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Tipp aus der Praxis: Pimentón de la Vera

Pimentón de la VeraDie Extremadura ist eine landwirtschaftlich bedeutende Landschaft westlich von Madrid. Von hier kommt auch der berühmte Iberico Schinken. Das Schwein lebt unter Kork- und Steineichen, deren Früchte es frisst. Überhaupt wird in der Extremaduda, also der Landschaft „jenseits des Duro“ (so etwas wie unser „Transleithanien“) sehr viel Bio-Landwirtschaft betrieben. In La Vera, in der Region Caceres am Fuße der Sierra de Gredos, wird Paprika angebaut und in einem besonderen Verfahren verarbeitet. Die Schoten werden etwa eine Woche luftgetrocknet und über Eichenholz geräuchert. Dann werden sie ohne Kerne und Stile mehrfach gemahlen, um eine sehr feine Struktur des Pulvers zu erzielen. Das wird in drei verschiedenen Schärfegraden in viereckige, kleine rote Dosen verpackt und herkunftsgeschützt als „Pimentón de la Vera“ in alle Welt verkauft. In Spanien selbst würzt man damit die berühmte Chorizo, Spaniens Antwort auf die Salami: eine grobkörnige luftgetrocknete Rohwurst mit Knoblauch und eben viel Paprika. Eine spanische Chorizo enthält etwas doppelt so viel Paprika wie ihr ungarisches Gegenstück, die Kolbász.

Mit Pimentón kann man aber auch Paella oder Eierspeisen würzen. Wie wäre es mit einem „spanischen Frühstück“? Rühreier mit Chorizo und Pimenton! Dazu katalanische pan de tomades reichen: Getoastete Weißbrotscheiben, mit einer Knoblauchknolle und einer halben Tomate eingerieben, anschließend mit bestem Olivenöl beträufelt.

Pimentón de la Vera Thomas Askan Vierich, Autor des Buches Aroma. Die Kunst des Würzens. ISBN 978-3-7471-0423-1
Thomas Askan Vierich, Autor des Buches Aroma. Die Kunst des Würzens. ISBN 978-3-7471-0423-1
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