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Transgourmet Vonatur: Volle Kanne Terroir

Bio-Teespezialitäten Auf den Bergwiesen von Hansjörg Oberdörfer (l.) im Südtiroler Vinschgau gedeihen 30 unterschiedliche Kräuter, die Axel Brunoni (r.) und Simon Raffeiner in ihrem Unternehmen monthea Bio Tee zu Teespezialitäten weiterverarbeiten.
Auf den Bergwiesen von Hansjörg Oberdörfer (l.) im Südtiroler Vinschgau gedeihen 30 unterschiedliche Kräuter, die Axel Brunoni (r.) und Simon Raffeiner in ihrem Unternehmen monthea Bio Tee zu Teespezialitäten weiterverarbeiten.

Tee wird die gleiche geschmackliche Komplexität wie Wein nachgesagt – was schon Grund genug wäre, ihn nicht lieblos in einen Beutel zu zwängen, sondern ihm die Achtsamkeit zukommen zu lassen, die ein potenzielles Spitzenprodukt verdient. So wie es die Masterminds hinter den Südtiroler Teespezialitäten von monthea Bio Tee tun, die gemeinsam mit einer Handvoll Bergbauern hoch aromatische Schätze aus Bio-Alpenkräutern und -Früchten produzieren.

In Burgeis, tief im Südtiroler Vinschgau, sind die Erntehelferinnen, die Kamillenblüte für Kamillenblüte vorsichtig in kleine Körbchen legen, bester Laune. Hansjörg Oberdörfer, auf dessen Bergwiesen hier 30 unterschiedliche Blüten und Kräuter für die Transgourmet Vonatur Bio-Kräuterteemischungen von Axel Brunoni und Simon Raffeiner gedeihen, wechselt erst ein paar freundliche Worte mit ihnen, bevor er die Besucher begrüßt.

Die Arbeit ist schwer, da sind ein paar aufmunternde Worte angebracht. „Wenn’s denen guat geaht, dann leisten se a guate Arbeit“, sagt Oberdörfer, lässt seine Hand in einen Berg aus schwarzen Kornblumen abtauchen und sie vorsichtig durch die Finger rieseln. „Die sein perfekt“, schnurrt er in breitem Vinschger Dialekt, ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen.

Hansjörg Oberdörfer ist einer der sechs Haupt- und Nebenerwerbsbauern, die für Axel Brunonis und Simon Raffeiners Südtiroler Bio-Tee-Manufaktur Früchte und Bergkräuter produzieren. Ihre Minzen und Malven, Himbeeren, Brombeeren oder Heidelbeeren wachsen auf kleinen naturbelassenen Flächen in Höhen von 700 bis 1.800 Metern Seehöhe, oft auf Hängen, die so steil sind, dass man fast aufrecht stehend ernten könnte.

Südtiroler Bio-Teespezialitäten bei Transgourmet

Damit die Kräuter ihr aromatisches Potenzial in den Teemischungen voll entfalten können, ist höchste Sorgfalt bei Anbau und Ernte oberstes Gebot.
Damit die Kräuter ihr aromatisches Potenzial in den Teemischungen voll entfalten können, ist höchste Sorgfalt bei Anbau und Ernte oberstes Gebot.

Während der Erntezeiten steht Axel Brunonis Telefon selten still, denn sobald die Ernte eingebracht ist, müssen die sensiblen Früchte und Pflanzen sofort gekühlt und zur Trocknungsanlage transportiert werden, um ihr Aroma zu bewahren. „Sonst ist die ganze Arbeit, die sich Bauern wie der Hansjörg antun, und die Sorgfalt, die sie in ihre Produkte stecken, für nix“, sagt Axel Brunoni. „Das sind alles Leut’, die mit so viel Herz und Überzeugung bei der Arbeit sind, um ein wirklich besonderes Produkt herzustellen… in einer Region, in der konventioneller Wein- und Obstbau immer noch die Landwirtschaft beherrschen.“

Querdenken und kompromisslos ein Ziel verfolgen: Das passt auch zur monthea-Firmengeschichte, die vielleicht auch keine Erfolgsgeschichte geworden wäre, hätten der ehemalige Vertriebsleiter einer Kellerei und der Projektmanager im Photovoltaik-Sektor nicht an ihrer Idee festgehalten, aus besten Südtiroler-Früchten und Kräutern von lokalen Bergbauern hochwertige Teespezialitäten zu kreieren. Wenn das Klima es zulassen würde, scherzt Brunoni, würden sie ja am liebsten auch ihren Grün- und Schwarztee hier anbauen lassen. „Aber die zwei Sorten bekommen wir halt in der Top-Qualität nur aus Indien und China, natürlich von Bio-Betrieben, die wir kennen und denen wir vertrauen.“

Damit Zitronenverbene, Goldminze, Kornblumen, Kamille & Co. von Hansjörg Oberdörfer im 1.300 Meter hohen Burgeis ihr aromatisches Potenzial in den Teemischungen voll entfalten können, ist höchste Sorgfalt bei Anbau und Ernte oberstes Gebot. Und diese Sorgfalt hat viele Gesichter. Sie umfasst eine schonende Tröpfchenbewässerung sowie die Pflanzenzucht auf Folien, schließt den Verzicht auf jede Form von Spritz- und Triebmitteln mit ein – und jede Menge Handarbeit.

Hansjörg Oberdörfer (l.) und Axel Brunoni in der Trocknungsanlage, wo die Kräuter bereits ihr volles Aroma entfalten
Hansjörg Oberdörfer (l.) und Axel Brunoni in der Trocknungsanlage, wo die Kräuter bereits ihr volles Aroma entfalten

„In 500 Gramm getrockneten Kamillenblüten stecken 17 Stunden reine händische Pflückarbeit“, erklärt Oberdörfer. „Dazu kommt, dass wir täglich nur ein Erntefenster von 12 Uhr mittags bis etwa 14.30 Uhr nachmittags haben. Da ist die Konzentration an ätherischen Ölen in den Pflanzenspitzen am höchsten.“ Aus zwei Tonnen frischen Grünkräutern gewinnt Oberdörfer übrigens gerade einmal 300 Kilogramm Trockenware. Die hat es dafür in sich, übersteigt die Konzentration an ätherischen Ölen in diesen Kräutern den von der nationalen BIO-Kontrollstelle vorgeschriebenen Wert doch um das Vierfache.

Der klare, intensive Duft von Pfefferminze, der später am Nachmittag in Hansjörg Oberdörfers Trocknungsanlage den Raum flutet, sobald er den Deckel einer der großen Aufbewahrungskisten anhebt, lässt erahnen, welche aromatische Kraft sie gemeinsam mit Brennnessel, Zitronenmelisse, Holunder, Kornblume und Salbei in der Bio-Almkräuter-Mischung entfalten wird. Man atmet tief ein und träumt sich still zu dieser einen Tasse Tee.

Weitere Informationen: http://www.transgourmet-vonatur.at/tee

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