudi Arabien
Aufgrund des starken Wachstums der Nächtigungen aus Zentral- und Südamerika sowie aus den arabischen Ländern in Asien während der letzten Jahre werden seit November 2010 Brasilien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Saudi Arabien statistisch gesondert erfasst. Damit ist es ab heuer möglich, die Nächtigungs- und Umsatzentwicklung jener Länder genauer zu verfolgen, die den Großteil des Aufkommens aus den beiden zuvor zusammengefassten Großregionen erbringen.
2011 verzeichnete Wien aus Brasilien 80.000 Nächtigungen, das waren 38 Prozent des Aufkommens aus Zentral- und Südamerika. Bei den arabischen Ländern in Asien hatten die VAE mit 62.000 Nächtigungen einen Anteil von 32 Prozent und Saudi Arabien hatte mit 45.000 Nächtigungen einen Anteil von 23 Prozent. Im heurigen Jänner stiegen die Übernachtungen aus Brasilien um 74 Prozent, jene aus den VAE um 60 Prozent und jene aus Saudi Arabien um 43 Prozent. - Ein vielversprechender Auftakt für die weitere Entwicklung 2012.
Das 4-Sterne Hotel Edelweiß & Gurgl in Obergurgl setzt erfolgreich auf eigene Online-Vertriebsstrukturen
17-02-2012
Die aktuelle Gebührenerhöhung bei Buchungsplattformen wie HRS hat die Abhängigkeit der Hotellerie von externen Vertriebskanälen offenbart. Dass man mit Eigenvermarktung extrem erfolgreich sein kann, beweist Michael Anfang, verantwortlich für Marketing und Sales im Hotel Edelweiß & Gurgl. Das 4-Sterne-Hotel auf knapp 2.000m Seehöhe im Tiroler Ötztal, das auf keiner einzigen Buchungsplattform zu finden ist, schafft mit professionellen Verkaufs- und Vertriebsstrukturen aus eigener Kraft rund 60.000 Nächtigungen pro Jahr - davon trotz Höhenlage und verkürzter Saison rund 20.000 Nächtigungen im Sommer.
Von Jammern und Boykottaufrufen hält Michael Anfang nichts, Hausaufgaben müssen innerhalb der österreichischen Hotellerie dringend erledigt werden, ist der Sales- und Marketingprofi überzeugt. Geschulte Verkaufsabteilung, aktive Selbstvermarktung und interaktive Kommunikation mit potentiellen Gästen mittels "Live Help"
auf der eigenen Website - das alles gehört im Hotel Edelweiß&Gurgl längst zum Standard. "So kann man selbst in hintersten Tallagen aus eigener Kraft Winter wie Sommer den Gästezuspruch und die Wertschöpfung gesund steigern", zeigt sich Anfang überzeugt.
Die österreichischen Hotels haben ihre Eigenvermarktung sträflich vernachlässigt. Über 50% der Hotels verzichten nach wie vor auf effiziente Vermarktung im Internet, obwohl laut Experten bald jede zweite Buchung online durchgeführt wird. Auch Hotels, die ihre Angebote vorwiegend über Buchungsplattformen anbieten, begeben sich in eine fatale Abhängigkeit, ist Anfang überzeugt und verweist auf ein Beispiel aus dem Alltag: Ein Freund erzählt von seinem Urlaub.
Der interessierte Zuhörer googelt dieses Hotel. Der Hotelier hat sogar brav seine Homepage optimiert und erscheint an 1. Position. Doch leider verliebt sich der neue Gast in die Anzeige am obersten Rand, die just dieses Hotel zu -20% via Buchungsplattform anpreist. So verliert der Hotelier die direkte Buchung und den vollen Preis.
Buchungsplattformen bringen nicht nur eigene Gäste sondern haben erkannt, dass es viel einfacher ist, den Hoteliers die Stammgäste wegzunehmen - speziell in der Ferienhotellerie. Viele Hoteliers unterstützen die Plattformen dabei noch kräftig - mit Bestpreisgarantien. Hoteliers würden übersehen, dass sich Buchungsplattformen das Recht zusichern lassen, mit dem jeweiligen Hotelnamen Werbung aller Art zu machen. Anfang: "Dies ist der Kernsatz des Vertrags, damit bekommen die Buchungsplattformen einen Persilschein, um den Hoteliers selbst Stammgäste wegzunehmen."
Innsbruck Tourismus: Olympische Jugendwinterspiele YOG 2012 im Jänner brachten Rekord
16-02-2012
Das olympische Feuer der 1. Olympischen Jugendwinterspiele in Innsbruck, Seefeld und Kühtai (13.-22.1.2012) ist zwar erloschen, in den Tourismuszahlen leuchtet es aber noch nachhaltig. Allein die aktiven Sportler, die während der YOG 2012 im neu errichteten YOG-Dorf in Innsbruck wohnten, sorgten für 20.594 Jänner-Übernachtungen.
Aber auch auch ohne diese Nächtigungen der Aktiven schreibt das Jänner-Ergebnis für Innsbruck mit rund 104.000 Übernachtungen (+23,7%) bei rund 48.000 Ankünften (+8%) einen neuen Rekord. Signifikant auch der Anstieg der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer mit 2,2 Tagen pro Gast (erstmals über 2 Tage), ein Novum im vergleichbaren Städtetourismus. Die Feriendörfer rund um Innsbruck freuen sich im Jänner ebenfalls über ein Nächtigungsplus von rund 6%. Resultat: Mit rund 270.000 Übernachtungen (+10%) ergibt das für Innsbruck und seine Feriendörfer einen Rekord-Jänner.
Auch Innsbruck Information & Reservierung GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft von Innsbruck Tourismus, hat Grund zur Freude. Als offizieller YOG-Partner für alle Hotelreservierungen konnte sie allein rund 15.000 Übernachtungen einbuchen.
Bisher erbrachten alle drei Winter-Monate (November bis Jänner) ein positives Ergebnis für Innsbruck Tourismus, und das Halbzeitergebnis der Wintersaison 2011/12 steht für den Gesamtverband mit rund 542.000 Übernachtungen (+6%) für Innsbruck und Feriendörfer ebenfalls auf Rekordmarke - und dies bei vielversprechender Buchungslage für die restliche Wintersaison.
Die stärksten Saisonzuwächse derzeit verbuchen die Herkunftsländer Österreich (+19%), Schweiz (+31%), Russland (+50%), China (+70%), Frankreich (+30%) und USA (+16%), während bei den Gästen aus Deutschland (-7%) und den Niederlanden (-4%) Rückgänge zu verzeichnen sind. Italien, nach Deutschland und Österreich drittstärkster Quellmarkt, ist mit immerhin noch 2% Zuwachs bei den Gewinnern.
Für TVB-Obmann Dr. Karl Gostner ist das positive Ergebnis rund um die YOG ein Ansporn dafür, dass sich die Region weiter um internationale Großveranstaltungen bemüht. Für TVB-Geschäftsführer Friedrich Kraft ist die Langzeitwirkung der YOG, insbesondere auf junge Gäste und Besucher, ein starkes Argument. "Jeder der YOG-Athleten und Volunteers ist auf Jahrzehnte ein Botschafter für Innsbruck und Tirol".
Wiener Kaffeehaus-Schanigärten in Gefahr: Erhöhung der Gebrauchsabgabe & nicht erteilte Genehmigungen
16-02-2012
"Die Schanigärten der Kaffeehauptstadt Wien stellen ein unschätzbares Gut für Wiener und Touristen dar. Den Unternehmern ständig Prügel zwischen die Beine zu werfen, nur weil sie unsere Stadt im Sommer lebendiger machen möchten, ist weder verständlich noch akzeptabel", empört sich Berndt Querfeld, Obmann der Kaffeehäuser Wiens. Seine Verärgerung kommt nicht von ungefähr. Im Dezember musste man aus der Zeitung erfahren, dass die Gebrauchsabgabe zur Benutzung des öffentlichen Raums von der Stadt Wien neu geregelt werden soll. Dies betrifft im Falle der Wiener Kaffeehäuser die beliebten Kaffeehaus-Schanigärten. Höchst bedenklich und schlichtweg inakzeptabel, dass die Stadt Wien kein Gespräch mit der Interessenvertretung suchte. "Über diese Vorgangsweise waren wir zutiefst betroffen. Die Stadt sollte endlich zu ihren Schanigärten stehen und sich nicht ständig Gedanken machen wie man dieses Stück Lebensqualität für alle beschneidet. Wien ohne Schanigärten ist wie ein Weihnachtsmarkt ohne Punschstände", so Querfeld.
Stehtische im Freien nicht bewilligt
Wie in vielen anderen europäischen Hauptstädten wäre auch für Wien eine Ausdehnung der Schanigartensaison von größter Notwendigkeit. Nicht zuletzt die Nichtraucherbestimmungen machen es immer notwendiger, den Gästen vor dem Lokal den Genuss der einen oder anderen Zigarette zu ermöglichen. Daher wäre ein Aufstellen von Stehtischen und Aschenbechern im Freien für rauchende Gäste ein dringend benötigtes Service.
Bei einem Bewilligungsverfahren ist es nun zum Eklat gekommen. So wurde einem Unternehmer keine Bewilligung erteilt, einen Stehtisch mit Aschenbecher vor seinem Lokal aufzustellen. "Das Magistrat will prinzipiell keine Stehtische vor Lokalen genehmigen, angeblich wegen der Barrierefreiheit. Bei größtem Verständnis und voller Akzeptanz für das Thema Barrierefreiheit, aber wie sollen unsere Betriebe überleben, wenn man ihnen jede Möglichkeit nimmt, den Gast zufriedenzustellen? Mir kommt es wirklich oft so vor, als ob Unternehmergeist von der Stadt mehr bestraft als belohnt wird. Wenn man schon Raucher von den Lokalen auf die Straße treibt, dann sollte man doch zumindest einen Aschenbecher aufstellen dürfen", so Querfeld.
Barrierefreiheit "ja", überbordende Bestimmungen "nein"
Das Magistrat hat sich für Schanigärten neue, strengere Barrierefreiheit-Richtlinien ausgedacht. Damit sind Umgestaltungsarbeiten, oft Sitzplatzverluste und auch weitere Kosten verbunden. "Die Wiener Kaffeehäuser freuen sich über alle Gäste und sind bemüht, jedem Gästewunsch nachzukommen. Wenn jedoch das Magistrat überzogene Forderungen an die Unternehmer stellt, die nicht einmal von den Betroffenen dringlich eingefordert werden, fehlt mir jegliches Verständnis", so Querfeld.
ÖHV: "Manipulationsgebühr" trifft Dienstleister voll
16-02-2012
Tourismus, Bau und Handel erwirtschaften ein Viertel des BIP und beschäftigen fast jeden dritten Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft. Dafür soll sie eine neue Strafsteuer treffen: Eine "AMS-Manipulationsgebühr" soll beendete Arbeitsverträge sanktionieren. Der einzige Effekt: zusätzliche Einnahmen. Die Zahl der Kündigungen wird dadurch im Tourismus nicht sinken: "Zwischen den Saisonen sind keine Gäste da, und da braucht niemand Mitarbeiter - Strafsteuer hin oder her. Von einem Lenkungseffekt kann keine Rede sein. Es geht nur ums Kassieren", entkräftet Sepp Schellhorn, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), eine offensichtliche Schutzbehauptung. Im Gegenteil: Ob die Beschäftigtenzahlen im Tourismus weiter so steigen wie bisher sei fraglich: Denn während andere Länder Dienstleister durch Steuersenkungen entlasten, erhöht Österreich die Lohnnebenkosten nochmals, obwohl es bereits alle internationalen Vergleiche anführt. "Die Regierung wollte Lohnnebenkosten und Steuern senken. Sie hat keines dieser Ziele erreicht. Konsequenzen hat das nur für die Betriebe", so Schellhorn.
30 Mio. Körberlgeld auf Kosten der Tourismusbetriebe
"Somit ist das Versicherungssystem ad absurdum geführt. Die Betriebe werden noch einmal zur Kasse gebeten, da wird doppelt abkassiert. Und die Lohnnebenkosten steigen und steigen", so Schellhorn. 30 Mio. Euro kostet das die Arbeitgeber im Tourismus.
ÖHV: Beschäftigung forcieren statt Arbeitsplätze vernichten
Mit der gezielten Belastung von Arbeitgeberbetrieben wird Wertschöpfung vernichtet. Besser wäre es, die Beschäftigungsdauer zu verlängern: "Es gibt durchdachte Modelle zur Saisonverlängerung. Anstatt diese Chance zu ergreifen, werden wieder mitarbeiterintensive Branchen bestraft", verweist Schellhorn auf das Ganzjahresarbeitszeitmodell der ÖHV. Dieses sieht vor, durch die Belebung der Nebensaison und gezielte Bewerbung die Nachfrage zu verstärken.
Brauereiverband zieht positive Bier-Bilanz 2011
15-02-2012
Die Österreicherinnen und Österreicher greifen wieder vermehrt zu ihrem Lieblingsgetränk: Im vergangenen Jahr nahm der Pro-Kopf-Verbrauch von Bier um 2,1 Prozent auf 108 Liter zu, der Gesamt-Ausstoß betrug mehr als 8,9 Mio. Hektoliter (+ 2,9 Prozent). Damit ist und bleibt Bier das beliebteste Getränk der Österreicher.
"Die Menschen gönnen sich wieder mehr Genuss“, sagt Sigi Menz, Obmann des österreichischen Brauereiverbandes. „Wir können mit dem vergangenen Jahr sehr zufrieden sein. Die Absatzsteigerung von zwei Prozent bestätigt, dass die Menschen österreichisches Bier in seiner Vielfalt mit über 1.000 Sorten überaus schätzen. Die Zahlen zeigen nicht zuletzt, dass das gemeinsame Bestreben der 73 österreichischen Brauereien, ob klein, mittel oder groß, mit Tradition und Innovation die Bierkultur zu fördern, Früchte trägt.“
Österreich als Bier-Nation nach wie vor Europaspitze
Die Brauereien verzeichneten beim Bierausstoß im Inland einen Zuwachs von 2 Prozent von 8,26 auf 8,43 Mio. Hektoliter und legten beim Export sogar 19,4 Prozent zu. Alkoholfreies Bier hingegen musste im Inland einen Rückgang von 0,6 Prozent und gesamt inkl. Export einen Rückgang von 1,5 Prozent verzeichnen.
Österreich ist eine der führenden Bier-Nationen in Europa und schneidet im Jahr 2011 im Vergleich zu Deutschland noch besser ab als zuletzt: Denn wie das Statistische Bundesamt Wiesbaden kürzlich veröffentlichte, weist Deutschland beim Bier-Inlandsabsatz einen Rückgang von 0,8 Prozent aus. Deutschland liegt damit bei einem Pro-Kopf-Verbrauch von 101,4 Litern weit hinter Österreich, in dem 108 Liter genossen werden.
Radler und Weizen legen kräftig zu, Lager-/Märzenbier bleibt Nr. 1
Lager-/Märzenbier ist nach wie vor die beliebteste Biersorte der Österreicher – über 5,4 Mio. Hektoliter wurden 2011 konsumiert (+ 0,8 Prozent), der Marktanteil gesamt liegt für Lager/Märzen 2011 bei 63,3 Prozent und bleibt damit auf ähnlich hohem Niveau wie 2010 mit 64,0 Prozent.
Eine enorme Steigerung beim Inlands-Bierausstoß (exkl. Export) kann der Radler mit Alkohol vorweisen: Gegenüber 2010 ist hier ein Zuwachs von beachtlichen + 32,1 Prozent oder über 139.000 Hektolitern zu verzeichnen, bei alkoholfreiem Radler um 19,3 Prozent.
Weizenbier legte um stolze 16,8 Prozent zu, auch Bockbier war heuer wieder sehr beliebt und konnte Zuwächse verzeichnen (+ 4,7 Prozent). Verluste hinnehmen mussten in erster Linie Leichtbier (- 9,4 Prozent), Spezial-Bier (- 4,2 Prozent) und Pils (? 3,9 Prozent).
„Diese Zahlen bestätigen einmal mehr, dass die Österreicher die regionale Biervielfalt schätzen. Wir stehen zwar zu unseren Wurzeln, unseren Traditionen, wollen gleichzeitig freilich auch nicht von gestern sein. Unsere Kunden wissen das zu schätzen und nehmen auch bierige Innovationen gerne an.“ so Sigi Menz.
Wels-Touristik startet durch
13-02-2012
Im Rahmen der Vollversammlung des Tourismusverbandes Wels im Oktober 2011 wurde die Strategie-Ausrichtung für Wels für die nächsten Jahre verabschiedet.
In einem umfangreichen Strategieprozess mit Tourismus- und Marketingexperten, Vertretern aus Handel, Gastronomie und Freizeitbetrieben haben sich die Schwerpunktthemen "Historische Innenstadt", "Familien-Erlebnis", "Weihnachten" und "Business Touristik" herauskristallisiert. Das Thema "Energie" als Alleinstellungsmerkmal für die Stadt Wels als Tourismusdestination ist nun bei der Produktentwicklung herauszuarbeiten und erlebbar zu machen.
Tourismus-Obmann KommR. Helmut Platzer sieht darin einen klaren Arbeitsauftrag an den Tourismusverband Wels: "Als nächster Schritt muss nun die Produktentwicklung in den Schwerpunktthemen "Historische Innenstadt", "Familien-Erlebnis", "Weihnachten" und "Business Touristik Wels" vorangetrieben und die Energie als Hauptthema herausgearbeitet und erlebbar gemacht werden. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismus nicht nur kurzfristig, sondern auch mittel- und langfristig abgesichert werden." Dies geschieht zum Beispiel mit der Entwicklung von Fachexkursionen im Energiebereich in Wels und Wels-Land oder dem "Energie-Packerl" mit der Kombination von mehreren Energieangeboten in einem buchbaren Angebot.
92.688 Ankünfte konnten im vergangenen Jahr in Wels verzeichnet werden. Somit konnte das Ergebnis aus 2010 (92.768 Ankünfte) in etwa gehalten werden. Zurückgegangen ist allerdings die Zahl der Nächtigungen. Von 165.541 im Jahr 2010 sind die Nächtigungszahlen im Jahr 2011 auf 161.812 gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 2,3 Prozent. Wels liegt mit einer Verkürzung der Aufenthaltsdauer mit seiner Bilanz im Trend. Denn lt. Statistik Austria gilt diese Entwicklung für den österreichweiten Tourismus. Wels Marketing & Touristik Geschäftsführer Peter Jungreithmair dazu: "Ein kleiner Rückgang bei den Übernachtungen ist nie erfreulich, aber viel entscheidender ist die Wertschöpfung und da liegen wir als Teil der stärksten Wirtschaftsregion ja bekanntlich hervorragend!" (Quelle: Statistik Austria / Im aktuellen Ranking der Statistik Austria ist die Wirtschaftsregion Linz-Wels erstmals an Wien vorbeigezogen.)
Business Touristik Wels - zwei Mal ausgezeichnet
Dass die Vertriebsgemeinschaft "Business Touristik Wels" auf dem richtigen Weg ist, zeigen nicht zuletzt zwei Auszeichnungen. Zum einen entschied sich der Oberösterreich Tourismus die Business Touristik Wels im Bereich Geschäftstouristik als Leuchtturmprojekt zu deklarieren. Touristisch besonders attraktive Produkte werden dabei ins Schaufenster und somit in den Fokus der Marketing- und Kommunikationsaktivitäten gesetzt. Außerdem darf sich Wels über den Brilliance-Tourismusinnovationspreis freuen. Die Wirtschaftskammer Oberösterreich, Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft hat das Projekt "Business Touristik Wels" im Oktober 2011 mit dem erstmals verliehenen Innovationspreis ausgezeichnet, der innovative Projekte im oberösterreichischen Tourismus und das Engagement prämiert.
Gestartet wurde die Business Touristik Wels im Jahr 2011 mit dem Zusammenschluss der wichtigsten Welser Betriebe im Veranstaltungsbereich und deren Vernetzung auf einer Buchungsplattform über ein Verkaufsbüro. Mit diesem wegweisenden Angebot sollen die Wartezeiten bei der Verfügbarkeitsabfrage und Angebotslegung minimiert werden. Damit bietet Wels im Herzen Oberösterreichs mit bester Infrastruktur und gebündelter Organisation die optimalen Voraussetzungen für den Erfolg von Business-Veranstaltungen.
Abteilungsleiter-Akademie der ÖHV startet Ende März
10-02-2012
Mühsames und stressreiches „learning by doing“ oder gleich auf erprobte Konzepte der Abteilungsleiter-Akademie der Österreichischen Hoteliervereinigung zugreifen? Erfolgreiche Unternehmen sparen sich den Umweg und schicken ihre führenden Mitarbeiter lieber gleich in den praxisbezogenen Weiterbildungslehrgang.
Führungsqualitäten sind nicht jedem angeboren, doch das Know-how, eine Abteilung erfolgreich zu führen kann durch Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen in kurzer Zeit erworben werden. Die ÖHV-Abteilungsleiter-Akademie (AKA) bietet allen Interessierten einen berufsbegleitenden Intensivlehrgang für Menschen in der Hotellerie, die bereits in führenden Positionen tätig sind oder auf dem Weg dorthin Unterstützung brauchen. Dort finden sie in leicht umsetzbarer Konzeption alles zum Thema Mitarbeiterorganisation und -führung, Dienstplanoptimierung, Produktivitätssteigerung, Beschwerde- und Qualitätsmanagement, Budgetierung und Controlling, Marketing, Verkauf und vieles mehr, was einen erfolgreichen Abteilungsleiter ausmacht.
Zeitaufwand, der sich lohnt!
In nur 3 Modulen á 4 Tagen werden alle wissenswerten Inhalte erfolgreicher Mitarbeiterführung und -organisation vermittelt, die Teilnehmer lernen Aufgaben erfolgreich zu lösen, sie entwickeln unternehmerisches Denken und stärken ihre Führungspersönlichkeit. Ganz nebenbei entsteht ein wertvolles Netzwerk unter Kollegen, das auch später noch gerne genutzt wird. Der nächste Zyklus der ÖHV-Abteilungsleiter-Akademie (AKA) startet am 27. März 2012.
Modul 1: Di, 27. bis Fr, 30. März 2012
Modul 2: Di, 12. bis Fr, 15. Juni 2012
Modul 3: Mo, 10. bis Fr, 14. September 2012
Details gibt es unter www.oehv.at/aka. Anmeldeschluss ist Mittwoch, der 29. Februar 2012.
22. TourismusForum Alpenregionen in Zell am See-Kaprun
09-02-2012
Vom 26. bis 28. März 2012 präsentiert sich das TourismusForum Alpenregionen (TFA) mit dem Themenfokus "new colors in tourism - Destinationen und Skigebiete in intelligentem Design" zum 22. Mal besonders kontrast- und farbreich.
Das Ensemble aus ausgewählten Referenten, Führungskräften von Destinationen, Bergbahnen, Hotels sowie aus der Wirtschafts- und Finanzwelt sind das unverwechselbare Markenzeichen des TFA. Auch in diesem Jahr wird es wieder Beiträge geben, die man auf anderen Kongressen und Veranstaltungen nicht hören und sehen kann.
Mit Führungskräften wie Stefan Otz, Direktor von Interlaken Tourismus, oder Emanuel Lehner, Regionalmanager der Österreich Werbung für Zentral- und Osteuropa, schwenkt das TFA den Blick von Westen nach Osten. Was versprechen diese neuen Märkte? Welches Wertschöpfungspotenzial verbirgt sich hinter diesen neuen Zielgruppen? Wie agieren wir in diesen Märkten, um potenzielle Gäste für uns zu gewinnen?
Wie müssen wir vor Ort unsere Infrastruktur, die Ansprache und Betreuung dieser Gäste ausrichten? "Doing business with India" ist der Titel der Ausführungen von Waseem Hussain, der verschiedene Unternehmen bei ihrer Geschäftstätigkeit auf dem indischen Subkontinent berät.
Zell am See-Kaprun als Austragungsort unterstreicht das diesjährige Thema des Forums auf vielfältige Weise. Mit dem Ferry Porsche Congress Center (FPCC) in Zell am See erwartet Teilnehmer ein modernes, hervorragendes Kongresszentrum, das die Bilder und Worte der Referenten und Experten auf besondere Weise wirken und sprechen lassen wird. Die Destination Zell am See-Kaprun ist mit ihren Kontrasten zwischen See- und Bergwelt als erfolgreiche Ganzjahres-Destination ein spannender Austragungsort.
Mit Gästen aus zahlreichen Herkunftsländern erzielt Zell am See-Kaprun einen der höchsten Internationalisierungsgrade unter den österreichischen Feriendestinationen. Das Abendprogramm und die spannenden Forumstouren bieten Kontraste, bleibende Momente und dauerhafte Eindrücke.
Das Programm finden Sie hier.
WKO-Ennemoser: Auch bei Online-Vertrieb langfristig agieren
07-02-2012
Der Widerstand gegen die Provisionserhöhungen und Änderungen der "Allgemeinen Geschäftsbedingungen" seitens der HRS-Gruppe zeigt gleich mehrere aktuelle Schwachstellen rund um das Hotellerieangebot im Internet. Erstens wird die Marktstellung gegenwärtig starker Buchungsplattformen sowohl bei den Preisen als auch Geschäftsbedingungen auf Kosten der Beherbergungsbetriebe ausgereizt, zweitens bestehen in der Branche nach wie vor Missverständnisse und Unklarheiten über das Potential der neuen Medien, und drittens schlägt sich die Hotellerie weit unter ihrem Wert. Klaus Ennemoser, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), will in erster Linie bei den letzten beiden Punkten handeln.
"Der Hotelier hat die Dienstleistungshoheit über sein Produkt. Setzt er diese - vor allem auch im Internet - intelligent ein, dann geht alles Hand in Hand mit der Preishoheit. Das Problem der Marktmacht einzelner Buchungsplattformen ist entstanden, weil Hoteliers vor allem im Mittelstand die Möglichkeiten eines eigenen Internetauftrittes kombiniert mit einer eigenen Buchungsseite verkannt haben. Das Internet ist schnelllebig. Wertschöpfungsketten können sich innerhalb einer kurzen Zeitspanne zur Gänze wieder drehen. Dieser Dynamik darf sich die Hotellerie mit ihrer Standortgebundenheit und Infrastrukturabhängigkeit nicht unterwerfen. Hier sind mittel- und langfristige Strategien gefragt."
Dennoch gibt es auch seitens des Fachverbandes Kritik an der HRS-Vorgangsweise. Vielmehr als die Provisionsanhebung von 12 auf 15% irritieren neben substantiellen Neuerungen und Änderungen bei den "Allgemeinen Geschäftsbedingungen" die Best-Preis-Garantie und Garantie bezüglich Verfügbarkeit. "Hier greift HRS in die unternehmerische Entscheidung jedes einzelnen Hoteliers ein.
Autofahren mit mehr als einem Chauffeur am Steuer funktioniert nicht". Der Obmann sieht aktuell unternehmerische Fehlentscheidungen bei HRS: Der Imageschaden in der Branche ist mit der nunmehrigen Provisionserhöhung von 25% nicht mehr wettzumachen. Außerdem stellen die geplanten Änderungen der "Allgemeinen Geschäftsbedingungen" einen klaren Verstoß gegen die HOTREC-Richtlinie über "Eckpunkte fairen Verhaltens von Hotel- und Buchungsportalen" dar.
In den USA und Deutschland gibt es bereits Internettools, die die Produkt- und Preishoheit des Hoteliers im Internet stärken und damit den Spieß wieder umdrehen. Der Fachverband Hotellerie führt mit solchen Anbietern Kooperationsgespräche. Ennemoser: "Wettbewerb hat auch immer eine zerstörerische Kraft. Für den einzelnen Hotelier ist wichtig, dass er stets die mittel- und langfristigen Auswirkungen seiner Entscheidungen vor Augen hat." Hier wird der Fachverband verstärkt informieren und Lösungen anbieten. Der Klagsweg über die Wettbewerbsbehörde kann dagegen in eine Sackgasse führen. Auch der Ruf nach einer nationalen Buchungsplattform wird zu keiner Besserung führen, solange diese nicht den Fokus auf eine Stärkung der Vertriebs- und Marketingkanäle für Hotels legt. In erster Linie müsse das Bewusstsein und das Know-how jedes einzelnen Beherbergers im Umgang mit den neuen Medien unterstützt werden. Der Fachverband Hotellerie tritt für Branchen-Empowerment anstelle von Skandalisierung ausgereizter Geschäftspraktiken ein. In diesem Zusammenhang erinnert Ennemoser an die gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend sowie dem Fachverband publizierte Broschüre "Facebook, Twitter & Co. - Erfolgreiches Online-Marketing in der Hotellerie".
Noch nie gab es so viele Mitarbeiter im Tourismus
07-02-2012
Es ist vor allem der Erfolg der 4- und 5-Sterne-Hotellerie, der für einen Mitarbeiter-Boom im Tourismus sorgt: "Österreichs Hotellerie hat die Ausgaben für Marktkommunikation in den vergangenen Jahren um mehr als ein Viertel gesteigert. Das bringt mehr Gäste und macht mehr Mitarbeiter notwendig", erklärt Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Umso wichtiger sei das Engagement um den Fachkräftenachwuchs: "In vielen Bereichen der Wirtschaft wird über mangelndes Engagement im Bereich der Ausbildung geklagt. Im Tourismus ist das Gegenteil der Fall: Wir würden noch viel mehr Mitarbeiter ausbilden."
ÖHV-Appell: Berufsbilder gemeinsam weiterentwickeln
Wichtig wäre laut Reisenzahn eine Weiterentwicklung veralteter Berufsbilder: "Österreichs Tourismusbetriebe bieten moderne, attraktive Jobs an. Die Ausbildung ist allerdings über die Mitte der 80er-Jahre nicht hinausgekommen", kritisiert Reisenzahn. Er appelliert an die Gewerkschaft, beim Modernisierungsprozess nicht weiter zu bremsen: "Tourismusminister Mitterlehner hat ein zukunftsträchtiges Modell für Zukunftsberufe vorgelegt. Wer sich hier querlegt, bremst auf Kosten der Mitarbeiter von morgen. Das kann nicht das Ziel der Gewerkschaft sein", so Reisenzahn.
Umfassendes ÖHV-Angebot für Lehrlinge und Mitarbeiter
Die ÖHV bietet Lehrlingen gemeinsam mit Gewerkschaft vida eine eigene Lehrlings-Akademie und eine Lehrlingskarte mit eine Vielzahl an Bonifikationen: Die Palette an Angeboten reicht von Sport und Spaß über Mode und Lifestyle bis hin zu speziellen Konditionen für Weiterbildung und Führerschein. Nähere Informationen gibt es unter www.oehv.at/HOT. "ÖHV-Mitglieder faxen oder mailen uns einfach den Lehrvertrag und bekommen die ÖHV-Lehrlingskarte zugeschickt", erläutert Reisenzahn den unbürokratischen und kostenlosen Weg zum neuen Mehrwert für Hotellehrlinge. Wenn die Fachkräfte ihre duale Ausbildung abgeschlossen haben, können sie auf das weiterführende Ausbildungsangebot der ÖHV zurückgreifen wie etwa Praktikerseminare, Lehrgänge und die Abteilungsleiter-Akademie.
WKÖ-Ennemoser: "Neue Richtlinien schaffen eine win-win-Situation für Hoteliers"
06-02-2012
Die rund 500 Appartements und Ferienhäuser mit offiziellen Sternen in Österreich werden ab sofort nach einem neuen Sternesystem klassifiziert. In Anlehnung an die erfolgreiche Umstellung der offiziellen Hotelklassifizierung im Rahmen der Hotelstars Union - der europäischen Vereinigung der Hotelverbände - Anfang 2010, folgt nun eine Angleichung der Sternevergabe bei Appartements und Ferienhäusern.
Für Klaus Ennemoser, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), liegen die Vorteile auf der Hand: "Weg vom K.O. hin zum O.K.!" Das optimierte Punktesystem kombiniere, so Ennemoser, Pflicht und Kür; es schafft Transparenz und Berechenbarkeit für Hotelier und Gast. "Der neue Kriterienkatalog eignet sich hervorragend als Planungsunterlage für Um- oder Neubauten und punktet als ideales Qualitätshandbuch für den Betrieb von Appartements und Ferienhäusern", betont der Sprecher der heimischen Hotellerie in der WKÖ. Die nunmehr gelungene Ausdehnung des bereits bewährten neuen Regelwerks auf Appartements und Ferienhäusern sieht er als Beweis dafür, dass man auch international am richtigen Weg sei.
Der neue Katalog trägt den Besonderheiten bei Appartements und Ferienhäusern Rechnung. Auf www.hotelsterne.at stehen die neuen Richtlinien zum Download zur Verfügung. Für Appartements und Ferienhäuser sind vier Sternekategorien vorgesehen. Das Dienstleistungsmerkmal "Superior" fällt naturgemäß weg. Der Kriterienkatalog umfasst 240 Kriterien, von denen etwas weniger als die Hälfte Mindestkriterien sind.
Salzkammergut Tourismus und Tiscover: NR Hörl stellt falsche Behauptungen auf
03-02-2012
"Offensichtlich hat hier NR Franz Hörl falsche Informationen.Sowohl das Salzkammergut als auch andere oberösterreichische Regionen wie zB die Landeshauptstadt Linz, die Region Donau Oberösterreich arbeiten mit Tiscover als Buchungssystem. Wir sind unseren Kunden verpflichtet und arbeiten gemeinsam mit unseren Partnern am Erfolg. Sowohl in Oberösterreich als auch im Salzkammergut konnten wir die Buchungen um 48 % deutlich steigern, dies haben wir gemeinsam mit unseren Partnern erreich", erklärt Matthias Grundböck, Geschäftsführer der Tiscover GmbH. "Tiscover mit dem Hauptsitz in Innsbruck beschäftigt in Österreich über 100 Mitarbeiter, auch in Oberösterreich haben wir eine eigene IT-Abteilung. Es ist Ihnen gegenüber nicht sehr fair hier mit falschen Fakten zu hantieren.Tourismussprecher NR Hörl verwechselt hier offensichtlich zwei Dinge. Das Land Oberösterreich hat ein eigenes Informationssystem, dies enthält jedoch keine Buchungsfunktionalität, diese wird in vielen Regionen von Tiscover zur Verfügung gestellt."
"Als Praktiker im Tourismus habe ich vollstes Verständnis für die Hotellerie, die in einem starken Wettbewerb ständig gefordert ist. Das der Ärger groß ist wenn Gebühren steigen ist auch klar. Ich sehe aber auch, dass seit dem Neustart der Tiscover im Jahr 2009 die online Buchungsumsätze stark steigen. Dies spricht für die Forcierung der online Buchbarkeit", meint Ronald Felder, Geschäftsführer der Salzkammergut Tourismus Marketing GmbH. "In einer derartigen Situation ist es wichtig, dass sich die Verantwortlichen an einen gemeinsamen Tisch setzen, um eine gemeinsame Lösung zu finden."
ÖVP-Tourismussprecher Franz Hörl: "Der Verkauf von Tiscover rächt sich bitter!"
03-02-2012
Tourismussprecher der ÖVP, Nationalrat Franz Hörl zum Facebook Boykott Aufruf der ÖHV Präsidenten bezüglich der Kommissionserhöhung der Buchungsplattform HRS: "Dieses Kind des österreichischen Tourismus wurde aber schon 2008 ausgeschüttet: mit dem Verkauf von Tiscover an HRS. Das war ein Kardinalfehler, dem die Tirol Werbung und die WK Tirol nie zustimmen hätte dürfen! Es wurden damit Tiroler Know how und wichtige Wettbewerbsvorteile für die heimischen Unternehmen an eine deutsche Mega-Buchungsplattform leichtfertig aus der Hand gegeben. Schade!"
Kosten werden weiter steigen
NR Franz Hörl: "Touristikunternehmen befürchten, dass die Kosten noch weiter steigen werden. Nach Einschätzung von Branchenkennern bis zu 25 oder 30 Prozent.
HRS zeigt ganz klar: Je größer und schlagkräftiger eine Buchungsplattform ist, umso mehr Gewicht im Bereich der Vermarktung bringt sie ins Treffen und das kostet. Der Verkauf von Tiscover hat dazu beigetragen. Buchungsplattformen fungieren auch als Marketingplattformen. Es steht jedem Unternehmen frei, sich einer solchen Marketingplattform anzuschließen. Die Tourismusverbände sind Kooperationspartner von HRS. Sie sollten Ihren Einfluss im Interesse der Unternehmen nutzen oder die Kooperation aufgeben."
NR Franz Hörl: "Oberösterreich und das Salzkammergut gehen den Weg eigener Buchungsplattformen sehr wohl erfolgreich und es stand vor dem Tiscover-Verkauf 2008 auch eine übergreifende gesamtösterreichische Buchungsplattform schon im Raum. Es wäre überlegenswert, diese Diskussion wieder auf zu nehmen."
Hintergrund
Von rund 46 Mio. Euro, die von 4- und 5-Stern-Betrieben als Kommission an Plattformen gehen, fließen etwa 37 Mio. Euro ins Ausland. Die Österreich Werbung (ÖW) steht der Forderung nach einer nationalen Buchungsplattform skeptisch gegenüber und hat diese bis heute auch aktiv verhindert. Oberösterreich und das Salzkammergut haben regionale Buchungsplattformen. Die Schweiz hat ein nationales Buchungssystem, das den Mitgliedsbetrieben Buchungen für Provisionen zwischen 2,5 und 6 % erlaubt.
HRS - die deutsche Buchungsplattform "Hotel-Reservation-Service" hat die Kommissionssätze auf ihren Buchungsplattformen HRS, Tiscover und hotel.de auf einheitliche 15 % erhöht. Die Österreichische Hoteliervereinigung unter den ÖHV-Präsidenten Peter Peer und Sepp Schellhorn haben zu einem Boykott von HRS auf Facebook aufgerufen.
FH-Wien: Gesundheitstourismus - Zukunftsmarkt mit Herausforderungen
02-02-2012
Österreich hat ausgezeichnete Chancen, vom aufstrebenden Wirtschaftsfaktor Gesundheitstourismus zu profitieren. Voraussetzung ist aber, dass die nötige Aufbauarbeit geleistet wird - von der glaubwürdigen Positionierung bis zur Qualitätssicherung durch Gütesiegel. Das ist eine zentrale Erkenntnis aus dem Symposium für Gesundheitstourismus an den FHWien-Studiengängen der WKW, das am 1. Februar 2012 stattfand. Rund 80 Teilnehmer diskutierten unter der Moderation von Martin Schaffer (Geschäftsführer von Kohl und Partner, Wien) mit Eva Adamer-König (Studiengangsleiterin "Gesundheitsmanagement im Tourismus", FH Joanneum) und Dietmar Schuster (Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit, WKÖ) über Rahmenbedingungen, mögliche Geschäftsmodelle und Entwicklungstendenzen dieses zukunftsträchtigen Zweiges der Tourismuswirtschaft.
Gesundheitstourismus: Ein Markt mit Zukunft
In Österreich werden jährlich rund 35 Mrd. Euro, das sind 12% des BIP, für Gesundheit ausgegeben. Davon entfallen 60% auf die öffentliche Hand, aber bereits 40% sind private Ausgaben, etwa für Zusatzversicherungen, Arzneimittel oder Gesundheitsreisen. Laut einer Studie von Roland Berger wird sich der Gesundheitsmarkt bis 2020 mehr als verdoppeln. Überdurchschnittliches Wachstum ist in den Teilbereichen "gesunde Lebensmittel", "Fitness" und "Gesundheitstourismus" zu erwarten. "Die Nachfrage für Gesundheitsreisen wird also steigen", so Michael Mair, Gastgeber und Leiter des Instituts für Tourismus-Management der FHWien. Das ist eine große Chance für Österreich, denn "wir haben die besten Voraussetzungen: Ein ausgezeichnetes Gesundheitssystem und Top Erfahrungen im Tourismus," führt Mair weiter aus.
Glaubwürdigkeit und Vertrauen
Für Tourismusdestinationen steckt also viel Potential im Bereich Gesundheitstourismus, gleichzeitig muss aber noch Aufbauarbeit geleistet werden. Das Angebot ist vorhanden, vielfach fehlen aber noch marktfähige Produkte und Informationen für potentielle Kunden.
Martin Schaffer warnt allerdings vor unüberlegten Schnellschüssen: "Nur weil Gesundheitstourismus im Trend liegt, sollte sich eine Destination nicht dafür entscheiden. Ein begeisterter Bürgermeister und eine Handvoll engagierter Touristiker sind wichtig, reichen aber nicht aus. Es braucht die Motivation und das Commitment einer breiten Basis." Hilfreich sind eine klare, konsequent umgesetzte Positionierung und ein tragfähiges Netzwerk an Leistungsträgern, denn "Gesundheit ist ein massiv heikles Thema. Die Gäste kommen, wenn sie das Gefühl haben, da bin ich gut aufgehoben. Letztendlich geht es also um Glaubwürdigkeit und Vertrauen", so Schaffer.
Angebote greifbar machen
Tourismus-Studierende des 5. Semesters Bachelor beschäftigten sich bereits im Vorfeld intensiv mit dem Thema. In einem Wettbewerb von 6 Kleingruppen wurden Informationskonzepte und Geschäftsmodelle für Destinationen entwickelt. Die Siegergruppe stellte ihr Konzept beim Symposium für Gesundheitstourismus an der FHWien vor: Eine Informationsbroschüre für Endkunden, die Wissenslücken rund um Kur, Rehabilitation, öffentliche und private Leistungen, Angebote und Möglichkeiten für Begleitpersonen etc. schließt.
Erstmals über eine halbe Million französischer Gäste in Österreich
01-02-2012
Ein Blick auf die kürzlich veröffentlichte Nächtigungs- und Ankunftsstatistik 2011 beweist: das Urlaubsland Österreich war für die französischen Gäste attraktiv wie nie zuvor. So reisten erstmals über 500.000 Urlaubsgäste nach Österreich. Die Freude der Österreich Werbung in Paris ist umso größer, zumal 2010 das Ziel um nur 106 Personen knapp verfehlt wurde.
Seit mehr als 10 Jahren entwickeln sich die Ankunftszahlen der Franzosen in Österreich kontinuierlich positiv. Verbrachten 2001 noch rund 385.000 Gäste ihren Urlaub in Österreich, stieg die Zahl der Ankünfte 2011 auf 521.900 (+ 35%). Die Nächtigungen legten in den letzten zehn Jahren von 1.443.226 auf 1.834.700 (+27%) zu. „Dieser positive Trend ist nicht zuletzt auf die langjährige, enge Zusammenarbeit zwischen der Österreich Werbung, aktiven und frankophilen österreichischen Tourismuspartnern und der Angebotsgruppe ‚Autriche pro France‘ zurückzuführen“, erklärt Sabine Holzmann, Markt Managerin der Österreich Werbung Frankreich. „Die abgestimmte und integrierte Kommunikation der Stärken des Urlaubslandes Österreichs ist besonders auf einem stark umworbenen Markt wie Frankreich unabdingbar.“
Was gefällt den Franzosen besonders an Österreich?
Österreich genießt in Frankreich einen hervorragenden Ruf als Urlaubsdestination. Kultur in all ihren Facetten von Hochkultur bis zu Brauchtum und Tradition, faszinierende Naturerlebnisse und attraktive Angebote für Familienurlaube stellen die wichtigsten Reisemotive dar.
Dabei punktet Österreich besonders mit der hohen Qualität der österreichischen Hotellerie, ihren familiären Strukturen sowie der sprichwörtlichen Gastfreundschaft. Der Franzose als Genussmensch schätzt gutes Essen und Trinken und ist von der Qualität der regionalen Produkte begeistert. Dabei ist der französische Gast bereit, für die entsprechende Leistung auch zu bezahlen: Mit Ausgaben von 158 Euro pro Tag liegt der französische Gast deutlich über dem Durchschnitt.
Mehr als zwei Drittel der Franzosen besuchen Österreich im Sommer. Erkundet der französische Gast aufgrund der geografischen Nähe anfänglich die westlichen Regionen Österreichs, erforscht er später auch gerne neue Destinationen. Sein Interesse an Kultur- und Naturschauplätzen lässt ihn Gebiete rund um die Donau, das Salzkammergut und Weinregionen erkunden. Wien mit seinem reichhaltigen Kulturerbe und modernem Design boomt gleichermaßen bei kulturinteressierten Städtetouristen und ist mit Flugverbindungen von Paris, Lyon, Nizza und Toulouse (neu ab April 2012) mehrmals täglich direkt erreichbar.
Obwohl die Auslandsreiseintensität der Franzosen nur bei 47% liegt, entspricht das einem Potenzial von rd. 25,1 Mio. Auslandsreisenden. Damit ist Frankreich nach Deutschland und Großbritannien der drittgrößte europäische Auslandreisemarkt und steht weltweit betrachtet an fünfter Stelle. „Dieses Potenzial möchten wir gemeinsam mit unseren frankophilen Tourismuspartnern nutzen und neue Angebotsfacetten sowie die österreichische Gastfreundlichkeit und Lebenskultur in Frankreich noch stärker bewerben“, erklärt Holzmann abschließend.
Ansturm auf die ÖHV-Lehrlings-Card
01-02-2012
Gerade einmal seit dem Jahreswechsel kann die Lehrlingskarte der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) bestellt werden, schon hat jeder fünfte Lehrling in einem ÖHV-Mitgliedsbetrieb seine bekommen – und die Bestellungen reißen nicht ab: „Wir haben mit einer starken Nachfrage gerechnet – aber dieser Ansturm hat selbst uns überrascht“, erklärt ÖHV-Generalsekretär Thomas Reisenzahn. Das Komplett-Paket aus einer Hand überzeuge die Ausbilder und die Jugendlichen gleichermaßen.
Die ÖHV-Lehrlingskarte bietet dem Fachkräftenachwuchs zu speziellen Konditionen Angebote aus Sport und Spaß, Mode und Lifestyle, Weiterbildung und Führerschein. Alle Partner und Vorteile sind unter www.oehv.at/HOT zu finden. „ÖHV-Mitglieder faxen oder mailen uns ganz einfach den Lehrvertrag und bekommen die ÖHV-Lehrlingskarte zugeschickt“, erläutert Reisenzahn den unbürokratischen und kostenlosen Weg zum neuen Mehrwert für Hotellehrlinge.
Kohl & Partner: Hotelmarkt in Wien
31-01-2012
Die Kohl & Partner Hotel- und Tourismusberatung veröffentlicht auch dieses Jahr einen Report zum Hotelmarkt Wien. Neben einer Marktanalyse zum aktuellen und geplanten Hotelangebot und touristischer Nachfrage werden die Perspektiven und Herausforderungen für die Hotelimmobilienbranche evaluiert.
Mit 11,4 Millionen Nächtigungen brachte das vergangene Jahr 2011 für die Stadt Wien einen neuen Rekordwert mit sich. Die jahrelang wachsenden Nächtigungszahlen (+5% zum Vorjahr 2011) lockten in Folge viele in- und ausländische Hotelinvestoren und Brands nach Wien. Trotz des Wachstums an Übernachtungen kommen auf Investoren, Betreiber und Kreditinstitute herausfordernde Zeiten zu.
Der Wiener Hotelmarkt hat sich angebotsmäßig stark entwickelt (Zuwachs von 4.300 Betten im Jahr 2011). Die inflationsbereinigten Durchschnittspreise für ein Hotelzimmer konnten jedoch kaum wachsen (mit einem Plus von 5,5% befinden sich die Durchschnittspreise nur auf dem Niveau von 2009). Ein Hotelzimmer kostete 2011 durchschnittlich EUR 95,06 netto (ohne USt., Frühstück und Ortstaxe). Die Auslastung hat sich trotz steigender Nachfrage aufgrund des erhöhten Angebots im Vergleich zum Vorjahr 2011 nicht verändert.
Auch die kommenden Jahre werden von der Realisierung zahlreicher Hotelprojekte geprägt sein - zB: an neuen Hauptbahnhof Wien, Luxushotelprojekte in der Innenstadt etc. Wien braucht langfristig sicherlich neue Hotelkapazitäten um mit der Nachfrage Schritt halten zu können. Aus Sicht von Mag. Martin Schaffer, Geschäftsführer des Wiener Büros von Kohl & Partner, "kann sich das Angebot im (Low) Budget Segment verdoppeln, vor allem wenn man den Vergleich zu vielen deutschen Städten zieht". Allerdings sagt Mag. Schaffer: "Es werden künftig keine "more-of-the-same" Hotelprodukte mehr benötigt, da sich diese nur mehr durch den günstigeren Zimmerpreis unterscheiden können und dadurch weder Betreiber noch Investoren profitieren können".
Die Provisionen für den immer höheren Anteil von Onlinebuchungen und der höhere Kreditkartenanteil sind Kostentreiber im Vertrieb. Schaffer: "Für den Kunden bleibt der Preis stabil, allerdings fehlen dem Hotelier zwischen 15 und 30% seines Umsatzes".
Wiener Opernball mit Martin Ho's Sushi
31-01-2012
Pop-Königin Katie Melua, Desperate Housewives-Star Eva Longoria, NBA-Superstar Tony Parker, DJ und Produzent Tiesto, Fußballgott Diego Maradona, Filmikone Sharon Stone und Kultmusiker Lenny Kravitz lieben Martin Ho's experimentelle Sushi-Kreationen, die er in seinen beiden Szenelokalen auf der Mariahilfer Straße und im Brunnerhof im noblen Döbling auftischt. Auch heimische Stars wie Künstler Julian Khol oder Unternehmer Niki Lauda fliegen auf ausgefallene Gerichte wie Sushi mit Liptauer, „Crunchy Maki" (geröstete Zwiebel, Thunfisch, Avocado) oder „Spicy Tuna Special" (Tuna-Tartare, Avocado, Surimi). Und selbst im deutschen Privatfernsehen widmete man ihm kürzlich eine Sendung über die Kunst, Sushis und Makis der anderen Art kunstvoll zu kreieren.
Am diesjährigen Opernball, der am 16. Februar 2012 in der Wiener Staatsoper über die Bühne geht, debütiert der Szenegastronom und leidenschaftliche Kunstsammler, dem auch eine eigene Galerie auf der Wollzeile gehört, mit seinen asiatischen Köstlichkeiten. Gemeinsam mit seinem Partner British American Tobacco hostet er den Rauchersalon und serviert die avantgardistische Alternative zu Ballklassikern wie Würsteln und Gulasch. Ganz im Stil seiner angesagten Lokale weicht auch die musikalische Umrandung von den gewohnten Ballklängen ab. Statt Walzer und Co. gibt es eigens selektierte elektronische Musik, die für die passende Stimmung im loungigen Rauchersalon sorgen wird, wo man sich ja traditionell auf eine entspannte Pause vom Ballgeschehen zurück zieht. An einer eigens installierten Bar können die Gäste asiatische und japanische Cocktails schlürfen und die chillige Lounge-Atmosphäre in den traditionellen Räumlichkeiten der Wiener Hofburg genießen.
„Das Debüt auf dem Opernball ist eine großartige Gelegenheit, um internationalen Gästen meine Küche vorzustellen, die asiatische Kochkunst mit traditionellen Einflüssen aus Österreich kombiniert", erklärt Ho im Vorfeld des gesellschaftlichen Großereignisses. Nach einer Sushi-Parade am Live Ball und luxuriösen Inszenierungen auf der Luxusmesse in der Hofburg freut sich der umtriebige Szenegastronom auf den einzigartigen und glamourösen Rahmen des Balles. „Im Rauchersalon geht es etwas gemütlicher zu; das passt gut zum Konzept meiner Lokale, in denen sich die Gäste in erster Linie wohlfühlen sollen", so Ho.
Facebook-Seite "HRS-freie Wochen" gesperrt
30-01-2012
Mehr als 800 Hoteliers haben die Facebook-Seite "HRS-freie Wochen" binnen weniger Tage unterstützt. Jetzt ist sie nicht mehr zu finden und HRS verweist auf einen Blog - auf der eigenen Website.
"Die Resonanz auf die Facebook-Seite 'HRS-freie Wochen' war beachtlich" erklären Peter Peer und Sepp Schellhorn, die Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Der Betreiber der Seite wollte als Protest gegen die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Online-Buchungs-Riesen HRS mit seinen Tochterfirmen Tiscover und hotel.de samt Erhöhung der Kommissionssätze von 12 % auf 15 % ab 1. März keine Zimmer mehr auf diesen Seiten einstellen. Mehr als 800 Hoteliers folgten binnen weniger Tage seinem Aufruf. Umso mehr verwundert, dass die Seite kurzfristig für Facebook-Nutzer gesperrt wurde. Nun wird auf zwei Nachfolger-Seiten diskutiert - auf der einen intensiver, auf der anderen mit Marketing-tauglichen Antworten, die oft dem Kern der Kritik ausweichen. Das "Diskussionsforum neue Hrs-Agb" wird wie schon der Vorgänger auf Facebook von Online-Marketing-Unternehmer Christoph Biallas betrieben und verzeichnete binnen kürzester Zeit 150 "Likes".
Im unternehmenseigenen Blog unter den Augen von HRS finden sich gerade einmal 10 Einträge.
Facebook-Seite "HRS-freie Wochen" war "zu heiß"
Biallas ist Einzelunternehmer und weiß nicht nur bestens über die Entwicklungen in Online-Marketing und Direktvertrieb Bescheid, sondern auch, wie wichtig Rechtssicherheit ist. Den Rückzieher begründet Biallas auf seiner neuen Seite damit, dass ihm die Diskussion "zu heiß" geworden wäre, er befürchtet "für uns alle rechtliche Konsequenzen". Daher sei es an der Zeit gewesen, "die Notbremse zu ziehen." Biallas spricht in dem Zusammenhang von einer "persönlichen Lehre aus der alten FB-Seite."
ÖHV bleibt dran
Für Peer und Schellhorn steht außer Frage, dass die ÖHV in der Sache am Ball bleibt: "Der Online-Vertrieb wird immer wichtiger: Die Kosten steigern immer mehr, während auf der anderen Seite der Wettbewerbs- und Preisdruck steigt. Wir werden verhindern, dass der Hotelier dazwischen aufgerieben wird." Die ÖHV bereitet eine Beschwerde bei der Bundeswettbewerbsbehörde vor.
Hotellerie wehrt sich gegen Buchungsplattformen: Erhöhung von HRS-Kommission um 25% hat Konsequenzen
27-01-2012
HRS erhöht seine Kommissionssätze um 25 Prozent, führt wieder eine Bestpreis-Klausel ein, es gibt Strafen für Stornos. Jetzt reagieren die Hoteliers: mit einer HRS-freien Woche ab 1. März und Vertragskündigungen.
Den Hoteliers "reicht es": HRS hat die Kommissionssätze auf seinen Buchungsplattformen HRS, Tiscover und hotel.de um zumindest ein Viertel erhöht - auf einheitliche 15 Prozent, und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zum Nachteil der Vertragspartner verändert. Die ziehen jetzt die Konsequenzen - bis zur Kündigung: Ab 1. März, mit Einsetzen der neuen AGBs, werden in einem ersten Schritt eine Woche lang keine Zimmer auf HRS eingestellt. Mittlerweile unterstützen mehr als 700 Hoteliers die Facebook-Gruppe "HRS-freie Woche": www.facebook.com/HRS.freie.Woche . Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) wird die Bundeswettbewerbsbehörde damit befassen: "HRS gibt an, bei Firmenkunden Weltmarktführer zu sein. Das sollen jetzt offenbar auch die Hoteliers zu spüren bekommen. Das lassen wir uns nicht gefallen", erklären die ÖHV-Präsidenten Peter Peer und Sepp Schellhorn diesen Schritt.
Tourismusorganisatoren spielen Plattformen in die Hände
Bei der ÖHV häufen sich die Beschwerden. Peer und Schellhorn hatten am ÖHV-Hotelierkongress eine Alternative zu mehrjährigen Kooperationen zwischen Plattformen und Tourismusorganisationen gefordert, die die Hoteliers faktisch zum Vertrag mit dem Portal zwingt: "Was wäre die Alternative? Auf Gäste zu verzichten, die über die Website des eigenen Tourismusverbandes kommen. Das tut niemand gerne. Die Teilnahme an der Facebook-Gruppe ist ja faktisch ein Misstrauensvotum gegenüber dem eigenen Tourismusverband", so Schellhorn.
Buchung über die Hotel-Website als Alternative
Buchungen über Hotel-Websites sollen forciert werden. Die Gäste finden dort attraktive Angebote, die sich in automatisierte Kategorie-Rankings nicht einordnen lassen: "Das Zimmer mit dem schönen Ausblick kann meist nur über die Hotel-Website gebucht werden wie spezielle Packages", erklärt Peer. Laut Befragung von Prof. (FH) Mag. Christian Maurer, Professor für Tourism and Leisure Management an der IMC FH Krems unter 522 österreichischen Hotels beantworten 91 Prozent der 4- und 5-Sterne-Betriebe auf der eigenen Website Buchungsanfragen. Die ÖHV forciert das: "Wir haben im Frühjahr Seminare und Lehrgänge dazu im Programm. Dabei steht explizit im Fokus, wie man als Hotelier diesen gefährlichen Tendenzen auf dem Online-Markt begegnet", so Peer.
Preiserhöhung logische Folge der Marktkonzentration: Folgen weitere?
Der angekündigte Informationsaustausch zwischen HRS, Tiscover und hotel.de, Holidayinsider, venere und hotels.com erhärtet den Verdacht, dass der Wettbewerb leiden wird. Laut ÖHT sind die Marketingausgaben der Hotels seit 2000 um 18 Prozent stärker gestiegen als die Inflation. Klar ist eines: "Nach dem Preisdumping im Online-Vertrieb fahren die Buchungsplattformen die Kommissionen massiv jetzt in die Höhe", so Schellhorn. Diese Schritte sind eine logische Folge der Marktkonzentration. Weitere sind zu befürchten.
WKO-Schenner: "Tourismus ist Rettungsschirm der heimischen Wirtschaft!"
26-01-2012
Gemäß Statistik Austria lagen die Nächtigungen im Kalenderjahr 2011 nach vorläufigen Ergebnissen mit insgesamt 125,98 Mio. um 0,8% über jenen des Vorjahres. Damit wurde nach 1991, 1992, 1993 und 2008 das fünftbeste Ergebnis aller Zeiten registriert. Die Begründung liefert Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): Mitte der 1990er Jahre boomten die Billig-Airlines und damit auch günstige Urlaubs-Pauschalangebote im Ausland. Mehr Österreicher als je zuvor machten damals Urlaub im Ausland. Deshalb kam es nach 1993 zu spürbaren Rückgängen vor allem in der Sommersaison. Umgekehrt kommen nun aber wieder mehr internationale Gäste nach Österreich. "Unterm Strich passt die Rechnung. Jeder soll dort Urlaub machen, wo es ihm Spaß macht. Unsere Reiseveranstalter und Reisebüros leisten hervorragende Arbeit!", so Schenner. Lagen die 2011er-Nächtigungen der inländischen Gäste mit 35,28 Mio. um rd. 245.300 Nächtigungen bzw. +0,7% über dem Vorjahr, haben auch die Nächtigungen der internationalen Gäste mit 90,69 Mio. um 0,9% gegenüber 2010 zugenommen. "Die Verluste des Krisenjahres 2009 haben wir aber noch nicht kompensiert. 2008 lagen die Nächtigungen der internationalen Gäste bei 92,84 Mio.", resümiert Schenner.
Reiseverkehr trägt 6 Mrd. Überschuss zu Leistungsbilanz bei, Arbeitsmarkt stabil
Erfreulich ist der Anteil der internationalen Gästenächtigungen mit 72 Prozent. Dadurch wird der Tourismus auch 2011 einen Überschuss für die Exportbilanz beisteuern. "Ich rechne damit, dass wir wieder über 6 Mrd. Euro Überschuss aus dem Reiseverkehr in die heimische Leistungsbilanz einzahlen können und damit das prognostizierte Minus in der Handelsbilanz ausgleichen werden", so Schenner. Die Leistungsbilanz wird von der Nationalbank (ÖNB) im April präsentiert.
Auch beim Thema Arbeitsmarkt wird der Tourismus in der laufendenden Wintersaison wieder für ein Beschäftigungsplus sorgen. Im Dezember 2011 wurde im Hotel- und Gastgewerbe ein Rekordbeschäftigungsstand von 203.715 Beschäftigten (ohne geringfügig Beschäftigte und Lehrlinge) erreicht. Das sind um 5.184 Personen (oder 2,6%) mehr als im Dezember 2010: "Unsere Jobs sind nicht nur krisensicher, sondern auch mit Standortgarantie. Die heimische Tourismus- und Freizeitwirtschaft produziert heimattreu in Österreich und kann nicht, so wie andere, die Produktion ins Ausland auslagern", betont Schenner. Nach Berechnungen des WIFO hängt jeder 5. Vollzeitarbeitsplatz direkt oder indirekt von der Tourismus- und Freizeitwirtschaft ab.
Schenner: Beim Budget muss gelten: "Sparen vor Besteuern"
Kein gutes Haar lässt Schenner an der aktuellen Diskussion über höhere Vermögenssteuern: "Gerade die vielen Tausenden Familienbetriebe, die wir in der Wirtschaftskammer vertreten, dürfen hier nicht über Gebühr belastet werden. Das einzige 'Vermögen' ist meistens doch der eigene Betrieb. Wer die Eigenkapitalquoten im heimischen Tourismus kennt, der weiß, dass jede zusätzliche Belastung ruinöse Folgen haben kann." Auch bei der Diskussion um eine Erhöhung der Grundsteuern gibt sich der Sprecher von 90.000 Betrieben der Tourismus- und Freizeitwirtschaft kämpferisch: "Unsere Hotels stehen mitten im Ort und nicht irgendwo im geförderten Gewerbe- und Industriegebiet am Stadtrand. Also was soll das?"
Tourismuswerbung 2012: Weltweite Präsenz ist unser Ziel
Für die Tourismuswerbung zeichnet Österreichs oberster Touristiker ein klares Bild: "Die Österreich Werbung (ÖW) und die Landestourismus-Organisationen (LTOs) leisten hervorragende Arbeit in Österreich und auf unseren Kernmärkten wie Deutschland und den Niederlanden. Darüber hinaus ist es aber wichtig, die Aktivitäten in Osteuropa und auf den Fernmärkten zu intensivieren. Gerade der Städtetourismus hat heuer gezeigt, dass die größten Steigerungsraten auf diesen Märkten zu erzielen sind. Weltweite Präsenz ist unser Ziel!" Dazu stehen neben den 21 ÖW Büros im Ausland auch die 120 Büros der WKO-Außenwirtschaftsorganisation (AWO) zur Verfügung, auf die die ÖW im Rahmen des Kooperationsabkommens mit der AWO zugreifen kann.
Optimismus macht bei den Erträgen halt
Für das Tourismusjahr 2012 bleibt der Spartenobmann optimistisch, bremst jedoch die Euphorie bei den Erträgen. Die Bundessparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft hat mit dem market-Institut zum Jahreswechsel über 1.000 Betriebe der Hotellerie und Gastronomie befragt. In dieser Umfrage wurde repräsentativ erhoben, dass zwar die Umsätze im Durchschnitt steigen, die Ertragslage aber angespannt bleibt, wie Hans Schenner erläutert: "Es bleibt einfach dabei: Umsatz ist nicht Gewinn!" Die Verluste aus den Preisreduktionen im Krisenjahr 2009 sind bei weitem nicht wettgemacht. "Auch die schlagartig gestiegenen Kosten für Energie können wir nicht an die Gäste weiter geben. Noch dazu, wo die Bundesregierung 2011 die bis dahin gültige 'Energieabgabenrückvergütung' für die heimischen Tourismusbetriebe wie auch für die Seilbahnen ersatzlos gestrichen hat", kritisiert Schenner. Mit 1.1.2011 wurde die Möglichkeit der Energieabgabenrückvergütung auf das produzierende Gewerbe eingeschränkt, Dienstleistungen von der Vergütung ausgenommen. "Das macht für ein Hotel mit Wellnessangebot schnell 20.000 Euro und mehr an Belastungen", so Schenner.
Mitterlehner: "Positive Bilanz 2011 ist 'echtes' Rating für unsere Tourismusbetriebe !"
26-01-2012
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner zieht eine positive Bilanz über das erfolgreiche Tourismus-Jahr 2011 und ist auch für 2012 optimistisch: "Der neue Gästerekord und das Nächtigungs-Plus zeigen, dass das Urlaubsland Österreich auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten an Attraktivität gewinnt. Das ist das 'echte' Rating für unsere Tourismuswirtschaft", sagt Mitterlehner zu den am Donnerstag präsentierten Zahlen der Statistik Austria. "Obwohl der Wettbewerb mit anderen Destinationen härter wird, bewähren sich unsere Tourismusbetriebe dank ihrer Innovationen, der richtigen Marketing-Schwerpunkte und guter Rahmenbedingungen am Standort Österreich. Daher können wir auch für heuer optimistisch sein", so Mitterlehner.
Die Ankünfte sind 2011 um 3,6 Prozent auf 34,6 Millionen gestiegen, die Zahl der Nächtigungen um 0,8 Prozent auf insgesamt rund 126 Millionen. "Besonders erfreulich ist, dass die Nächtigungen der inländischen Gäste mit 35,3 Millionen einen neuen Höchstwert erreicht haben. Damit bleibt viel Kaufkraft im Land", betont Mitterlehner. Maßgeblich zum guten Ergebnis beigetragen hat auch der boomende Städtetourismus, wie die Rekorde in Wien, Salzburg und Linz bestätigen.
Bei den ausländischen Gästen konnten Rückgänge in traditionellen Herkunftsmärkten durch Zuwächse aus anderen Ländern überkompensiert werden. "Der Schwerpunkt im Tourismus-Marketing liegt weiterhin auf den wichtigen großen Märkten wie Deutschland und Niederlande, aber gleichzeitig wollen wir die Potenziale in neuen Herkunftsmärkten in Osteuropa, China, Indien oder dem arabischen Raum stärker nützen", so Mitterlehner. Den Erfolg dieser Diversifizierungs-Strategie der Österreich Werbung und der anderen Tourismus-Stakeholder untermauern die starken Zuwächse aus mittel- und osteuropäischen Märkten wie zum Beispiel Russland: So nächtigten im Vorjahr um 25,6 Prozent mehr russische Gäste in Österreich.
Beste Zukunftsaussichten mit einer Lehre im Tourismus
25-01-2012
Wirtschaftsminister Mitterlehner und Arbeits- und Sozialminister Hundstorfer haben sich auf ein Fünfpunkteprogramm für Lehrlinge geeinigt. Unter anderem soll dazu im Rahmen eines Pilotprojekts ab Sommer 2012 in den Bundesländern Wien, Tirol, Oberösterreich und Steiermark ein neues Coaching-Programm etabliert, das Ausbildungsbetriebe und Lehrlinge in allen Fragen zum Ausbildungsverhältnis unterstützt. NR Franz Hörl, Tourismussprecher der ÖVP und Wirtschaftskammerobmann Schwaz: "Diese Initiative ist absolut zu begrüßen. Jede Unterstützung von Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden, ist eine Investition in den Tourismusstandort Tirol. Der Tourismus hat in den letzten Jahren im Ausbildungsbereich zwar wieder stark an Attraktivität gewonnen, aber die Unternehmen brauchen viel mehr junge Fachkräfte und sind auch bereit, diese auszubilden."
"Eine erste tolle Aktion zu dem Thema ist der Wirtschaftskammer bereits bereits mit der neuen online-Lehrstellenbörse für Tourismusberufe unter www.glücksbringer.cc gelungen", so NR Franz Hörl: "Auf der Online-Plattform erfahren Jugendliche viel Informatives zu verschiedensten Tourismusberufen, können interessante Unternehmen kennenlernen, die Lehrlinge suchen und als zusätzliches Zuckerl gibt es obenfdrauf noch viele schöne Preise zu gewinnen."
Die Wirtschaftskammer wird im Herbst weiters die bisher größte und umfassendste Imageaktion für die heimischen Tourismuslehrlinge starten. Eine "Lehrlingskarte" soll die vielfältigen Ausbildungsöglichkeiten im Tourismus "bewerben" und für Lehrlinge als Anreiz eine breite Palette von Vergünstigungen und Service bieten.
Hintergrund: Mehr als die Hälfte der im Dezember 2011 offen gemeldeten Lehrstellen (rd. 3.000) sind Stellen im Tourismus; die meisten davon in Westösterreich. Die aktuelle Lehrlingsstatistik der WKÖ vom 31.12.2011 zeigt folgenden Status.
Bei den Mädchen sind 4 Tourismusberufe unter den TOP 10
Lehrberufen: Neben 11.010 Lehrlingen im Einzelhandel (25,2%), 5.346 Lehrlingen zur Bürokauffrau (12,2%) und 4.610 angehenden Friseurinnen (10,5%) belegen die touristischen Lehrberufe die Plätze 4 bis 7: Restaurantfachfrau mit 1.775 Lehrlingen (4,0%), Köchin mit 1.650 Lehrlingen (3,8%), Gastronomiefachfrau mit 1.316 Lehrlingen (3,0%) sowie Hotel- und Gastgewerbeassistentin mit 1.316 Lehrlingen (2,7%). Zusammen machen die gastgewerblichen Lehrberufe mit 5.877 Lehrlingen 13,5% der weiblichen Lehrlinge aus.
Bei den Burschen hält der Koch mit 3.287 Lehrlingen und 3,9% der männlichen Lehrlinge den siebten Platz in der Beliebtheitskala. Ganz oben stehen Metalltechnik mit 11.923 Lehrlingen (14,1%), Elektrotechnik (8.921 / 10,6%, Kraftfahrzeugtechnik (7.878 / 9,3%), Installations- und Gebäudetechnik (5.029 / 6,0%), Einzelhandel (4.853 / 5,8%), Tischlerei (3.769 / 4,5%).
Goldenes Reindl 2012: Kochwettbewerb sucht nach kreativen Rezepten mit Fischen und Krebsen
24-01-2012
Die Ausschreibung zum 24. Goldenen Reindl hat begonnen: Im Mittelpunkt des diesjährigen Rezeptwettbewerbs stehen Forelle, Saibling, Lachsforelle, Alpenlachs und Flusskrebse. Unter dem Motto „Im Trend der Zeit – Aus heimischen Gewässern“ werden kreative Rezepte von Profi-Köchen gesucht. Bereits zum vierten Mal engagiert sich die Biermarke Zipfer gemeinsam mit dem Verband der Köche Österreichs und der Wirtschaftskammer Wien für die heimische Kochkunst.
Teilnahmeberechtigung
Zum Wettbewerb eingeladen sind alle Schüler von Gastronomie- und Hotelfachschulen, Koch- bzw. Koch/Kellnerlehrlinge, Jungköche, ausgelernte Köche sowie Küchenchefs von Hotels und Restaurants. Kreiert werden soll eine warme Hauptspeise unter Verwendung von heimischen Fischen und/oder Krebsen. Als passende Beilage sollen eine Sättigungs- und zwei harmonisierende Gemüsebeilagen ausgewählt werden. Wichtig: Zu den Gerichten soll die Biermarke Zipfer harmonieren. Für welche Sortenempfehlung sich die Teilnehmer entscheiden, hängt ganz vom Rezept und ihrem persönlichen Geschmackssinn ab. Einsendeschluss ist der 23. März, ausführliche Informationen zum Wettbewerb, die genauen Ausschreibungsunterlagen und Vorlagen für die Einreichung des Rezepts gibt es auf www.brauunion.at, www.zipfer.at, www.vko-wien.at. Auf Fragen zum Ablauf oder zur Einsendung freut sich Michaela Pober unter der Telefonnummer 01/70140/4290.
In zwei Durchgängen zum Goldenen Reindl
Die Bewertung der schriftlich eingereichten Rezeptideen erfolgt in einem ersten Durchgang nach den Kriterien Präsentation, fachliche Zusammensetzung, Themenbezug, Kreativität, Verkaufsattraktivität sowie Besonderheit. Die Gewinner aus der ersten Runde treten in Wien am 7. Mai 2012 zum Finalkochen vor einer hochkarätigen Jury - darunter Werner Matt (Koch des Jahres), Manfred Buchinger (erster Bundessieger „Genusswirt“ des Jahres) und TV-Koch Andreas Wojta- gegeneinander an. Den Siegern winkt als Hauptpreis das „Goldene Reindl“ sowie als Sonderpreis die Gelegenheit, Einblicke in die Küchen von Koch des Jahrzehnts Helmut Österreicher und Haubenkoch Heinz Reitbauer jun. zu erhalten.
Wilhelmshof mit der pinken Palme ausgezeichnet
23-01-2012
Am vergangenen Wochenende wurden in Baden-Baden die L`TUR Awards vergeben. Insgesamt neun Hotels wurde die pinke Palme von Europas Schwergewicht für Last Minute-Reisen verliehen. Das Wiener 4-Sterne-Kunsthotel „Der Wilhelmshof“ wurde als das „beliebteste Stadthotel international“ ausgezeichnet.
„Dieser Preis bereitet mir große Freude – er gebührt dem gesamten Team für dessen Leidenschaft“, freut sich Roman Mayrhofer, Geschäftsführer und Eigentümer des Wilhelmshofs. Mayrhofer sieht den L´TUR Award als Betätigung für den konsequenten Weg, den er mit seinem 105-Zimmer-Hotel geht. Der Wilhelmshof verfügt über ein einzigartiges, kunstvoll inspirierendes Ambiente, setzt stark auf Nachhaltigkeit und bietet eine sehr persönliche Wohlfühl-Atmosphäre.
Der Wilhelmshof als innovatives Gesamtkunstwerk
Der Wilhelmshof beschreibt eine neue Art von Hotelkategorisierung. „Ein ART-Hotel eben“, lacht Roman Mayrhofer, Geschäftsführer und Eigentümer. „Wir verstehen unser Hotel als Gesamtkunstwerk aus Kreativität, Wiener Charme, hoher Qualität und einer ganz persönlichen Atmosphäre.“ Der Hotelier hat sich 1997 zusammen mit seinem Bruder, Mag. Christian Mayrhofer, an dieses innovatives Gesamtkonzept gewagt und aus einem traditionellen Wiener Hotel ein einzigartiges und inspirierendes Kunsthotel geschaffen. Gemeinsam mit dem österreichischen Künstler Ty Waltinger wurde das gesamte Hotel neu gestaltet. Von individuell bemalten Lampenschirmen, exklusiven Raumbildern in den Zimmern bis zum Projekt „5 steps to heaven“, in dem der Künstler die fünf Halbstöcke des Hotels kreativ in Szene setzte. An nahezu jeder Ecke wird die Liebe zu kreativen Details sichtbar. Soeben neu fertiggestellt wurden drei einzigartige Suiten namens Silver Moon, Golden Sunrise und Deep Purple.
Nachhaltigkeit
Neben Kunst setzt Roman Mayrhofer beim Wilhelmshof auf eine zweite Säule: die Nachhaltigkeit. „Unser gesamtes Tun ist stets darauf ausgerichtet, nachhaltig zu wirken: bei Mitarbeitern, Gästen, Partnern und der Umwelt“, beschreibt Mayrhofer seine Ambitionen bezüglich sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit. Deshalb besitzt der Wilhelmshof mit 156m2 die größte Solaranlage der Wiener Hotelerie und Energiesparen sowie Müllvermeiden und richtiges Trennen zählen zu wichtigen Werten im Hotelbetrieb. Ebenso im Focus stehen soziale Faktoren. Mayrhofer ist stolz auf die geringe Fluktuation seines Personals und die sehr guten persönlichen Beziehungen zwischen Hotelangestellten, Gästen und Lieferanten. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unseren Gästen Einzigartiges zu bieten. Das fängt beim kreativen Ambiente an und hört beim Lächeln der Rezeptionistin auf.“ Darüber hinaus ist sich der dynamische Hotelier auch seiner sozialen Verantwortung gegenüber Benachteiligten bewusst und hat auch das Spenden für wohltätige Zwecke in die Philosophie seines Managementstiles einfließen lassen. „Jedes erfolgreiche Unternehmen sollte auch an jene denken, denen es nicht so gut geht“, begründet Mayrhofer sein Engagement.
Tourismus in Wien: eine Stadt in Rekordlaune
23-01-2012
Auf das beste Jahr aller Zeiten kann die Wiener Tourismuswirtschaft zurückblicken. Bei der Pressekonferenz des WienTourismus am 23. Jänner zur Bilanz 2011 berichteten Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner und Tourismusdirektor Norbert Kettner über ein Rekord-Nächtigungsergebnis von 11,4 Millionen Gästenächtigungen - um 5 Prozent mehr als 2010 - und kündigten auch schon einen Rekord beim Netto-Nächtigungsumsatz der Beherbergungsbetriebe an. Dieser ist derzeit erst für den Zeitraum Jänner bis November 2011 ausgewertet und liegt in dieser Periode mit 446,7 Millionen EURO um 9,2 Prozent über dem Vergleichswert. Durch einen Dezember-Rekord bei den Nächtigungen ist aber sichergestellt, dass sich im Gesamtjahr auch der Umsatz-Rekord ausgeht.
"Nachdem Wien im vergangenen Jahr beinahe in jedem Monat einen Nächtigungsrekord vermelden konnte, kommt der Jahresrekord nun nicht mehr überraschend", bemerkte Brauner zu Wiens touristischer Jahresbilanz, fügte aber gleich an: "Trotzdem können wir heute mit einer Überraschung aufwarten, denn erst jetzt, wo die Rekord-Nächtigungszahlen vom Dezember 2011 vorliegen, lässt sich mit Gewissheit sagen: Es werden im Gesamtjahr auch die Netto-Nächtigungsumsätze der Wiener Hotellerie Rekordhöhe haben und den bisherigen Bestwert aus dem Fußball-EM-Jahr 2008 übertreffen.
Wiens Jahresergebnis 2011 von 11,4 Millionen Nächtigungen liegt um 5 Prozent über jenem von 2010 und hat die Erweiterung des im Tourismuskonzept 2015 angestrebten Ziels von ursprünglich '100 und 1' - gemeint waren 100 Millionen mehr Nächtigungsumsatz und 1 Million mehr Nächtigungen als 2008 - auf '100 und 1 und jetzt noch mehr' aufs Beste gerechtfertigt. Auch der Nächtigungsumsatz der Hotellerie ist mit einem Zuwachs um 9,2 Prozent in der Periode Jänner bis November weit über dem Plansoll des Konzepts. Der gesamten Wiener Tourismuswirtschaft ist jedenfalls herzlich zu ihren Leistungen im vergangen Jahr zu gratulieren. Wir wissen alle, dass heuer die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwieriger sind, doch es gibt allen Anlass, sich davon nicht entmutigen zu lassen: Mit dem professionellen Know How seiner Tourismusbranche und mit Gustav Klimt als Publikumsmagneten hat die Destination Wien hervorragende Voraussetzungen im städte-touristischen Wettbewerb und wird - davon bin ich überzeugt - das Bestmögliche aus 2012 herausholen."
8 Monate mit mehr als 1 Million Gästenächtigungen - doppelt so viele wie bisher
Auf Einzelheiten der Nächtigungsentwicklung 2011 ging Tourismusdirektor Kettner folgendermaßen ein: "Wien hatte im Vorjahr acht Monate mit mehr als 1 Million Nächtigungen. Zu den schon traditionellen - Mai, Juli, August und September - sind voriges Jahr vier neu dazugekommen: April, Juni, Oktober und Dezember. Im Gesamtjahresergebnis muss man schon genau suchen, um unter den 52 statistisch erfassten Märkten welche mit einem Nächtigungsminus zu finden - es sind gerade einmal sechs. Unter den 20 nächtigungsstärksten ist es überhaupt nur einer, während zehn von ihnen zweistellige Zuwachsraten haben. Der Ausreißer ist Österreich, das um 7 Prozent zurückgefallen ist. Wir gehen davon aus, dass das der Peis für die überproportionale Steigerung von 14 Prozent im Jahr 2010 war, und es unsere Landsleute 2011 stärker in ausländische Städte gezogen hat. Dass im Gesamtergebnis trotzdem der Rekord von 2010 so deutlich übertroffen wurde, bestätigt aber wieder einmal unsere Strategie der Diversifizierung auf viele und der ständigen Expansion auf neue Märkte. Allein die Zuwächse aus den anderen Hauptmärkten - allen voran Russland mit einem Plus von 36 Prozent - macht den inländischen Rückgang bereits mehr als doppelt wett. Hervorzuheben sind auch die Beiträge ehemaliger 'Hoffnungsmärkte', die mittlerweile schon zu den etablierten gehören: die arabischen Länder in Asien mit plus 23 Prozent, China mit plus 32 Prozent und Zentral- und Südamerika mit plus 41 Prozent. Bei Letztgenanntem ist übrigens seit 2011 erstmals die isolierte Betrachtung von Brasilien möglich. Wie erwartet, ist nun belegt, dass von dort die meisten zentral- und südamerikanischen Nächtigungen kommen: 2011 waren es über 80.000, das sind 38 Prozent des Aufkommens aus diesen Ländern. Die Zuwachsraten können wir heuer erstmals verfolgen, und sind schon sehr gespannt darauf."
Alle Hotelkategorien profitierten 2011, Auslastung sank trotz starkem Bettenzuwachs nur leicht
Bei Wiens Hauptmärkten hatten 2011 die Nächtigungen aus Russland (522.000) mit + 36 Prozent den stärksten Zuwachs, gefolgt von Spanien (388.000 Nächtigungen) mit + 17 Prozent und der Schweiz (346.000), die um 12 Prozent zulegte. Aus Frankreich erhöhten sich die Nächtigungen (345.000) um 8 Prozent, aus Italien (657.000) um 5 Prozent, aus Großbritannien (393.000) um 5 Prozent, aus Japan (277.000) um 4 Prozent und aus Deutschland (2.381.000) um 3 Prozent. Die USA hielten ihr Ergebnis von 2010 (561.000), nur Österreich (2.096.000) blieb mit - 7 Prozent darunter.
Vom positiven Jahresergebnis 2011 profitierten alle Kategorien der Wiener Beherbergungsbetriebe. Wiens Beherbergungskapazität erhöhte sich von Dezember 2010 auf Dezember 2011 mit 4.300 Betten beträchtlich (+ 9 Prozent), dabei verringerte sich die durchschnittliche Bettenauslastung vergleichsweise nur geringfügig.
Sie sank von 56,8 Prozent 2010 auf 56,5 Prozent 2011, das entspricht einer Zimmerauslastung von rund 71 Prozent, die sich damit gegenüber 2010 nicht veränderte. Die Wiener Hotellerie erwirtschaftete im Zeitraum Jänner bis November 2011 insgesamt 446,7 Millionen EURO an Netto-Nächtigungsumsatz, das sind um 9,2 Prozent mehr als in der Vergleichsperiode 2010. Aufgrund des Nächtigungszuwachses um 8,5 Prozent im Dezember ist ein Umsatz-Rekord abzusehen, wie stark er den 2008 erzielten übertreffen wird, lässt sich erst im Februar feststellen, wenn die Umsatzzahlen des letzten Jahresmonats 2011 vorliegen werden.
Hans Schenner: "Des is leiwand!"
"Da kann ich nur sagen: Des is leiwand!", kommentiert der Obmann der Bundessparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Hans Schenner, das heute von Wien Tourismus verkündete Nächtigungs- und Umsatzergebnis 2011 und gratuliert Wien-Tourismus Chef Norbert Kettner und seinem Team.
Wien hat die Krise, was die Nächtigungszahlen betrifft, einigermaßen überwunden. Bei den Preisen gibt es aber immer noch Aufholbedarf. Bedenklich ist, dass die rot-grüne Stadtregierung nun bei den Gebühren der Wiener Gastronomie und Hotellerie die Daumenschrauben anzieht. "Das tut den Betrieben weh und ist kein Dankeschön für die touristische Infrastruktur in Wien. Hier kann ich mich nur voll und ganz der Kritik des Obmanns der WK-Tourismussparte in Wien, Sepp Bitzinger, anschließen", so Schenner.
Mitterlehner: Neuer Besucher-Rekord für Schloß Schönbrunn
20-01-2012
„2011 war das bislang besucherstärkste Jahr für Schloß Schönbrunn“, zieht Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner als Eigentümervertreter in der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. (SKB) eine positive Bilanz: 2,7 Millionen Eintritte in das Schloss und die Angebote im Areal konnten verbucht werden. Das entspricht einem Plus von drei Prozent gegenüber dem Jahr 2010. Rein nach Köpfen gezählt – also ohne Berücksichtigung von Mehrfacheintritten der Besucher – lag die Steigerung bei zwei Prozent. "Die Schönbrunn-Zahlen untermauern, dass wir mit dem in der Tourismusstrategie verankerten Schwerpunkt "Städte und Kultur" den Trend bei Reisemotiven gut getroffen haben. Unser historisches und kulturelles Erbe zählt zu den wertvollsten Schätzen Österreichs. Durch laufende und neue Investitionen bauen wir die entsprechenden Angebote weiter aus" so Mitterlehner. Kaiserappartements, Sisi Museum und Silberkammer in der Wiener Hofburg verzeichneten im Jahr 2011 weitere 627.000 Gäste. In diesen ebenfalls von der SKB betriebenen Kulturattraktionen konnte der Besucherrekord von 2010 – in diesem Jahr wurden Besucherzuwächse von beträchtlichen zehn Prozent erzielt – nicht nochmals übertroffen werden. Die Zahlen gingen nun um drei Prozent zurück.
Der Gesamtumsatz der SKB lag im Vorjahr nach ersten Berechnungen bei 35,7 Millionen Euro. Davon stammen rund 23 Millionen Euro aus Eintrittseinnahmen, weitere rund 8 Millionen Euro aus Shopeinnahmen. Insgesamt sind die Erlöse um 6 Prozent höher als im Vorjahr. Somit war 2011 auch das wirtschaftlich bis dato erfolgreichste Jahr für die Schönbrunner Schlossgesellschaft.
In den 20 Jahren seit der Ausgliederung von Schloß Schönbrunn aus der staatlichen Verwaltung im Jahr 1992 werden sämtliche Investitionen zur Erhaltung und Attraktivierung der anvertrauten Kulturdenkmäler aus eigener Kraft geschafft. Schönbrunn ist zu einem sich selbst erhaltenden Kulturgut und zu einem einnahmenseitigen Faktor im Staatsbudget geworden. Über 27 Millionen Euro an Steuern sowie Zahlungen für Fruchtgenuss und Pacht wurden bislang an den Bund abgeführt.
Auch 2011 wurden wieder hohe Bauaufwendungen getätigt. Rund 9,5 Millionen Euro flossen in Restaurier- und Erhaltungsarbeiten sowie in das Schaffen neuer Angebote und Besucherservices. Im Zentrum stand dabei die historisch-authentische Restaurierung der Großen Galerie, des größten Prunkraums im Schloss. Dieses Mammut-Projekt wird im Frühjahr 2012 abgeschlossen werden. Weiters wurde mit den Bauarbeiten für ein neues Besucherzentrum begonnen. Dieses Vorhaben, das ein besseres Management der zu empfangenden Besuchermengen ermöglicht, bildet den Schwerpunkt des Investitionsprogramms für 2012 und wird voraussichtlich ab Herbst in Betrieb genommen werden.
„Nur durch den laufenden Ausbau der Angebote ist es möglich, heute mehr als doppelt so viele Besucher zu empfangen wie bei unserem Start vor beinahe 20 Jahren“, so Schönbrunn-Geschäftsführer Franz Sattlecker.
Weitere zentrale Projekte für 2012 sind die Sanierung des Palmenhauses bei laufendem Betrieb sowie die Restaurierung des Millionenzimmers im Schloss.
ÖHV-Kongress: Steuerhöhungen da, Steuersenkungen dort
20-01-2012
Der berechtigten Sorge der Hoteliers, dass mehr Steuern die Krise noch verstärken, begegnet Tourismusminister Mitterlehner beim ÖHV-Hotelierkongress mit einer Schwerpunktsetzung auf Innovationen, Investitionen und Internationalisierung. Vertreter internationaler Hotelunternehmen verwiesen auf die gestiegene Wettbewerbsfähigkeit des wichtigsten Mitbewerbers Deutschland durch die Senkung der Mehrwertsteuer.
Im bis auf den letzten Platz besetzten Congress Schladming verwies Tourismusminister Dr. Reinhold Mitterlehner am Mittwoch zu Beginn seiner Rede auf zwei zentrale Aspekte der Krise: die Wachstumsschwäche in Europa und die zunehmende Verschuldung: "Die Reorganisationsphase wird daher noch einige Zeit in Anspruch nehmen."
Die notwendigen Sanierungsmaßnahmen müssten alle gemeinsam schultern, die ausgabenseitige Sanierung des Staatshaushalts habe höchste Priorität. Der Tourismus leiste mit der im Vorjahr etablierten neuen Förderpyramide einen vorbildlichen Beitrag, diese ermögliche mehr Effizienz bei gleichzeitiger Ausweitung des Investitionsvolumens. Gleichzeitig setzt Mitterlehner eine "Triple-I"-Offensive entgegen:
"Wir stärken damit Innovationen, Investitionen und Internationalisierung und heben so die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Hotellerie."
Weniger Steuern: mehr Mitarbeiter, mehr Auslastung, mehr Umsatz
Daran anschließend bot eine Diskussion mit Vertretern internationaler Hotelbetriebe, die der Krise mit antizyklischen Maßnahmen begegnen, einen Blick über den Tellerrand. Stehen den Mehrbelastungen in Österreich - Ortstaxen, Flugabgaben, Streichung der Energieabgabenvergütungen - doch enorme Erleichterungen wie die Reduktion der Mehrwertsteuer in Deutschland oder deren voraussichtlich komplette Streichung in der Schweiz gegenüber.
Manfred Mayer ist Alleinvorstand der österreichischen Arcotel Hotel AG mit Standorten in Berlin, Hamburg, Stuttgart, Zagreb, Wien, Linz und Klagenfurt und eröffnet im April sein zehntes Haus, um "weiter erfolgreich ein Stück Österreich ins Ausland" zu bringen. Das Familienunternehmen konnte so in den vergangenen Jahren Größe und Umsatz verdoppeln: "Bis auf Zagreb - und das ist auf die wirtschaftliche Lage vor Ort zurückzuführen - laufen alle Betriebe sehr gut. Noch besser laufen sie in Deutschland, weil wir dort eine andere Steuerpolitik vorfinden als in Österreich." Mayer sieht im direkten Vergleich der Betriebe in Deutschland und Österreich die Vorteile der Mehrwertsteuersenkung und der niedrigeren Lohnnebenkosten: "Wir beschäftigen mehr Mitarbeiter, führen mehr Qualitäts-Checks und Mitarbeiterschulungen durch und gaben Firmenkunden einen Teil der Preisreduktion weiter. Außerdem sind mit der Qualität auch Auslastung und Umsatz gestiegen", erklärte Mayer.
"Gewaltiger Ruck für die gesamte Branche"
Dieter Müller, Hotelier des Jahres 2009 in Deutschland, ist Vorstandsvorsitzender der Motel One Group, die zurzeit 38 Häuser betreibt - und 15 neue Häuser in Bau hat: "Jeder, der die Branche beobachtet, hat den gewaltigen Ruck bemerkt, der mit der Mehrwertsteuersenkung in Deutschland durch die ganze Branche geht. Es wurde kräftig investiert, die Wettbewerbsfähigkeit ist gestiegen und es hat ein Beschäftigungswunder eingesetzt." Während die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland vor wenigen Jahren noch bei 5 Mio.
gelegen sei, wäre jetzt de facto Vollbeschäftigung zu vermelden. "Die Hotellerie hat daran einen wesentlichen Anteil: Wir würden noch weit mehr Leute anstellen, aber wir finden keine mehr." Auch volkswirtschaftlich, so Müller, müsste sich die Senkung ausgezahlt haben.
Stadt Salzburg: Bestes Tourismusergebnis aller Zeiten
19-01-2012
Das Jahr 2011 brachte für die Stadt Salzburg das beste touristische Ergebnis aller Zeiten. Mit mehr als 2.293.208 Nächtigungen wurde ein Plus von 2,7 Prozent zum Rekordjahr 2006 erzielt. Besonders hohe Zuwächse gab es aus den Ländern Taiwan, Südkorea, China, Russland und Brasilien - eine Bestätigung dafür, dass Salzburgs Marketingstrategie aufgeht.
Mit 1.272.880 Ankünften und 2.293.208 Nächtigungen wurden 2011 die besten Ergebnisse aller Zeiten erzielt. "Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich bei den Nächtigungen ein Plus von 4,6 Prozent und auch das Mozartjahr 2006 konnte um 2,7 Prozent überflügelt werden", bestätigt MMag. Bert Brugger, Geschäftsführer der Tourismus Salzburg GmbH (TSG). "Rekordergebnisse brachten die Monate Jänner, Juni, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember. Das Konzept zur Saisonentzerrung greift nach wie vor, ebenso die Strategie, die neuen Märkte in Asien und Südamerika verstärkt zu bewerben." Bei den Nächtigungen belegen nach Österreich (628.229) und Deutschland (461.555) die Herkunftsmärkte USA (168.116), Italien (134.108), Großbritannien (84.832), Schweiz (71.452) und Spanien (54.511) die Top-Plätze.
Gäste aus Übersee sind stark im Kommen
Die Zahlen aus Österreich sind mit einem kleinen Minus von 2,1 Prozent relativ stabil geblieben, leichte Zuwächse gab es aus Deutschland (+4,3 %). "Grundsätzlich gilt für Salzburg der allgemein gültige Trend im Städtetourismus: Die Nahmärkte behaupten sich auf einem gleichbleibend hohen Niveau, während es starke Zuwächse aus Übersee gibt", erläutert Bert Brugger. "Wir haben das rasante Wachstum in den zentral- und osteuropäischen Ländern positiv zu spüren bekommen mit Zuwächsen von 40,5 Prozent aus der Tschechischen Republik und 28,6 Prozent aus Ungarn, aber auch die große Dynamik im arabischen Raum sowie in den BRIC-Staaten Brasilien, Russland (+ 28 %), Indien (+ 55 %), China (+ 80 %) sowie Südkorea (+ 83 %) und Taiwan (+ 135 %)."
Holiday Check Award für Boutiquehotel Stadthalle: Null-Energie-Bilanz-Hotel gewinnt weltweite Auszeichnung
13-01-2012
Mit dem HolidayCheck Award werden jährlich die 99 beliebtesten Hotels weltweit ausgezeichnet. Insgesamt 530.000 Urlauber haben gewählt und die besten Hotels in sechs Kategorien ausgezeichnet. In der Kategorie Städtereisen wurde das Boutiquehotel Stadthalle die Nummer 5 weltweit und damit auch die klare Nummer 1 bei Wien-Reisen. Das Null-Energie-Bilanz-Hotel von Michaela Reitterer ist somit auch das beliebteste Stadthotel in Österreich. Die Holidaycheck User empfehlen das Boutiquehotel Stadthalle zu einem Wert von 99,6% für einen Wien-Besuch.
„Ich freue mich riesig über diese Auszeichnung meines Hauses, sie gebührt meinem ganzen Team“, freut sich Michaela Reitterer, Eigentümerin und Geschäftsführerin des Boutiquehotels Stadthalle. Sie verweist auf die große Bedeutung dieser Auszeichnung, zumal ihr die Urlaubsbewertungen von 530.000 Gästen zugrunde liegen. Das Konzept des Boutiquehotels Stadthalle findet durch diese Bewertung eine eindrucksvolle Bestätigung.
Das Erfolgsmodell der Michaela Reitterer baut auf zwei Säulen: ihre Mitarbeiter und ein schlüssiges Gesamtkonzept. „Der Erfolg meines Hotels liegt in den Händen meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Nur durch ihre Leidenschaft und ihr Engagement hat unser Haus jenen Charme, für den es mittlerweile weit über die Grenzen Österreichs hinaus berühmt ist“, so die Eigentümerin und Geschäftsführerin.
In das mediale Rampenlicht gelangte das Boutiquehotel Stadthalle aber auch durch sein einzigartiges Gesamtkonzept. Denn Michaela Reitterer betreibt mit ihrem 80-Zimmer-Hotel Klima- und Umweltschutz bis zur letzten Konsequenz. Sie erzeugt selbst Energie mit einer thermischen Solaranlage, einer Photovoltaikanlage und einer Wärmepumpe, stellt ihren Gästen E-Scooter zur Verfügung, serviert am Buffet nur biologisches oder regionales Frühstück, kooperiert mit einem Taxiunternehmen, das ausschließlich Hybridautos benutzt und gibt jenen einen grünen Bonus, die mit dem Rad oder mit dem Zug anreisen. Das alles und noch viele andere Details mehr haben das Boutiquehotel Stadthalle zu einem vielbeachteten Musterbetrieb vorbildlicher Nachhaltigkeit gemacht.
Tourismus-Umweltzeichen
13-01-2012
Von der gemütlichen Familienpension über das sportive Alpenhotel bis zum schicken Stadtrestaurant reicht die Palette der Gastronomiebetriebe, die das Österreichische Umweltzeichen tragen. Sie verbinden Gastlichkeit und Erholung mit anerkannt ökologischer Betriebsführung. Rund 230 dieser Gastronomie- und Beherbergungsunternehmen sind im neuen Umweltzeichen-Katalog enthalten, den das Umweltministerium herausgebracht hat.
Alle Betriebe, die im Katalog angeführt sind, entsprechen nachgewiesenermaßen den geforderten Umweltkriterien. Sie achten auf gesunde Ernährung, auf die Verwendung biologischer Lebensmittel, auf Abfallvermeidung und auf den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser und Energie. Die Einhaltung der geforderten Öko-Standards wird von unabhängigen Prüfern kontrolliert.
Das von Friedensreich Hundertwasser entworfene Umweltzeichen tragen rund 200 Hotels, Pensionen und Restaurants. Dazu kommen 16 Cateringfirmen bzw. Betriebsküchen, neun Campingplätze, vier alpine Schutzhütten und vier Reiseveranstalter. Zusammengezählt verfügen die Umweltzeichen-Betriebe über rund 24.000 Betten und 8.100 gastronomische Gästeplätze.
Die meisten der touristischen Umweltzeichen-Betriebe sind in Wien angesiedelt (85). Es folgen Salzburg (37), die Steiermark (28), Niederösterreich (26), Kärnten (17), Oberösterreich (16), Vorarlberg (12), Tirol (7) und das Burgenland (6).
Der neue Umweltzeichen-Tourismuskatalog trägt den Titel "Ausgezeichnet Reisen und Genießen". Er steht auf www.lebensministerium.at/publikationen zum download zur Verfügung.
Herausforderungen für Wiens Tourismus
13-01-2012
Beim gestrigen Neujahrsempfang der Sparte Tourismus und Freizweitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien reflektierte der oberste Vertreter der Wiener Tourismus- und Freizeitwirtschaft, KommR Ing. Josef Bitzinger im Kreis hochrangiger Branchenvertreter über das vergangene Jahr 2011 und über die Herausforderungen im kommenden Jahr 2012. Unter den Gästen befanden sich unter anderem KommR Brigitte Jank (Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien), Norbert Kettner (Direktor WienTourismus), Mag. Dr. Petra Stolba (Geschäftsführerin Österreich Werbung) und viele mehr.
Herausforderungen für das Jahr 2012
Nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2011 gibt es im Jahr 2012 einige Hürden zu meistern. Ein spezielles Sorgenkind der Branche ist die Ausbildung und hier besonders die Lehre. "Einerseits freut es uns besonders, dass wir mit 1.734 Lehrlingen in Wien (Stichtag 11.01.2012) ein Plus von 1,82 % erreichen konnten. Andererseits muss das hohe Niveau unserer Ausbildung beibehalten und laufend an die Bedürfnisse des Marktes angepasst werden. Die Absolvierung einer Lehre muss für junge Leute noch attraktiver werden", so Spartenobmann Bitzinger. Weiterer essentieller Punkt: Die schulische Ausbildung muss wirtschaftsnah erfolgen. Positive Beispiele dafür gibt es genug, wie etwa die Ausbildung in der Gastgewerbefachschule am Judenplatz oder in den Tourismusschulen MODUL. Diese gewährleisten jungen Menschen beste Jobaussichten.
Sorgenkind Zimmerpreise
Nachholbedarf hat Wien im Jahr 2012 bei den Zimmerpreisen in der Hotellerie. Trotz einem Umsatzplus von 8,5 % (von Jänner bis Ende Oktober 2011) auf 406,1 Mio. Euro sind die Zimmerpreise im internationalen Vergleich immer noch deutlich zu niedrig. Als weitere Verschärfung am Markt wird sich auch die kontinuierlich steigende Anzahl an Hotelbetten auswirken. Ende 2012 wird es 60.000 Hotelbetten in Wien geben. "Die Lage ist kritisch, aber ich bin der Meinung, dass hohe Qualität auch mit angemessen Preisen honoriert werden sollte, damit auch Klein- und Mittelbetriebe langfristig überleben können", so Obmann Bitzinger.
Optimierung der Tourismusbedingungen in vielen Belangen
Gebührenerhöhungen wie die U-Bahnsteuer, die Erhöhung der Ortstaxe, die Erhöhung der Parkgebühren und viele weitere Tarifsteigerungen bei Abfall, Wasser, Abwasser, Kanal, Fernwärme und Gas bereiten vielen UnternehmerInnen große Sorgen für das kommende Jahr. Die Gebrauchsabgabe zur Benutzung des öffentlichen Raums soll ebenfalls neu geregelt werden. Dies betrifft im Falle der Wiener Gastronomie die Schanigärten. Die Stadt will hier regional unterschiedliche Abgaben einführen und diese angeblich empfindlich erhöhen. "Gerade in diesen Bereichen wünschen wir uns eine Optimierung der Kommunikation mit der Stadt und Rücksichtnahme auf die wirtschaftliche Situation der Betriebe. Außerdem ist eine Vereinfachung und Beschleunigung von Betriebsanlagenverfahren dringend notwendig. Fleißige Unternehmer dürfen nicht mit überbordender Bürokratie belastet werden, die Zeiten sind schon schwierig genug", so Bitzinger.
Ausbau der Verkehrsverbindungen entscheidender Punkt
Auch der weitere Ausbau internationaler Verbindungen, Stichwort "Dritte Piste" und "Inbetriebnahme des Skylinks" sind Grundvoraussetzungen, die von der Stadt unbedingt geschaffen werden müssen. Der Flughafen Wien ist nicht nur für den Tourismus, sondern generell für den Wirtschaftsstandort Wien von größter Wichtigkeit.
Leider wurde mit der Einführung der Flugabgabe eindeutig ein Schritt in die falsche Richtung gesetzt. Es geht auch darum, den Homecarrier AUA zu stärken, der eine entscheidende Rolle für die (Tourismus-)Wirtschaft spielt. "Aktuell reisen die Hälfte aller Gäste mit dem Flugzeug nach Wien. Die Gründe sind einfach: Es ist zumeist die kostengünstigste und zeitsparendste Variante anzureisen. Warum keine Maßnahmen gesetzt werden, um auch den Bahnverkehr zu attraktivieren, ist mir unverständlich", so Bitzinger.
Erfolgsjahr 2011
Der Rückblick auf das Jahr 2011 ist ein besonders erfreulicher. Wien wurde zum dritten Mal in Folge zur Stadt mit der höchsten Lebensqualität der Welt erklärt, ist Kongressstadt Nr. 1 und brach besuchertechnisch alle Rekorde. Allein im Zeitraum Jänner bis November 2011 gab es 10,4 Mio. Nächtigungen, das ist ein Zuwachs von 4,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
"Wir warten mit großer Spannung auf das Gesamtergebnis 2011. Das ursprüngliche, touristische Ziel, welches man sich 2010 für die kommenden fünf Jahre gesteckt hatte, war die 11 Mio. Nächtigungsmarke zu knacken. Wie es aussieht, haben wir dies bereits im Jahr 2011 erreicht. Ein fantastisches Ergebnis, zu dem die Unternehmer der Wiener Tourismus- und Freizeitwirtschaft mit ihrer ausgezeichneten Arbeit einen großen Beitrag geleistet haben", freut sich Bitzinger.
Die aktuelle Stimmungslage in der österreichischen Tourismuswirtschaft
11-01-2012
In einer aktuellen von der Wirtschaftskammer Österreich in Auftrag gegebenen Studie hat das Team des Marktforschungsinstituts Market Institut um Dr. David Pfarrhofer die Stimmungslage in den österreichischen Tourismusbetrieben ausgelotet. Neben einem Rückblick auf den Sommer 2011 erfolgte vor allem ein Ausblick auf die aktuelle Wintersaison. Auf die aktuelle Wirtschaftslage und die Auswirkungen einer etwaigen Wirtschaftskrise wurde ebenfalls mit einigen Fragen eingegangen; darüber hinaus wurde die Wahrnehmung der politischen Arbeit beleuchtet und branchenspezifische Fragestellungen (z.B. gewünschte Werbeschwerpunkte) wurden integriert.
In dem Zeitraum vom 20. Dezember 2011 bis 4. Jänner 2012 wurden 1.053 Mitglieder der Sparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft via Online-Fragebogen befragt.
Dich wichtigsten Kernergebnisse kurz zusammengefasst:
1. Sommer 2011 – Rückblick zeigt hohe Zufriedenheit
- Der Sommer 2011 ist aus der Sicht der Mitgliedsbetriebe der WKO Sparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft gut gelaufen: 21 Prozent der Betriebe sind rückblickend mit dem Sommer 2011 sehr zufrieden – der höchste Wert in der mittlerweile 5 Jahre zurückreichenden Zeitreihe. Zieht man auch die Kategorie „zufrieden“ dazu, so äußern sich 7 von 10 Betrieben als zufrieden und die Gruppe der Unzufriedenen ist mit etwa einem Viertel auf dem bis dato niedrigsten Niveau. Besonders zufrieden sind die Betriebe mit junger Führung, die Betriebe mit zumindest 20 MitarbeiterInnen sowie die Betriebe in den städtischen Strukturen!
- Die gesetzten Ziele konnten vielfach erreicht werden, der Umsatz ist gestiegen – einzig beim Ertrag tut sich wenig…
2. Winter 2012 – Optimismus prägt die Stimmungslage
- Zwei Drittel der Betriebe sehen der Wintersaison 2011/2012 mit Optimismus entgegen – damit bleiben die Betriebe auf dem optimistischen Niveau des Vorjahres. Die Begründung für die gute Stimmungslage ist vor allem auf den guten Saisonstart (deutlich besseres Urteil als in den vergangenen beiden Jahren) und die gute Buchungslage (ebenfalls deutlich über den beiden letzten Jahren) zurückzuführen. Vorsichtig ist man bei den Investitionen – die Betriebe planen aktuell weniger Investitionen als im Vorjahr!
- Auch bei der Mitarbeiteranzahl zeigt man sich noch etwas zurückhaltender, immerhin ein Fünftel der Betriebe plant mit einem geringeren Personalstand als in der Vorsaison, nur ein knappes Zehntel hingegen beschäftigt mehr MitarbeiterInnen.
3. Wirtschaftskrise – deutlich weniger spürbar
- Etwa die Hälfte der Betriebe spürt aktuell keine Auswirkungen der Wirtschaftskrise – damit reagieren die Touristiker des Landes nun deutlich entspannter auf die Diskussion um die Wirtschaftskrise als noch vor einem Jahr.
- Am ehesten spürt man die Wirtschaftskrise noch in verkürzten Urlauben und vermehrtem Sparverhalten – aber auch in den Detailabfragen werden deutlich weniger Sorgen kundgetan.
4. Tourismuswerbung – Österreich und die wichtigsten Herkunftsmärkte als wichtige Zielgebiete
- Überzeugt sind die Unternehmen aus dem Bereich Tourismus und Freizeitwirtschaft von der Sinnhaftigkeit von Tourismus-Werbung in Österreich – 81 Prozent sprechen sich dafür aus, dass auch im Heimmarkt für Urlaub in Österreich geworben wird.
- International setzen die Unternehmen die Schwerpunkte auf die wichtigsten Herkunftsmärkte Deutschland und Niederlande, Zukunftsmärkte (wie USA, Russland, China) sollen mit einem etwas geringeren Budget mitbetreut werden.
ÖHV-Destinationsstudie: Topziele Zillertal, Burgenland und Wien
10-01-2012
Die ÖHV-Destinationsstudie 2012 bietet Tourismusmanagern und -politikern noch mehr Daten und Fakten. Sie enthält erstmals einen neuen Fünf-Jahres-Vergleich, zeigt die positiven Effekte der zunehmenden Internationalisierung auf und wie das Tourismusmarketing der Zukunft aussieht. „Je länger der Betrachtungszeitraum, umso geringer der Einfluss von Sondereffekten wie Großveranstaltungen, Wetterkapriolen oder Schließzeiten in Leitbetrieben. Das belohnt konstant gute Leistung über einen längeren Zeitraum“, erklärt Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV).
Beim Ranking der beliebtesten Urlaubsziele in Österreich rangiert das Zillertal an erster Stelle. Auf Platz zwei folgt die Thermenwelt Burgenland, die sogar noch besser abschneidet als die langjährige Erfolgsdestination Wien auf Rang drei.
Gleich dahinter liegen die Stadt Salzburg und das Großarltal. Ebenfalls unter den Top Ten des Landes finden sich das Waldviertel und die Wiener Alpen (Niederösterreich) sowie Graz, das Mühlviertel und die Region Schladming-Dachstein. Bewertet wurden Nächtigungen, Auslastung und Umsatzerlöse der Beherbergungsbetriebe in 89 Regionen im Zeitraum 2005 bis 2010. Eine schwächere Performance im Untersuchungszeitraum lieferte hingegen die Stadt Linz - trotz der positiven Effekte des Kulturhauptstadtjahrs 2009.
Ebenfalls schlecht entwickelten sich der Wörthersee, das Oberdrautal und der Lungau. Negativ ragen weiters die Destinationen Tirol Mitte, Seefeld, Hall, Karwendel, Wildschönau und Pillerseetal hervor. Die restlichen 69 untersuchten Regionen entwickelten sich zwischen 2005 und 2010 gut bzw. mäßig.
„Viele Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs der Destination, von der Wirtschaftslage in den Quellmärkten bis hin zu weltpolitischen Entwicklungen“, räumte ÖHV-Generalsekretär Thomas Reisenzahn ein. Wichtig sei, dass sich die Profis an Ort und Stelle mit der Analyse im Detail auseinandersetzten.
Spitzenreiter Zillertal
Das topplatzierte Zillertal schnitt vor allem bei den beiden Kriterien Nächtigungen und Umsätze besonders gut ab. Die Region war jeweils zweitbester hinter Wien. Die Stadt Salzburg liegt bezüglich dieser Kriterien auf Platz drei. Die Thermenwelt Burgenland brillierte wiederum mit hoher Auslastung. Das Großarltal punktet mit der drittbesten Auslastung in Österreich. Absoluter Spitzenreiter ist hier die Destination Imst-Gurgltal; allerdings ist dort die Entwicklung der Umsätze (Rang 38) und der Nächtigungen (Rang 46) mäßig bzw. schlecht.
Internationaler Gästemix
Urlaubsregionen mit Gästen aus möglichst vielen verschiedenen Herkunftsländern schlagen sich besser als die Konkurrenz. „Destinationen mit einem höheren Gästemix sind erfolgreicher“, sagte Thomas Reisenzahn. Denn mit dem Anteil der internationalen Gäste steige die Aufenthaltsdauer und damit die Auslastung. „Wer eine längere Anreise auf sich nimmt, fährt nicht gleich wieder weg.“ International ausgerichtete Regionen erzielten zudem höhere Umsätze.
Wien ist in Österreich betreffend Internationalität am besten unterwegs. Um 75 Prozent der Gesamtnächtigungen zu verbuchen, braucht die Bundeshauptstadt laut ÖHV Urlauber aus zwölf verschiedenen Nationen. Einen hohen Grad an Internationalität weisen auch Innsbruck und die Ferienregion Zell am See und Kaprun aus - mit jeweils acht Herkunftsländern. Salzburg meistert drei Viertel seiner Nächtigungen mit Gästen aus sieben Nationen. International besteche Österreich vor allem mit Kultur und Wintersport. Ebenfalls entscheidend sei die gute Erreichbarkeit einer Destination.
ÖHT: Wirtschaftliches Umfeld
09-01-2012
Eine Analyse auf Basis der in der Tourismusbank vorliegenden Bilanzdaten zeigt ein durchwachsenes Bild: Die Unternehmen sind größer und professioneller geworden. Bei der wirtschaftlichen Stabilität ist jedoch noch viel Platz für Verbesserungen: Die Eigenkapitalausstattung konnte zwar verbessert werden, doch das wirtschaftliche Ergebnis kommt mehr und mehr unter Druck. Für eine Branche mit starkem Gewicht auf Fremdfinanzierung ist der Zugang zu Krediten entscheidend. Die sich abzeichnenden finanziellen Rahmenbedingungen geben jedoch Anlass zu Sorge.
Betriebe sind professioneller geworden, aber Ertragskraft sinkt
Betrachtet man die wirtschaftliche Entwicklung der Hotellerie seit Beginn dieses Jahrzehnts, so ist kurz zusammengefasst festzustellen: Die Unternehmen sind größer geworden, sind durchwegs besser ausgelastet und erzielen im Durchschnitt heute einen Umsatz, der – auch preisbereinigt – deutlich über der Inflationsrate liegt. Das hat auch wesentlich mit dem qualitativ verbesserten Angebot zu tun. Während allerdings Umsatz und auch Fremdkapital mit dem Tempo Schritt halten konnten, blieben die Erträge zurück. Macht man einen Blick in die Tiefe der Bilanzdaten wird schnell ersichtlich, dass die Preise nicht so angepasst werden konnten, dass sie die inflationsbedingte Kostensteigerung hätten abfangen können. Dazu kommt, dass einzelne Positionen wie Energie oder Werbung weit über der Inflationsrate gestiegen sind. Das hat sich natürlich auf die Umsatzrentabilität ausgewirkt: Das operative Ergebnis (GOP) kam unter Druck. „Die Verbesserung in Hotelanlagen bedarf offenbar auch eines immer größeren Einsatzes an Investitionen. Das schmälert die Kapitalverzinsung touristischer Investitionen“, so ÖHTGeschäftsführer Dr. Franz Hartl.
Mehr Eigenkapital, aber hohe Entschuldungsdauer
Obwohl das Eigenkapital seit dem Beginn dieses Jahrzehnts zugenommen hat und die Unternehmen der 4/5-Sterne-Hotellerie heuer erstmals mehr als das gesetzliche Mindesterfordernis aufweisen (Vgl. Grafik), ist die Ausstattung nach wie vor verbesserungsfähig. Dies gilt vor allem für kleinere Unternehmen in der unteren Qualitätsklasse.
Aber auch im Hinblick auf die Entschuldungsdauer werden die gesetzlichen Anforderungen verfehlt. Etwa die Hälfte der Unternehmen benötigt mehr als die vorgesehenen 15 Jahre und mehr als ein Viertel schafft die Rückzahlung nicht einmal innerhalb von 25 Jahren.
„Die niedrigen Zinsen haben in den vergangenen Jahren wesentlich dazu beigetragen, die Fremdkapitallast erträglich zu gestalten. Sollten die Finanzierungskosten jedoch markant steigen – und das ist in den nächsten Jahren zu befürchten - so ist die Weiterentwicklung mancher Unternehmen in Frage gestellt“, so Hartl.
Investitionstätigkeit 2011 noch ungebrochen – aber Abschwung in Sicht
Die Ziele der Investitionen der vergangenen Periode hatten – wie schon in den vergangenen Jahren - vor allem die Verbesserung der Betriebsgrößen im Fokus. Als neuer Trend sind die Investitionen in Mitarbeiterunterbringungsmöglichkeiten und Garagen zu erkennen. Weniger als noch vor einigen Jahren wird in Wellnessanlagen investiert.
Die Investitionstätigkeit im vergangenen Jahr war im 1. Halbjahr von wirtschaftlichen Turbulenzen noch kaum beeinflusst. Im 2. Halbjahr war jedoch ein deutlicher Rückgang vor allem bei großen Investitionen festzustellen. Auch die Hotellerie reagiert offenbar auf die negativen Signale und Prognosen der Wirtschaftsforscher. Die Zurückhaltung bei investiven Ausgaben wird für eine weitergehende Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage genutzt.
Förderpyramide
09-01-2012
Die über die ÖHT abgewickelte Tourismusförderung des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend ist nicht nur innerhalb Österreichs eine wesentliche Stütze der Hotel- und Freizeitwirtschaft und zu einem Vorzeigeprojekt für alle Fördersektoren geworden. Immer wieder interessieren sich auch andere europäische Staaten für das österreichische Modell. Um zukünftig noch effektiver Fördergelder einzusetzen, haben Bund und Länder 2011 einen „Aktionsplan Tourismus“ verabschiedet, der erfolgreich und verwaltungseffizient die Zuständigkeiten im Tourismus-Förderbereich regelt und Innovationsanreize setzt. Eine Reihe von Innovationen wurde vor den Vorhang geholt.
Neue Förderpyramide soll Verwaltungskosten reduzieren
2011 ist es gelungen, die fördertechnische Zusammenarbeit zwischen dem Bund bzw. der ÖHT und den Ländern neu zu regeln. In Abstimmung zwischen dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ), den Ländern und der Tourismusbank wurde die „Förderpyramide“ vereinbart, nach der Projekte mit förderbaren Gesamtkosten bis 100.000 Euro nur mehr landesseitig gefördert werden. Erst bei größeren Vorhaben fördert der Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend im Wege über die ÖHT. Diese klare Trennung der Zuständigkeiten hilft, Verwaltungskosten zu reduzieren, einfachere Zugänge zu Förderungen herzustellen und Doppelgleisigkeiten zu vermeiden.
Oberösterreich Tourismus passt Unternehmensstrukturen an
09-01-2012
Im Zuge der Kursbuch-Umsetzung hat der OÖ. Tourismus mit Jahreswechsel organisatorische Anpassungen im Unternehmen vorgenommen. Damit bleibt die professionelle Unterstützung für Oberösterreichs Tourismusorganisationen und –betriebe gewährleistet und können die Herausforderungen für eine starke Weiterentwicklung und erfolgreiche Vermarktung des Tourismuslandes Oberösterreich noch effizienter bewerkstelligt werden.
Die OÖ. Werbung GmbH firmiert nunmehr unter OÖ. Tourismus Marketing GmbH (OÖTM) und bündelt die operative Umsetzung der Marketingaufgaben, während die strategische Marketingplanung im OÖ. Tourismus bleibt. Die OÖTM bietet Services von der klassischen Marketingkampagne bis hin zum Service Design zur Unterstützung der Angebotsträger. Diese Dienstleistungsfirma vereint die Kompetenz der bisherigen OÖ. Werbung GmbH beispielsweise in Pressearbeit, Veranstaltungsmanagement, Werbemittelproduktionen oder OÖ Shop mit zusätzlichen Geschäftsfeldern, wie etwa der Verkaufsförderung oder der Konzeption und Umsetzung von Content und Kommunikationsmaßnahmen. Das Convention Bureau Oberösterreich gewährleistet die Entwicklung und Umsetzung eines integrativen Maßnahmenpakets für den heimischen Geschäftstourismus und ergänzt gemeinsam mit diversen Projekten (z.B. Landesausstellungen) das Portfolio der OÖTM.
Zu den Geschäftsführern der OÖ. Tourismus Marketing GmbH wurden der bisherige Geschäftsführer der OÖ. Werbung GmbH, Harald Hois und Mag. Norbert Füruter, der im OÖ. Tourismus auch weiterhin für den Bereich Management Services verantwortlich zeichnet, bestellt.
„Wir sind überzeugt, damit professionelle Voraussetzungen für den touristischen Fortschritt unseres Landes geschaffen zu haben. Als Impulsgeber für innovative Tourismusentwicklungen und Umsetzer kreativer Marketingaktivitäten sowie Dienstleister im Back-Office-Bereich begleiten wir Oberösterreichs Tourismusbranche weiterhin auf dem gemeinsamen Weg“ sagt OÖ. Tourismus-Vorstand Karl Pramendorfer.
ÖHT: Basel III – das Richtige zur falschen Zeit
09-01-2012
Die Finanzkrise zieht neue Regelungen der Aufsichtsbehörden nach sich. Diese wiederum werden neue Belastungen bringen, die vor allem die Klein- und Mittelständischen Betriebe treffen werden. Die Bankenwelt hat in nächster Zeit noch einige Aufgaben zu bewältigen, die mit Mehrkosten verbunden sind und letztendlich in die Zinskalkulationen Eingang finden werden:
• Verzinsung und Rückführung der in Anspruch genommenen Staatshilfe
• Konjunkturbedingte Kreditausfälle: Der Konjunkturabschwung hat Kreditausfälle beschert, deren Gipfel möglicherweise noch nicht erreicht ist. Die notwendigen Wertberichtigungen werden unschöne Spuren in den Bilanzen hinterlassen.
• Die hochgeschraubten Eigenkapitalbedürfnisse, geforderte Liquiditätshaltung und die Einhaltung des Leverage-Ratios erfordern zusätzliche Erträge oder Kapitaleinlagen von externer Seite. In jedem Fall entsteht dadurch ein enormer Druck, Erträge zu erzielen, die – wie bei Banken üblich – wohl auch über die Zinsspanne kommen werden müssen.
Die ins Auge gefassten Maßnahmen mögen durchaus sinnvoll sein: Ein Mehr an Eigenkapital wird die Krisenanfälligkeit von Banken in jedem Fall reduzieren, ein höherer Liquiditätspuffer kann Vertrauen schaffen und ein Leverage-Ratio mag geeignet sein, in Relation zum
knappen Eigenkapital überbordende Geschäftstätigkeit einzuschränken. Aber der Zeitpunkt der Einführung kommt denkbar ungelegen: Gerade zu einem Zeitpunkt, wo die jüngst verhängte Stabilitätsabgabe ihre unerfreuliche Wirkung entfaltet, werden über Nacht neue Vorschriften erlassen. Diese sind durchaus geeignet, die Finanzierung eines herbeigesehnten Aufschwunges schon vor dessen Einsetzen in Frage zu stellen.
All diese unerfreulichen Erwartungen werden auch dadurch verschärft, weil wohl erwartet werden muss, dass die Kosten für all diese Neuerungen von jenen Teilen der Wirtschaft getragen werden müssen, welche die schlechteste Verhandlungsposition haben, nämlich die KMUs und da vor allem die bonitätsschwachen, die künftig froh sein müssen, überhaupt noch eine Finanzierung zu erhalten.
ÖW gestaltet Verkaufsförderungsplattformen der Zukunft - actb findet von 22. bis 24.1.2012 zum letzten Mal statt
05-01-2012
Der Verkauf und Vertrieb touristischer Produkte hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend geändert. Die Österreich Werbung (ÖW) als nationale Marken- und Marketingorganisation im Tourismus ist daher gefordert, ihre Aktivitäten diesen neuen Rahmenbedingungen und Herausforderungen anzupassen. Der Neukonzeption der ÖW-Verkaufsförderungsplattformen ging eine Evaluierung der größten touristischen Fachmesse in Österreich durch die Uni St. Gallen voran, die den Reformbedarf bei der actb bestätigte.
Das neue Gesamtkonzept für den Absatz touristischer Produkte beruht auf drei Säulen: Verkaufsförderung im Ausland und zwei Plattformen im Inland: atb_sales und atb_experience. Während sich die atb_sales auf den konkreten Verkauf konzentrieren wird, wird die atb_experience auf das Erlebnis des Tourismusproduktes in Österreich ausgerichtet sein. Die actb mit Beteiligung der zentraleuropäischen Partnerländer findet daher heuer zum letzten Mal in der bisherigen Form statt.
Drei Säulen für den Absatz touristischer Produkte
An den neuen Formaten wird seit längerem auch gemeinsam mit den neun Landestourismusorganisationen innerhalb der „Allianz der 10“ intensiv gearbeitet. Die derzeitige actb wird als atb_sales zum exklusiven österreichischen Handelsplatz mit einem erklärten Fokus auf Verkauf weiterentwickelt und ab 2014 alle zwei Jahre zum etablierten Termin Ende Jänner in Wien stattfinden. Mit der atb_experience wird ein neues Format entwickelt, welches das konkrete Produkterlebnis in Österreich, den Wissensaustausch und internationales Networking zum Ziel hat. Alle zwei Jahre, beginnend mit 2013, treffen internationale CEOs, Produktentwickler, Meinungsbildner und Journalisten aus den wichtigsten touristischen Herkunftsmärkten auf die „besten Köpfe “ des österreichischen Tourismus. „Ziel dieses neuartigen Formats ist es, das Tourismusland Österreich für die internationalen Gäste spür- und erlebbar zu machen. Die Teilnehmer sollen die Vorzüge Österreichs direkt vor Ort und persönlich erfahren und dieses ‚erlebte Urlaubsglück‘ mit nach Hause nehmen“, erklärt Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung. Parallel zu den beiden Plattformen im Inland werden die auf die jeweiligen Bedürfnisse der Herkunftsmärkte zugeschnittenen Verkaufsförderungsplattformen optimiert und verstärkt.
atb_experience 2013 in Kärnten im Zeichen der Nachhaltigkeit
Für die erste atb_experience lautet das Generalthema, das sich durch alle Bereiche der Veranstaltung durchziehen wird, „tourism in transition. Nachhaltige Beiträge des österreichischen Tourismus in Zeiten des Umbruchs“. Die atb_experience 2013 wird also konkrete Beiträge Österreichs für die Zukunft des Reisens präsentieren: neue, nachhaltige und innovationsorientierte Erlebnisse, welche international relevante Antworten auf die gesellschaftliche Entwicklung Europas und deren Auswirkungen auf das Reisen darstellen. „Innerhalb des ganzheitlichen Konzepts der Nachhaltigkeit und seiner drei Säulen - ökologische, ökonomische und sozio-kulturelle Dimension - werden wir zeigen, was Österreichs Tourismusanbietern dazu einfällt, wie mit dem Thema umgegangen wird“, so Stolba.
Die erste atb_experience wird im Frühsommer 2013 in Kärnten stattfinden. Christian Kresse, Geschäftsführer der Kärnten Werbung: „Ich freue mich sehr und bin stolz, dass die Kärnten Werbung den Zuschlag für die atb_ experience 2013 erhalten hat und diese neue Tourismusplattform gemeinsam mit der ÖW ausrichten darf. Dies ist auch eine Chance, unsere innovativen Angebote der internationalen Reisebranche zu präsentieren. Ich bin überzeugt, dass diese Veranstaltung Kärntens Tourismus einen wichtigen Impuls geben kann.“
Vienna International Hotelmanagement AG gibt Senator und Rainers Hotel ab
04-01-2012
Wie heute bekannt wurde gelten die Management-Verträge für die Wiener Hotels Senator und Rainers mit 31. Dezember 2011 als beendet. Seit 1. Jänner 2012 stehen die beiden Hotels unter der Führung der jeweiligen Eigentümergesellschaften.
Das 3-Sterne Senator Hotel Vienna und das 4-Sterne Rainers Hotel Vienna werden mit der Vertragsauflösung am 1. Jänner 2012 von den Eigentümergesellschaften TRIBUS Beteiligungs GmbH und Rainer Hotel-Management Ges.m.b.H selbst verwaltet. Seit ihrer Eröffnung wurden die beiden Hotels von der VI gemanagt. Das 179 Zimmer umfassende Hotel Senator liegt im 17. Wiener Gemeindebezirk und wurde im Dezember 2008 eröffnet. Das Businesshotel Rainers mit 154 Zimmern wurde im April 2009 eröffnet und befindet sich nahe dem zukünftigen Hauptbahnhof.
Toller Start der ÖHV-Lehrlingskarte
04-01-2012
Generalsekretär Thomas Reisenzahn überreicht an 3 Lehrlinge der K + K Hotels die ersten HOT-Cards und HOT-Vouchers. Damit winken den jungen Mitarbeitern satte Rabatte und Superkonditionen bei zahlreichen Vertragspartnern aus den Bereichen Sport, Mode, Lifestyle, Ausbildung und Fahrschulen.
Nach einjähriger, gründlicher Vorbereitung einer Lehrlingskarte für ihre Mitgliedsbetriebe, konnte die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) nun mit Jänner 2012 die "Vorteilszone HOT" bestehend aus HOT-Cards und HOT-Voucher Gutscheinheft aus der Taufe heben. Täglich flattern gut 30 Anmeldungen ins Haus. Ziel der ÖHV ist es, 3.000 Karten an die jungen Mitarbeiter ihrer Mitglieder zu bringen und ihnen so ein breites Angebot an Shoppingvorteilen und sinnvoller Freizeitgestaltung zu bieten. "Wir arbeiten an der Attraktivierung des Images und wollen mit unserer Initiative den Lehrlingen aufzeigen, wie wichtig sie den Hoteliers sind. Neben einem erstklassigen Ausbildungsbetrieb der Top-Hotellerie, gibt es jetzt noch mehr Vorteile Lehrling eines ÖHV-Mitgliedes zu sein", erklärt Reisenzahn die Ziele.
Die ÖHV bietet mit dieser Initiative ein breites Angebot im Bereich Sport und Bewegung aber auch Aus- und Weiterbildung sind ein besonders wichtiges Anliegen. Der erste Betrieb, der seine Lehrlinge angemeldet hat, ist das K + K Hotel Maria Theresia, Wien - ÖHV-Mitglied seit 2002. Dutzende Lehrlinge hat das Maria Theresia laut Dr. Gabriele Volsansky, Verkaufsdirektorin und Ausbildungsverantwortliche, in dieser Zeit ausgebildet, und Ihnen damit einen erfolgreichen Start ins Berufsleben ermöglicht. "Die Motivation unserer Mitarbeiter ist uns ein Anliegen und besonders bei Lehrlingen sind die Stärkung des Selbstbewusstseins und positives Feedback wichtig", so Dr. Volsansky bei der Übergabe der Karten an ihre jungen Mitarbeiter.
Vorteilszone HOTellerie!
Derzeit werden österreichweit 12.500 Lehrlinge in Tourismusbetrieben ausgebildet, etwa 6.000 davon in der Hotellerie.
Arbeitskräfte seien trotz offener Grenzen und guten Aufstiegsmöglichkeiten knapp. "In den kommenden Jahren wird sich das Wettrennen um junge Talente noch verschärfen, deshalb müssen wir als Branche Berufseinsteigern unsere Attraktivität beweisen. Die Zukunft der Hotellerie liegt in gut ausgebildetem Fachpersonal, denn nur motivierte, qualifizierte Mitarbeiter können hohe Servicequalität leisten", weist Reisenzahn auf die demografische Entwicklung und steigende Ausbildungserfordernisse hin.
ÖW: Großes Potenzial bei Sommergästen aus Ungarn
03-01-2012
Eine Länderstudie der Österreich Werbung (ÖW) bestätigt das Wachstumspotenzial bei ungarischen Gästen. Die Strategie dabei lautet: Die Spitzenposition im Winter verteidigen und den österreichischen Sommer verstärkt bewerben.
Ein Blick auf die vor kurzem veröffentlichte Länderstudie beweist: die Alpenrepublik gilt bereits jetzt schon als Top-Reiseziel der Ungarn. Dennoch sehen die Experten innerhalb der nächsten Jahre großes Wachstumspotenzial – vor allem im Sommer. „Mit einem Marktanteil von weit über 50 Prozent ist Österreich das mit Abstand beliebteste Winterurlaubsland der Ungarn. Überraschend ist jedoch, dass Österreich von den meisten Ungarn als Sommerdestination wahrgenommen wird. Eine erfreuliche Nachricht, wo doch erst 7 Prozent der 2,6 Mio. ins Ausland reisenden Ungarn ihren Sommerurlaub in Österreich verbringen“, erklärt Emanuel Lehner, ÖW-Region-Manager für Zentraleuropa.
„Ungarn suchen im Urlaub vor allem Entspannung samt leichter Bewegung in alpiner Umgebung. Ein Revival der guten alten Sommerfrische steht offensichtlich bevor. Unsere Sommerkampange 2012 (Motto: Ankommen und aufleben – Anm. d. Red.) ist zu 100 Prozent auf diese Zielgruppe abgestimmt“, gibt sich Emanuel Lehenr zuversichtlich.
Gemeinsam mit österreichischen Partnern wie Steiermark Tourismus, Innsbruck Tourismus und SalzburgLand Tourismus will die ÖW so mehr ungarische Gäste für einen Sommerurlaub in Österreich begeistern.
Die Olympiade der Köche
03-01-2012
Seit vier Jahren fiebern Köchinnen und Köche einem der weltweit größten kulinarische Ereignisse entgegen: der IKA/Olympiade der Köche in Erfurt.
Dieses Jahr ist es wieder soweit. Vom 5. bis 10. Oktober 2012 findet im Rahmen der "inoga - Fachmesse für Branchen der Gastlichkeit" die 23. Köcheolympiade statt. Es werden über 1.600 Teilnehmer aus mehr als 50 Nationen (neben der Schweiz und Österreich, Zypern, Italien, USA, Norwegen, Portugal, Südkorea, Hong Kong, Südafrika, Mexiko, Türkei, Zypern, Bulgarien u.v.m.) auf dem Messegelände erwartet. Täglich demonstrieren die besten Teams der Welt in gläsernen Küchen vor Publikum ihre Kochkunst.
Den Auftakt zum IKA-Jahr startete der Verband der Köche Deutschlands, Organisator der über 100 Jahre alten Kochkunstausstellung, im Oktober 2011 mit der Auslosung der Wettbewerbstage. Als Pate stand Boxlegende Axel Schulz zur Verfügung. Ende des Jahres 2011 folgte der Verkaufsbeginn der Eintrittskarten und Menütickets.
VKI: Biersteuer ist zu hoch
02-01-2012
Der Verein für Konsumenteninformation machte darauf aufmerksam, dass Bier in Deutschland billiger ist als in Österreich. Das stimmt. Und das ist der Hintergrund: Die österreichische Biersteuer beträgt mehr als das 2,5-fache der deutschen Biersteuer. Zudem ist die Umsatzsteuer in Deutschland um einen Prozentpunkt niedriger.
Die österreichische Biersteuer wurde im Jahr 2000, als Ersatz für die abgeschaffte Getränkesteuer umgehend drastisch erhöht. Aufgrund dieses hohen Steuersatzes leistet die österreichische Brauwirtschaft jährlich ca. 200 Millionen Euro allein an Biersteuer. Im Jahr 2010 brachten die gesamten Steuern auf Bier dem Staatshaushalt insgesamt fast 700 Millionen Euro ein.
Brauereiverbands-Obmann Sigi Menz: „Österreichs Brauwirtschaft wird mit einer der höchsten Abgabenquoten in Europa belastet. Es ist höchste Zeit für eine Reduktion der Biersteuer auf ein faires Niveau. Österreichs Politiker müssen endlich verstehen, dass unsere Brauereien nur bestehen können, wenn ihnen der Gesetzgeber die Möglichkeit dazu gibt und nicht Prügel vor die Beine schmeißt.“
Schenner kontert Ex-OeNB-Chef Liebscher
02-01-2012
Entschieden wehrt sich der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), Hans Schenner, gegen die heute von Klaus Liebscher im Ö1 Mittagsjournal getätigten Aussagen, wonach es bei Einführung des Euro zu "schamlosen Aufrundungen in der Gastronomie, im Hotelbereich und bei einzelnen Dienstleistern" gekommen sei. "So eine unqualifizierte Aussage kann ich nicht unkommentiert stehen lassen, das bin ich den zehntausenden Mitgliedsbetrieben einfach schuldig", so der Sprecher der heimischen Tourismusbetriebe.
Besonders eine Branche herauszugreifen und anzupatzen, die seit der Euro Einführung nachweislich Tausende Arbeitsplätze geschaffen hat, die auch in der Krise sicher waren, stößt Schenner besonders auf: "Ich frage mich, wie Herr Liebscher auf die Idee kommt, gerade die Gastronomie und die Hotellerie zu erwähnen und ansonsten nur noch von 'anderen Dienstleistern' zu sprechen. Dass die Banken bei der Euro-Einführung ihre Konditionen erhöht haben, das hat der einstige Banker wohl schon vergessen."
Was im Übrigen die Preisentwicklung in der Beherbergung betrifft, so ist diese laut Daten der Statistik Austria seit 2005 (7/2005-7/2011) unter dem Anstieg des Verbraucherpreisindex (VPI) geblieben. Auch in der Gastronomie können die Preisanstiege bei Kaffee, Brot, Bier, Energie, etc. schon seit Jahren nicht mehr 1:1 an die Kunden und Gäste weiter gegeben werden. "Auch Herr Liebscher hat zu akzeptieren, dass der heimische Tourismus nicht als Prügelknabe für alles und jeden herhält. Diese Zeiten sind vorbei. Und dass die Betriebe auch brav ihre Kredite zurückzahlen müssen, scheint den einstigen Banker auch nicht zu interessieren. Das ist enttäuschend!", so Schenner abschließend.