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Küchenchef Martin Reiter: Wärmende Kulinarik-Tipps für den Winter

Wärmende Kulinarik Tipps für den Winter
Die Kaminstube im Hotel Kitzhof in Kitzbühel lockt mit gemütlicher Atmosphäre in warmen Farbtönen. Aber auch die Kulinarik kann kälteempfindlichen Wintersportlern einheizen.

Viele Familien nutzen die schulfreien Tage, um entspannte Tage beim Skiurlaub zu verbringen – zumal auch große Schneemengen in die Berge locken. Doch die anhaltenden, eisigen Temperaturen können das Vergnügen – gerade für kälteempfindliche Menschen – rasch trüben.

Martin Reiter versorgt als Küchenchef des Vier-Stern-Superior-Hotels Kitzhof Mountain Design Resort in Kitzbühel Wintersportler und viele prominente Gäste. Er verrät, wie richtiges Essen warmhalten kann und auf welche „Kaltmacher“ man lieber verzichten sollte.

Temperaturen im zweistelligen Minusbereich sind in alpinen Regionen derzeit keine Seltenheit. Um der aktuellen Kälte des Winters zu trotzen, helfen aber nicht nur die passende Kleidung und viel Bewegung, sondern auch der Genuss von wärmenden Lebensmitteln.

Nicht umsonst sind Gerichte wie Eintöpfe, Suppen, aber auch Fleischgerichte aus Rind oder Lamm traditionellerweise im Winter vermehrt auf den Speisekarten zu finden. Typisches Wintergemüse wie Rotkraut, Kohlsprossen und Kürbis sind ebenfalls natürliche „Warmmacher“.

Zu den wärmenden Lebensmitteln zählen demnach vor allem „rotes“ Fleisch, wie beispielsweise Schwein, Rind, Lamm oder Wild. Auch Fisch, allen voran Kabeljau, Sardellen, Scholle und Thunfisch, heizt kräftig ein. „Allerdings muss das, was gegessen wird, nicht immer heiß sein, um zu wärmen. Der Genuss von Nüssen, Rosinen, Marillen, Pfirsichen und Granatäpfeln wie auch der Verzehr von Zwiebeln, Lauch und Knoblauch hilft, den Körper von innen zu wärmen“, ergänzt Martin Reiter.

Blattsalate, Gurken und Paprika wirken kühlend

Gewisse Lebensmittel werden im Winter fast instinktiv ausgespart. So werden in der kalten Jahreszeit meist weniger Blattsalate, Gurken, Paprika oder Tomaten gegessen. Diese Gemüsesorten wirken kühlend. Demnach ist im Winter aber auch von einer Tomatensuppe eher abzuraten, auch wenn sie heiß ist.

Kühlend wirken auch Sojaprodukte, gesäuerte Milchprodukte – wie Jogurt oder Buttermilch – sowie Kiwis, Mangos, Zitrusfrüchte und gewisse Gewürze, wie Kresse, Salbei und Estragon.
Hingegen wirken Schaf- und Ziegenmilch wärmend, genauso wie Kokosmilch – Produkte, die alternativ zu Kuhmilchprodukten verwendet werden können.

Wärmende Kulinarik Tipps für den Winter
Küchenchef Martin Reiter setzt auf wärmende Gewürze wie Chili, Ingwer oder Koriander.

„Neben den Lebensmitteln selbst ist die Verwendung der richtigen Gewürze und die Art der Zubereitung entscheidend für die thermische Wirkung der Speisen auf unseren Körper“, weiß Martin Reiter. So sind Braten, Grillen und Backen bekannt als wärmende Zubereitungsarten.

Zusätzlich setzt der Experte im Winter auf die richtigen Gewürze: Besonders empfehlenswert in der kalten Jahreszeit sind Chili, Pfeffer, Ingwer, Kardamom, Koriander, genauso wie Muskat und Zimt. „All diese Gewürze kommen im Winter bei beliebten Speisen wie Chili con Carne, Curry, vielen Fleischgerichten, sowie bei verschiedenen Suppen und schmackhaften Eintöpfen zum Einsatz“, verrät der Küchenchef.

Viele beliebte Heißgetränke wirken übrigens kühlend, allen voran Pfefferminztee und Früchtetees sowie der häufig so beliebte Glühwein oder Punsch. Küchenchef Reiter: „Die typischen Après Ski-Getränke haben nur eine kurzfristige Wirkung im Kampf gegen die Kälte.“ Da Alkohol die Blutgefäße erweitert, strömt mehr Blut in die Hände und Füße, was wiederum dazu führt, dass die Wärme des Körpers schneller abgegeben wird. Wenn man also leicht friert, empfiehlt es sich, auf den übermäßigen Genuss von Alkohol zu verzichten – auch als Heißgetränk. Stattdessen sei einem heißes Ingwer-Wasser ans Herz gelegt, um dem Winterspaß gut gewärmt zu frönen.

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