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Neues Leben für das Grätzel: Aus Gassenlokal wird Hotelzimmer

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Aus einem leerstehenden Gassenlokal in der Argentinierstraße wurde das schicke Hotelzimmer „Der Künstler“.

Alles begann mit der Suche nach einem eigenen Atelier: Theresia Kohlmayr, Jonathan Lutter und Christian Knapp, drei junge Architekten, entdeckten dabei zahlreiche leerstehende Geschäftsflächen im vierten Wiener Gemeindebezirk und hatten eine zündende Idee – ehemalige Ladenlokale sollten zu Hotelzimmern für Individualisten umgestaltet werden. „Das Hotel wird nicht mehr als Gebäudekomplex gedacht, sondern erstreckt sich über ein gesamtes Grätzel“, erläutert Theresia Kohlmayr, Chefin der Firma „Urbanauts“, die die Hotelzimmer betreibt, das Konzept.

Das erste Loft, „Die Schneiderin“, eröffnete nach dem Umbau im Jahre 2011 in der Theresianumgasse 35 – benannt nach der Wirkungsstätte seiner Vornutzerin. Bereits zwei Jahre später luden „Der Galerist“ und „Der Künstler“ Gäste in die Argentinierstraße 55, ein Lokal, im dem sich früher eine Kunsthandlung befand. Seit heuer komplettieren „Der Trafikant“ und „Der Schlosser“ in der Belvederegasse 22 bzw. 26 das derzeitige Angebot.

Ein Hotel für Individualisten in Wien

Team Urbanauts Kohlmayr Lutter Knapp Individualisten Hotel
Das „Urbanauts“-Team: Theresia Kohlmayr, Jonathan Lutter (links), Christian Knapp

Als Wien-Besucher leben wie ein Einheimischer – auch das steckt hinter der Idee des Trios. Touristen können authentische Erfahrungen während ihres Wien-Besuches sammeln, individuelle Erlebnisse stehen im Vordergrund. Auch die Belebung des Grätzels ist dem „Urbanauts“-Team ein wichtiges Anliegen. „Fragmentierung ist das Stichwort“, so Kohlmayr. Sie selbst stammt aus einer Hoteliersfamilie, hat das Gewerbe im elterlichen Betrieb von der Pike auf gelernt und später den Befähigungsnachweis für Hotellerie und Gastgewerbe erworben. „Der Gast nutzt die Services, die ihm die Nachbarschaft bietet“, erklärt Kohlmayr. Ein ausgewähltes Netzwerk, sogenannte „Fellows“, halten spezielle Angebote für die Hotelgäste parat. So wird das Kaffeehaus nebenan zum Frühstücksraum, das Hamam von gegenüber zum Wellnessbereich, die Bar ums Eck zur Hotelbar. Direkt von der Straße aus zu begehen, bieten die Lofts privaten, diskreten Rückzugsort mitten im Geschehen. Überdurchschnittlich groß und aufwändig ausgestattet begründen sie als Boutique Lofts eine neue Kategorie in der Reihe der Boutique Hotels. Der spezielle Bezug zur Stadt soll auch spürbar sein: Lokale Künstler werden eingebunden, um gestalterisch die Vergangenheit der Lokale aufzubereiten.

Zu den mittlerweile fünf Street Lofts werden in den nächsten Jahren noch weitere Zimmer folgen, um die Angebotspalette zu vergrößern. Die Zielgruppe der „Urbanauts“-Zimmer ist buntgemischt: „Ursprünglich dachten wir an ein jüngeres, an Design interessiertes Publikum“, erklärt Kohlmayr. „Tatsächlich sind unsere Gäste zwischen 18 und 80 Jahre alt. Gerne nutzen auch die Bewohner des jeweiligen Hauses die Zimmer, um ihre Verwandtschaft unterzubringen.“ Interessierte können die Zimmer über die Webseite von „Urbanauts“ www.urbanauts.at reservieren oder die Buchungsplattformen www.booking.com oder www.hrs.com nutzen. URBANAUTS_LOGO_SL_cmyk

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