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Darf’s noch ein Kaffeetscherl sein?

In der Gastronomie können aktive Verkaufsfragen als wichtiges Mittel zur Umsatzsteigerung und im Idealfall auch zur Zufriedenstellung der Gäste eingesetzt werden. Auf aktiven Verkauf setzt derzeit auch die Fachgruppe Wien der Kaffee­häuser im Rahmen einer prominent besetzten Social-Media-Kampagne. Die aktuelle Situation stellt für viele Kaffee­häuser eine besondere Herausforderung dar: „Die Corona-Krise, der zweimonatige Shutdown, die rasante Veränderung des Ausgehverhaltens danach sowie die herrschende Unsicherheit führten bei vielen Kaffeehäusern zu dramatischen Umsatzeinbrüchen und existenziellen Sorgen. Die Auslastung liegt aktuell oft nur bei 40 bis 50 Prozent“, beschreibt Wolfgang Binder, Obmann der Fachgruppe Wien der Kaffeehäuser und Inhaber des Café Frauenhuber, die prekäre Situation. „Viele sind noch im Homeoffice, Geschäftstermine finden oft noch nicht wieder im Kaffeehaus statt, und natürlich merken wir auch ganz stark das Ausbleiben der internationalen Gäste.“ Mehr Zeit – mehr

Immervoll

Nomen est omen oder wie ein Kaffeefreak von der Nachtgastro zum Frühstücksfan mutiert. Was gibt es Besseres, als sein Lokal „Immervoll“ zu nennen und damit auch gleich eine Botschaft auszuschicken. Christoph Immervoll, seines Zeichens Kaffeesieder, hat dieses Privileg und musste nicht mal tricksen: Denn er heißt tatsächlich so und seine Frühstückslocation im legendären Bad Ischl ist auch immer voll. 16 Jahre war Christoph Immervoll in der Nachtgastro tätig, bis es ihm vor acht Jahren reichte, und der Barkeeper zum Kontrastprogramm Frühstück wechselte. Seither führt der Absolvent einer Tourismusfachschule DIE Frühstückslocation in Bad Ischl und das will schon etwas heißen. Denn der geschichtsträchtige Ort musste sich an ein Frühstückslokal erst gewöhnen: Die Uhren gehen dort mitunter immer noch etwas anders und das Kaffee-Mehlspeisengeschäft wird bekanntermaßen seit jeher von jemand anderem dominiert. Als

Pauls Unkraut

Steingarten, Duftgarten, Beerengarten und Gemüseareal. Der neue Permakulturgarten im südburgenländischen Falkensteiner Balance Resort setzt Maßstäbe für den ökologischen Kreislauf. Selbstregulierung durch die Natur, ganzjährige Ernte und CO2-arme Selbstver­sorgung: Dafür steht der 5.000 Quadratmeter große Permakulturgarten, der sich direkt im Hotelareal befindet und nicht nur die Menükarte des Hotels bereichern soll, sondern auch Rückzugsort für die Gäste ist. Der Rundgang mit Gärtner Paul gleicht einer Lehrstunde in Biologie: Man erhält eine Einführung darin, was unter einem ökologischen Kreislauf zu verstehen ist und weiß nun, dass es sich um eine „dauerhafte“ Landwirtschaft handelt. Es soll also im Kreislauf der Natur angebaut und geerntet werden, was auch die Wintermonate miteinschließt. Eine Botschaft an die Natur Theoretisch hätten auf diesem Areal auch weitere Hotelzimmer entstehen können. Dass man sich für die Gartenvariante entschied, zeigt das Bewusstsein und

Tradition versus New Style

Was bei anderen mitunter im Desaster oder zumindest in einer nicht definierbaren Melange endet, wurde in Bad Ischl zu einem erfolgreichen Kulinarik-Konzept. Die Kurstadt Bad Ischl steht für Tradition, Kaiserzeit und ganz viel Geschichte. Dementsprechend ausgerichtet ist auch die Kulinarik: Kaisertorte, Sisi-Pralinen und Ähnliches sind nicht wegzudenken. Parallel dazu entwickelt sich dort aber gerade eine neue kulinarische Lifestyle-Szene, die bewusst den Gegenpol setzt. Das Mehlspeisgeschäft wird ganz klar von der Konditorei Zauner geprägt, und zwar schon seit Kaisers Zeiten, in welchen die k.u.k. Hofbäckerei als so etwas wie ein Caterer bei Hofe fungierte. Seniorchef Josef Zauner führt das Unternehmen auch heute noch immer mit deutlicher Handschrift und viel Charme und setzt nach wie vor sehr stark auf Klassiker: Dobostorte, Kaiser-Guglhupf, Kaisertorte, Zaunerstollen und Zaunerkipferl. Aber auch hier eindeutig mit gutem Gespür

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