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Bayern und Österreich: Schulterschluss im Tourismus

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Erster Bayerisch-Oberösterreichischer Tourismusgipfel: Michael Braun (Tourismusverband Ostbayern), Staatssekretär Franz Josef Pschierer, Landesrat Michael Strugl, Karl Pramendorfer (Oberösterreich Tourismus)

Bayern und Oberösterreich suchen einen Schulterschluss im Tourismus: Dazu trafen sich der bayerische Staatssekretär Franz Josef Pschierer, der oberösterreichische Landesrat Michael Strugl, sowie Politiker, Touristiker und touristische Erlebnisanbieter aus Ostbayern und Oberösterreich zum ersten bayerisch-oberösterreichischen Tourismusgipfel in Passau.

Landesrat Strugl und Staatssekretär Pschierer, die vor dem Tourismusgipfel ein Vier-Augen-Gespräch führten, zeigten sich einig, zukünftig eine gemeinsame Tourismusstrategie zu entwickeln. Ziel sei es, höhere Marktanteile im Tourismus zu erzielen, dies ginge aber nicht allein am deutschen und europäischen Markt. Daher sollen in einem Pilotprojekt die Kräfte beider Länder gebündelt und im ausländischen Markt eingesetzt werden.

„Wir wollen eine Kooperation trotz Konkurrenz“, sagte Pschierer, „die Donau ist beispielsweise ein Thema, das man gemeinsam vermarkten kann und wovon beide Partner profitieren.“ Ihm gehe es darum, dass die Gäste Bayerns und Oberösterreichs länger bleiben und beide Destinationen kennen lernen. Man sei sich einig, führte Strugl aus, dass man sich im Nahbereich in einer Konkurrenzstellung befinde, bei den Fernmärkten wie China oder USA sehe die Situation anders aus. „Hier wollen wir gemeinsam neue Märkte erschließen“.

Donau als Marke mit starker Anziehungskraft

Viel Potential sehen beide Politiker im Thema Donau. Die Donau sei nicht nur eine Wasserstraße, die Bayern und Oberösterreich verbinde, sondern vielmehr eine Marke mit starker Anziehungskraft. Dies zeigen die Wanderwege Donau-Panoramaweg und Donausteig, der Donauradweg oder die Personenschifffahrt auf der Donau. Angesprochen wurden aber auch die Themen Römergeschichte, bayerisches Bier sowie die Glasstraße.

Die Möglichkeit, Fördergelder für touristische Projekte zu bekommen, war weiteres Thema der grenzüberschreitenden Diskussion. Der touristische Bereich sei in den neuen europäischen Programmen nicht explizit verankert, erläuterte Strugl, es gelte daher, alle Projekte im Rahmen der Gesetze abzuwickeln, dabei aber so kreativ wie möglich zu sein. Der bayerische Staatssekretär sagte den Touristikern seine volle Unterstützung zu: „Wir wollen zunächst sinnvolle Strategien entwickeln und dann sehen, wie man sie in bestehende Förderprogramme einbinden kann.“

Gute Chancen in den Überseemärkten

Für den oberösterreichischen Landesrat war eine weitere wichtige Frage, wie man die Marken international sichtbar machen kann. Auch er sehe gute Chancen in den Überseemärkten, die nur mit gebündelten Kräften ausgeschöpft werden können. Markenberater Dr. Robert Trasser hielt als Impulsredner ein leidenschaftliches Plädoyer für eine strategische Kooperation.

Grußworte des Präsidenten des Tourismusverbandes Ostbayern, Landrat Michael Adam, dem Geschäftsführer von Oberösterreich Tourismus, Mag. Karl Pramendorfer, und dem Oberbürgermeister der Stadt Passau, Jürgen Dupper, rundeten den Tourismusgipfel ab. Sie alle beschrieben bereits bestehende gemeinsame Projekte und sehen touristische Chancen für beide Seiten in einer tiefergehenden bayerisch-oberösterreichischen Kooperation.

Weitere Informationen: www.oberoesterreich-tourismus.at bzw. www.oberoesterreich.at

 

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