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ITB: Digitalisierung als Chance für den Tourismus

Digitalisierung als Chance für den Tourismus ITB
Michael Strugl (l., Landesrat OÖ), Elisabeth Udolf-Strobl (Sektionschefin BMWFW), Christian Benger (Landesrat Kärnten), Petra Stolba (GF ÖW), Nikolaus Marschik (Botschafter in Berlin), Petra Nocker-Schwarzenbacher (Obfrau Bundssparte Tourismus und Freizeitwirtschaft) und Wolfgang Kleemann (GF ÖHT) auf der ITB

Die österreichische Tourismuswirtschaft blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück, das mit neuen Höchstwerten aufwartet. Erstmals wurde die Grenze der im Regierungsprogramm für das Jahr 2018 angestrebten 140 Millionen Nächtigungen übersprungen (insgesamt 140,9 Millionen, + 4,2 Prozent). Auch die Zahl der Gäste konnte um rund fünf Prozent auf 41,5 Millionen gesteigert werden.

„Mit einem Plus von 2,5 Millionen Nächtigungen bzw. 4,9 Prozent allein aus Deutschland ist es unseren Betrieben gelungen, den größten Zuwachs seit mehr als 25 Jahren einzufahren“, weiß Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Deutschland bleibt mit 52,7 Millionen Nächtigungen und einem Anteil von 37 Prozent an den Gesamtnächtigungen wichtigster Herkunftsmarkt.

Die Bundesregierung unterstützt die Tourismusbetriebe über die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT). „40 Millionen Euro werden Tourismus-KMUs durch die neue Investitionszuwachsprämie 2017/18 zur Verfügung gestellt, diese werden ein Investitionsvolumen von 900 Millionen Euro pro Jahr auslösen. Große Tourismusunternehmen werden mit rund zehn Millionen Euro unterstützt, das wird ein Investitionsvolumen von 100 Millionen Euro auslösen“, ist Wolfgang Kleemann, Direktor der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT), überzeugt.

Für das Jahr 2017 stehen darüber hinaus Kredite von insgesamt 215 Millionen Euro, Haftungen in Höhe von 60 Millionen Euro und Zuschuss-Förderungen von sechs Millionen Euro zur Verfügung.

Gäste bevorzugen Betriebe mit drahtlosem High-Speed-Zugang

Der digitale Wandel durchdringt aktuell alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche. „Wollen wir eine der erfolgreichsten Tourismusdestinationen der Welt bleiben, müssen wir uns auch auf allen Ebenen des Tourismus intensiv mit der Digitalisierung auseinandersetzen“, stellt ÖW-Geschäftsführerin Dr. Petra Stolba klar.

„Digitalisierung ist längst einer der bestimmenden Wettbewerbsfaktoren und somit eine absolute Notwendigkeit für jeden einzelnen Betrieb“, unterstreicht Nocker-Schwarzenbacher. „Beispielsweise wollen rund 67 Prozent der Gäste nicht in ein Hotel zurückkehren, das unzureichenden drahtlosen High-Speed-Zugang bietet.“

Wer heute erfolgreich bleiben will, muss auch in die Tasche greifen, weist Nocker-Schwarzenbacher auch auf die beträchtlichen Herausforderungen für die Branche hin. So müsse etwa ein durchschnittliches Vier-Sterne-Hotel mit rund 100 Betten, das als Ganzjahresbetrieb geführt wird, in fünf Jahren mit mindestens 60.000 Euro – für Webseite und Online-Marketing – rechnen, so die WKÖ-Tourismus-Sprecherin.

Potenziale gibt es neben der Produktentwicklung in der Qualitätssicherung, der Infrastrukturaufbereitung und auch in der Kommunikation. Unter dem Sammelbegriff „iTourism“ (intelligenter Tourismus) versteht die ÖW alle technologischen und kulturellen Möglichkeiten durch Digitalisierung. Im Bereich der Kommunikation gestaltet sie diese Entwicklungen sehr aktiv mit: Mehr als 50 Prozent der ÖW-Marketingmaßnahmen sind bereits digital, der aktuelle Schwerpunkt liegt auf Bewegtbild.

Neue Technologien gibt es heuer auch auf der ITB: Als Service für die Branche bietet die ÖW erstmals Live-Schaltungen nach Berlin. So wurden die Eröffnungspressekonferenz oder der Besuch des Regierenden Bürgermeisters am Österreich-Stand live via Facebook übertragen. Gespräche mit Ausstellern, Experteninterviews und Standrundgänge liefern den Zuschauern spannende Eindrücke, teilweise auch mit 360-Grad-Perspektive.

Thematisch steht die Österreich-Präsenz erneut unter dem Motto #austriantime. Lag der Fokus im vergangenen Jahren auf Österreichs Naturräumen, die es den Menschen ermöglichen, die Fremdbestimmtheit des Alltags auf ein natürliches Zeitmaß der Landschaft und auf das eigene, innere Tempo zu übertragen, stehen dieses Jahr die österreichischen Gastgeber im Mittelpunkt.

Kurze Momente der Ruhe soll der Österreich-Stand im Messetrubel ermöglichen: Durch echte Bäume und Pflanzen entsteht eine kleine Naturlandschaft, die zum Verweilen einlädt. Kulinarischer Partner ist in diesem Jahr Tirol, Spitzenkoch Franz Raneburger und sein Edelweiß-Team nehmen Besucher des Cafés mit auf einem Streifzug durch die österreichische Küche. Unterstützt wird er dabei in diesem Jahr von den Schülern aus den Zillertaler Tourismusschulen in Tirol.

Weitere Informationen: itb.austriatourism.com

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