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Borsa Vini Italiani 2018: Spitzenweine aus Süditalien verkosten

Weine aus Süditalien: 40 Winzer aus Süditalien präsentieren am 27. Februar ihre Spitzenweine einem internationalen Fachpublikum.
40 Winzer aus Süditalien präsentieren am 27. Februar ihre Spitzenweine einem internationalen Fachpublikum.

Der Direktor des ICE – Italienische Agentur für Außenhandel, Dr. Antonio Ventresca, lädt am Dienstag, dem 27. Februar, zur Borsa Vini Italiani 2018 in die italienische Botschaft (1030 Wien, Rennweg 27) ein. 40 Winzer aus Süditalien – aus den Regionen Kampanien, Kalabrien, Apulien, Basilikata und Sizilien – präsentieren ihre DOCG-, DOC- und IGT-Weine einem internationalen Fachpublikum. Besucher sind eingeladen, die Spezialitäten zu verkosten und unverbindliche Gespräche zu führen.

Wein aus Süditalien: Kampanien – Kalabrien – Apulien – Sizilien – Basilikata

Der italienische Süden, generell landwirtschaftlich geprägt, ist ein historisches Weinland. Der Weinbau, den die Römer im Laufe der Jahrhunderte über ganz Europa verbreiteten, nahm genau dort seinen Ausgang und ist es heute wert, in all seiner Vielfalt wiederentdeckt zu werden.

Kampanien
Hier perfektionierten die Römer den Weinbau und nannten das Gebiet „Campania Felix“, da hier der Wein auf Grund des Schwemmland- und Vulkanbodens besonders gut gedeihen konnte. Das vorwiegend hügelige Gebiet Kampaniens mit seinem milden Klima erlaubt die Kultivierung verschiedenster Rebsorten, die viele Weiß- und Rotweine hervorbringen – 15 DOC, 4 DOCG, 10 IGT –, die in den ungefähr 20 Anbaugebieten gedeihen. Die Weine Taurasi (zu 85 Prozent aus der Rebsorte Aglianico), Fiano d’Avellino (zu 85 Prozent aus der Rebsorte Fiano, die sogar in die phönizische Zeit zurückreicht) und Greco di Tufo (zumindest 85 Prozent aus der Rebsorte Greco) sind wohl die bekanntesten.

Weine aus Kampanien, Kalabrien, Apulien, Basilikata und Sizilien können bei der Weinbörse in der italienischen Botschaft verkostet werden.
Weine aus Kampanien, Kalabrien, Apulien, Basilikata und Sizilien können bei der Weinbörse in der italienischen Botschaft verkostet werden.

Kalabrien
Kalabrien kann sich ebenso rühmen, ein sehr altes Weinanbaugebiet zu sein, wie schon der ursprüngliche Name „Enotria“ – die Heimat des Weins – besagt. Seine 13 DOC- und IGT-Weine besitzen alle die typischen Charakteristika der traditionellen, süditalienischen Weine, sowohl im Geschmack, als auch in ihrer Konsistenz. Die säure- und tanninreiche rote Rebsorte Gaglioppo findet sich am häufigsten in dieser Region, und wird, gemeinsam mit zwei weiteren Rebsorten gemischt, Cirò genannt. Dieser hieß zur Zeit der Griechen Krimisa-Wein und wurde, alle vier Jahre – anlässlich der olympischen Spiele – den Siegern überreicht. Kalabrien war auch eine der ersten Regionen, die einen gut funktionierenden Weinexport hatte, da sich die meisten Anbaugebiete an der Küste befinden. Eigens gebaute Önodukte leiteten den Wein auf Schiffe, oder man lagerte diesen in Ton-Amphoren, die in großen Mengen in den Norden und Westen verbracht wurden.

Apulien
Der Stiefelabsatz hat 28 DOC- und 4 DOCG-Weine anzubieten, deren Ertrag zu den wichtigsten Einnahmequellen der Region Apulien zählt. Ca. 60 Prozent aller Rebflächen sind mit internationalen Sorten bepflanzt. Nun etablieren sich dort aber zunehmend eigenständige, regionale Sorten, die überaus tanninreich und sehr hitzeresistent sind und ihre Säure durch die starke Sonnenbestrahlung nicht verlieren, wie beispielsweise die Rotweinsorten Negroamaro (hier bezieht sich das Wort „amaro“, auf deutsch „bitter“, auf den Säuregehalt), Primitivo und Uva di Troia.

Sizilien
Die Weinberge der Insel bringen zarte und elegante Weißweine, wie die des Ätna – die sehr lagerfähig sind –, bis zu geschmeidigen Rotweinen hervor. Zur Auswahl stehen dort 22 DOC-, 1 DOCG- und 7 IGT-Weine. Unter den wichtigsten weißen autochthonen Rebsorten der Region sind der weithin bekannte Marsala, der Alcamo, der Etna sowie der Grillo zu nennen. Bei den roten Trauben ist die wichtigste und meist exportierte der Nero d’Avola, der sehr hitzebeständig ist und sich den verschiedensten Bodentypen anpassen kann. Eine bei uns noch fast unbekannte Rebsorte ist der Frappato, bis vor kurzem jedoch noch ein Alltagswein.

Basilikata
Die kleinste der fünf Regionen ist die Basilikata, eine gebirgige Region, mit zum Teil winzigen Parzellen mit 4 DOC-Weinen und einem DOCG-Wein. Die meisten Böden sind vulkanischen Ursprungs und bringen vor allem die rote Rebsorte Aglianico hervor. Diese Sorte kann in den meisten Jahren ganz in Ruhe ausreifen, da sie nicht, wie in einigen anderen Weinregionen, extremer Hitze ausgesetzt ist und dadurch zu schnell reift. In diesem Teil des Landes wird Aglianico meist erst Ende Oktober gelesen, was dem Wein eindeutig zugutekommt. Einige dieser Weine reifen in den regionstypischen Erdkellern, die schon vor langer Zeit in die Lösswände gegraben worden sind. Das Ergebnis ist ein tiefdunkler Wein mit intensivem Bukett und kräftigem Geschmack, reichlich Tannin und elegantem Körper.

Programm: 15 bis 19 Uhr freie Verkostung und Flying Buffet

Anmeldung: per E-Mail bis 16. Februar an vienna@ice.it

Weitere Informationen: www.icewien.at

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