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Korianderkraut

Das ultimative Kraut der vietnamesischen und thailändischen Küche! Dort duftet alles nach diesem typischen Korianderaroma: erfrischend zitronenartrig und scharf-würzig. Es gibt Korianderliebhaber und Korianderhasser, die den Duft mit dem Gestank nach Wanzen vergleichen. Deshalb nannten die alten Griechen Korianderkraut auch „koris“, Wanze. Die Vorliebe kann auch genetisch bedingt sein: Europäer riechen eher Wanzen, Nicht-Europäer schwelgen im Zitronenduft. Ich behaupte: Man kann es lernen! Immer wieder Pho essen, diese herrliche vietnamesische Suppe. Da wird das Kraut beim Essen vom Gast selbst drübergestreut. Herrlich! Korianderkraut und Koriandersamen sind übrigens eine ganz unterschiedliche Sache, obwohl sie von der gleichen Pflanze stammen. Die Samen riechen vor allem nach dem blumigfrischen Linalool. Das kennt man bei uns vom Basilikum, Bohnenkraut, Majoran, Thymian oder Oregano. Und genau das ist in den Blättern nicht enthalten. Die Samen, - botanisch korrekt: Früchte – soll und muss man mitkochen oder mitbacken (besonders beliebt bei uns im Brot!), die Blätter nicht, weil sie dann gerade ihre frischen Aromen verlieren. Das passiert auch, wenn man Korianderkraut trocknet (ähnlich wie beim Basilikum). Um Korianderkraut haltbar zu machen, kann man es ein paar Tage kleingehackt wie ein Pesto in Öl einlegen. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass das Kraut noch Wurzeln hat, dann ist es im Kühlschrank etwas länger haltbar. Und die Wurzeln kann man auch verwenden – ebenso wie die Stile. Korianderkraut kann man auch in der heimischen Küche einsetzen: in Suppen, Eintöpfen oder Salaten – wie Petersil. Gute aromatische Partner sind Liebstöckel, Basilikum und eben Petersil. Auch in Mexiko liebt man frischen Koriander (Cilantro), hier kommt er häufig in die kalten Salsas.

Basilikum Tipp Thomas Askan Vierich, Autor des Buches Aroma. Die Kunst des Würzens. ISBN 978-3-7471-0423-1
Thomas Askan Vierich, Autor des Buches Aroma. Die Kunst des Würzens. ISBN 978-3-7471-0423-1
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