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Von „Xitomatl“ zur Tomate: Tag des Paradeisers am 8. August

Wissenswertes zum Tag des Paradeisers am 8. August
Knackige Paradeiser sind das beliebteste Gemüse der Österreicher: Im Jahr 1995 lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Tomaten hierzulande noch bei 16 Kilo pro Jahr, 20 Jahre später schon bei 28 Kilo.

Der Verein Land schafft Leben hat sich auf die Spuren des Paradeiser-Anbaus begeben. Anlässlich des Tages der Tomate am 8. August geht der Verein auf seiner Webseite spannenden Fragen rund um unser Lieblingsgemüse nach, etwa warum sich die Anbauformen stark unterscheiden und warum nur jede fünfte Tomate aus Österreich kommt.

Der Paradeiser hat eine leuchtende Farbe und eine apfelähnliche Form, man bezeichnete sie bei ihrer Ankunft in Europa als Apfel aus dem Paradies – daher stammtt der Name Paradeiser. Die Bezeichnung Tomate leitet sich aus dem Aztekischen „Xitomatl“ ab.

Die Samen für die nächste Generation an Tomatenpflanzen sind in den Tomaten enthalten. Die (meist) auffallend rote Farbe soll Tiere anlocken, die die Samen verbreiten. Der heimische Pro-Kopf-Verbrauch beträgt pro Jahr 28,9 Kilo Paradeiser – mehr als ein halbes Kilogramm pro Einwohner pro Woche. Damit ist die Tomate unser beliebtestes Gemüse.

Gerade jetzt im Hochsommer werden genug heimische Tomaten reif, dennoch kommen nur Frischtomaten zum Teil aus Österreich. Produkte wie Ketchup, Tomatenmark und Sugo bestehen fast ausschließlich aus Tomaten, die irgendwo anders gewachsen sind. Oft kommen sie aus Freilandanbau in China, wo sie kostengünstig geerntet und in Fässern nach Europa geschickt werden.

Das meiste Saatgut für österreichische Tomaten wird von Züchtern in den Niederlanden geliefert. Jungpflanzenproduzenten in Österreich oder in den Niederlanden ziehen sie heran. Die größten Tomatenproduzenten sind in Wien und Umgebung beheimatet.

Der Verein Land schafft Leben wurde im Jahr 2014 in Schladming von Bergbauer Hannes Royer gegründet und veranschaulicht – unabhängig und unpolitisch – die Produktionsbedingungen österreichischer Lebensmittel entlang der gesamten Wertschöpfungskette, transparent und authentisch, ohne zu werten. 40 Förderer, darunter Verarbeiter und Vertreter des Lebensmittelhandels, ermöglichen die Vereinsarbeit durch ihre finanzielle Unterstützung.

Spannend dokumentiert wurde das Thema Tomatenanbau und -ernte in Österreich auch in vier YouTube-Videos.

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