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Tourismusoffensive im Wienerwald: Radsport, Wein und Landesschau

Radsport im Wienerwald Tourismusoffensive
Mario Gruber (Wienerwald Tourismus-GF), Aufsichtsratsvorsitzende Irene Moser und Landtagsabgeordneter Christoph Kainz setzen auf eine Radwegeinitiative und den Genussfaktor Wein.

Niederösterreichs zweitstärkste Tourismusdestination zieht eine erfreuliche Bilanz: Mit einem deutlichen Übernachtungsplus von über vier Prozent gegenüber dem Jahr 2016 ist der Wienerwald auf Erfolgskurs. Um diesen weiterhin stärken zu können, setzen die Verantwortlichen auf den Ausbau des Radwegenetzes, und auch neue Kooperationen mit dem Weinforum Thermenregion sind im Gespräch.

Wienerwald Tourismus-Geschäftsführer Mag. Mario Gruber präsentierte die aktuellen Nächtigungszahlen: Wurden im Jahr 2016 insgesamt 1,505.655 Nächtigungen registriert, kamen im Jahr 2017 zusätzliche 62.495 Übernachtungen hinzu. Der Bezirk Baden verzeichnet mit 737.488 Nächtigungen im Jahr 2017 ein Plus von 2,7 Prozent, der Bezirk Mödling, mit 521.320 Nächtigungen, freut sich über einen Zuwachs von 2,8 Prozent. Der Löwenanteil der Steigerung geht auf Vösendorf zurück. Deutliche Zuwächse verzeichnet vor allem die Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie.

„Besonders freut es mich, dass es im Freizeittourismus internationale Zuwächse gibt, die durch Großveranstaltungen wie die Genussmeile gefördert werden“, bestätigt Gruber, der ab März für die Geschicke des Thermen- und Vulkanlandes in der Steiermark verantwortlich sein wird.

Das heurige Jahr steht daher ganz im Zeichen des Freizeittourismus. Im Ausbau ist eine für Niederösterreich einheitliche Radwegeinitiative, bei der nicht nur die Freude an der Bewegung, sondern auch der Appetit auf regionale Schmankerln vermittelt werden soll. „Es handelt sich dabei um ein ganzjähriges Produkt, das für Genussradler, Mountainbiker und Radrennfahrer entwickelt wurde. Ob Fahrradverleih, Gasthof oder Übernachtungsbetrieb, alle sind eingeladen, mitzumachen“, erklärt der Geschäftsführer. Das Projekt wird voraussichtlich bis Sommer umgesetzt werden.

Wiener Neustädter Kanal touristisch aufwerten

Auf eine positive Zukunft im Bereich des Wirtschaftstourismus blickt die Vorsitzende der Wienerwald Tourismus GmbH, Mag. Irene Moser, die vor allem die gute Konjunktur und den attraktiven Standort als treibende Faktoren für diesen permanent wachsenden Sektor sieht. „Wichtig sind vor allem vernetztes Arbeiten, Berührungspunkte mit den Gemeinden und ein kompaktes Management“, bestätigt Moser. Nur wenn diese Kette funktioniere, sei der Erfolg garantiert. Die Herausforderung des modernen Tourismus sei vor allem die Digitalisierung, die bereits bei der Buchung beginnt. Die persönliche Begegnung sei aber auf jeden Fall wichtig, um Erinnerungswerte zu schaffen. Nur so könnte es gelingen, den Geschäftsreisenden auch als Touristen zu gewinnen.

Ein besonders großes Augenmerk gilt auch der für das kommende Jahr geplanten Landesausstellung in Wiener Neustadt und der Revitalisierung des 36 Kilometer langen Wiener-Neustädter-Kanals als Achse in die Thermenregion Wienerwald. „Die Begleitwege sollen zum Radfahren, Flanieren und Genießen in Lokalen entlang der Strecke einladen“, erklärt Ideenfinder und Landtagsabgeordneter Christoph Kainz. Dafür benötige man ein entsprechendes Angebot an Bett & Bike-Betrieben. Alle angrenzenden Gemeinden sind dazu aufgerufen, Ideen zu entwickeln, um die nördliche Kultur- und Freizeitachse des Wiener Neustädter Kanals in Schwung zu bringen.

Auch der Genussfaktor Wein soll dieses Jahr im Fokus stehen – hier gelte es, aus bestehenden Strukturen neue Synergien zu schöpfen. Derzeit sind intensive Gespräche mit dem Weinforum Thermenregion im Gange.

„Das Miteinander in der Region bedeutet viel mehr als Fakten, wie beispielsweise Nächtigungszahlen. Mit Mario Gruber ist uns eine neue Ausrichtung in der Destination Wienerwald gelungen“, bekräftigt Christoph Kainz, der dem scheidenden Geschäftsführer Mario Gruber großen Dank aussprach. Spätestens Ende März soll aus der Fülle an Bewerbungen ein geeigneter Nachfolger gefunden werden. „Wir werden die Erfolgsgeschichte der Thermenregion Wienerwald nahtlos weiterführen“, so Kainz abschließend.

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