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Storytelling im Tourismusmarketing: Berührende Geschichten für „fabelhafte“ Gäste

Storytelling im Tourismusmarketing Spielehotel
Dieter Mayr-Hassler, Gastgeber im Spiele- und Buchhotel Tschitscher, gründete die Kooperation der „Fabelhaften Hotels“.

Individualität und Kreativität zeichnen die Hotelgruppe der „Fabelhaften Hotels“ aus, zu der sich elf österreichische und ein Südtiroler Beherbergungsbetrieb zusammengeschlossen haben.

Von der Grand Suite im Schloß Schönbrunn über das Ikuna-Tipihotel im Hausruckviertel bis hin zum Baumhotel im oberösterreichischen Kopfing, bieten die Mitglieder der Angebotsgruppe ihren Gästen ein ganz besonderes Übernachtungserlebnis.

Dieter Mayr-Hassler, Gastgeber im Spiele- und Buchhotel Tschitscher in Nikolsdorf/Osttirol, gründete die Kooperation und fungiert als Obmann des dazugehörigen Vereins. Das Leitmotiv der Hotelgruppe: Die „fabelhaften Gäste“ wollen während ihres Aufenthaltes einzigartige und berührende Geschichten erleben, die sie gerne weitererzählen.

GASTRO Portal sprach mit Dieter Mayr-Hassler über seine Beweggründe, eine neue Hotelgruppe aufzubauen, über den Stellenwert von Storytelling im Hotelmarketing und die Besonderheiten der einzelnen Mitgliederbetriebe.

GASTRO Portal: Jedes einzelne der „Fabelhaften Hotels“ besetzt eine ganz besondere Nische, Ihr Betrieb beispielsweise ist ein fernsehfreies Buch- und Spielehotel in Osttirol. Wie kamen Sie auf die Gründung dieser „fabelhaften“ Initiative?

Dieter Mayr-Hassler: Ich suchte im Internet und in Fachzeitschriften nach Gleichgesinnten, nach anderen „verrückten“, besonderen und kreativen Hoteliers und stieß auf einige wenige Einzelkämpfer. Da dachte ich, dass eine Truppe von außergewöhnlichen Gastgebern in Österreich noch fehlte. Wenn man so will, hat es vorher keine Angebotsgruppe in Österreich gegeben, in die ich mit meinem kleinen Hotel hineingepasst hätte. Also habe ich einfach eine eigene gegründet.

Storytelling nimmt im Rahmen der Marketingaktivitäten der „Fabelhaften Hotels“ einen ganz besonderen Stellenwert ein. Wie entstehen diese Geschichten, die die Gäste zum Weitererzählen einladen sollen?

Storytelling im Tourismusmarketing
Die „fabelhaften“ Hoteliers bei einem Treffen im Hotel Der Salzburger Hof

Wir sind ein besonders kreativer Haufen, und uns war von Anfang an klar, dass unsere entscheidende Gemeinsamkeit unsere Geschichten sind. Wir treffen uns zweimal im Jahr, und jedes dieser Meetings ist ein Feuerwerk an Kreativität, in dessen Rahmen wir gemeinsam Ideen für unser Storytelling erschaffen. Darüber hinaus stehen wir im Hotelkit (einem Intranet für Hotels) in permanentem Kontakt und tauschen auch dort Ideen aus. Gemeinsam mit einer Lienzer Agentur fungiere aber auch ich immer noch als Mastermind und bringe zusätzliche Ideen für Geschichten und Projekte ein. 

Welche Besonderheiten weisen die Häuser auf bzw. welche Voraussetzungen müssen die Betriebe mitbringen, um Mitglied in der Kooperative zu werden?

Der Hotelier oder Direktor eines potentiellen neuen Mitgliedsbetriebes muss ein außergewöhnlicher Gastgeber sein, der sich in ein Netzwerk mit anderen Individualisten einbringen will. Er bespielt mit seinem Hotel ein zentrales Thema, ist damit entweder erster und/oder signifikant besser als der Mitbewerb. Er setzt seine Werte konsequent um und beschreitet bewusst einen nachhaltig anderen Weg. Dies muss er uns in einem Schreiben nachvollziehbar beschreiben, und dann schauen wir uns den Betrieb im Internet an. Falls keiner unsere Mitglieder den Betrieb persönlich kennt, wird er auch von einem der „fabelhaften Kollegen“ noch kurz besucht.

Im zweiten Teil des Interviews spricht GASTRO Portal mit Dieter Mayr-Hassler über die Relevanz von sozialen Netzwerken im Rahmen der Marketingaktivitäten, die Vorteile einer Mitgliedschaft bei der Angebotsgruppe der „Fabelhaften Hotels“ und die Ziele des Vereins für die kommenden Jahre.

Weitere Informationen: www.fabelhaftehotels.at

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