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Erste Öffnungsperspektive für die Branche

Seit Bundeskanzler Sebastian Kurz dieser Tage die Einsetzung einer „Öffnungskommission“ angekündigt hat, die einen Fahrplan für eine Wiedereröffnung u.a. von Gastronomie und Hotellerie ab Anfang Mai erstellen soll, keimt innerhalb der Branche wieder langsam Hoffnung auf. „Mit der geplanten Öffnungskommission wird nun ein wichtiges Signal in Richtung unserer Branche gesetzt“, kommentiert Susanne Kraus-Winkler, Obfrau des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die angekündigten Pläne der Bundesregierung. Nun gehe es darum, die Zeit zu nutzen, um in dieser Öffnungskommission die Bedingungen für die Wiedereröffnung der Hotellerie endgültig festzulegen, erklärt Kraus-Winkler: „Wir erwarten, dass man mit uns gemeinsam jene Maßnahmen und Vorgaben bekannt macht, unter denen wir öffnen werden können. Jetzt planen, was planbar ist, lautet das Motto, denn der lange Lockdown macht ein Wiedereröffnung für die Betriebe organisatorisch immer schwieriger.“ Öffnung zum

Die Gastronomie ist reglementiert genug!

Und jährlich grüßt das Murmeltier: So sicher wie das Amen in der Kirche kommt in unschöner Regelmäßigkeit die Forderung nach einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung von Fleisch, Eiern oder Milchprodukten in der Gastronomie von abwechselnden Absendern, aktuell sind es einige politische Parteien, Landwirtschaftsvertreter oder Organisationen wie der WWF. Einhelliger Tenor: Eine solche Herkunftskennzeichnung würde zu mehr Qualität führen und sei außerdem der Wunsch vieler Verbraucher. Als ob es aktuell wegen Corona in der Branche keine anderen Sorgen gäbe, als ob der Verbraucherschutz – Stichwort Allergenkennzeichnung – nicht schon jetzt teils abstruse Ausmaße annehmen würde und also ob der durchschnittliche Gastronom nicht schon mit genügend anderen Bürokratie-Ärgernissen konfrontiert wäre. Ein letztlich nicht näher definierter Konsumentenwunsch wird außerdem zum Anlass für die Forderung nach einer weiteren Vorschrift genommen. Dabei sollte man jedem Gastronomen als Unternehmer

Gastroparadies Vorarlberg?

Kann das Experiment kontrollierter Gastroöffnungen den Weg in eine Zukunft mit Corona weisen? „Haben Sie Ihren Test dabei?“ Das wird man zwischen Bludenz und Bregenz als Erstes gefragt, wenn man sich einem Lokal nur nähert. Maske auf! Und bitte registrieren! Am besten hat man auch einen Tisch reserviert. Wir haben uns in der Karwoche das lustige Gastrotreiben im „Paradies“ Vorarlberg angesehen. Lange hieß es, nur ein Drittel der Gastronomen mache überhaupt mit. Mit einer Sperrstunde um 20 Uhr lohne sich das gar nicht. Es war im Vorfeld wirklich schwierig unter der Woche überhaupt ein Lokal zu finden, das geöffnet hatte. Vor Ort entwickelte sich das etwas entspannter. Mittlerweile machen rund die Hälfte mit, aber immer noch mit vielen Schließtagen. Das ist immer auch eine Frage, wie viel Personal man abrufen kann.

Frist für Wiedereinstellungszusage soll verlängert werden

Seit fünf Monaten sind die Türen der österreichischen Gastronomie- und Hotellerie-Betriebe nun durchgehend geschlossen, seit Beginn der Pandemie befindet sich die Branche im insgesamt achten Lockdown-Monat. Dass derzeit nicht absehbar ist, wie lange die touristischen Branchen noch von dem Lockdown betroffen sein werden, stellt Betriebe und ihre Mitarbeiter vor enorme Herausforderungen. „Auch wenn wir alle auf eine möglichst baldige Öffnung hoffen, ist uns klar, dass dies angesichts der aktuellen Lage nicht morgen möglich sein wird. Was wir aber dringend brauchen, ist einerseits ein Fahrplan und eine Perspektive für die finanzielle Gesundheit unserer Betriebe, andererseits auch eine Perspektive für unsere Mitarbeiter, also jene Fachkräfte, die wir nach dem Lockdown unbedingt brauchen," betonen die Obleute der WKÖ-Fachverbände Hotellerie und Gastronomie, Susanne Kraus-Winkler und Mario Pulker, vor dem Hintergrund der angespannten Arbeitsmarktsituation im

Zwangsvermittelung arbeitsloser Tourismusmitarbeiter?

Die Gastro- und Tourismusbranche befindet sich in Österreich nach wie vor im künstlichen Koma. Licht am Ende des Tunnels ist derzeit auch nur entfernt sichtbar. Und weil das alles nicht genügt, kommen für viele Betriebe selbst für die Zeit nach dem Lockdown immer größere Personalprobleme zum Vorschein. Denn neben dem freiwiligen Abgang von Mitarbeitern, die aus der Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit in andere Branchen flüchten, kommt jetzt angeblich noch ein immer stärkerer Druck des AMS auf die betreffenden Arbeitskräfte zu. „Hotels berichten immer öfter von Versuchen des AMS, ihre Mitarbeiter in andere Branchen zu vermitteln. Das sind unüberlegte Kurzschlussreaktionen: Der Bund erspart sich das Arbeitslosen- oder Kurzarbeitsgeld für ein paar Wochen, im Tourismus fehlen dringend benötigte Mitarbeiter für Monate und Jahre“, klagt Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Das lege

Die Natur als Speisekammer

In eine ähnliche Richtung agiert Sternekoch Klemens Schraml in seinem Großraminger Restaurant Rau mit der „Nature based Cuisine“. In Kurzform heißt das so viel, wie: Natur in allen Bereichen, Bio ist dabei kein Thema und total regional nicht zwingend. Schraml bezeichnet seine Art des Kochens als „Küche zum Nachdenken“ im Sinne von „Thunfisch in Mengen“ kann nicht nachhaltig sein und „bitte keine Schiffe schicken“. Im Restaurant Rau wird so weit als möglich im ökologischen Kreislauf gekocht, wie Schraml erzählt: „Einige Gemüsebauern im Umfeld bauen Melonen an, die wir im Restaurant verwerten, die Schale als Biomüll kommt zum Kompost und dieser wiederum wird im eigenen Gemüsegarten des Restaurants verwendet“. Die kleinen Bauerngärten sind bei diesem Prinzip eindeutig die Gewinner und Klemens Schraml sieht sich ein bisschen als deren Sprachrohr. „Die kleine

Kurz rechnet mit Normalität ab Sommer

Die großen Fragen von Österreichs Hotellerie und Tourismuswirtschaft von Öffnungsperspektiven und Planungssicherheit über Rahmenbedingungen und Reisefreiheit bis hin zum Testangebot, Corona-Hilfen und noch mehr standen im Zentrum eines Online-Branchen-Calls, zu der Bundeskanzler Sebastian Kurz und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger jüngst im Rahmen einer ÖHV-Präsidiumssitzung geladen hatten. 550 Hoteliers aus ganz Österreich nutzten die Gelegenheit zum direkten Live-Austausch mit den Regierungsmitgliedern. Initiiert hatte den Talk ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer, moderiert wurde er von Matthias Winkler, CEO der Sacher-Unternehmen. Bundeskanzler Kurz zeigte sich überzeugt, dass Österreich durch die Impfungen bis zum Sommer zu einer Normalität zurückkehren kann, die auch Urlaub wieder ermöglicht: „Kein Betrieb will länger als nötig geschlossen halten, das ist nicht das unternehmerische Selbstverständnis der Branche. Wir werden alles dafür tun, dass Öffnungen bald wieder möglich sind. Voraussetzung ist, dass das Infektionsgeschehen unter

Rassismusvorwurf aus Publicitygründen?

Sagt Ihnen der Name Veronika Bohrn-Mena etwas? Nein? Ist kein Verlust, muss man auch nicht kennen. Einer gewissen Öffentlichkeit ist besagte Frau allerdings im vergangenen Sommer bekannt geworden, als sie sich als unerschrockene Kämpferin gegen Rassismus einen Namen machen wollte. Eine dunkelhäutige Freundin von ihr sei in einem Wiener Traditionsbeisl im 2. Bezirk „nicht bedient weil sie schwarz ist. Ich finde ihr solltet das wissen“, empörte sie sich auf Twitter, jener Social Media-Plattform, auf der die dauerempörten Moralisten sich gegenseitig auf die Schultern klopfen und den Rassismus und Sexismus in der Welt beklagen. Genannt wurde dabei natürlich besagtes Gasthaus – das „Reinthaler“ – mit vollem Namen. Der Vorwurf des Rassismus als Tatsachenmitteilung, ohne der Gegenseite eine Chance zur Stellungnahme zu geben. Ein Gesprächsangebot seitens der Wirtin wurde vorsichtshalber gleich mal

Ernüchterung über zaghaften Öffnungsplan

„Auch wenn der jüngst verkündete Weg einer regional unterschiedlichen Vorgangsweise und erster Öffnungsschritte in Vorarlberg sowie die österreichweite Öffnung der Schanigärten ab Ostern Lichtblicke sind, so überwiegen für einen Großteil unserer Betriebe dennoch Frustration und Enttäuschung, denn für sie bedeutet das eine Verlängerung des Lockdowns", kommentieren die Obleute der Fachverbände Hotellerie und Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Susanne Kraus-Winkler und Mario Pulker, den aktuellen Fahrplan der Bundesregierung. Da der Dauerlockdown für Unternehmer und ihre Mitarbeiter sowie Gäste eine enorme Belastung darstellt, hatten viele Betriebe auf ein rasches Öffnen gedrängt. „Was jetzt parallel zum Probelauf in Vorarlberg rasch folgen muss, ist eine Perspektive für alle unsere Betriebe in allen Bundesländern." „Hausaufgaben sind gemacht“ Kraus-Winkler: "Wir haben gezeigt, wie sicheres Öffnen geht, und unsere Hausaufgaben gemacht. Präventions- und Hygienemaßnahmen liegen am Tisch, gemeinsam

Wien plant öffentliche Schanigärten

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig hat aktuell die Einrichtung öffentlicher Schanigärten für Gastronomiebetriebe in der Stadt angekündigt. Mit der geplanten Schanigarten-Öffnung am 27. März im Zuge der Öffnungsschritte nach dem Corona-Lockdown und den Ausgangsbeschränkungen will Wien damit Kaffee, Spritzer oder Schnitzel im Freien ermöglichen. Konkrete Pläne werden aktuell ausgearbeitet, so Ludwig. Es gebe ein Bedürfnis der Wiener nach der Zeit des Lockdowns und der Ausgangsbeschränkungen nach sozialen Kontakten. „Es ist deshalb besser, dass sich Menschen reguliert und unter Einhaltung der Corona-Regeln treffen, als auf privaten Feiern oder unreguliert, wo die Ansteckungsgefahr höher ist“, so Ludwig. „Also besser draußen als drinnen. Und unter kontrollierten und geordneten Rahmenbedingungen.“ Die Möglichkeit sicherer Treffen im Freien will die Stadt bei einer Öffnung der Gastronomie ab März mit öffentlichen Gastro-Flächen in den Grätzln der Stadt ermöglichen. Durch

Outdoor-Gastronomie soll Ende März öffnen dürfen

Gastroöffnung? „Ja aber“ lautet das Fazit der aktuellen Verhandlungen von Regierung, Landeshauptleuten und Gesundheitsexperten. Demnach soll es vorerst ab 15. März – aufgrund der dort niedrigen Infektionszahlen – in Vorarlberg möglich sein, zumindest die Gastgärten zu öffnen, zwei Wochen später, also am 27. März und damit am Beginn der Osterferien, soll das auch im Rest Österreichs möglich sein – vorausgesetzt die Infektionszahlen in Vorarlberg steigen bis dahin nicht wieder dramatisch an. Wohlgemerkt, öffnen sollen nur die Gast- und Schanigärten dürfen und auch das nur mit den üblichen Abstandsregeln und vor allem auch mit Testkontrollen, ähnlich wie bei Friseuren. Noch keine Perspektive ... gibt es dagegen für Indoor-Gastronomie und auch für Beherbergungsbetriebe. Kanzler Sebastian Kurz hat als Ziel genannt, der Hotellerie im April eine solche Perspektive geben zu können… Das stößt etwa bei

Ein Jahr wie’s kein anderes je war

Corona-bedingt war 2020 eine ganz spezielle Zeit – in der Gastronomen und Hoteliers viel verlieren, aber auch gänzlich neue Erfahrungen machen und Erkenntnisse gewinnen konnten. Der Landgasthof Bärenwirt ist in Petzenkirchen (NÖ) nicht nur für seine exzellente bodenständige Küche bekannt, die bereits seit mehreren Jahren mit zwei Hauben von Gault Millau ausgezeichnet wird. Der gemütliche Gasthof im Mostviertel wird auch gerne als Seminarort mit Übernachtungsmöglichkeit für z.B. Ärztegruppen gebucht – da können die medizinischen Experten sich dann nach getaner Denkarbeit kulinarisch und vinophil vom „Bärenwirt“ Erich Mayrhofer persönlich mit Regionalität, Saisonalität und Nachhaltigkeit verwöhnen lassen. Doch 2020 kam alles anders. Der Bärenwirt selbst erkrankte an Corona und brauchte einige Zeit, um sich zu erholen und zu genesen. Im Frühjahr, während des ersten Lockdowns, hatte er einen Teil seines Personals vorerst gekündigt,

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