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Österreichs erster Amphibien-Bus rollt durch Salzburg

Österreichs erster Amphibien-Bus startet in Salzburg
Erich Berer, Inhaber Salzburg Highlights, präsentiert Österreichs ersten Amphibien-Bus. Das Straßen-Wasserfahrzeug wird ab Mitte September auf der Salzach und in der Mozartstadt unterwegs sein.

Salzburg ist um eine Touristenattraktion reicher: Ab Mitte September wird (GASTRO Portal berichtete) ein Amphibien-Bus – ein Straßen-Wasserfahrzeug, das 26 Passagiere transportieren kann – in der Mozartstadt unterwegs sein.

Amphibien-Busse sind bereits in anderen europäischen Städten wie London, Dublin, Amsterdam, Rotterdam oder Hamburg unterwegs und vermitteln ein abenteuerliches Sightseeing-Gefühl.

Für Salzburg entwickelte Erich Berer, Inhaber des Touristik-Unternehmens Salzburg Highlights, gemeinsam mit Experten ein spezielles Gefährt, das sich vor allem durch extrem wenig Gewicht auszeichnet und damit einzigartig ist.

„Die herkömmlichen Amphibien-Busse waren mir viel zu schwer, zu groß und auch mit zu viel Tiefgang. Ich wollte etwas Besonderes, ein kleines, feines Fahrzeug, das zur Weltkulturerbe-Stadt passt“, meint Erich Berer, der mit seiner Unternehmensgruppe zahlreiche Betriebe in Salzburg, darunter auch die Salzach-Schifffahrt, betreibt.

Amphibien-Bus in Leichtbauweise mit Platz für 26 Passagiere

Während herkömmliche Amphibien-Busse mehr als 13 Tonnen wiegen und einen Tiefgang von 1,50 Meter haben, gelang es Berer in vierjähriger Entwicklungs- und Bauzeit, einen Amphibien-Bus in Leichtbauweise mit 70 Prozent weniger Gewicht zu konstruieren. „Damit ist er wendiger, hat im Wasser nur einen Tiefgang von 85 Zentimeter und verfügt trotzdem über eine hohe Stabilität“, erläutert Berer.

Mit 9,90 Meter Länge, 2,40 Meter Breite, 3,45 Meter Höhe und nur 7,7 Tonnen Gewicht ist der neue Salzburger Amphibien-Bus ein Unikat, die Kosten für das Gefährt beliefen sich auf rund 650.000 Euro. Angetrieben wird der neue Amphibien-Bus auf der Straße von einem 180 PS-starken Mercedes-Motor und im Wasser von zwei Volvo Penta Z-Motoren mit jeweils 225 PS. „Damit bleibt das Fahrzeug im Wasser sicher, auch wenn ein Motor streiken sollte. Das ist mir sehr wichtig. Denn die meisten Amphibienfahrzeuge sind in ruhigeren Gewässern im Einsatz“, erklärt Berer.

Die große Herausforderung lag darin, trotz der drei Motoren ein geringes Gesamtgewicht zu erzielen. Deshalb wurde für das Cockpit und den Kabinenaufbau weltweit erstmals ein Kohlefaseraufbau für ein Amphibien-Fahrzeug verwendet. Dieser wiegt nur 120 Kilogramm, sorgt für Stabilität und wurde in Bayern maßgefertigt.

Von der Salzach zum Schloss Leopoldskron

Die Verkehrszulassung sowie die wasser- und naturschutzrechtlichen Genehmigungen wurden von den Behörden bereits positiv abgeschlossen. „Die Genehmigungsverfahren gestalteten sich sehr umfangreich, aber es ist gelungen, alle Anforderungen zu erfüllen“, weiß Berer. Auch mit dem Landesfischereiverband Salzburg herrscht Einvernehmen. Die Rampe, auf der der Amphibien-Bus aus der und in die Salzach fährt, wird seit vielen Jahren auch für Blaulichteinrichtungen genutzt.

Der neue Amphibien-Bus wird bei der Anlegestelle des Ausflugsschiffs „Amadeus“ an der Salzach am Franz-Josef-Kai starten und flussabwärts Richtung Mülln auf der Salzach fahren, die er bei der Feuerwehr-Rampe im Bereich des Müllner Stegs verlässt. Danach führt die Route entlang der Schwarzstraße, über die Staatsbrücke nach Nonntal, zum Schloss Leopoldskron und zum Schloss Hellbrunn, über die Riedenburg nach Mülln, zur Lehener Brücke und zurück zur Einfahrtsrampe (Mülln), von wo es wieder auf der Salzach zur Anlegestelle der „Amadeus“ geht.

Geplant sind derzeit täglich drei bis sechs Fahrten mit einer Dauer von jeweils ca. 80 Minuten, in der Hochsaison bis zu sieben Fahrten. Künftig soll der Amphibien-Bus von Ende März bis Ende Oktober durch Salzburg rollen. Im September werden im 90-Minuten-Takt ab 11 Uhr täglich fünf Fahrten angeboten, im Oktober täglich vier.

Weitere Informationen: www.salzburghighlights.at

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