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Sommerurlaub in Österreich: Reisen mit Familie und Freunden im Trend

Sommerurlaub mit Familie St. Martin im Tennengebirge
Zu den beliebtesten Urlaubsformen der Sommergäste in Österreich zählt das Wandern und Bergsteigen (im Bild: Wanderer bei einer Jause in St. Martin/Tennengebirge). Reisen mit der Familie oder mit Freunden liegt im Trend.

Ein klarer Trend zeigte sich in den letzten Jahren beim Sommerurlaub in Österreich: Generationsübergreifendes Reisen ist im Aufwind, der Paar-Urlaub verliert an Bedeutung. Das ist nur ein Ergebnis der T-MONA-Gästebefragung, die der Branche alle wichtigen Informationen zum Sommer- und Wintergast in Österreich liefert.

Mit wem Urlauber ihren Sommer in Österreich verbringen, spiegelt auch eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung wider. Und hier wird es vielfältiger: Die beliebteste Reisebegleitung ist zwar weiterhin der eigene Partner oder die eigene Partnerin, dieser Anteil sank in den letzten Jahren aber auf 40 Prozent. Reisen als Familie mit Kindern (21 Prozent), im Familienverband, also zum Beispiel Eltern mit erwachsenen Kindern, Großeltern oder Tante/Onkel (7 Prozent) oder als Paar mit Freunden (6 Prozent), werden hingegen beliebter.

Urlaub zu zweit verliert an Bedeutung

„Die Urlaubszeit dient nicht nur zur Auszeit vom Alltag, sondern auch zum Nachholen dessen, wozu im Alltag keine Zeit mehr bleibt. Wir beobachten hier den starken Wunsch, Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen“, erklärt Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung (ÖW).

Die Gästebefragung T-MONA gibt auch Antworten auf die Frage nach den Top-Urlaubsarten der Sommergäste: Dieses Ranking führt mit 41 Prozent der Wander-/Bergsteigurlaub an, gefolgt vom Erholungsurlaub (39 Prozent), dem Natururlaub (28 Prozent) und dem Städte-Urlaub (15 Prozent). Die häufigsten Aktivitäten im Sommerurlaub in Österreich sind Wandern (58 Prozent), Spazieren gehen (52 Prozent) und Sehenswürdigkeiten besuchen (43 Prozent).

Baden ist in Österreich durchaus beliebt, allerdings in der jüngsten Befragung mit 36 Prozent nicht unter den Top 5 (wobei die Tourismusforscher bei diesem Punkt auf das deutlich kühlere Wetter im Sommer 2014 hinweisen, das Einfluss auf das Urlaubsverhalten hatte).

Bei den Aktivitäten zeigen sich auch teils deutliche Unterschiede nach Nationalitäten: Überdurchschnittlich große Wanderfans finden sich zum Beispiel unter den belgischen, deutschen und tschechischen Gästen. Fans der Hochkultur stammen im Sommer vor allem aus den USA, Asien, Russland und Frankreich.

35.000 Gäste aus 19 Nationen zu Urlaubsverhalten befragt

T-MONA (Tourismus Monitor Austria) ist eine repräsentative Befragung der privaten Österreich-Urlauber und ein in seiner Form einzigartiges Kooperationsprojekt, das die ÖW gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der WKO, der Firma Manova und den neun Landestourismusorganisationen entwickelt hat.

Im vergangenen Befragungsjahr wurden österreichweit insgesamt rund 35.000 Gäste aus aktuell 19 Nationen zu ihrem Urlaubsverhalten im Winter und Sommer befragt. Die Befragung zum Sommer 2014 umfasste 19.400 Interviews. Die T-MONA-Urlauberbefragung ist damit die wich­tigste Quelle im österreichischen Touris­mus für Informationen zum Gast in Österreich.

„Tourismusverbände und einzelne Betriebe können mit Hilfe der zur Verfügung stehenden Daten besser und schneller reagieren und sich mit verbesserten Angeboten auf das veränderte Reiseverhalten einstellen“, so Stolba.

Weitere Informationen: www.austriatourism.com

 

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