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Runter mit den Steuern!

Die Steuern senken ist das Gebot der Stunde. Vor allem in einem Höchststeuerland wie Österreich: Laut der aktuellsten Eurostat-Erhebung wuchs die Gesamtsteuerlast in Österreich auf 44,6 Prozent, das kommt einem Plus von vier Prozentpunkten gegenüber dem EU Durchschnitt von 40,6 Prozent gleich – Tendenz steigend.

Runter mit den SteuernKurskorrektur notwendig

„Steigende Ortstaxen, Löhne, Gehälter und Abgaben auf der einen Seite, sinkende Einnahmen und kleinere Reisebudgets auf der anderen – und in der Mitte die Hotellerie. Der Handlungsspielraum wird enger, der Belastungsplafond ist erreicht“, skizziert Reitterer die sich verschärfende Situation. Bestes Indiz dafür: Die seit Jahren rückläufigen Investitionen, selbst bei Top- Betrieben. „Sollten wir anstelle einer Kurskorrektur noch ein Schäufchen nachlegen, wird es kritisch“, so Hoch. Besonders drastisch von einer Erbschafts- oder Vermögenssteuer betroffen sind die Betriebsübergaben. „Aufgrund der immer prekäreren Situation ist die Nachfolge schon jetzt in vielen Fällen schwierig. Wer Übergaben ganz verhindern und Arbeitsplätze vernichten will, ist mit Erbschafts- und Vermögenssteuern gut beraten“, unterstreichen die Branchenvertreter. Die dynamische Zunahme der Arbeitsplätze im Tourismus über Jahre hinweg wäre damit beendet, auch andere Branchen würden leiden: Denn betroffen wären durchwegs regionale Leitbetriebe. Ihre Gäste konsumieren in der gesamten Region, die Hotels vergeben ihre Investitionen an das regionale Gewerbe.

Lohnnebenkosten senken

Die überdurchschnittlich hohe Besteuerung des Faktors Arbeit trifft den mitarbeiterintensiven Tourismus besonders hart: Während die Arbeitskosten im OECD-Durchschnitt mit 35,9 Prozent besteuert werden, hält Österreich bei 49,1 Prozent. „Will man den Faktor Arbeit entlasten, gilt es genau hier anzusetzen“, so die ÖHV-Präsidenten. Neuen Steuern oder nicht zielführenden Konzepten der Mitarbeiterbeteiligung können Reitterer und Hoch wenig abgewinnen. „Der sicherste Weg zu mehr Netto vom Brutto: Runter mit den Lohnnebenkosten“, ist Hoch überzeugt. Neben einem generellen Bürokratieabbau orten die Branchenvertreter kurzfristig noch weiteren Senkungsspielraum beim Beitrag zur Unfallversicherung, dem Familienlastenausgleichfond wie auch dem Insolvenz- Entgelt-Fond. Mittelfristig bieten auch die nur allzu oft zweck – entfremdeten Wohnbauförderungsbeiträge und der Krankenversicherungsbeitrag Potential zu weiteren Einsparungen. „Unterm Strich wären Senkungen von mehr als zwei Milliarden Euro möglich. Auf den einzelnen Mitarbeiter umgerechnet würde dies eine Lohnsteigerung von mehr als 400 Euro pro Jahr bedeuten“, so Reitterer und Hoch.Logo_ÖHV

www.oehv.at

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