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Tirol: Sommer-Tourismus bringt besten Wert im langfristigen Vergleich

Tirol Tourismus
Vor 125 Jahren wurde die Tourismuswerbung in Tirol gegründet: Landeshauptmann Günther Platter, Tirol Werbung-Geschäftsführer Josef Margreiter und WK-Spartenobmann Harald Ultsch (v. l.).

Erfreuliche Bilanz für den Tiroler Sommertourismus: Im langfristigen Vergleich war die heurige Saison die beste seit knapp 20 Jahren – trotz mäßigen Wetters.

Der Tiroler Sommertourismus weist nach Auswertung der September-Ergebnisse eine positive Zwischenbilanz auf. Diese bestätigt einen langfristig stabilen Trend: Seit dem Jahr 2004 gehen die Gästezahlen stetig bergauf. Die bisherige Sommersaison hat mit knapp 4,4 Millionen Ankünften darüber hinaus den besten Wert im langfristigen Vergleich gebracht. In puncto Nächtigungen wurde in den ersten fünf Monaten der Sommersaison 2014 der höchste Wert seit 1995 erzielt, zum ersten Mal seit 19 Jahren stiegen die Übernachtungen wieder auf über 17 Millionen an.

„Der heurige Sommer war vom Wetter her nicht berauschend, das touristische Ergebnis ist vor diesem Hintergrund besonders erfreulich und sehr hoch einzustufen. Denn es ist der beste Beweis dafür, dass sich Investitionen in schlechtwettertaugliche Freizeitangebote bezahlt machen. Da haben unsere Touristiker seit langem schon Mut und Weitblick bewiesen. Zusammen mit unserer bekannten Tiroler Gastlichkeit waren sie auch bei Regenwetter Garant dafür, dass sich die Gäste bei uns wohl fühlen und wiederkommen. Deshalb ist der Tourismus zu einer tragenden Säule für Entwicklung und Wohlstand auch und gerade in schwierigen Zeiten geworden“, betont Tirols Tourismusreferent und Landeshauptmann Günther Platter.

Tourismus in Tirol: Trend zu mehrmaligen Kurzurlauben

„Die Bündelung vieler Kräfte, Investitionsbereitschaft sowie die zahlreichen hochwertigen Bergsommerangebote sind für dieses erneut positive Ergebnis verantwortlich. Das hohe Engagement um die Zufriedenheit der Gäste und die Flexibilität der Tiroler Touristiker bilden die Basis des Erfolgs. Sie haben auf aktuelle Entwicklungen wie das veränderte Buchungsverhalten und die vielfältigen Ansprüche der Gäste zunehmend die richtigen Antworten parat“, erklärt Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung. Die Tiroler Tourismusbetriebe zeigten sich mit dem wirtschaftlichen Erfolg in der abgelaufenen Sommersaison überwiegend zufrieden, wie Tirols Wirtschaftskammer-Spartenobmann Harald Ultsch bestätigt: „Im Rahmen des jährlich erhobenen saisonalen Stimmungsbarometers gab ein Fünftel der befragten Betriebe an, mit den Umsätzen sehr zufrieden zu sein, weitere 50 Prozent waren zufrieden.“

Gerade die heurige Sommersaison zeige, dass sich Tirol immer mehr in Richtung Ganzjahrestourismus entwickelt. Zwar werde der Haupturlaub zunehmend in anderen (Sonnen-)Destinationen verbracht, aber die Tendenz, mehrmalige Kurzurlaube in Tirol zu verbringen, setze sich fort, so Ultsch. „Wir haben hier speziell wegen unserer ausgezeichneten Infrastruktur in den heimischen Hotelbetrieben einen Wettbewerbsvorteil.“

Hier die Details der bisherigen Sommersaison:

In Summe wurden in der bisherigen Sommersaison etwas mehr als 17 Millionen Nächtigungen (+0,9 Prozent) und fast 4,4 Millionen Ankünfte (+1,8 Prozent) registriert. Die Aufenthaltsdauer lag in den ersten fünf Monaten der Sommersaison bei durchschnittlich 3,9 Tagen und ist damit konstant zum Vorjahreszeitraum. Von Mai bis September 2014 konnte Tirol in den wichtigen Märkten Deutschland (Ankünfte +2 Prozent, Übernachtungen +1,4 Prozent), Schweiz (Ankünfte +0,2 Prozent, Übernachtungen +1,4 Prozent), Belgien (Ankünfte +2,8 Prozent , Übernachtungen +2,8 Prozent), Großbritannien (Ankünfte +3,6 Prozent, Übernachtungen +1,7 Prozent) und Tschechien (Ankünfte +2,1 Prozent, Übernachtungen +6,2 Prozent) Zuwächse gegenüber 2013 erreichen.

Auf dem Inlandsmarkt gab es leichte Steigerungen bei den Ankünften (+1 Prozent) sowie ein konstantes Ergebnis bei den Übernachtungen (+/-0 Prozent). Aus den Niederlanden wurden leichte Rückgänge bei den Übernachtungen (-2,6 Prozent) und relativ konstante Ankünfte (-0,2 Prozent) gezählt. Rückläufige Zahlen gab es auch bei den Gästen aus Italien (Ankünfte -3,7 Prozent, Übernachtungen -6,7 Prozent) und Frankreich (Ankünfte -3 Prozent, Übernachtungen -3,8 Prozent). Bei den Unterkünften verzeichneten einmal mehr die gewerblichen Ferienwohnungen (Übernachtungen +6,2 Prozent) und die privaten Ferienwohnungen (Übernachtungen +6 Prozent) die höchsten Nächtigungszuwächse. Leichte Steigerungen gab es auch in der 4- und 5-Stern-Hotellerie (Übernachtungen +1,1 Prozent). Relativ ausgeglichen bilanzierten die 1- und 2-Stern-Hotels (Übernachtungen +0,2 Prozent) sowie die 3-Stern-Hotels (Übernachtungen -0,4 Prozent), die Privatquartiere registrierten hingegen leichte Nächtigungsrückgänge (Übernachtungen -2,7 Prozent).

Tirol Tourismus Winter
Drei Viertel der Tiroler Beherbungsbetriebe sind mit der Buchungslage für die kommende Wintersaison zufrieden bzw. sehr zufrieden.

Laut dem von Tirol Werbung und Wirtschaftskammer erhobenen saisonalen Stimmungsbarometer vom Oktober 2014 zeigen sich 75 Prozentder Tiroler Unterkunftsbetriebe derzeit mit der Buchungslage für die kommende Wintersaison zufrieden bzw. sehr zufrieden. Dieses Ergebnis liegt damit leicht unter den Umfragewerten des Vorjahres. 63 Prozent der befragten Betriebe halten bei einem ähnlichen Buchungsstand wie im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt, zwölf Prozent konnten bisher sogar mehr Buchungen generieren. Ein Fünftel der Betriebe beurteilt die derzeitige Buchungslage schlechter als im Vorjahr. Allerdings ist dabei der weiterhin anhaltende Trend zu kurzfristigen Buchungen zu berücksichtigen.

In den wichtigsten Quellmärkten ist die Buchungslage laut aktueller Umfrage sehr zufriedenstellend, wobei sie am Hauptmarkt Deutschland am besten ist – knapp ein Fünftel der Betriebe konnte bisher mehr Buchungen aus Deutschland generieren als im Vorjahr zum gleichen Zeitpunkt, fast 70 Prozent halten bei einem ähnlichen Buchungsstand.

„Hinsichtlich der Umsatzerwartungen für die kommende Wintersaison geht etwas mehr als die Hälfte der Unterkunftsbetriebe davon aus, das Ergebnis vom Vorjahr halten zu können. Ein weiteres Fünftel glaubt, die Wintersaison 2014/15 mit einem Umsatz-Plus abschließen zu können. Andererseits rechnet ein Viertel mit Einbußen bei den Umsätzen“, konstatiert Harald Ultsch. In der gehobenen Hotellerie wird die Umsatzentwicklung deutlich positiver eingeschätzt als in den übrigen Kategorien, 38 Prozent der Betriebe rechnen in der kommenden Wintersaison mit Umsatzsteigerungen.

Nähere Informationen sind unter www.tirolwerbung.at zu finden.

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