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Luxus, Nachhaltigkeit und Digitalisierung

Aktuelle Bar Trends


Die letzten 18 Monate haben auch in den Bars ihre Spuren hinterlassen. GASTRO hat sich auf die Suche nach den aktuellen Trends begeben.


Das Thema Nachhaltigkeit ist jetzt auch in der Barszene angekommen. Menschen verlangen zunehmend nach gut schmeckenden Drinks, die auch gut für den Planeten sind. Trinkhalme aus Plastik sind seit kurzem ohnehin EU-weit verboten, nur noch Restbestände dürfen benutzt werden. Aber auch Standard-Untersetzer aus Papier oder Karton, die im Laufe eines Abends für einen nicht zu verachtenden Müllberg sorgen, müssen nicht sein. Alternativen aus Kunststoff oder – eleganter – aus Stein bieten die gleiche Funktion und lassen sich wiederverwerten. Außerdem besteht so weniger die Gefahr, dass durchweichte oder bekritzelte Untersetzer vom Gast (wieder)verwendet werden.

Es gibt allerdings noch mehr Möglichkeiten für „Green Cocktails“, etwa bei den Zutaten: Rum oder Whisky, Gin oder Vodka – die meisten Spirituosen gibt es nicht nur als internationale Marken- Variante, die um den halben Erdball gekarrt werden muss, sondern auch als heimisches Produkt, das sich qualitativ hinter den bekannten Klassikern nicht zu verstecken braucht. Zusatzvorteil: Man kann dem Gast, der ein Gin-Tonic oder einen Whisky-Sour bestellt, eine Alternative zu dem Gewohnten bieten. Und auch bei der Frucht-Deko der Gläser muss es nicht in jedem Fall die Ananas- oder Orangenspalte sein. Speziell im Sommer gibt es auch hierzulande keinen Mangel an frischen Erdbeeren, Himbeeren oder süßen Kirschen (vielleicht sogar in Bio-Qualität), die auch exotische Cocktails perfekt aufpeppen.

Das Bessere ist der Feind des Guten

Gut, besser, Premium: kaum eine Whiskyoder Vodkamarke, die nicht inzwischen mit einer Premium-Edition aufwarten kann. Aber sind diese Premium Spirituosen nur ein Marketinggag oder wirklich das große Geschäft? Immer mehr Bar-Profis sehen den Markt und die Zeit dafür gekommen. Denn wie beim Wein oder Bier werden auch bei Spirituosen hohe Qualitäten zusehends geschätzt. Bestes Beispiel ist der Gin-Tonic, wo mancher Gast schon leicht überfordert sein soll, bei der Auswahl an exklusiven Craft-Gins, die manche Betriebe heute anbieten. Wobei man aufpassen muss, wo eine Premium-Spirituose tatsächlich Sinn macht. Bei einem Longdrink oder einem Cocktail, bei dem die Spirituose im Vordergrund steht, etwa bei einem Martini- Cocktail, kann man eine Premium- Spirituose sehr wohl einsetzen. Bei einer Bloody Mary kann man das zwar auch, da wird der Gast aber nicht viel davon haben. „Qualität ist derzeit extrem gefragt, vor allem auch bei jungen Gästen“, weiß etwa der Wiener Bar-Profi Tom Sipos, vor allem bei spirituosenlastigen Drinks wie Vodka-Martini, aber auch Negroni, Whiskey Sour oder Old Fashioned. Und so wie viele Lokale etwa ein Wiener Schnitzel einmal vom günstigeren Schwein und einmal vom exklusiveren Kalb anbieten, könne man sogar Cocktails mit der gleichen Rezeptur, aber in verschiedenen Qualitätsstufen anbieten.

Besser vernetzt

Die digitale Welt ist auch hinter den Bartresen längst angekommen. Spirituosen- Riese Beam Suntory etwa bietet Bartendern in aller Welt seit kurzem ein vielfältiges Programm für Inspiration und Weiterbildung auf globaler Ebene: „The Blend by Beam Suntory“. Dieses Netzwerk wurde bereits vor Jahrzehnten als „Club Suntory“ in Zusammenarbeit mit australischen Bartendern gegründet und ist mittlerweile auf über 17.000 Mitglieder herangewachsen. Das umreiche Angebot des Programmes will Bartender unterstützen, inspirieren und vernetzen.

Die vielfältigen Aktivitäten richten sich an Branchenneulinge ebenso wie an langjährige Profis. Auf der Website www.theblend.world gibt es interaktive Schulungsworkshops, eine umfangreiche Rezept-Datenbank und die Möglichkeit, sich auszutauschen. Hinzu kommen regelmäßige Workshops und Events zu aktuellen Bar-Trends. Um die neuesten Trends zum Leben zu erwecken, hat mit Diageo auch der weltweit führende Anbieter von alkoholischen Getränken unter: https://www.diageo.com/tasteofthefuture/ die virtuellen Türen zu dem Erlebnis „Taste of the Future“ geöffnet. Simon Earley, Head of Diageo World Class, zu der neuen Plattform: „Jedes Jahr arbeiten wir mit den weltweit besten Barkeepern und Innovatoren zusammen, um die Zukunft von Drinks der Spitzenklasse zu entdecken. Das vergangene Jahr hat außergewöhnliche Innovationen und Kreativität in der Cocktail- Kultur hervorgebracht. ‚A Taste of the Future‘ ist ein vollständig interaktiver virtueller Raum, der es jedem ermöglicht, einige der in naher Zukunft bestehenden Innovationen selbst zu erkunden.“ So lässt sich hier etwa die Kamera des Mobiltelefons oder Tablets nutzen, um sich Schritt für Schritt bei der Zubereitung des perfekten Johnnie-Walker-Longdrink- Cocktails leiten zu lassen – angefangen beim Hinzufügen des Eises bis hin zum Eingießen der perfekten Menge Whisky. „What‘s Your Whisky?“ wiederum ist ein innovatives digitales Erlebnis, das künstliche Intelligenz verwendet, um Geschmackspräferenzen zu analysieren und diese dann mit dem perfekten Whisky abzugleichen.

Sechstes Wiener Cocktail-Festival

Und wer die neuesten Trends auf dem Cocktail-Sektor nicht nur virtuell sondern ganz real erleben möchte, dem sei das Cocktail-Festival „Liquid Market Vienna“ ans Herz gelegt. Die Wiener Werkshallen im Stadtteil Simmering bilden von 2. bis 4. September die Kulisse für die sechste Auflage dieser Veranstaltung.

Mehr als 100 Bars aus Wien und der ganzen Welt präsentieren sich hier mit ihren besten Signature-Cocktails. Dazu erwarten die Besucher professionelle Cocktail- & Do it Yourself-Workshops, ein großer StreetFood-Bereich, Musik von DJs, Live Acts und viele vieles mehr. Infos und Karten: https://liquidmarket.bar/wien

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